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Kapitel 19 mit Übungsaufgabe
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Mein Roman, wenn es denn einer wird, soll von den starken Frauen einer Familie über mehrere Generationen handeln.
Es wird drei Hauptpersonen geben.
1. Dorothea geb: 1865, gest. 1926
2. Elisabeth geb: 1894, gest, 1978
3. Eva geb: 1932, jetzt 76 Jahre alt
Die ersten zwei Seiten des Romans beschreiben Dorothea und die Lage, in der sich Dorothea befindet. Sie lauten:
„Es war 4.30Uhr, da flackerte hinter einem Fenster der Gastwirtschaft zum Werratal das Licht einer Petroleumlampe auf und tauchte den Raum in eine schummrige Helle. Nur vier Stunden lag der Gasthof im Dunklen. Erst nach Mitternacht hatten die letzten Zecher ihr Kartenspiel beendet und den Heimweg angetreten.
Der Gastwirt Adam Ruppel räumte routinemäßig den Gastraum auf, verschloss alle Türen und begab sich in das Obergeschoss des Hauses, wo sich die Privaträume der Familie befanden. Seine Frau Dorothea, geborene Bommer, schlief bereits und auch Otto, das Jüngste seiner elf Kinder atmete ruhig und friedlich. Adam war ganz leise, um die Ruhe nicht zu stören. Bald schlief auch er fest ein und hörte nicht, wie seine Frau aufstand, die Petroleumlampe anzündete und Otto aus der Wiege nahm. Liebevoll hielt sie das Kind im Arm und betrachtete, mit weichem Eifer, unterbrochen von zufriedenem Schmatzen, er die Milch saugte. Dorothea war glücklich über ihr Nesthäkchen und konnte jetzt gar nicht verstehen, warum sie so sehr geweint hatte, als sie nach den zehn Kindern, die im Abstand von ein bis zwei Jahren angepurzelt kamen, nach sieben Jahren noch einmal schwanger wurde. Sie konnte sich nicht damit abfinden noch ein Kind zu bekommen, so mal sie schon fast erwachsene Söhne und Töchter hatte. Jetzt war sie stolz auf ihr Söhnchen und die großen Geschwister verwöhnten und verhätschelten das kleine Brüderchen. Die Ruhe und Geborgenheit übertrug sich auch auf das Kind. Otto weinte nicht, als ihn die Mutter in die Wiege zurücklegt. Er schlief friedlich ein.
Das war auch gut so, denn jetzt begann der Arbeitstag für Dorothea. In der Gastwirtschaft gab es auch Fremdenzimmer und für die Logiergäste musste das Frühstück zubereitet werde. Das war Dorotheas erste Aufgabe am Tag.
Aber zuvor warf sie noch einen Blick in den Spiegel. Das hochgeschlossene dunkle Kleid ließ die kleine zierliche Frau älter erscheinen. Erst die weiße gestärkte Latzschürze, deren Schleife sie sorgfältig band, vervollständigte ihre Erscheinung. Sie unterstrich, wie viel Kraft und Selbstvertrauen in der zarten Frau steckten. Sie war ein äußeres Zeichen ihrer verantwortungsvollen Stellung im Haus.“ (Ende des Textes)
Dorotheas ältester Sohn, der bereits ein Hotel führte, kam ins Elternhaus zurück, um hier an Leukämie zu sterben.
Bei einem Brand des Gasthauses, verursacht durch eine Petroleumlampe, mit deren Hilfe ein Zweipfennigstück gesucht wurde, starben zwei Töchter in den Flammen. Das Leben ging weiter. Dorothea meisterte es.
Die zweite Hauptperson ist Elisabeth, die Tochter von Dorothea. Sie heiratete im
1. Weltkrieg, bekam vier Kinder. Während der Weltwirtschaftskrise ernährte sie die Familie durch Näharbeiten. Im 2. Weltkrieg fiel ein Sohn in Russland, der andere wurde in Stalingrad vermisst. Sie kämpfte darum, dass der dritte Sohn nicht in den Krieg musste. Es war vergeblich. Er wurde eingezogen und kam schwer verwundet nach Hause. Wieder nähte sie, um zusätzliche Lebensmittel für die Familie zu bekommen. Der Ehemann brach aus der Ehe aus und kam zurück. Elisabeth duldet es, um die Familie zu erhalten.
Die dritte Hauptperson ist Eva, die Tochter von Elisabeth. Sie war ein Nesthäkchen, wie Otto. Ihre Kindheit fiel in die Zeit vor und nach dem 2. Weltkrieg. Durch das Schicksal der Brüder war das Lachen in der Familie verstummt. Eva wurde Lehrerin, unterrichtete sozial und geistig benachteiligte Kinder. Betreute die Mutter. Eva freute sich auf den Ruhestand, da kam die Diagnose „Parkinson“. Die krankheitsbedingten Behinderungen wurden immer größer. Sie bekam Halluzinationen und wurde depressiv. Ein Schlüsselerlebnis riss sie hoch, sie begann, gegen den Parkinson zu kämpfen und fing an zu schreiben. Nie zuvor hatte sie sich derart betätigt. Sie schrieb, schrieb und fühlt sich besser als zuvor. Die Kinder, Enkelkinder und Bekannte wollten lesen, was Eva geschrieben hatte. Da setzte sie sich mit 72 Jahren an den Computer, schrieb die Texte, druckte sie aus, band selbst Broschüren und Bücher, scannte die Bilder ein und gestaltete das Layout der Bücher und das alles ohne einen einzigen Computerkurs. Jetzt arbeitet sie an einem ungewöhnlichen Projekt. Sie will einen Roman schreiben, der in der Gegenwart und der Vergangenheit spielt. Sie will aufschreiben, wie sie sich auf der Grundlage von überlieferten Berichten, Fotos und Recherchen im Internet einen Tagesablauf der Großmutter und Mutter vorstellt, wie sie gelebt haben könnten und welche Möglichkeiten heute bestehen.
Hallo Eva Marie, ein sehr spannendes Projekt, für das ich Dir beide Daumen drücke. Auch in meiner Familie waren es die Frauen, die die Familien irgendwie durchgebracht haben. Leider hat keine von ihnen irgendetwas aufgeschrieben und inzwischen ist es zu spät Fragen zu stellen. Viele Grüße Carola
Hallo Metta Maiwald, danke für die Hinweise. Es ist mein Problem, ich sehe die Fehler nicht. Ich besitze ein fast 100 Jahre altes Fotoalbum, das ist ein guter Zeitzeuge. Darum mein Rat, suche nach alten Fotos, betrachte sie mit kriminalistischem Spürsinn und sie beginnen zu erzählen. Eva Hallo Azahar. die Fotos beweisen es, es sind „schöne Frauen", doch ihre Eigenschaften werden sich erst im Laufe der Handlung offenbaren. Eva
Das hört sich schon wegen dem Namen sehr autobiografisch an. Es war und ist sicherlich interessant Einzelheiten über das Leben der eigenen Vorfahren herauszufinden und das ganze in einem Buch aufzuarbeiten. Was mich jetzt noch interessiert wäre, wie sahen/sehen die Personen aus? Haben sie irgendwelche besonderen Eigenschaften, Merkmale? LG Azahar
Da hast du ja eine spannende Familiengeschichte. Du schreibst sehr lebendig. Ein paar Kleinigkeiten wären zu verbessern - da der obige Text ja mit in den Roman soll, tue ich es hier mal: schummriges Licht, "routinemäßig" streichen, Tippfehler "mit weLchem Eifer", "betrachtete das Kind, wie ES die Milch aus ihrer Brust (oder bekommt es die Flasche?) saugte, so mal = zumal, Elisabeth duldetE es. - Das sind so die kleinen Fehlerchen, die man in eigenen Texten gern überliest. Zu Dorotheas Tagesablauf gehört sicher auch das Waschen in der Waschschüssel. Die Wertung "sie sah älter aus" würde ich rausnehmen, denn das ist nur aus heutiger Sicht so. Damals sahen alle so aus. Ich finde es klasse, wenn jemand seine Erinnerungen aufschreibt. Meine Großtante hat das auch für uns getan. Jetzt bin ich gerade mühsam auf der Suche nach weiteren Zeitzeugen. Offensichtlich hast Du auch Talent zum Schreiben. Und die geistige Frische, Dich an den Computer zu wagen. Ich freue mich auf Deine Texte. LG Metta
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zu 11311 sechsunddreißig Stunden
Dies ist die Biographie der Aufzubahrenden, um deren Erbe es geht.
Anna Merschmeier wird 1926 in einem westfälischen Dörfchen im katholischen Münsterland geboren. Ihr Vater ist ein etwa dreißigjähriger Dorfschullehrer, der lieber Wissenschaftler geworden wäre. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Botanik, Literatur und Geschichte. Die Mutter ist auch um die dreißig, sie ist eine Bauerntochter, robust, klar und zupackend und nur an Haus und Garten interessiert. Anna hat einen drei Jahre älteren Bruder.
Anna ist ein lebhaftes, humorvolles und intelligentes Mädchen, das gern singt und mit den Nachbarkindern in der Natur spielt. Der Vater sieht in seiner Tochter eine künftige Lehrerin, Musikerin oder sogar Wissenschaftlerin, die Mutter wünscht sich von Anna tatkräftige Unterstützung in Haus und Garten und erwartet von ihr für sich und ihren Mann, dass die Tochter sie pflegt, wenn sie alt werden. Sie hält es für völlig sinn- und nutzlos, dass Anna das Gymnasium in der Stadt besucht, musiziert und liest.
In der Familie herrscht eine unterkühlte Atmosphäre. Der Vater legt größten Wert auf klare Gedankenführung und präzise Sprache, gesittetes Benehmen, Ordnung und Sauberkeit. Er hat große Angst vor Schmutz und bakteriellen Infektionen und verabscheut jeden Körperkontakt. Umarmungen und sogar Hände schütteln sind verpönt.
Anna leidet unter dieser Kühle und den entgegengesetzten Anforderungen ihrer Eltern. Ihr älterer Bruder ist ihr Halt. Er tröstet sie, gibt ihr Zuspruch und Hilfe und nimmt sie auch gegen ihre Eltern in Schutz. Er rebelliert gegen seinen Vater. Er ist groß, stark, sportlich und in seinem Freundeskreis die dominante Persönlichkeit.
Als Anna dreizehn Jahre alt ist, kommt es zum endgültigen Zerwürfnis zwischen Vater und ihrem Bruder. Der Bruder meldet sich freiwillig zur Wehrmacht und bald zur Waffen-SS. Er schreibt seiner Schwester aus den verschiedenen Ländern, die Deutschland erobert hat. Er ist für sie ein Held. Ohne ihn fühlt sie sich verlassen. Dass er im Namen Deutschlands Verbrechen begeht, kommt ihr nicht in den Sinn.
Kurz nachdem ihr Bruder das Haus verlässt, kündigt sich weiterer Nachwuchs an, und zur selben Zeit wird der Vater in einen Nachbarort versetzt. Die Familie zieht dort in ein viel zu großes Haus mit Einliegerwohnung, riesigem Garten und großer Obstwiese, das die Großeltern sich gebaut haben, als sie den Bauernhof abgaben. Anna und ihre Mutter sollen sie bei Bedarf pflegen und dann Haus und Garten erben. Anna fühlt sich ganz entwurzelt. Die inzwischen 46-jährige Mutter gebiert ein behindertes Kind. Ein Großteil der Verantwortung für den behinderten Bruder wird Anna aufgebürdet, die damit überfordert ist. Die Angst um das Kind wird immer größer, da sich herumspricht, dass immer mehr Behinderte abgeholt werden und bald darauf tot sind. Die Angst wächst, je näher der Einschulungstermin rückt.
Ein Jahr vorm Abitur wird Anna von der Schulbank weg als Flakhelferin eingezogen. Die psychische Belastung der ständigen Todesnähe, die Brutalität, das Leben ohne kulturelle Nahrung lassen sie zusammenbrechen. Nach dem Krieg wird ihr Bruder vermisst. Anna erfährt nicht einmal, in welchem Land er zuletzt war. Anna verliert jede Lebensperspektive und kann sich nicht aufraffen, die Schule mit dem Abitur abzuschließen. Ihre Gedanken kreisen nur um ihren großen Bruder, den sie sich so sehnlich zurückwünscht und auf dessen Auftauchen sie Tag für Tag hofft. Ihr Vater gibt die Hoffnung auf, dass aus seiner Tochter etwas Besseres wird und plant, nach dem Tod der Großeltern für seine Tochter aus dem Haus eine Pension zu machen, um sie auf diese Weise für die Zukunft abzusichern. Dann wird er siech und ebenso die Großeltern. Anna pflegt die langsam Sterbenden mit ihrer Mutter zusammen und sorgt auch für ihren körperlich und geistig behinderten Bruder.
Nach dem Tod des Vaters und der Großeltern erben Anna und ihre Mutter Haus und Land, das zu bearbeiten sich jetzt beide verpflichtet fühlen. Haus, Garten und Land werden zum alleinigen Lebenszweck. Die Verwandtschaft neidet ihnen das Erbe.
Gedrängt von ihrer Mutter sucht Anna nach einem Mann, denn ein Mann gehört ins Haus. Sie wird schwanger, und der Mann lässt sie im Stich. Nun wird sie im Dorf auch noch als „Flittchen“ gedemütigt. Anna ist nicht in der Lage, ihre unerwünschte Tochter emotional zu versorgen. Sie verweigert ihr jede Zuwendung und Unterstützung und ist nur darauf bedacht, selbst von ihr Unterstützung und Entlastung zu bekommen. Sie selbst kapselt sich immer mehr von der Welt ab und verwahrlost. Aktiv wird sie nur, wenn es darum geht, ihre Tochter von sich abhängig zu halten.
Mit Hilfe ihres Freundes und späteren Mannes gelingt es Annas Tochter, sich von ihrer Mutter zu lösen und ihr eigenes Leben zu führen. Die Situation wird immer schwieriger, je älter und schwächer Anna wird. Sie wird immer seltsamer, bleibt aber bis zu ihrem Ende mit weit über achtzig Jahren bei klarem Verstand. Jede Hilfe außerhalb der eigenen Familie lehnt sie ab. Ebenso ärztliche Versorgung. Sie besteht darauf, in ihrem Haus das Ende zu erwarten. Als sie stirbt, spekulieren entferntere Verwandte, die sich beim letzten Erbgang übergangen gefühlt haben, auf ihr Land, das inzwischen wertvolles Bauland geworden ist.
Jetzt beginnt die Geschichte 11311 „sechsunddreißig Stunden“
Eine Komödie wird daraus nur entstehen können, wenn dieser Lebenslauf weitgehend ignoriert und nur vom „Jetztzustand“ der seltsamen alten Dame ausgegangen wird. Das war eigentlich meine Absicht. An den Lebenslauf der toten Hauptfigur habe ich nur wegen Metta Maiwalds Kommentar zu 11311 gedacht, in dem sie Rückblicke auf das Leben der Verstorbenen anregt. Die „lustigen“ Verwicklungen, die in den sechsunddreißig Stunden möglich sind, sind ja eigentlich unabhängig von der Biographie der Toten möglich. Ich denke, jeder Mensch hat seine Geschichte, doch wem der Überlebenden ist sie schon bewusst. Darf man als Autor – mit dieser fiktiven Vorgeschichte – aus meiner Idee eine Komödie machen? Was denkt ihr? Danke für die Anregung, Metta. LG
Lieber Reiner, ich finde Annas Lebenslauf sehr beeindruckend. Solche Geschichten sind absolut realistisch, die gibt es, und ich finde es spannend, das vom Ende her aufzurollen, wo nur noch die "fiese alte Hexe" sichtbar ist. Wahrscheinlich musst du jetzt mal die Figuren entwerfen, die da in dem verwahrlosten Haus zusammentreffen werden, und dann tief in den Sack aller Familien-Gemeinheiten greifen, Geldgier und Skrupellosigkeit, sexuelle Anzüglichkeiten und Taktlosigkeiten schildern - mit schwierigen Familienbeziehungen scheinst du dich ja auszukennen. Großartig wäre, wenn dabei Annas Schicksal aufscheinen würde - nachdem alle deftig über sie hergezogen haben. Und je mehr die Zeit voranschreitet, um so mehr müssen die "Masken" fallen. Ein schwierige Aufgabe, aber eine Idee mit sehr viel Potential von dir! Bleib dran, schreib drauf los, das wird schon werden! LG Velarani
Hallo Reiner, wieso sollte man auf einem derart tragischem Hintergrund keine Kommödie aufbauen dürfen? Selbstverständlich darf man! Die besten Kommödien haben immer einen tragischen Aspekt. Denk nur an die Filme von Charly Chaplin. Viele Grüße Carola
Eine Vita, die für den Roman ohne Belang ist. Warum nicht? Schließlich ist das hier nur eine Übung. Und auch von den bisher eingestellten Lebensläufen dürfte nur ein Bruchteil der darin enthaltenen Infos später im jeweiligen Roman eine Rolle spielen. /Darf man aus einem traurigen Thema eine Komödie machen? Aber sicher! Wichtig ist die Höhe der Erbschaft und die Beschreibung, wie die möglichen Erben sich gegenseitig diese 36 Stunden zur Hölle machen. Je fieser und skurriler, desto besser./ Ich bin zuversichtlich, dass du das hinbekommst.
Hallo Reiner, dass du aus 11311 eine Komödie machen kannst, konnte ich mir noch vorstellen. Nachdem ich jedoch diese Vorgeschichte gelesen habe, kommt es mir irgendwie unpassend vor. Es ist doch alles, was passiert mehr oder weniger traurig. Vielleicht solltest du eher eine Tragödie daraus machen. Dazu läßt der Aufgebahrte sich sicherlich ebenfalls verwenden. Viele Grüsse, Numungo (11474).
Hm. Hm. Habe lange überlegt, ob ich überhaupt einen Kommentar dalasse. Ich finde es konsequent, wie Anna mit ihrer Tochter umspringt. Ansonsten fühlt sich die Geschichte für mich aber nicht konsistent an. Außerdem verstehe ich nicht ganz, weshalb Du nicht die Figur der Tochter entwickelt hast, anstatt Annas, wenn diese eigentlich schon zu Beginn der Geschichte keine Rolle mehr spielt - der ganze Entwurf ist mehr oder minder obsolet, nicht? Du hast auch mehr einen Plot als eine Figur entworfen. Und dürfen oder nicht - ich habe da mal einen Streit mit Odile Endres gehabt, die meinte, Literatur müsse "Stellung beziehen". Ich halte das für ausgemachten Blödsinn. Literatur hat nicht die Aufgabe, politisch korrekt zu sein oder Wertmaßstäbe zu beachten. Also klar, schreib deine Komödie.
Das hätte ich ja nicht gedacht, dass mein Kommentar so weitreichende Folgen haben könnte. Anna wird lebendig charakterisiert. Was ist aus dem behinderten Bruder geworden? Ich habe übrigens mal in einem Buch über die Evakuierung der Lübecker "Anstalt Strecknitz" gelesen - es gab nicht wenige Familien, die froh waren, ein behindertes Familienmitglied, das ja zusätzlich Arbeit und Kosten brachte (die Insassen hätten nämlich statt deportiert zu werden, zu Hause aufgenommen werden dürfen), los zu werden. Meine Großtante R. hatte einen kleinen Bruder mit Down-Syndrom, der mit zwei Jahren an einem Herzfehler starb. Doch es wurde nicht getrauert, obwohl ihn wohl alle lieb gehabt haben sollen. Die Familie glaubte, es sei wohl besser so. - Nach Deiner Beschreibung müsste die zweite Hauptperson Annas Tochter sein, die hier noch nicht einmal einen Namen hat. Du benennst bereits den Konflikt zwischen Mutter und Tochter. Interessant fände ich, wenn die Tochter erst während der Aufbahrungszeit etwas vom Leben der Mutter erfährt, was zu mehr Verständnis führt. Als reine Komödie würde ich den Text nicht schreiben, aber Du kannst durchaus gegensätzliche Charaktere einführen, die das Ganze mit Humor würzen (z.B. ein unmöglicher und respektloser Patenonkel ;o). Ich denke gerade an die "Trauer"feier meiner unleidlichen Großtante E. Das Schlimmste war, dass niemand richtig um sie getrauert hat. Am Sarg lag ein Kranz "als letzten Gruß von Waltraud". Ich fragte meinen Vater, wer das sei, und er flüsterte: "Der Wellensittich von Frau Jaschke." (Diese Komikerin ist wohl bekannt?) Als mein Bruder sich auf den regennassen, matschigen Friedhofswegen die Schuhe beschmutzte, meinte er nur trocken: "Das haben wir jetzt davon." Das sind solche Situationen, in denen einem das Lachen im Halse stecken bleibt.
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Anton Thiele: 34 Jahre alt, verheiratet ein Kind. Geboren wurde er in Köln, als Sohn einer einfachen Familie, Einzelkind. Anton hat die Realschule besucht, eine Lehre als Schreiner absolviert. Nach seiner Lehre hat er in verschiedenen Tischlereien gejobt, das war aber alles nichts für ihn. Er suchte seine Chance bei der Bundeswehr und holte dort noch einen IHK Abschluß als Bürokaufmann nach, auch wertlos. Nach den vier Jahren Bundeswehr zog es ihn in die Gastronomie, wo er sich auch nach kurzer, erfolgreicher Zeit als gastronomischer Leiter und Geschäftsführer eine eigene Bar aufbaute. Als er Vater wurde, verkaufte er die Bar und nahm ein Angebot eines Stammgastes an, der in der Werbebranche einen zuverlässigen Außendienstmitarbeiter suchte. Das macht er jetzt noch, ist aber auch in diesem Job nicht wirklich glücklich. Alles in allem ein versautes Leben. In seiner Freizeit macht er nichts, außer sich über andere zu ärgern und damit seinen Frust zu schieben. 35 Jahre alt wird er nicht.
Familie: Maria Thiele, 32 Jahre alt, selbständig, Promotion. Gleicher Todestag wie ihr Mann Anton. Hannah Thiele, gemeinsames Kind, 2 Jahre alt.
Tom: 36 Jahre alt, verheiratet keine Kinder. Geboren in Köln. Seine Mutter starb bei seiner Geburt, der Vater war mit dem Jungen überfordert, zog ihn aber groß. Tom holte erfolgreich das Abitur. Nach dem Gymnasium ging er zum Bund, wo er Anton kennenlernte. Nach zwei Jahren hatte Tom die Nase von der Bundeswehr voll und bewarb sich vorzeitig bei der Polizei in Köln. Nach seinem ersten Studienjahr zum Kriminologen, wurde er von Europol abgeworben. Er nahm die gute Chance an und absolvierte bei Europol mehre Studiengänge, bis hin zum Agenten Undercover. Zusammen mit Georgie, Ukrainer, seinem Partner, infiltrierte er mehre kleine Organisationen und hob sie aus. Nach einigen guten Jahren bekam er, zusammen mit seinem Partner Georgie, einen Großauftrag. Er sollte eine Organisation unterwandern, von der angenommen wurde, dass sie im Menschen-, Drogen- und Waffenhandel äußerst aktiv waren. Die Aktion ging schief und sie flogen auf, Georgie wurde ermordet, Tom konnte aber nur den Schuß hören, gesehen hat er nichts. Kurze Zeit später wurde ein Attentat auf Tom verübt. Ein Auto drängte ihn von der Straße, Tom überlebte schwerverletzt und wurde von Europol suspendiert. Er kam in einer kleinen Behörde in Köln unter, in der er sich als Spezialist für Bandenkriminalität einen Namen machte. Außendienst wurde ihm allerdings verboten. Sein Hobby ist sein Haus.
Natascha: Sie ist 42 Jahre alt, verheiratet, keine Kinder. Geboren wurde sie in einem Vorort von Warschau. Sie war und ist die Geliebte von Tom, den sie bei Europol kennen und lieben lernte. Natascha arbeitet noch immer für Europol als Undercoveragentin, als Tarnung hat sie einen Posten als freie Journalistin. Sie ist Rückzugsmöglichkeit für Tom, von der aber auch Anton und seine Familie Gebrauch machen müssen. Viel weiß man über Natascha nicht, nur, dass sie ihre Reize versteht einzusetzen und ein cleveres Mädchen ist. Sie wird aber auch nicht älter als 42 Jahre.
Ach, siehtse, Mord, das kam im Text nicht richtig raus. Hatte gedacht, Anton wolle seinem versauten Leben selbst ein Ende setzen. Also, der Anton im BUCH kann natürlich sterben. Sollte nur ein kleiner Wink sein auf einen netten Typen, den wir beide kennen, und an den mich Anton etwas erinnerte, und um den ich mir etwas Sorgen machte. DER soll bitteschön nicht sterben. Sag ihm das mal mit schönem Gruß von mir!
Hallo Carola, danke für den Kommentar. Vielleicht habe ich mich zu oberflächlich ausgedrückt. Ich weiß wohl, dass die Kölner Polizei keinen Studiengang anbietet, aber auch studierende Polizisten haben eine Stammbehörde, bei der sie beamtlich erfasst werden, da es ja auch ein staatliches Studium ist. Vorher müssen einige Aufnahmetests durchgeführt werden, und bei der entsprechenden Tauglichkeit wird man dann zum Studium zugelassen. So sind zumindestens meine Informationen, aber ich werde mich noch mal schlau machen. ;O) Man kann auch nicht Undercoveragent studieren, falsche Wortwahl, und zwar völlig. Aber auch Länderübergreifende Behörden arbeiten nicht immer mit legalen Mitteln und suchen sich Agenten nach einem Schema F aus. Der Rest ist reine Phantasie. Natürlich muß Tom geschult werden, und er muß auch Prüfungen ablegen um irgendwann in den Dreck geschubst zu werden. Nennen wir es einfach Studium, ein dümmeres Wort fällt mir gerade nicht ein. Du hast auch recht mit der kleinen Behörde, so habe ich das echt noch nicht gesehen. Es sollte schon eine größere Institution sein, ich werde Deinen Vorschlag annehmen und mich für das BKA entscheiden. Toll, jetzt kann ich alles noch mal neu schreiben, dammich. ;O) Hab vielen Dank Carola.
Hallo m.petersen, das klingt alles sehr spannend und mysteriös - für mich aber nicht konsistent. Zum Einen bin ich mir nahezu sicher, dass die Kölner Polizei kein Kriminologiestudium anbietet. Bei der Polizei ist allenfalls eine kriminalistische Ausbildung möglich. Das wäre für einen Polizisten auch vordringlicher, da Kriminologen sich damit befassen, wie Kriminalität entsteht, während Kriminalistik die verschiedenen Methoden ihrer Aufklärung umfasst. Da die Polizei Ländersache ist, wäre dieser Ausbildungsgang aber wahrscheinlich eher in Düsseldorf aufgehängt (Ich hab jetzt nicht nachgeguckt, aber das wäre leicht zu recherchieren). Des weiteren bin ich mir sicher, dass man bei Europol keinen Abschluss zum Untercoveragenten machen kann. Europol dient nur dem Informationsaustausch und der Koordination von grenzübergreifenden Aktionen. Die dabei eingesetzten Beamten gehören aber zu den Behörden des jeweiligen Staats (in Deutschland also zum BKA). Des weiteren ist die ominöse "kleine Behörde" in Köln überflüssig. Entweder landet Tom in einem Fachreferat "Bandenkriminalität" bei der Kölner Polizei (falls es dort so etwas gibt), beim LKA (für NRW in Düsseldorf) oder beim BKA (Abteilung schwere und organisierte Kriminalität). Ausser der Staatsanwaltschaft gibt es nämlich sonst keine Strafverfolgungsbehörden und um bei der Staatsanwaltschaft genommen zu werden, bräuchte Tom das 2. Juristische Staatsexamen. Sorry, wenn ich Dir jetzt Deinen Stoff so um die Ohren haue. Aber m.E. sollten die Fakten schon stimmen und da solltest Du nochmal recherchieren. Viele Grüße Carola
Hallo m.petersen, das klingt alles sehr spannend und mysteriös - für mich aber nicht konsistent. Zum Einen bin ich mir nahezu sicher, dass die Kölner Polizei kein Kriminologiestudium anbietet. Bei der Polizei ist allenfalls eine kriminalistische Ausbildung möglich. Das wäre für einen Polizisten auch vordringlicher, da Kriminologen sich damit befassen, wie Kriminalität entsteht, während Kriminalistik die verschiedenen Methoden ihrer Aufklärung umfasst. Da die Polizei Ländersache ist, wäre dieser Ausbildungsgang aber wahrscheinlich eher in Düsseldorf aufgehängt (Ich hab jetzt nicht nachgeguckt, aber das wäre leicht zu recherchieren). Des weiteren bin ich mir sicher, dass man bei Europol keinen Abschluss zum Untercoveragenten machen kann. Europol dient nur dem Informationsaustausch und der Koordination von grenzübergreifenden Aktionen. Die dabei eingesetzten Beamten gehören aber zu den Behörden des jeweiligen Staats (in Deutschland also zum BKA). Des weiteren ist die ominöse "kleine Behörde" in Köln überflüssig. Entweder landet Tom in einem Fachreferat "Bandenkriminalität" bei der Kölner Polizei (falls es dort so etwas gibt), beim LKA (für NRW in Düsseldorf) oder beim BKA (Abteilung schwere und organisierte Kriminalität). Ausser der Staatsanwaltschaft gibt es nämlich sonst keine Strafverfolgungsbehörden und um bei der Staatsanwaltschaft genommen zu werden, bräuchte Tom das 2. Juristische Staatsexamen. Sorry, wenn ich Dir jetzt Deinen Stoff so um die Ohren haue. Aber m.E. sollten die Fakten schon stimmen und da solltest Du nochmal recherchieren. Viele Grüße Carola
Danke für deinen Kommentar Metta. Die Spannung steigt, und ich bleibe bei dem Tod von Anton, seiner Frau und Natascha. Ohne ihren Tod hätte die Fortsetzung keinen Sinn, die Story ist so aufgebaut, dass Tom im zweiten Teil zu neuer Stärke findet. Nur so viel, Tom kennt den Mörder seiner Freunde. LG PS: wo bleiben Deine Protagonisten?
Das ist jetzt aber ganz gemein, dass Du uns hier nicht verrätst, woran die alle sterben. :o( Ja, ja, jaaa, ich gebe es zu, ich BIN neugierig. Aber das sollte eine Leserin wohl auch sein? Da Du hier ja noch nicht den Roman veröffentlichst, sondern, wenn auch öffentlich, für DICH die Charaktere entwickelst, finde ich schon, dass Du sie bis zum Tod beschreiben kannst, auch wenn dann möglichen Romankäufern, die Schreibwerkstatt-Mitglieder sind, die Spannung genommen wird. Also, der Anton soll uns aber bitte noch etwas erhalten bleiben, nä! ;o)
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Hallo, ich bin`s Charly.
Charly Tschörtner, zehn Jahre alt und, wie man vielleicht schon am Namen erkennen kann, ein Junge.
Meine Mutter und ich sind alleine. Wir wohnen in einer kleinen Stadt in einem großen Land, in einem Einfamilienhaus an dem die Setzrisse immer länger werden und der abgeblätterte Putz rotes Mauerwerk freigibt.
Mein Vater ist nach Rom gezogen, als ich fünf Jahre alt war. Meine Mutter sagt, er ist ein Taugenichts. Mir schickt er manchmal Postkarten mit einem Bild von den Orangenbäumchen im Parco Savello darauf. Mein Vater wohnt dort in der Nähe. Er schwärmt von Gelati, Pasta, gefüllten Zucciniblüten, Bruschetta und dem Fluss Tiber. Wenn ich groß bin werde ich ihn besuchen. Bis dahin trage ich seine alte Herrenbrille.
Ich besuche die sechste Klasse der Schule im Schloss. Als sogenannter Externer im Internat. Die Schule ist im ganzen betrachtet okay aber Lois Liebeskind, Marius Tokalak und der doofe Kevin Pötsch wollen immer mein Taschengeld haben.
Zum Glück gibt es den Hausmeister, der einen Tropenhelm trägt und ein zahmes Chamäleon hat. Der hat mich schon oft gerettet. Außerdem hat er ein riesiges Gewächshaus mit tropischen Pflanzen und kleine bunte Vögel, Kolibris, sirren darin herum.
Im Moment sammle ich schöne Blumennamen. Ein paar habe ich schon: Zaubernuss, Engelstränen, Felsenbirne, Blutjohannisbeere, Sonnenbraut...
Ich bin evangelisch getauft worden. Wäre aber lieber katholisch.
Ein richtiges Haustier habe ich nicht, nur die Mäuse in meinem Zimmer.
Ich mag Spaghetti, Pommes mit Ketchup, Würstchen, Frikadellen, Apfelkuchen und Pizza.
Ich kann fühlen, was andere denken.
Ich weiß noch nicht, was ich werden möchte, auf jeden Fall nicht Bundeskanzler oder Astronaut.
Da ein Zehnjähriger seinen Lebenslauf noch überschauen kann und sich nicht um eine Stelle bewerben muss, versteht der Leser die Schwerpunkte dieses Heranwachsenden. In alters gemäßer Schreibweise drückt er sich recht ordentlich aus. Die Fähigkeit, anderer Gedanken zu fühlen, hätte ich gern näher erläutert gehabt. Auch fehlt die Begründung für den Wunsch, lieber katholisch zu sein.
Hallo Metta, da hast Du auch wieder Recht. Wir wohnen in einem über 100 Jahre alten Haus. Neben dem ein oder anderen Setzriss ist eigentlich immer wieder Reperaturbedürftiges zu beklagen. Unseren Jungs geht das leider komplett am Ärmel vorbei. Wofür hat man schließlich Eltern? Die Bemerkung Deiner Tochter fand ich superwitzig. Ja, man darf Kinder nie unterschätzen! Danke für Deine Ermutigung. Ich weiß nicht, wie Dir das geht aber manchmal frage ich mich, ob ich mir da nicht ein bißchen viel vorgenommen habe. Aber dann lese ich die tollen Kommentare und versuche es wie Beppo Straßenkehrer in Momo zu machen. Einen Besenstrich nach dem anderen. Vielen Dank und liebe Grüße Andrea
Hallo Bridget, wenn Deine Kinder die Bezeichnung "Setzriss" nicht kennen, gibt es dafür nur eine Erklärung: Ihr habt keine im Haus. Wir haben welche, und wenn ein Kind seine Eltern ein paarmal darüber hat seufzen hören oder miterlebt hat, wie sie darin rumstochern und vergeblich versuchen, sie dauerhaft zu verputzen, kennt es den Begriff. Meine Süße sagte mir im Kindergartenalter mal: Du, Mama, ich glaube, David ist mir hold und gewogen. - Vielleicht hätten wir doch nicht so viele Märchen vorlesen sollen. ;O) Habe übrigens Deinen Textauszug auf der irgendwo von Dir angegebenen Seite gelesen, und er gefiel mir sehr gut. LG Metta
Hallo zusammen, @Birgit Jennerjahn-Hakenes, @Numungo, vielen Dank für die Blumen;-) @Frog, danke der Nachfrage. Ich habe meinen Namen gewechselt, weil einige Andreas in diesem Blog posten. Und aus reinem Spieltrieb, um zu wissen, wie es sich anfühlt unter einem Pseudonym zu schreiben. Es gefällt mir gut. Hier sind meine vorherigen Beiträge: *3479, *3982(Iskit), *5629, *6724, *7680, 7681, *8506, *10457, 11367. Ist Dein Beitrag für diese Aufgabe schon "auf Sendung"? liebe Grüße Bridget
Hab noch was vergessen: Ich finde, er ist keineswegs zu jung. 10 ist genau das richtige Alter und seine "Altklugheit" macht ihn ja gerade zu diesem besonderen Menschen, der er ja auch sein muss, bei der Vita... Lass Dich bitte nicht verunsichern.
Hi, mir war doch so, dass die klasse Außenseiterstory mit dem Jungen, der Blumen liebt, von einer der vielen Andreas stammt. Warum schreibst Du nun unter anderem Namen? Das ist irgendwie verwirrend für mich, weil ich die Entwicklung von Schreiberinnen so gern kontinuierlich verfolge... Magst nicht mal Deine Eintragsnummern angeben? Wenn ich unter dem Namen Andrea suche, gibt es gleich mehrere Seiten und schon auf Seite 2 kommen ganz andere Namen. Das scheint noch ein technisches Problem zu sein. Danke:-)
Hallo Bridget, schöner Lebenslauf. Daraus lässt sich sicherlich eine sehr interessante Figur entwickeln. Besonders aus dem Satz "Ich kann fühlen, was andere denken", lässt sich viel machen. Viel Erfolg und viele Grüsse, Numungo (11474).
Liebe Bridget, mit Charly hast du eine glaubwürdige Figur geschaffen, ich war sofort drin im Denken dieses Kindes, das schöne Blumennamen sammelt.
@Susa vielen Dank! Jetzt muss es ja nur noch geschrieben werden, das Buch. Mein Vater war/ist Architekt. Der Begriff Setzrisse war für uns Kinder genau so selbstverständlich wie Butterbrot oder Regenschirm. Aber ich habe meine eigenen Kinder zum Thema Setzriss interwievt und tatsächlich, alle drei hatten keinen blassen Schimmer. Ich werde sie in Zukunft häufig befragen;-) @Mata, den Film sah ich nie. Im demnächst folgenden Kontext wird aber sicher deutlich, dass der Junge einfach nur sehr sensibel ist und feine Antennen für die Gefühle anderer hat. Viele Grüße Bridget
Hallo Bridget! Die erste Assoziation war die zum Film ‚The Sixth Sence’. Vermutlich, weil der Junge dort auch die Brille seines Vaters trägt und der Satz: Ich kann fühlen, was andere denken ... ein wenig auf die mystische Seite tendiert. Das ist natürlich keine Kritik, aber man muss sich bei solchen Anlehnung auch bewusst sein, dass der Leser automatisch den Bogen zu bestehenden/bekannten Geschichten schlägt. ___ Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Kleine eines Tages beschliesst, seinen Vater zu besuchen, bevor er wirklich erwachsen ist und die Geschichte die Reise – und die daraus entstehenden Abenteuer – erzählt. LG, Mata
Hallo Ihr Lieben, 1000 Dank für die Kommentare! @Metta, ich weiß es selbst noch nicht. Deutschland kämpft noch mit Großbritannien. @Frog, ein Traumkommentar,das freut mich sehr, besonders von Dir. @Angela, Du hast völlig Recht, selbst als Kantkind und vorzeitig Eingeschulter wäre er zu jung. Aber wie das manchmal so ist, im Eifer des Gefechts... @Gerti@Kirsten, vielen Dank! Wie gesagt, er ist in der Tat zu jung. Vielleicht lasse ich ihn zwei Jahre altern. @Angela, ich finde das auch schade, aber die egozentrische Mutter hat sich bei der Namensgebung durchgesetzt. viele Grüße Eure Bridget
Das hört sich nicht nur nach einem Lebenslauf an, finde ich, sondern könnte schon fast der Klappentext oder die Einleitung für ein richtig schönes Kinder- und Jugendbuch werden, eins von der Sorte, das man auch noch als Erwachsener wieder in die Hand nehmen würde. Ich wäre eine davon, denke ich. Viel Erfolg und LG, Susa (P.S. ...aber ich stimme zu, das mit den Setzrissen ist vielleicht etwas too much...)
Den kleinen Kerl habe ich ja sofort in mein Herz geschlossen. Prächtig. Das gefällt mir richtig gut. Hoffe, Sie schreiben bald weiter - über Charly möchte ich unbedingt mehr wissen. Eine kleine Anmerkung habe ich: Im ersten Teil redet Charly für sein Alter ein wenig "zu erwachsen". Ich bezweifle, dass ein 10jähriger das Wort "Setzrisse" verwenden würde. Aber sonst: Formidable!
Ein zehnjähriger Junge, der solche Gedanken hat und die auch noch so ausdrücken kann? Unglaublich!
Dein Charly gefällt mir sehr gut. Auch den Hausmeister würde ich gerne näher kennenlernen. Aber warum hat dein Prot. nicht wenigstens einen italienischen Vornamen? Und wieso ist er mit zehn Jahren bereits in der 6. Klasse? Da du nicht erwähnt hast, dass er Klassenstufen übersprungen hat, müsste er in der vierten sein.
Klasse! Die Namen sind so witzig, dass sie fast in eine Persiflage abgleiten. In welchem Land Charly lebt, wüsste ich aber schon noch gern.
Das ist ja herrlich! Da will ich doch sofort weiterlesen. Schade, nun muss ich mich wohl gedulden. Die Andeutung, dass Charly fühlen kann, was andere denken, lässt mich auf eine fantastische, fantasievolle Geschichte hoffen. Die Figuren haben großartige Namen und/oder Macken, tja, das könnte auf den Stapel mit meinen Lieblingsbüchern kommen, natürlich durchgelesen... Mehr davon, bitte!
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11361
Lebensläufe zu “Falscher Stolz”
Tobias: Er ist 21 Jahre alt, groß gewachsen, hat dunkle Haare und dunkle Augen. Tobi absolviert das Gymnasium mit Auszeichnung, was ihm allerdings nicht sonderlich schwer gefallen ist.
Kurz nach seinem 15. Geburtstag werden seine Eltern arbeitslos. Sie arbeiteten in der Automobilzulieferer Branche, der Konzern hatte sich aber dazu entschlossen, seine Produktion auszulagern und in China billiger produzieren zu lassen. Seine Eltern finden wieder Arbeit, es geht ihnen aber finanziell schlechter als vorher. Tobi ist von diesem Vorkommnis gefrustet und flüchtet sich in die rechte Szene. Dort findet er neue Freunde, die ihn verstehen und seinen Frust teilen. Durch seine brillante Intelligenz, gelingt ihm in der Organisation ein steiler Aufstieg. Er gewinnt das Vertrauen der Führung, die ihn davon überzeugen, ein Jurastudium zu absolvieren, um in Zukunft die Interessen der Organisation zu vertreten. Seine Eltern haben keine Ahnung von den Machenschaften ihres Sohnes, unterstützen aber den Wunsch, ein Studium zu absolvieren. Auf der Uni entscheidet sich Tobi, zusätzlich noch die Spezialisierung Wirtschaftsjura zu absolvieren und versteift sich in die Thematik Markenpiraterie. In diversen Debatten wirkt er mit seinen Ansichten sehr überzeugend. Nach und nach schleichen sich aber Zweifel ein, er muß erkennen, dass nicht die Billiglohnländer Schuld an der Situation haben, sondern die westliche Wirtschaft in ihrem Bestreben nach Profit an der Preisschraube dreht und gerne auch die Produktion von Plagiaten finanziell unterstützt.
Sein eigentlicher Lebenslauf entsteht jetzt, nachdem er Mai-Lin kennen lernt.
Mai-Lin (schöne Orchidee oder Honigsüsse): “Smily”, wie sie genannt wird, ist 20 Jahre alt, groß, schlank, mit langen schwarzen Haaren und mandelförmigen Augen. Sie ist das Kind einer Mischehe und wurde in Hongkong geboren. Ihr Vater, Lian (Lotusblume), ist ein Großunternehmer und hat ein Architekturunternehmen. Ihre Mutter, Marta, ist Deutsche und arbeitet als Designerin in China. Smily wird von ihren Eltern nach Deutschland geschickt, um Germanistik und BWL zu studieren. Ihr Vater ist der Meinung, wenn du die Beste sein willst, musst du auch von den Besten lernen, nur nicht von den Amerikanern. Smily ist engagierte Menschenrechtlerin und nimmt an einigen Demo´s teil, bei denen es auch um die Verletzungen der Menschenrechte in ihrem eigenen Land geht. Tobi lernt sie im Unichat kennen und informiert sich über ihn. Er ist ihr sympathisch. Als sie feststellt, dass Tobi der rechten Szene angehört, ist sie geschockt. Fragt sich aber, warum ein so brillanter Junge diesen Weg gesucht hat. Sie will ihn unbedingt kennen lernen und lockt ihn immer mehr. Tobi lässt sich darauf ein, der Rest des Lebenslaufes steht in den Sternen.
Nachdem ich deinen Text gelesen hatte, ging es mir wie Lillilu, mir schien es einfach nicht überzeugend, dass Tobias sich einer rechtsradikalen Organisation anschließt, aber nach deinen Erklärungen, bin ich überzeugt, dass du das alles schlüssig darstellen kannst und schon richtig gespannt darauf. Dieses Thema hat sicherlich Brisanz und ich würde dein Buch dazu wirklich gerne lesen! LG Azahar
Hallo M.P., den Grundkonflikt finde ich gut. Die Figuren (besonders die der Mai-Lin) sind mir aber noch ein bisschen zu glatt und eindimensional; selbst für ein Jugendbuch. Viele Grüße Carola
Hallo M.P. ich finde gut, dass du beide Personen schon etwas entwickelt hast, also nicht nur Alter und Lebenslauf, sondern sie auch etwas beschrieben hast(Ihr Aussehen) und ihre Einstellungen. Auch dass beide Figuren so unterschiedlich sind, bringt bestimmt spannende Szenen und Auseinandersetzungen, ich bin gespannt, wie es weitergeht. Viel Erfolg weiterhin... liebe Grüsse Birgit
Ich finde deinen Plot und deine Herangehensweise super! Ich könnte mir gut vorstellen, dass dein Roman Erfolg hat. Gerade in den höheren Schulklassen wird oft händeringend nach guten Büchern zum Thema "Braune Soße" gesucht. Wenn du dich also vor allem auf den Konflikt deines Helden konzentrierst und auf zu heftige Darstellung von Sex und Gewalt verzichtest, könntest du sehr schnell traumhaft hohe Auflagen erreichen ;-) Ich drücke dir die Daumen! Liebe Grüße, Malea.
Hallo M.P., interessante Figuren! Ich finde es auch schön, dass du gleich dargelegt hast, was auf die Figuren zukommt. Das beflügelt die Fantasie (auch wenn es dann anders kommt). Du hast dir übrigens einen krassen Konflikt ausgesucht. Viel Erfolg bei der Lösung! Viele Grüsse, Numungo (11474).
Guten Morgen ihr fleißigen Mitstreiter. ;O) Dann will ich mal. @ Fledermaus, ja, als Lebenslauf kann man das Geschriebene tatsächlich nicht sehen, da hast Du völlig Recht. Mir war es allerdings auch etwas zu trocken, nur die Fakten darzulegen, außerdem will ich ja nicht zu viel verraten, soll ja spannend bleiben. Es wird ein gesellschaftspolitisches Werk, mal schauen, ob es mir gelingt. @ Lillilu, DANKE! Dein Kommentar war genau das, was ich noch gebraucht habe. Deine Gedankengänge sind völlig richtig und ich muß ungeheuerlich aufpassen, dass ich den Charakter Tobi richtig entwickle. Ich hatte es mir in etwa so vorgestellt: Aufgewachsen in Brandenburg, mit einem sehr hohen Anteil an rechtem Gedankengut. Dadurch wird er in seiner Freizeit natürlich ständig damit konfrontiert und zieht mit. "Entdeckt" wird er auf einer Demo, 1. Mai oder so. Er gibt ein Interview und ein angesehener Fabrikant wird durch dieses Interview aufmerksam auf Tobi. Er lässt ihn zu sich holen und macht ihm ein Angebot, sich in seiner neu gegründeten Partei zu angagieren. Ich stelle mir den Posten als Pressesprecher (Propagandist) sehr gut vor. Außerdem macht der Fabrikant ihm das Angebot, ein Jurastudium zu absolvieren und ihn dabei finanziell zu unterstützen. Das ist Tobis Flucht nach vorne, raus aus dem Sumpf der Belanglosigkeit. Nach und nach stellt er aber fest, dass auch sein Gönner nur Fassade ist, er wird mißtrauisch. In dieser Phase taucht Mai-Lin auf. Sie kennen sich nur aus dem Chat, persönlich sind sie sich nie begegnet, erst zum Schluß werden sie sich treffen. Aber sie ist es auch, die seine Zweifel stärkt und ihn moralisch unterstützt. Sie kennt ihn, weiß wer er ist und was er macht, er hat keine Ahnung mit wem er sich streitet, und in wen er sich verliebt. Als sie sich treffen, ist Tobi dabei, seine politische Karriere zu beenden, er will aussteigen und Smily kommt ihm dabei gerade recht. Aber wie das so ist, es wird ihm natürlich nicht leicht gemacht, man hat in ihn investiert. Natürlich ist er zuerst völlig von den Socken, als er erkennt, das Smily Chinesin ist. Aber das legt sich schnell. @ Sylvia, auch Dir möchte ich danken für deinen Kommentar. Ich freue mich, wenn ich Dein Interesse geweckt habe. Alles in allem freue ich mich auf Eure Hilfe, ich bin schon ganz aufgeregt. Bibber! ;O)
Ich weiß auch nicht, ihr habt die Aufgabe scheinbar alle völlig anders begriffen als ich. Auch Du hast im Prinzip die Logline ausgedehnt und die zugegebenermaßen spannende Entwicklung deiner Figuren geschildert. Ich hätte allerdings mehr eine Beleuchtung ihrer Charaktereigenschaften erwartet, was Du ja im Ansatz auch drin hast. Ich stelle mir spannend vor, was die Beiden sich zu sagen haben - und erwarte nun eine Art gesellschaftspoltisches Romanwerk von dir. :O)
Was ich mich die ganze Zeit schon frage ist, wie es möglich ist, dass Tobi mit seiner überragenden Intelligenz es bei den Dumpfbacken aushält. OK, er macht dort "Karriere" und wir wissen ja alle, dass die intelligenten Nazis noch schlimmer sind als die besoffenen und verkommenen. Aber es muss noch einen "inneren" Grund geben, warum die Lichtgestalt Tobi diese Gesellschaft erträgt. Nicht jeder Sohn von Arbeitslosen geht zu den Nazis. Wer es tut findet dort meist Zugehörigkeit, Anerkennung und einen vermeintlichen Sinn im Leben. Will er beherrschen, den Ton angeben, braucht er Menschen um sich, die ihm unterlegen sind? Wenn dir die Charakterbeschreibung von Tobi nicht schlüssig gelingt, könnte die ganze Geschichte auf der Kippe stehen. Meine 2. Frage bezieht sich auf Mai-Lin: die Schöne hat ja noch Mandelaugen - da sieht doch jeder sofort, dass sie einen asiatischen Hintergrund hat. Als er sie zuerst trifft, glaubt er nicht einen von den verhassten Ausländern zu sehen? Oder ist es Liebe auf den ersten Blick und zeigt sofort, dass Tobi nie so richtig rechtes Gedankengut in sich trug? Hast du Bücher oder ähnliche Quellen zur Hand, aus denen die psychologischen Motivationen für Nazis hervorgehen? Tobi muss zuerst als Ekel überzeugen, mit eingestreuten kleinen Fragezeichen und danach als einer, der zu seinen fünf Sinnen kommt! Bei dem Titel "Falscher Stolz" vermute ich einen Bezug auf "ich bin stolz ein Doitscher zu sein". Das finde ich sehr gelungen. Das ganze Projekt ist sehr ambitioniert und ich drücke dir die Daumen! LG Lillilu
Hallo M.P.! Deine Figuren gefallen mir. Sie sind sehr gegensätzlich und vielschichtig! Vor meinem inneren Auge leben sie bereits, so gut hast du sie beschrieben! Bin gespannt auf deinen Roman! LG Sylvia
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11356
Teresa Rademacher ist vierzehn Jahre alt und Schülerin eines Gymnasiums in der nahegelegenen Kleinstadt. Sie wohnt in einem kleinen Dorf in einem deutschen Mittelgebirge. Sie hat einen jüngeren Bruder. Ihre Hobbys sind Gitarre spielen, ihre Hündin Fischer und sich mit Freunden treffen. Durch ihre Mutter ist Teresa geistig etwas reifer als die anderen, sie denkt viel nach und liest gern. Sie macht sich nichts aus Mode oder Make-up. Da es in dem Dorf für Jugendliche wenig Möglichkeiten gibt, treffen sie sich bei gutem Wetter etwas außerhalb unter einem großen Baum. Sie rauchen heimlich und trinken gelegentlich ein Bier. Teresa hat einen etwas älteren Freund, er fährt schon Moped, weiß aber noch nicht, wie man mit Mädchen umgeht.
Einmal in der Woche treffen sich die Jugendlichen im kirchlichen Jugendtreff, wo eine engagierte Sozialpädagogin ihnen Anregungen gibt, mit ihnen Freizeiten plant und ähnliches mehr.
Teresa hat eine beste Freundin, Charlotte, von der sie eines Tages erfährt, dass sie missbraucht wurde. Teresa begleitet ihre Freundin durch alle Krisen, die letztere aufgrund des Unverständnis seitens der Erwachsenen, insbesondere ihrer Eltern, durchleidet. In diesen Auseinandersetzungen reift Teresa von einem großen Kind zu einer selbstbewussten Jugendlichen.
Ich finde den Namen des Hundes auch klasse, sowas ist bei mir schon ein Grund, ein Buch zu kaufen. Außerdem reizt mich das ganze Setting, die Teresa ist mir auf Anhieb sympathisch. Also, ich bin dabei...
Deine Teresa ist sehr glaubwürdig, und den Namen des Hundes finde ich klasse. :O) Gefällt mir sehr gut!
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11354
Der Held meines Romans, Lucas Groot ist ein Mann, der vor 39 Jahren in der Schleswig-Holsteinischen Provinz als Sohn eines autoritären Dorfbürgermeisters geboren wurde. Nach dem Abitur zog es ihn nach Süddeutschland, wo er Philosophie, Germanistik und auch ein wenig Psychologie studierte. Dann ging er, obwohl er eigentlich promovieren wollte, nach Bremen, machte dort ein Referendariat und seine 2. Staatsprüfung als Lehrer. Hier lernte er Tina kennen, eine karrierebewusste Pharmaziestudentin. Die beiden heirateten sehr bald. Sie haben zwei Kinder, eine Tochter ( inzwischen 11 Jahre alt) und einen Sohn (9 Jahre).Trotz der Doppelbelastung schaffte es Tina, ihre Apothekerausbildung zu beenden ( Promotion über Gifte, die nur schwer oder gar nicht nachzuweisen sind). Inzwischen besitzt sie zwei Apotheken, außerdem ist sie noch Dozentin an der Uni ( 4 Stunden pro Woche).Mein Held dagegen hatte weniger Glück. Nachdem er die Prüfungen bestanden hatte, wurde er nicht in den Schuldienst übernommen. Aber immerhin, er bekam eine Stelle an einer Privatschule. Obwohl die Schüler ihn liebten und seine Vorgesetzten und Kollegen ihn achteten, hatte er sehr schnell das Gefühl, im falschen Beruf zu sein. Bald hasste er diesen Beruf. Er hasste es, Schüler zu beurteilen. Er hasste es, gelangweilten jungen Menschen Tag für Tag häppchenweise mit Hochkultur zu füttern, die sie gar nicht verdauen wollten. Am meisten aber hasste er die Kollegen, die entweder lächerliche Versager oder einfach nur penetrante Besserwisser waren. Durchschnittslehrer eben. Schon immer wollte mein Held einen Roman schreiben. Nun merkte er, dass er im Hamsterkäfig Schule niemals die Zeit dazu finden würde.
Auch seine Ehe brach auseinander. Anfangs meinten beide, die große Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Nach acht Jahren ließen sie sich scheiden. Mein Held fiel in ein tiefes dunkles Loch.
Dann kam die Erbschaft, die manches änderte. Mein Held erbte eine große Wohnung in Hamburg-Barmbek und Geld, dass ihn bei sparsamer Haushaltsführung finanziell unabhängig machte. Er beschloss, in die Wohnung zu ziehen und einen Detektivroman zu schreiben. Ideen hatte er viele, aber keine Erfahrung. Ein Detektivbüro stellte ihn für Hilfsrecherchen ein, aber mein Held war froh, Erfahrungen als Detektiv sammeln zu können.
Der Mann, der eines Tages bei ihm auftauchte, musste irgendwie an seine Visitenkarte gekommen sein. Er hielt meinen Helden für einen ECHTEN Detektiv. Und Groot, mein Held, ließ ihn in dem Glauben.
Lucas Groot bekommt also seinen ersten Auftrag. Der Roman kann beginnen!
Es wird mal wieder Zeit für einen witzigen Männerkrimi aus der Hansestadt. Bin dabei, auch wenn der Held kein Russe ist. :-(
Super Idee, hoffentlich gelingt es Dir, die Spannung zu halten. Mich stört nur Tina, die als zweifache Mutter promoviert und zwei Apotheken besitzt. Sie scheint aber eh keine große Rolle zu bekommen, oder?
Hallo Wladimir, was für eine köstliche Idee: Ein Lehrer, der gerne Schriftsteller wäre und deshalb Detektiv wird. Trotzdem ist der Lebenslauf vollkommen nachvollziehbar. Will ich lesen! Viele Grüße Carola
Das ist ein tolles Szenario, dass dir als Autor wunderbare Möglichkeiten bietet. Du kannst deinen Helden tolpatschig, überraschend schlau oder als hilflosen Versager durch seinen ersten Fall stolpern lassen. Oder alles zusammen ;-) Ich bin sehr gespannt auf weitere Texte. Liebe Grüße, Malea.
Vom Lehrer zum Detektiv - was für ein Spagat! Da bin ich mal gespannt, wie ein Lehrer seine Fälle löst! Viele Grüsse, Numungo (11474).
Gut, Wladimir! Der Hintergrund deines Helden spricht mich sehr an! Zuerst dachte ich - 'Jipie, endlich mal was über Schule!', aber dann kam doch das Detektivbüro daher. Über den Krimiverlauf steht hier ja noch nichts, war auch nicht die Aufgabe. So hoffe ich, dass du im Verlauf der Geschichte mal ab und zu Bezug auf Lucas Vergangenheit nimmst. Es ist sicher erquickend mal einen gebildeten Spürhund kennenzulernen. Der Grundstein ist gelegt!
Das klingt superspannend. Tauchen Ehefrau und Kinder auch noch mal auf? Wo die Ex doch über Gifte promoviert hat, könnte sie ja in einem Krimifall wieder ins Spiel kommen. Bin gespannt auf mehr. LG. Maju
Wow, Wladimir, als Lehrerin kann ich den Lebenslauf deines "Helden" gut nachvollziehen. Ich wünsche ihm viel Glück für seinen Detektivroman und viele tolle Fälle!!! LG Sylvia
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11351
Mein Roman handelt von vier Meisterbetrieben, die heimliche Absprachen zu nicht ganz legalem Handeln treffen. Eigentlich ist es nur eine Hauptfigur. Da sie aber mit sich selber keine illegalen Absprachen treffen kann, habe ich sie (willkürlich) auf vier personifizierte Figuren aufgeteilt. Im Augenblick sind sie aber noch völlig identisch, also der perfekte Klon. Erst später möchte ich ihnen eigene Indentitäten geben. Deshalb passt heute noch ein einheitlicher Lebenslauf auf alle vier. Die Romanhandlung umfasst etwa ein Jahr in der jetzigen Zeit. Sie sind zusammengekommen, weil sie etwas gleiche Entwicklungen durchlaufen und jetzt auch etwa gleiche Interessen haben. Jeder durchlebt dieses Jahr natürlich auf seine Weise, der eine etwas ängstlich und der andere etwas forsch.
Die Hauptfigur wurde 1964 in einer Kleinstadt geboren. Der Vater ist ein Handwerksmeister und besitzt einen kleinen Betrieb mit zehn Angestellten. Die Mutter ist Hausfrau und hilft gelegentlich in der Buchhaltung des Betriebes mit. Von 1969 bis 1977 besuchte die Hauptfigur die örtliche Grundschule und absolvierte anschließend bis 1980 die Ausbildung zum Elektriker im Betrieb seines Vaters. Danach brachte er seinen Wehrdienst hinter sich und arbeitete jeweils zwei Jahre als Geselle in Innungsbetrieben benachbarter Städte. Seit 1984 gehörte er zur Freiwilligen Feuerwehr seines Ortes. Von 1985 bis 1994 arbeitete er als Geselle im Betrieb seines Vaters in verschiedenen Positionen und erwarb in dieser Zeit den Meisterbrief. 1988 heiratere er eine ehemalige Azubi und jetzige Angestellte aus der Verwaltung des Betriebes. Nach der Heirat erwarb das Ehepaar ein eigenes Gundstück errichtete sein Wohnhaus. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor. 1995 übernahm die Hauptfigur offiziell die Leitung des Betriebes. Der Vater zog sich auf den Bereich der technischen Verwaltung zurück, übernahm vorwiegend Sachverständigen-Aufgaben und verstärkte seine Aktivitäten im Gemeinderat.
Hallo Birgit, danke für den Kommentar. Offenbar sehen wir einige Dinge sehr unterschiedlich. Wenn ich den Auftrag habe, einen Lebenslauf zu schreiben, dann schreibe ich auch einen Lebenslauf. Der Lebenslauf spiegelt den Lauf eines Lebens in der Form von Fakten wieder und deshalb passiert nichts in ihm im Sinne von Handlungen. Deshalb ist ein Lebenslauf immer langweiliger als das Leben der beschriebenen Person. Bei einigen anderen Teilnehmern erscheint mir deren Lebenslauf mehr als eine Kurzfassung ihres bereits existierenden Romans zu sein. Das will und kann ich nicht machen. Mein Roman, sollte es jemals einer werden, existiert erst in einer sehr groben Vorstellung. Es schwebt eine prinzipielle Idee vor meinem geistigen Auge, sie ist aber noch nicht in konkrete Details umgesetzt. Demzufolge kann ich noch keine Leseproben vorlegen. Und deshalb klingen meine Details sehr verwirrend. Ich hoffe natürlich, dass sich die Verwirrung im Laufe der Zeit Stück für Stück legt. Mit Sicherheit aber nicht vollständig in den nächsten zehn Wochen oder den folgenden drei Monaten. Dieser Unvollkommenheit und Verwirrung ist zu verdanken, dass ich Beiträge (fremde wie auch eigene) im Augenblick nicht so zielgerichtet, konstruktiv sowie unterstützend bewerten und kommentieren kann.
Dem Lebenslauf fehlt etwas Pepp, da passiert irgendwie nichts. Ohne die Einführung im ersten Absatz wäre mir schnell langweilig geworden, wobei das alles sehr verwirrend klingt.
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11337
Alena Bruck wird um das Jahr 1773 als zweites Kind eines Arztes in einem (fiktiven?) deutschen Staat geboren. Sie erhält eine Mädchen-typische Ausbildung und erweist sich als sehr gute Schülerin mit einer besonderen Begabung für die Malerei.
Nach einem frühen Tod der Eltern steht sie unter der Vormundschaft ihres älteren Bruders Gregor, eines anerkannten Mathematikers, und besucht ein Pensionat zur Abrundung ihrer schulischen Ausbildung und Vorbereitung auf ihr gesellschaftliches Debüt.
Bei einem Kutschenunfall wird sie so schwer verletzt, dass man ihr einen Unterschenkel amputieren muss, was einen gravierenden Einschnitt in ihr Leben darstellt. Nach einer Heilungs- und Erholungsphase setzt sie die Schule fort, zieht sich aber weitgehend vom gesellschaftlichen Leben zurück und widmet sich stattdessen ihrer Malerei und ihrer Weiterbildung.
Nach Abschluss des Pensionats mit ca. 19 Jahren findet Alena Aufnahme bei der Familie ihrer Freundin, wo sie rund fünf Jahre lang als Gouvernante der jüngeren Tochter tätig ist. In diese Zeit fällt auch eine kurzzeitige Verlobung mit dem bekannten Künstler Otto Hartwig, die jedoch vor ihrer offiziellen Bekanntgabe aus zunächst ungeklärten Gründen wieder gelöst wird. Neben ihrer erzieherischen Arbeit beginnt sie gezielt auf eine berufliche Tätigkeit als Malerin hinzuarbeiten und erzielt erste kleinere Erfolge in ihrem unmittelbaren Umfeld.
Als ihre Schülerin ebenfalls ins Pensionat eintritt, sieht Alena sich gezwungen, nach einer neuen Perspektive zu suchen. Ihr Antrag um Aufnahme an einer Kunstakademie scheitert daran, dass dort keine Frauen zugelassen werden.
Da ihr Bruder inzwischen verheiratet ist und einen eigenen Hausstand gegründet hat, zieht sie mit knapp 25 Jahren zu ihm und seiner Frau in die Hauptstadt Isselberg, um von dort aus ggf. eine neue Stellung als Erzieherin zu suchen und darüber hinaus an ihrer künstlerischen Karriere zu arbeiten.
[Einsetzen der Romanhandlung]
Nach ihrem Wiedereintritt in das öffentliche Leben gelingt ihr die Teilnahme an einer renommierten Kunstausstellung, die ihr erste öffentliche Anerkennung als Malerin und erste Aufträge einbringt.
Sie absolviert eine einjährige private Ausbildung bei einem prominenten Maler und baut sich Schritt für Schritt eine berufliche Existenz wie auch eine gesellschaftliche Position auf.
Ein mehrmonatiger Auslandsaufenthalt und Malarbeiten in Italien folgen und begründen ihren Ruf auch international.
Nach ihrer Rückkehr nach Isselberg verlobt sie sich entgegen ihrer früheren Pläne mit Professor Philipp Sewering, dem besten Freund ihres Bruders, setzt aber auch nach ihrer Hochzeit ihre berufliche Tätigkeit fort.
Später gehört sie zusammen mit ihrem Mann und ihrem ehemaligen Lehrer zu den Begründern der Isselberger Akademie der Künste.
Hallo Susa, Mich interessiert die Frau, die trotz Amputation ihres Unterschenkels und der damit bestimmt verbundenen Abgeschnittenheit von ihren bisherigen Plänen, nicht verzweifelt sondern sich freischwimmt. Mehr! Liebe Grüße Bridget
Hallo Carola! Ich sage mal so: Als ich den Plot konzipiert habe (das ist schon seeehr lange her), kannte ich weder Details über Frida Kahlo, noch wusste ich, dass es mal eine Angelika Kauffmann gegeben hat. Damals "kannte" ich nur Artemisia Gentileschi, und das war Renaissance. Bei Frida Kahlo sehe ich eigentlich als einzige auffallende Parallele die Körperbehinderung. Alena ist zwar vor allem später sozial engagiert, aber ansonsten eher unpolitisch, auch leidet sie an der Behinderung (jedenfalls nach der Gewöhnungsphase) nicht so sehr und führt auch eine glückliche Ehe - selbst wenn sie das nicht vorgehabt hatte. Bei Angelika Kauffmann sehe ich tatsächlich ein paar Ähnlichkeiten in den Rahmenbedingungen, aber die ergeben sich wohl aus der Epoche, wie z.B. Italienreisen, das kulturelle Umfeld usw. LG, Susa
Hallo susa, Alenas Biographie kommt mir ein bisschen vor, wie eine Melange aus Angelika Kauffmann und Frieda Kahlo; ist das Absicht oder Zufall? Jedenfalls ein interessanter Charakter und eine spannende Zeit. Viele Grüße Carola
Hallo Metta! Ach sooooo! :-) JETZT hab ich's begriffen! Hatte Deinen Typo erst später bemerkt und am Anfang AUSgabe gelesen - und es irgendwie nicht verstanden... Ja, ich gebe Dir Recht, was den "Funken" betrifft, das war auch mein Problem. Keine Sorge, ich nehm's nicht persönlich (**schluchz!**), aber trotzdem danke für den Hinweis! LG und viel Erfolg, Susa
Hi Susa. Natürlich hieß es AuFgabe - also, bei den vorherigen Übungen sprang beim Lesen vieler Texte sofort der Funke über. Hier fand ich viele sehr trocken. Das heißt nicht, dass die Aufgabe schlecht umgesetzt ist, sondern dass ich es eher langweilig finde, zu lesen, wie alt jemand ist, welche Haarfarbe oder Hobbys er hat. Es sei denn, es ist etwas ganz Außergewöhnliches oder Skurriles, wie z.B. Matas Kilian Kneubühler. Du solltest also mein Nichtkommentieren nicht persönlich nehmen. Das wollte ich damit sagen. - Ich habe mit meinem Text schon angefangen, zweifele aber noch an der Glaubwürdigkeit meiner Protagonisten. Fürs Recherchieren fehlt mir im Moment ein wenig die Zeit. Habe also noch keine Ahnung, ob es mir gelingen wird, spannende Persönlichkeiten zu erschaffen.
Hallo Susa, interessante Story. Von dem fiktiven deutschen Staat würde ich mich allerdings verabschieden. Endweder ist er deutsch, dann solltest du ihn auch so benennen oder er ist fiktiv, dann spielt es auch keine Rolle, was für eine Sprache gesprochen wird. Deine Geschichte kannst du meiner Meinung nach in jedem mitteleuropäischen Land dieser Zeit ansiedeln. Ich glaube in Sachen Emanzipation haben die sich nicht viel geschenkt. Viel Erfolg beim "Feinschliff" und viele Grüsse, Numungo (11474).
@Maju: Frauen wie Caroline Schlegel-Schelling, Dorothea Schlegel, Henriette Herz, Madame de Staël, Rahel Varnhagen oder Karoline von Günderrode vereinte ein stark ausgeprägter Eigenwille und das Bedürfnis nach Selbstbestimmung. Andere wie die Herzogin Anna Amalia, die Malerin Angelika Kauffmann oder die Gelehrte Dorothea Schlözer gehörten zu einer Generation von Frauen, die durch die frühaufklärerischen Vorstellungen von Geschlechterrollen geprägt wurde. Ihnen allen gemeinsam ist, schreibt die Herausgeberin des Sammelbandes "Bedeutende Frauen des 18. Jahrhunderts", Elke Pilz, dass man an ihren Biografien Folgendes zeigen kann: "die soziale und intellektuelle Emanzipationsbewegung, die im 20. Jahrhundert in Europa stark zu beobachten war, [hat] ihre Wurzeln im 18. Jahrhundert".
Hallo, Gerti. Na ja, irgendwann mal vielleicht. Aber dazu muss die Geschichte erstmal fertig sein, und da kann man hier noch eine ganze Menge lernen, nicht zuletzt in technischer Hinsicht. Darum bin ich eigentlich hier, für Werbung weniger...:-) LG, Susa
Hm...auch ein Weg von vielen, ein Werk doch noch an den Mann/Frau zu bringen. Viel Glück....
Hallo miteinander! @Frog: Du hast Recht: Ich grinse! :-)) Habe gestern mal spaßeshalber nach "Philipp Sewering" gegoogled und dabei festgestellt, dass das tatsächlich unweigerlich zu mir führt. Freut mich natürlich, wenn Dir die dortige Leseprobe gefällt. Ich überarbeite den Stoff gerade zum x-ten Mal und hoffe, dass ich die vorläufige Endversion im Laufe dieses Jahres fertig bekomme. Falls Du mehr testlesen möchtest... na ja, Du weißt ja jetzt, wie Du mich kontaktieren kannst. :-) @Maju: Stimmt, ich bin auch nicht davon ausgegangen, dass es im 18. Jahrhundert Präzedenzfälle gegeben hat. Unter der Voraussetzung habe ich die Geschichte auch begonnen, obwohl es in der Renaissance schon mal eine "Artemisia Gentileschi" gegeben hat. Erst später hat man mich auf die Malerinnen Anna Maria Kauffmann und Louise Seidler aufmerksam gemacht. Findest Du z.B. in der Wikipedia. @Metta: Tja, nu' bin ich geoutet... nur gut, dass ich bei Euren bisherigen Kritiken gut weggekommen bin...*gg*. Aber Deine Anmerkung, "das liegt wohl eher an der Augabe als an der Qualität der Beiträge" habe ich (sorry) nicht ganz begriffen... Liebe Grüße (und wer sich auf meine HP verirrt, kann sich natürlich gern im Guestbook verewigen, würde mich sehr freuen), Susa
I Love Google! Liebe Susa, jetzt musst Du bestimmt grinsen? Was ich bisher lesen konnte von "diesem Roman", das gefällt mir sehr gut. Wie weit bist Du denn schon? Etwa fertig? LG und FF
Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass im Jahr 1773 eine Frau Anerkennung als Künstlerin gefunden hat. Aber vielleicht irre ich mich ja. Da ich selbst Malerin bin (mit anerkanntem Abschluss), weiß ich, wie schwer das ist. Auch wenn man hin und wieder ein Bild verkauft, ist man vom Ruhm noch sehr, sehr weit entfernt. Vor allem international. Deshalb versuche ich es jetzt mit dem Roman. Und das ist vermutlich genau so schwierig. LG. Maju
Hallo Eva, ich vermute, Susa IST Susanne. Tja, Susa, nun wurdest Du geoutet - interessante Homepage hast Du da. Leider ist mir noch zu keiner Charakterbeschreibung ein sinnvoller Kommentar eingefallen, aber das liegt wohl eher an der Augabe als an der Qualität der Beiträge. LG Metta
Hallo zusammen! Aaalso... Hallo Eva Marie, ja das weiß ich. ICH BIN Susanne Schönfeld-Wagner. Aber woher weißt Du das, hast Du gegoogled? :-) Der Roman ist aber wohlgemerkt noch nicht fertig. Und: Nein, Frog, das soll kein Fantasy-Roman werden. Wieso? Wo siehst Du da Fantasy-Elemente? Hallo Ursula, dein Kommentar bringt mich zum Nachdenken darüber, ob ICH die Aufgabenstellung vielleicht falsch angepackt habe...? Mir ging es nur um ein paar trockene Fakten, insofern kann der Lebenslauf natürlich nicht die ganze Romanhandlung widerspiegeln. Klar erlebt sie auch Anderes. Die Zusammenhänge sehen übrigens, in kurzen Worten, so aus: Sie beginnt ihr Leben erst einmal in typischer Art und Weise, als, wie Du schreibst "junges Fräulein". Zwei Dinge geben ihrem Leben eine andere Richtung: Ihre künstlerische Begabung und die körperliche Behinderung, durch die sie für damalige Verhältnisse eher eingeschränkt ist und auch ein wenig auffällt. Daher entscheidetet sie sich, da sie sich auf dem Heiratsmarkt keine guten Chancen ausrechnet, für eine Tätigkeit als Gouvernante und verfolgt "nebenbei" ihre künstlerischen Ambitionen. Sie will möglichst unabhängig sein (zu damaliger Zeit für eine Frau eher schwierig), und ihr späterer Erfolg wie auch die Tatsache, dass sie schließlich entgegen ihrer Lebensplanung doch heiratet, sind für sie eher überraschend. Liebe Grüße, Susa(nne Schönfeld-Wagner)
Hallo,liebe Susa,ist Dir bekannt, dass es schon einen Roman über diese Personen gibt? Susanne Schönfeld-Wagner hat ihn geschrieben.Viele Grüße,Eva
Liebe Susa, sehr gewagt. Irgendwo, ganz am Anfang, verstehe ich die ganze Sache nicht mehr. Ein junges Fräulein, mit einem amputierten Unterschenkel, als Gouvernante. Ich kann nicht folgen. Finde ich sehr verwirrend. Aber als Lebenslauf kann ich dies auch nicht einordnen. Hat sie nicht anderes erlebt ? Aber vielleicht habe ich die Aufgabe auch nicht verstanden. Trotzdem viel Erfolg. Liebe Grüsse ursula.
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