(Foto: Christian Rohr)
„Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie es war, eine Schriftstellerin zu sein, die noch nichts veröffentlicht hat: Man beißt sich mehr schlecht als recht durch und kommt mit Leuten in Kontakt, die ausgesprochen abweisend sein können. Und obwohl ich nun Teil dieser Branche bin, die sich manchmal Neulingen gegenüber wie eine uneinnehmbare Festung präsentiert, stehe ich instinktiv eher auf der Seite derer, die versuchen, die Mauern zu erklimmen."

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Kapitel 47 mit Übungsaufgabe

18.11.2008© 2008 Autorenhaus Verlag GmbH, Berlin
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Leserbeiträge

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Eingetragen am: 02.01.2009 von sjoukje
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21460

Nach vielen Jahren bekommt Lena Heimweh und will zurück nach Hause. Sie und John finden den Brunnen mit der Schacht und steigen hinein. In rasendem Tempo fallen sie in eine frühere Zeit, Lenas Zeit. Es ist Winter, als sie ankommen und Lena spürt die kalten Schneeflocken auf ihre Haut. Schon bald findet sie das kleine Haus und klingelt. Ihre Eltern erkennen sie zunächst nicht, aber da sie viele Einzelheiten von früher kennt und das Medaillon trägt, was noch von ihrer Oma stammt, feiern sie ihre Rückkehr. John bleibt und wird Professor. Das Serum aus der neuen Zeit rettet vielen Menschen das Leben. Lena und er versuchen Menschen zu überzeugen, dass sie anders leben sollen, weil sonst das eintreffen könnte, was sie gerade erlebt haben.


Eingetragen am: 23.12.2008 von britta khokhar
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21406

Susanne fliegt jetzt erstmal seit langen jahren mit ihrer Familie zu ihrer Familie in urlaub in das angeblichste land der welt wie ein Autor ein Buch geschrieben, aber sie hat das Land anders kenengelernt.An der Hand ihre Enkelin die jetzt auch die anderen Onkels und Tanten wo sienoch nicht kennt kennenlernt. Es war eine harte stück arbeit die ganze Familie wieder zusammen zubringen. Der großvater war sehr alt und er lächelte hatte es also Susanne geschafft.


Eingetragen am: 11.12.2008 von Gerhild Bauer
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21143

Mein Kriminalroman endet in einem Epilog: Zu Beginn bereitet Hansi Sukop im Gasthaus „Zum weißen Pelikan“ alles für eine Lesung vor, die sie, Robert Kandlhofer und Elfriede Schaböck bestreiten werden. Ihre Familien und ihre Freunde sind eingeladen und natürlich die Kollegen aus dem VHS – Kurs.
„ Hansi strich nachdenklich die Tischtücher glatt, sie hatte zum ersten Mal die Erfahrung gemacht, dass ihre Erzählung, die sie mit Schwung und Begeisterung geschrieben und zu einem Wettbewerb geschickt hatte, nicht angenommen wurde und in ihrer Küchenlade landete. Ihre Freundin tröstete sie: Du musst es so sehen, der Weg ist das Ziel.
War es das?
War das alles?“
Hansi arbeitete nun an einem anderen Projekt, an einem Roman. Würde das Ziel dieses Romans wieder die Küchenlade sein?
„Ihre Lippen begannen zu zittern. Ich brauche einen neuen Tisch mit einer großen, großen Lade und dann begann sie zu lachen....“
Der Epilog endet mit einem Ausblick in die Zukunft. Doch das ist wieder eine andere Geschichte....


Eingetragen am: 07.12.2008 von Ute
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20977

Wie bei Tina und vielen anderen nimmt auch bei mir das reale Leben mit seinen häuslich-beruflichen Verpflichtungen so viel Raum ein, dass die Zeit zum Schreiben viel zu kurz kommt. Zu vielen Übungen habe ich keine Beiträge geschrieben, so dass es mir an dieser Stelle ein Bedürfnis ist, kurz über die Handlung meines 1. Romans aufzuklären.
Meine Propangonistin ist eine Frau mittleren Alters, Mutter von 3 Kindern, durch die 1. Ehe, Erbschaftsstreitigkeiten, Mutterpflichten, beruflicher Herausforderung und den Gesundheitszustand ihres 2. Mannes physisch und psychisch sehr angeschlagen. Während eines Kuraufenthaltes, macht sie eine wichtige und interessante Bekanntschaft – sie lernt sich und ihre Bedürfnisse kennen und wieder Freude zu empfinden.
Erholt und mit guten Vorsätzen gewappnet kehrt sie nach Hause zurück.

Nun zum Schluss des Buches:

Zur Begrüßung bereiten die Kinder Kaffee und Kuchen vor. Der Ehemann lädt abends zum Essen beim Chinesen ein. Es ist ein insgesamt schöner Tag.
Am nächsten Morgen kann der Ehemann sich das Klagen über seine Schmerzen nicht mehr verkneifen.
Nachmittags erhält sie einen Anruf ihrer Mutter mit dem Vorwurf, warum sie sich denn noch nicht gemeldet hätte und sie wolle nur mitteilen, dass Vater im Krankenhaus läge.
Die Frustration und der Ärger über die Situation werden durch eine böse Vorahnung und Sorge um den bisher immer gesunden und vitalen Vater verdrängt.


Eigentlich verstehe ich mich selbst nicht mehr!
Ich liebe Bücher mit Happy End – und mein Roman soll so enden.
Aber vielleicht geht es dann in einem neuen Roman weiter.


Eingetragen am: 05.12.2008 von Angelika Wagner
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20926

Am Ende meines Romanes wird Anne frei sein. Frei von Eifersucht, Kontrollzwängen und Selbstmitleid.


Eingetragen am: 04.12.2008 von Marcus
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20897

test


Eingetragen am: 04.12.2008 von Anita Decker
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20895

Vielleicht geht mein Buch auch so zu Ende:

In letzter Zeit hatte sie den Drang sein Grab zu besuchen immer weniger widerstehen können. Sie wollte dahin. Sie wollte zu Gregors Grab. Aber um was zu tun?

Vielleicht wollte sie dort den Brief verbrennen, den sie ihm kurz nach seinem Tod geschrieben hatte. Man sagt so könne man Kontakt aufnehmen mit den Verstorbenen. Aber sie fand ihn nicht mehr. Es war ja auch schon so lange her. Fast ein Jahrzehnt.

Warte auf mich.

"Warte auf mich", stand darin. Sie war jetzt noch nicht einmal sechzig und ziemlich gesund. War es nicht eine Zumutung für ihn, so lange warten und ihre Eskapaden zu beobachten? Aber was bedeutete schon Zeit in der Ewigkeit des Jenseits. Würden sie zusammen wiedergeboren, wie Igraine und Uther im Roman? Wieder und wieder, bis sie es mal nicht vergeigten?

"Wenn, dann mache ich es im großen Stil, so wie Du es magst", dachte sie, zog den Hut mit Schleier auf und kaufte einen großen Blumenstrauss mit Lilien. Obwohl, Orchideen wären ihm bestimmt lieber gewesen...

Sie parkte den Wagen am Seiteneingang des Friedhofs, nur noch etwa hundert Meter zum Hartmannschen Familiengrab - aber schon bereute sie ihre Aufmachung, entgegen ihrer Vorstellung war heute viel Betrieb. Aber sie wollte nicht zurück, ohne ihr Vorhaben zu vollenden. Den Hut legte sie jedoch auf den Beifahrersitz. Sie ordnete ihr Haar - ging los.

Von weitem sah sie jemanden gebückt über die Grabstätte stolpern. Ein Mann. Rückwärts gehend, schon wieder strauchelnd, sich abfangend, dann stand er still.

Gregor?

"Gregor ist tot", dachte sie. "Nur in meinen Träumen geistert er herum, nicht in Wirklichkeit." Der Mann stand vor dem Grab daneben und sah ganz anders aus als Gregor.

Sie legte die Blumen nieder. "Es waren die schönsten!" telepartierte sie zu ihm hinauf. Dann blieb sie ruhig stehen. Das war nicht einfach. Sie war nervös.

Der Mann blieb ebenfalls da. Vielleicht sollte sie ihn ansprechen? Verstohlen blickte sie zu ihm hin. Sie wollte wissen wie er das machte.

Was machte?

"Was guckst Du so?" fragte er.

"T'schuldigung! Ich meine Beileid! Ich weiss nicht was man hier sagt - und tut."

"Auf was man hier sagt kann ich verzichten! Unreflektiertes Geschwätz!"

Jetzt sah er doch ein bisschen aus wie Gregor, mit dem bitteren Zug um den Mund. Fehlt nur noch, dass er den Arm ausstreckt.
Er streckte den Arm aus und deutete auf den Grabstein vor ihr.

"Dein Mann?"

"Ja."

"Willst Du drüber sprechen?"

Lilian nickte schon als sie Gregor stumm fragte: "Das verstehst Du doch, oder?"


Eingetragen am: 02.12.2008 von Antigone
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20868

Es geht in meinem Roman um eine Hartz-IV-Empfängerin, die in der Silvesternacht beschließt, sich in einem Jahr das Leben zu nehmen, wenn es ihr nicht gelingen sollte, der Hartz-IV-Falle zu entkommen. Wahrscheinlich entscheidet sich Lena, wie in dem vorgestellten Text, für das Leben, weil ihr Freunde Mut machen und weil sie wieder Aufgaben gefunden hat, die sie erfüllen. Der Text ist etwas lang geraten, um die Situation besser zu erklären.

Lenas Entscheidung
Lena stapfte durch den frisch gefallenen Schnee und zeichnete die ersten Spuren des neuen Jahres in die unberührte Schneedecke. Bei jedem Schritt sank sie ein wenig ein und erzeugte jenes unverwechselbare Geräusch, das sie an ihre Kindheit erinnerte.
Während sie weiße Atemschleier vor sich her trieb und ihr Weg sie steiler hinauf führte, tauchten Bilder der Kindheit, Jugend und Erwachsenenzeit wie Stationen vor ihr auf: Lenas Umzug in die Stadt, der frühe Tod ihrer besten Freundin, ihr Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik, berufliche Fehlstarts, Neuorientierung nach dem Studium, Mobbing und Unausgefülltsein im Beruf, vergebliche Versuche, sich im künstlerischen Bereich zu behaupten, der Tod des Vaters, die Betreuung ihrer Mutter, der endgültige Rückzug in ihr Schneckenhaus, Hartz-IV als vorläufige Endstation.

Lena machte eine kurze Rast auf dem zweiten Aussichtspunkt, der ihr einen Panoramablick über die sanfte Hügelkette bot. Alte Gehöfte mit Scheunen und Stallungen schmiegten sich tief unter ihr wie Spielzeughäuschen an die Hügel oder versteckten sich zwischen verschneiten Tannengruppen.
Es tat ihr gut, die reine Luft hier oben zu atmen, die verzauberte Landschaft zu genießen und neue Kräfte zu tanken.
Lena fragte sich, ob ihre Entscheidung in der Silvesternacht richtig war. Sie hatte sich für das Leben entschieden, obwohl sie der Hartz-IV-Falle nicht entkommen konnte - noch nicht. Hatte sie ihr Versprechen gebrochen? War es Feigheit, die sie vor dem letzten Schritt zurückschrecken ließ?
Nein, es wäre ihr leichter gefallen, die Tabletten zu schlucken, als sich schon wieder mit dem Leben herumzuprügeln, dem Leben, das ihr nie eine wirkliche Chance gegeben hatte. Weshalb hoffte sie, dass sich auf einmal alles ändern würde?

Andererseits war doch schon viel geschehen im letzten Jahr. Sie hatte sich endlich aus ihrem Schneckenhaus hervorgewagt, neue Wege ausprobiert und wieder verworfen und dabei Freunde gefunden. Die Freunde hatten sie schließlich ermutigt, mit dem Erzählen vor Märchen etwas dazuzuverdienen. Vielleicht würde ja mehr daraus. Zumindest hatte sie es geschafft, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben und das war es, was am Ende zählte.
Je höher Lena stieg, desto leichter fühlte sie sich. Es war, als würde sie den Sorgenballast, den sie seit Jahren mit sich herumschleppte, Stück für Stück abwerfen. So, wie ein Ballonfahrer sich von Lasten trennt, um dem Himmel näher zu kommen.
Lena blickte einem Schwarm Vögel nach, der im nächsten Augenblick den Gipfel des kleinen Berges umkreiste. Auch Lena war fast am Ziel. Unter ihr glitzerte der Schnee in den Spuren, die sie geformt hatte. Spuren, die nach oben führten.
Nein, ihr Weg war noch nicht zu Ende. Sie war sicher, er fing erst an...


Kommentar von Antigone

Hallo Metta, danke für Deinen Kommentar, der mich quasi als Geburtstagsgeschenk erreichte. Freut mich, dass Dir die Stimmungsbilder in Lenas Schluss-Szene gefallen.- Frohe Weihnachten! Gruß Antigone

Eingetragen am: 21.12.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Die Bilanz kannst Du möglicherweise weglassen, wenn es vorher im Buch abgehandelt wird. Die Bilder, die ersten Spuren im Neuschnee, das steigen auf den Hügel, der Panoramablick und die Vögel finde ich sehr gelungen, auch die Stellen, wo Du sinnlich beschreibst, das Knirschen der Schritte, der Atemhauch...

Eingetragen am: 03.12.2008

Eingetragen am: 01.12.2008 von Elisabeth
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20831

Das Ende ist auf jeden Fall das Ende der Beziehung zwischen Anni und Duyal. Spannend sollte natürlich sein, wie es dazu kommt und das ganze "Gefühlschaos" von Anni. Ob ich das schaffe? Ich hoffe es.

Ich lag auf meinem Bett und versuchte dieses Übel in mir zu vernichten, das in meinem Bauch nagte und mit jedem Bissen mehr schmerzte.
Ich hatte einen Menschen verloren, dem ich meine Schranken öffnete. Wie sollte ich damit jemals zurecht kommen? Ich konnte nicht mal weinen. Wie in einem dunklen, beengten Raum, vor einer verriegelten Tür, fühlte sich dieser Zustand an.
Spät nachmittags überredete mich eine Freundin, sie zusammen mit ihrem Freund, auf ein Fest in der Kunstakademie zu begleiten. Sie wußte schon, dass ich nicht mehr mit Duyal zusammen war, sie wußte auch, dass mir diese Trennung weh tat aber irgendwie reagierte sie darauf kühl, sie nahm es so locker hin. "Ach Anni, der war eh langweilig." "Ja," sagte ich, weil es keinen Sinn hatte ihr mehr von mir zu erzählen.
Ich blieb also allein mit diesem Nager in meinem Bauch.
Einwenig lenkte mich der Haufen von jungen Menschen und die zahlreichen Skulpturen, die hier und da wie Erdmännchen auftauchten und mich ausdruckslos anstarrten, ab. Das Nagen in mir hatte sich in wellenartiges Krampfen verwandelt, das mich nicht mehr ununterbrochen an die Trennung erinnerte und meinen Bauch endlich weicher werden ließ.
"Hey, Anni," rief es auf einmal hinter mir, ich drehte mich um. Da kam strahlend Rita auf mich zu und umarmte mich. Ich lag so gut aufgehoben in ihrer Umarmung, fast wären Wellen aus mir herrausgeschwappt, hätte ich nicht meinen Mund und meine Augen fest zusammen gekniffen.
In diesem Moment verschweißte sich unsere Freundschaft und entriegelte mir die Tür in diesem dunklen, engen Raum.


Eingetragen am: 30.11.2008 von warnow
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20825

Mein Roman beginnt mit den Sätzen:
"Aus den Bahnhofslautsprechern ertönten die Worte: Achtung, sie verlassen den demokratischen Sektor von Berlin. DDR-Bürger bitte aussteigen! Wir stiegen nicht aus. Wir wollten das Hansaviertel sehen. Eine Tagesreise nach Westberlin nahm ihren Anfang."

Noch bin ich mir nicht schlüssig, ob ich in der ersten oder der dritten Person schreibe. In den letzen Monaten neigte ich mehr zur dritten Person. Nun lese ich gerade das Buch „Das sanfte Joch der Vortrefflichkeit“ von Renate Feyl und neige wieder zur ersten Person.

Mein Roman endet mit den Gedanken:
„Von Vielen wurde mein Protagonist gefragt, warum er damals nicht in Westberlin geblieben sei? Es gab viele Gründe. Der Staat DDR bezahlte das Studium und erwartete auch, das erworbene Wissen in der volkseigenen Wirtschaft anzuwenden. Ein Wegbleiben hätte auch der Ehrlichkeit willen geheißen, die bis dahin angefallenen Studienkosten zurück zu zahlen. Viele, viele haben dies nicht getan. Bereits an der ABF hatte er zugesagt, nach dem Studium mindestens vier Jahre dort zu arbeiten, wo er in der Volkswirtschaft am dringendsten benötigt wird.
Sowohl von Großeltern, als auch von den Eltern war ihm immer gesagt worden: „Was du versprochen hast, das musst du auch halten.“
Dieser Grundsatz begleitet meinen Protagonisten durch das ganze Leben. So war es ganz folgerichtig am Abend nach dem Besuchstag in Westberlin zurückzukehren.
Ich möchte am Schluss des Romans verdeutlichen, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse, in die ein Mensch hineingeboren wird, die eine Seite sind, sein persönliches Verhalten, das er weitestgehend selbst beeinflussen kann, aber die andere Seite der Medaille darstellt.
Diese Gedanken in Prosa, wahrscheinlich mit Dialogen, umzusetzen, wird eine schwierige Arbeit.


Kommentar von Karin

Eigentlich wollte ich gar nicht mehr nachsehen, ob noch jemand einen Text zur letzten Aufgabe geschrieben hat. Morgen kommt ja bereits die nächste - und wie schrecklich - die vorletzte. Ja, lieber Warnow, da hast Du Dir wirklich viel vorgenommen! Und da Du alles ordentlich, gut durchdacht und wahrheitsgetreu darstellen wirst, türmt sich ein beträchtlicher Berg vor Dir auf. Ich bin mir sicher, Du wirst es schaffen - es muss ja nicht in einem Jahr sein; lass Dir ruhig länger Zeit -, und wenn Dein Roman fertig ist, werde ich einer seiner ersten Leser sein. Liebe Grüße von Kiel nach Rostock.

Eingetragen am: 03.12.2008

Kommentar von M.P.

Hallo Warnow. So langsam wird mit der Vergangenheit aufgeräumt und gute Bücher stürmen den Markt. So wie "Der Turm" zum Beispiel. Deine Geschichte hat ein ganz anderes Potential, als alles, was ich bisher über dieses Kapitel deutscher Geschichte gelesen habe. Ich bin ja selbst ein Kind des Ostens und habe ein gutes Stück miterlebt, bin aber zu früh vom Ende überrascht worden, als mir wirklich ein standfestes Bild aufbauen zu können. Der psychologische Hintergrund deiner Geschichte ist spannend, weil er für viele, die in diesem System nicht aufgewachsen sind, auf den ersten Blick nicht zu verstehen ist. Ein Volk, zwei Geschichten und drei Meinungen oder mehr. Deine weckt Interesse, ich wünsche Dir Erfolg, Kraft und Glück. LG M.P.

Eingetragen am: 02.12.2008

Kommentar von Beate Kranz

Hallo Warnow, Du hast Dir wirklich viel vorgenommen und die Botschaft unmißverständlich verständlich zu machen, dürfte wirklich nicht leicht sein. Aber die Idee finde ich sehr spannend und höchst interessant. Zur Perspektive: die 1.Person ist sicherlich reizvoll, weil sie eben die innere Seite eines Menschen ausloten kann, aber sie setzt auch sehr stark Grenzen. Vielleicht hast Du in Deinem Text die Möglichkeit in Form von Tagebucheitragungen oder Briefen zwischen der ersten und dritten Person zu wechseln. Auf jedem Fall wünsche ich Dir viel Erfolg. Beate

Eingetragen am: 02.12.2008

Kommentar von Numungo

Natürlich wird es schwierig werden, doch wenn du es gut machst, wird es auch etwas Besonderes werden. Ein Warnow eben. Einen ehrlichen und sich selber treuen Menschen darzustellen ist immer schwieriger, als einen Kriminellen oder Chaoten. Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei, Numungo (20408).

Eingetragen am: 01.12.2008

Eingetragen am: 30.11.2008 von RoseCanyon
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20812

Nachdem Molly allen widrigen Umständen zum Trotz den Täter überführt hat, wird offensichtlich, dass sie nicht nur einen herausfordernden Kriminalfall gelöst, sondern auch Frieden mit ihrer eigenen Vergangenheit geschlossen hat.
(wen's interessiert, das Ende steht unter 20299)


Kommentar von Beate Kranz

Hallo Rose, das sich nach einem guten dopppelten Ende an: gelöster Kriminalfall und gelöster Fall der eigenen Vergangenheit (was ja manchmal selbst schon ein Krimi sein kann.) Alles in allem sehr schlüssig und spannend. lg Beate

Eingetragen am: 03.12.2008

Kommentar von Nobby

Hallo RoseCanyon, vor allem deine Wolfsgeschichte vom 22.02. gefällt mir gut, aber an diesem Roman ist besonders der Ortsname "Killiecrankie" lustig! Und danke für deinen Kommentar zu meinem Schluss! Schöne Grüße Norbert

Eingetragen am: 01.12.2008

Kommentar von Numungo

Es lohnt sich immer, Frieden mit der eigenen Vergangenheit zu schließen. Viele Grüsse, Numungo (20408).

Eingetragen am: 01.12.2008

Eingetragen am: 30.11.2008 von Bibi
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20808

und dies ist mein(!) mögliches Ende:

Elena schaute sich in ihrer leer geräumten Wohnung um. Fast die ganze letzte Woche hatte sie damit verbracht, alles in Kisten und Kartons zu verpacken. Der Möbelwagen war vor einer knappen Stunde davon gefahren. Ein paar Kartons standen noch im Schlafzimmer auf dem Teppichboden. Es waren Sebastians Sachen. Im Laufe der Jahre war er bei ihr und sie bei ihm eingezogen. Nun gingen sie getrennte Wege.
Wehmütig ging sie zum Wohnzimmerfenster rüber und blickte auf die wenig befahrene Strasse hinunter. Dieser Ausblick hatte sie eine lange Zeit begleitet. Die hohen Bäume des kleinen Parks gegenüber, die morgendlichen Jogger, die älteren Damen, die ihre Hündchen ausführten und der kleine Löschteich in dem die Enten schwammen. Dieses Bild sollte Vergangenheit werden und passte nicht mehr in ihr neues Leben.
Sie drehte sich um und ging durch den Raum. Sie war darauf bedacht, keine lauten Geräusche zu erzeugen, denn der Hall ihrer hochhackigen Schuhe auf dem Parkett erschreckte sie ein wenig. Ein Lächeln huschte dennoch über ihr Gesicht und sie strich sich liebevoll mit der rechten Hand über den leicht gewölbten Bauch.
"Ich werde meine Tochter Anna nennen", dachte sie und verließ die Wohnung. In der linken Hand hielt sie den kleinen schwarzen Beutel mit den Diamanten.


Kommentar von Beate Kranz

Hi Bibi, ich kann mich Bärbel nur anschließen. Das Ende hört sich sehr, sehr spannend an und als Leser ist man gespannt, wie das Leben deiner Prota weiter verlaufen wird. lg Beate

Eingetragen am: 02.12.2008

Kommentar von Numungo

Ein Schluss mit und ohne Happy End. Viele Grüsse, Numungo (20408).

Eingetragen am: 01.12.2008

Kommentar von

Hallo Bibi, wenn das die Auflösung der Geschichte ist, platze ich fast vor Neugier, was es denn insbesondere mit den Diamanten auf sich hat. Das ist für mich ein perfekter Einstieg in eine Story, von dem aus man z.B. diese rückwärts aufrollen könnte. L.G. Bärbel

Eingetragen am: 01.12.2008

Kommentar von RoseCanyon

Liebe Bibi, Dein gesamter Text verdeutlicht schon von Begin an,dass es sich hier um eine Abschlussszene handelt. Der letzte Abschnitt ist Dir sehr gut gelungen - er gefällt mir gut. In der Passage davor würde ich etwas kürzen bzw. Satzanfänge etwas variieren, da "dieser Ausblick" - "Dieses Bild", "Sie drehte" - "Sie war" mir etwas zu parallel gestaltet erscheinen und somit dem Text ein wenig Ausdruckskraft nehmen.

Eingetragen am: 30.11.2008

Eingetragen am: 30.11.2008 von Lothar Fink
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20807

M1012
Der Haftbefehl Teil I (ende)
Von dieser ersten Inhaftierung konnte sich Constantin Creutz nicht erholen. Jahre später war er immer noch arbeitslos, sah alle zwei Wochen seine Tochter und trank mehr Alkohol als sich so mancher vorstellen konnte.
Im November 2004, Constantin hatte eine Tennisanlage und eine Gastronomie auf einem Reiterhof gepachtet, war der Alkohol im eigenen Geschäft. Er bekam eine Ladung zum offenen Strafvollzug in Berlin Hakenfelde. Laut dreier verlorenen Gerichtsverhandlungen muss er für sechsundzwanzig Monate ins Gefängnis, weil er weiter betrunken ohne Fahrerlaubnis Auto fuhr!
Und neue Zweifelhafte Justizentscheidungen senden Stoff für Teil II.
J22 Haftbefehl Teil II


Kommentar von RoseCanyon

Hallo Lothar, ich muss gestehen, dass ich Deinen Text zweimal lesen musste. Und noch immer bin ich mir nicht sicher, was genau nun das Ende sein soll...aber vielleicht steckt das in Deinen Hinweis auf "Stoff für Teil II". Dann überrasche uns mal mit Deinem weiteren Teil - bekommt der Alkoholiker da seine Chance? :-))

Eingetragen am: 30.11.2008

Eingetragen am: 28.11.2008 von Nobby
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20776

Das Klima hat sich stark erwärmt, der Meeresspiegel ist infolgedessen stark angestiegen, und die „Höhle des Blauhaies“ ist im Meer versunken. Ein paar Gipfel des Sonnensprunggebirges ragen von nun an als Inseln aus dem Wasser.

Die Flutkatastrophe hat die Menschen gezwungen, das Land zu besiedeln, welches dafür unter dem Inlandeis frei geworden ist. Eunyau hat mit ihrem Zauberprisma den Abfluss des Schmelzwassers erheblich beschleunigt. Dieses Prisma war ihr lange Zeit vorher von den Göttern verliehen worden, nachdem sie den Drachen besiegt hatte, der vorher im Eis geherrscht hatte – obwohl sie diesen Drachen zu lieben begonnen hatte.

Allerdings sind in der Enge, in der die Menschen jahrelang im Hochgebirge ausharren mussten, viele von ihnen durch Seuchen umgekommen. Schließlich aber können sie in ihr neues Land hinabsteigen, in dem sich einige fruchtbare Täler schon gebildet haben.

Kurz vor dem Ende müssen Eunyau und die übrigen Protagonisten noch einen Kampf bestehen, denn auch die Drachin Nsof ist an der Herrschaft über das Land interessiert.
Doch nachdem die Protagonisten verborgene Kräfte wiedererweckt haben, die sie lange in sich vergraben hatten, können sie die Drachin und ihr Gefolge besiegen.

Als Belohnung für ihre Leistungen darf Eunyau zu den Göttern aufsteigen, wird für die Nachwelt zur Göttin des Windes. Die Götter denken darüber nach, ob sich die Menschen ihre nächste Klimakatastrophe selber schaffen werden, kommen aber bald wieder auf andere Gedanken…


Kommentar von RoseCanyon

Hallo Nobby, irgendwie kling Dein Text wie eine Mixtur aus einer griechischen Sage, gepaart mit Ideen von Jules Verne...sehr interessant!

Eingetragen am: 30.11.2008

Kommentar von Carola Ottenburg

Na, da hast Du Dir ja was vorgenommen. Das klingt für mich wie die Kurzzusammenfassung einer kompletten Romanhandlung.

Eingetragen am: 29.11.2008

Eingetragen am: 28.11.2008 von m.petersen
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20763

Ich will mich an einer Zusammenfassung versuchen und bitte um Nachsicht, dass ich es nicht wage, ein formuliertes Ende vorzustellen.


Wie einige wissen, versuche ich mich an einem Zweiteiler, der sich mit organisierter Kriminalität beschäftigt.
Zum Ende des ersten Buches kommt Licht in viele Ungereimtheiten und durchleuchtet die meisten Geschehnisse.
Tom hat mit einer alten Freundin, die für Europol als Kontakter arbeitet, Georgi´s Handy geortet und versucht seine Freunde vor seinem Blutrausch zu retten. Leider kommt er zu spät und er findet Natascha, Anton und Maria nur noch tot vor. Hannah, die zweijährige Tochter von Anton und Maria wurde verschont.
Tom wurde im Verlauf der Geschichte vom Leiter der OK beim LKA auf Georgi angesetzt, nachdem dieser erfahren hatte, dass Georgi sein Gesicht in die Überwachungskamera des Krankenhauses gehalten hatte und somit offiziell mit den grausamen Geschehnissen in Verbindung gebracht werden konnte. Tom wurde dabei freigestellt, ob er die Angelegenheit blutig beenden möchte. Der Polizeichef von Düsseldorf klinkte sich ebenfalls ein und ließ Tom ein Foto zukommen, auf dem Georgi und Natascha, mit der Tom ein Verhältnis hatte, innig vereint in einem Lokal zu sehen waren.
Als Tom seine Freunde nur noch tot auffinden kann, wählt er die Handynummer, mit der er Georgi geortet hatte und schwört ihm Rache. Bei diesem Telefonat wird einiges geklärt, was den zweiten Teil rechtfertigt.
So erfährt Tom, dass der Leiter der OK der Drahtzieher der Organisation ist und die Fäden für die Transporte in und durch Deutschland in der Hand hält. Zusammen mit dem Düsseldorfer Polizeichef. Außerdem erzählt ihm sein ehemaliger Freund und Kollege, dass die beiden es waren, die ihn damals von Europol abgeworben hatten und seinen Tod vortäuschten, damit er mit neuer Identität von Kiew aus die Transporte organisieren konnte. Auch, dass sie es wahrscheinlich waren, die damals das Attentat auf Tom zu verantworten hatten und als das fehlgeschlagen war, ihn in die Zentrale des LKA holten, um ihn besser unter Kontrolle zu haben. (Tom und Georgi waren damals der Organisation dicht auf den Fersen und standen kurz davor, die Bande auszuheben)
Georgi erfährt von Tom, dass die beiden Beamten die Razzia in Kiew arrangiert hatten, zusammen mit Europol und den örtlichen Behörden. (Info: von dort aus starteten die Menschentransporte)
Tom erzählt ihm auch, dass die beiden ihn auf Georgi gehetzt hatten und erwähnte auch das Foto von ihm und Natascha.
Sie waren sich einig, dass sie alle Zeugen beseitigen wollten, die sie in irgendeiner Form mit der Organisation in Verbindung bringen konnten. Wenn Tom es geschafft hätte, Georgi auszuschalten, hätte nie einer erfahren, wer hinter der Organisation und den Mordaufträgen gesteckt hätte. Wenn nicht, hätte Georgi nie erfahren, dass die beiden Tom auf ihn gehetzt hatten. Sie hatten aber nicht damit gerechnet, dass beide überleben würden, und somit auffliegen könnten.
Georgi gibt seinem alten Kameraden noch den Tip, sich das Foto genauer anzusehen, dann würde er bemerken, dass es eine Montage war und er seinen Vorgesetzten auf den Leim gegangen ist. (Tom wollte Natascha warnen, das Georgi noch am Leben sei. Als seine Vorgesetzten das mitbekamen, haben sie ihm das Foto untergeschoben und damit Natascha beschuldigt, auf der anderen Seite zu stehen und Anton und Maria verraten zu haben)
Er selbst (Georgi) würde sich auf seine Art für den Verrat erkenntlich zeigen und die Organisation neu strukturieren, nachdem neue Hintermänner in Deutschland eingesetzt worden wären.
Tom schwört, Georgi zu jagen und seine Freunde zu rächen, was der auch erwartet hatte. Allerdings würde er nicht auf ihn warten und auch nicht stillhalten, wenn Tom ihn doch finden sollte.


Es ist alles ein wenig verworren, soll es ja auch. Keine kriminelle Organisation wird zulassen, dass ihre Machenschaften offen wie ein „Buch“ (Achtung; Kalauer) vor einem lägen.
Es ist auch schwierig, mit wenigen Worten zusammen zu fassen, was ein ganzen Buch an Mutmaßungen aufgebaut hat. Ich hoffe aber trotzdem, dass es ein wenig Anklang findet und nicht zu überdreht rüber kommt.


Kommentar von ml

Hallo M., es war ja gar nicht verlangt, dass ein ausformuliertes Ende eingestellt wird. Hört sich sehr spannend an. Allerdings fragte ich mich, wie Tom sich bei Georgies Aussagen sicher sein kann. Wenn mir derjenige, der meine Freunde getötet hat, etwas von dieser Bedeutung erzählte, hätte ich da meine Bedenken. Überhaupt muss es sehr schwer für Tom sein jemandem zu trauen. Nun ja, wir werden sehen, was Du ihn in Teil 2 erleben lassen wirst. Viel Erfolg. Bis dann ml

Eingetragen am: 29.11.2008

Eingetragen am: 28.11.2008 von
[ Lesezeichen ]

20751

Liebe Kreativen : ), nach Wochen melde ich mich zurück und möchte versuchen, die versäumten Übungsaufgaben nachzuholen - zuerst die aktuellste.

Am Ende meines Romans lässt Max sein bisheriges Leben hinter sich. Im Loslassen findet er spät zur Versöhnung mit den Menschen und dem Leben an sich - Liebe und Erfüllung in dem Land, in dem er schon als Kind glücklich war.


Kommentar von RoseCanyon

Hallo Bärbel, ja, auch ich leide akut unter Zeitnot. Ich finde mich in Deinem Einleitungssatz somit 100% wieder. Dein Ende des Romans erscheint mir, rund zu sein. Es ist auch eine Entwicklung von Max erkennbar. Ja, ich denke, das würde mir als Leser sehr gefallen.

Eingetragen am: 30.11.2008

Eingetragen am: 28.11.2008 von Beate Kranz
[ Lesezeichen ]

20750

Augenblicklich habe ich ein wenig Schwierigkeiten mich mit meiner Protagonistin und ihren Lebensumständen auseinanderzusetzen. Deshalb erwischt mich die Übungsaufgabe auf dem berühmten falschen Fuß...
„Schuld“ an der ganzen Sache ist meine Schusseligkeit – ich habe vor ca. 2 Monaten Textdaten verloren und war gezwungen einen langen Text komplett neu zu schreiben (und das ist in kürzester Zeit – da die Autorengruppe, in der ich mitschreibe am 11.12.08 eine Lesung hat und mein Text für das Buch ‚Sammelsurium’ dringend fertig werden mußte, damit das Buch in Druck gehen konnte.)
Deshalb hatte ich mich in den letzten Wochen aus diesem Projekt ‚Ein Roman in einem Jahr’ herausgehalten, nichts hierfür geschrieben und auch nicht gelesen und kommentiert.
Doch nun zur eigentlichen Aufgabe:
>Das Ende meiner Geschichte wird eher ein offenes Ende sein. Nachdem Mel Jacobs und ihre beiden Brüder die Wahrheit über das Doppelleben ihrer Eltern erfahren haben, müssen sie sich dieser Wahrheit stellen. Aber sie müssen sich auch mit dem Teil ihres Lebens auseinandersetzen, der zwanzig Jahre um den Tod und den Verlust der Eltern getrauert hat.<
Ich weiß, das hört sich alles ein wenig vage an, aber bis jetzt weiß ich nur, daß es kein sogenanntes happy end geben wird, sondern das das Ende im Grunde ein Ist-Zustand sein wird.


Kommentar von warnow

Hallo Beate, die Zeit des Kohlepapiers, mit Sicherheit war mindestens ein Durchlag vorhanden, ist lange vorbei. Die Festplatte speichert und speichert und speichert. Aus Deinem Fehler hast Du gewiss gelernt und in Zukunft gehen keine Dateien mehr verloren. Dein geplantes Romanende finde ich schlüssig. Happy end klingt immer nach Courths Mahler und das wäre nicht gut. Dein Roman bleibt damit auch spannend bis zum Ende. Viel Freude beim Schreiben wünscht Winfried

Eingetragen am: 02.12.2008

Eingetragen am: 27.11.2008 von Monika Herwig
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20737

Magda findet endlich Beweise, dass ihr Schwager Kai mit seiner Frau krumme Geschäfte mit Gammelfleisch gemacht hat und alles ihrem toten Mann zugeschrieben hatte.
Sie will die beiden zur Rede stellen. Aber sie haben ihrem Leben mit Gift ein Ende gemacht. Magda findet eine Abschiedsbrief an sie: darin gibt Kai zu, dass er und Marlies ihren Mann erschossen haben; er ihre Tochter entführt hat, um an Magdas Firmenanteile zu kommen; dass der Biohof nun eine ehrliche und starke Hand benötigt. Er vermacht ihr alles. (Obwohl er sich unrechtmäßig daran bereichert hat und es Magda gehört.) Er wünscht ihr noch Glück und bittet um Verzeihung, sie können mit der schweren Schuld nicht weiter leben.
Magda traut ihren Augen nicht, ihrem Verstand nicht, was sie hier liest. Es war nicht ihr Unvermögen, dass sie alles verloren hat, sondern Kai, der schon als Junge zu ihr gesagt: "das wirst du mir büßen!"
Magda geht nach draußen, da sind ihre beiden Kinder, sie nehmen ihre Mutter an der Hand und gehen.


Kommentar von RoseCanyon

Hallo Monika, was für ein Familiendrama. Da kommt zum Ende bei Dir nochmals richtig "Stimmung" auf. Klingt alles sehr spannend! Und happy ist das Ende auch noch:-))

Eingetragen am: 30.11.2008

Eingetragen am: 27.11.2008 von papaya
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Mein Roman endet mit Elisabeth z.B. so

Elisabeth geht durch das dichte Schneetreiben die wenigen Schritte zu ihrem Haus. Wie eine Schneeschmelze fühle ich mich, hatte sie manchmal zu ihm gesagt und gelacht.
Sie kramt nach ihrem Haustürschlüssel in der Manteltasche und dreht sich noch einmal um. Eiskristalle wirbeln in ununterbrochenem Fall. Elsabeth steht da wie offenes Land, das sich gleichermaßen der Sonne, dem Wind, dem Regen und dem Schnee aussetzt. Sie spürt wie sich ihre Körpergrenzen aufzulösen beginnen und sieht das feine Gespinst aus Fäden hinauswachsen. Ein Aststück rollt über den Weg vor ihre Füße. Sie legt es auf ihren Handteller, das ausgetrocknete Stück Holz.

Aber vorher werden Minzig, Jolanda und Anna, Rolf, Herr Gustaf und Sibel noch etwas zu sagen haben. Möglich dass jemand Harfe spielen lernen wird. Und Sarah und Selma verstehen, dass es keine andere Zeit gibt als diese.


Kommentar von Beate Kranz

Hallo papaya, der Text ist sehr allegorisch - mir gefällt er sehr gut. Ich hätte gerne weiter gelesen... Und ich bin auf die Harfenspielerin /den Hafenspieler gespannt. lg Beate

Eingetragen am: 03.12.2008

Kommentar von M.P.

Hmmm. Wie aromatischer Tee an einem kalten Winterabend. Natürlich mit einem Schuß Amaretto, soll ja wirken. Aber nicht zu viel, sonst wird man betrunken und der Abend ist verdorben. Vielleicht ist bei Deinem Schluß, so schön poetisch wie er ist, eine Streckung angebracht, um nicht zu gewollt daher zu kommen. Für meinen Geschmack finde ich zu viele Allegorien, die mir auf diesem engen Raum sauer aufstoßen. Eigene Schneeschmelze, Elisabeth als offenes Land und mit sich auflösenden Körpergrenzen, wirbelnde Eiskristalle und trockenes Holz erinnern mich schon fast an einen Almanach für lyrische Enden. Aber ich denke auch, wenn Du alles streckst und die Erkenntnisse mit Gedanken oder Taten füllst, verringert sich ihr Gewicht und sie sind leichter verdaulich. Oder, Du lässt einfach ein paar Sachen weg. Den anderen gefällt es ja richtig gut, vielleicht liege ich auch falsch. Wohlwollend M.P.

Eingetragen am: 02.12.2008

Kommentar von Malea

Du schaffst es mit wenigen Sätzen eine Stimmung zu erzeugen, dass man sich in deiner Geschichte verlieren möchte. Ich freue mich sehr auf deinen Roman, auf das feine Gespinst von Klarheit und Rätsel, auf kleine Stücke Lebensholz aus der besten aller Zeiten, Jetzt. Liebe Grüße, Malea.

Eingetragen am: 01.12.2008

Kommentar von Frog

Eine sehr poetische Vision, bei der mir trotz der Kälte warum ums Herz wird. Dass jemand möglicherweise Harfe spielen lernt, finde ich großartig....-)

Eingetragen am: 01.12.2008

Kommentar von Velarani

Klingt schön, bleibt aber vage. Ich kenne ja noch gar nicht viel von deiner Geschichte und kann also nicht sagen, ob der Schluss sie so befriedigend abschließt. Warum im Präsens? "Elisabeth steht da wie offenes Land" hat mir sehr gefallen! LG Velarani

Eingetragen am: 30.11.2008

Kommentar von Numungo

Es ist immer gut, wenn sich Grenzen auflösen, auch und vor allem, wenn es die Grenzen des Körpers sind. Besonders leicht fällt es natürlich im Winter bei dichtem Schneetreiben, die Grenzen zerfließen zu lassen, denn der Schnee wirkt ohnehin wie ein natürlicher Weichzeichner. Die aus dem Körper herauswachsenden Gespinste könnten auch feine Wurzeln sein, denen im Frühjahr stärkere folgen werden. Vielleicht möchte sich Elisabeth in ihrer Umgebung verwurzeln, Wurzeln schlagen wie ein Baum, um den kommenden Stürmen zu trotzen. Vielleicht will sie auch etwas ganz anderes. Viele Grüsse, Numungo (20408).

Eingetragen am: 30.11.2008

Kommentar von Ginko Korn

Wenn der Roman im Sommer endete, ginge Elisabeth wohl den Strand hinunter bis in die Brandung. Im Frühling versänke sie im auftauenden Flachmoor, im Herbst ginge sie in einer Grube unter, die sich mit Falllaub füllte. Nun aber ist Winter, und die Endzeitstimmung schlägt sich im Flockenwirbel nieder. Der Begriff Schneeschmelze meint den abtauenden Wintervorrat der kalten Pracht. Fühlt sich Eliabeth wirklich derart zerfließend? Sicher meint sie eine zerrinnende Flocke. Schneeflocken bestehen tatsächlich aus Eiskristallen, nur verbindet man mit Eis kein Wirbeln, eher die statischen Eisblumen am Fensterglas. Inmitten des ununterbrochenen Schneefalls ein Stück ausgetrocknetes Holz zu finden, wirkt verblüffend. Fadenförmig sich auflösende Körpergrenzen wecken in mir die Vorstellung einer verschimmelnden Stoffpuppe, die sicher kein Aststück mehr in ihren Handteller legen könnte. Elisabeths Gemütslage ist gut nachzufühlen. Treffendere Formulierungen wirkten glatt bis zur Betroffenheit.

Eingetragen am: 28.11.2008

Eingetragen am: 27.11.2008 von Ginko Korn
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Beim letzten Notartermin erfuhr Appel nicht nur vom Vermögen der Taube, sondern auch von ihren umfangreichen Aufzeichnungen in der Tanne. Erst als er sich darin vertiefte, wurde ihm allmählich bewusst, wie viel Arbeit Marie-Luise geleistet hatte. Der Nachlass war mit der Auflage verbunden, ihr Verdienst gegen Neider oder Trittbrettfahrer zu verteidigen. Nun wurde ihm auch klar, was die Notiz an der Pinnwand zu bedeuten hatte. Er würde damit rasch an die Öffentlichkeit treten müssen, sonst könnte die ganze Sisyphusarbeit vergebens gewesen sein.


Kommentar von Malea

Das ist mal wieder typisch Ginko, wenn schon eine Lanze gebrochen, dann aber eine poetische... Aber hoffentlich begreifen all die geneigten Leser, dass sie mal dringend auf die reale Pinnwand schauen sollten. Falls sie sich darauf zurecht finden ;-) Wenn nötig werde ich auch eine Lanze (oder was auch immer...) für deine Sache brechen, liebe Lillilu! Liebe Grüße, Malea.

Eingetragen am: 01.12.2008

Kommentar von Numungo

Ein Schluss der den Schluss eines anderen Romans abschließt. Er trägt dazu bei, denjenigen ein Verstehen abzuringen, die noch nicht alles verstanden haben. Hoffentlich! Alle wichtigen Schlüsselworte sind enthalten.

Eingetragen am: 01.12.2008

Kommentar von RoseCanyon

Hallo Ginko, ich finde, das Ende passt absolut zu Deinem Stil und es hat soviel von Dankbarkeit und Befriedigung in sich. Gefällt mir gut!

Eingetragen am: 30.11.2008

Kommentar von Lillilu

Ach, Ginko, was ist Appel doch für ein Schatz!

Eingetragen am: 28.11.2008

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