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Kapitel 35 mit Übungsaufgabe
Leserbeiträge
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16910
2. Versuch Metapher
Christine
Sie brachte es einfach nicht fertig, die Bühne des Alltags locker zu betreten. Jeder Auftritt wurde zur Tortur. Verkrampft und von einem undurchdringlichen Panzer der Ablehnung geschützt, zog Christine tagtäglich in den Krieg, statt ins Leben.
Numungo! Es geht hier nicht primär um eine kritische Meinung, sondern um den Ton, der bekanntlich die Musik macht! Und wenn jede Kritik gestattet sein soll, dann bitte auch die Reaktion auf Angriffe, die man als unangemessen empfindet. Meine Erwiderung habe ich als Erklärung und nicht als Rechtfertigung verstanden.- Herrje, was für gefährliche, kleine Biester doch Metaphern sind! Gruß Antigone
Uuups, was geht denn hier ab? Ich kann mir die Metaphern gut vorstellen und für mich passen sie in diesem Zusammenhang auch gut zusammen. Die drei Sätze sagen viel über Christines Seelenleben aus. Dennoch wird nicht jeder Leser zur selben Interpretation kommen, was ja auch vollkommen in Ordnung ist. Und es sollte auch gestattet sein, dass jeder seine Meinung kund tut. Auch dann, wenn sie kritisch ist. Für mich war dein Kommentar zu den Kommentaren eine Rechtfertigung, keine Gegendarstellung. Wozu? Wenn du mit deinem Text zufrieden bist, dann lass ihn einfach stehen. Wenn du mal was veröffentlicht hast, werden es manche gut finden, andere nicht. Und für die, die es nicht gut finden, kannst du dann auch keine Gegendarstellung schreiben. Also nimm die Kommentare so wie sie kommen und verwerte das, was du daran gut findest. Nur so entwickelst du dich weiter. Viele Grüsse, Numungo (16807, 16809).
Hi Frog, natürlich weiblich! Du musst meine Meinung nicht teilen, aber wenn Du den Text anders verstehst als er gemeint ist, reden wir aneinander vorbei. Vielleicht tragen ja die neuen Kommentare zum Verständnis bei? Und mit der Goldwaage hast Du vollkommen recht!
Carola, hier ist meine Antwort auf Deinen 2. Kommentar. 1. Mein Kommentar auf Deine 1. Kritik war keine Rechtfertigung, sondern eine Gegendarstellung! 2. Ich war nicht "um Originalität bemüht", die Metaphern ergaben sich vielmehr im Hinblick auf meine Protagonistin. Nebenbei - meine Nebenmetaphern sind auf jeden Fall origineller als Deine Hauptmetapher. 3. Ich habe nicht von der abgegriffenen "Bühne des Lebens" (=Schicksal) gesprochen, sondern von "der Bühne des Alltags" (=Widrigkeiten aller Art), auf der wir alle agieren müssen, ob es uns gefällt oder nicht. Christine empfindet dieses Ausgeliefertsein halt besonders stark. 4. Klar, ist das Leben ein Theater und in jedem Theater werden auch - oder gerade - Kriegsschauplätze vorgestellt. Ich sehe also keinen Widerspruch zwischen den unterschiedlichen Metaphern. Und selbst wenn, wäre das auch in Ordnung! 5. "Jeder Auftritt wird zur Tortur". Das ist doch aussagekräftig genug. Was soll man in drei Sätzen noch alles über Christines Ängste berichten? Es ging ja primär um eine Metapher und nicht um einen längeren Text. Metaphern sprechen durch Bilder und diese habe ich eingesetzt. Der Satz wurde nachträglich als Erklärungsversuch dazwischen geschoben, weil der "Auftritt" gut zur "Bühne" passte und zudem Christines Lebensgefühl treffend beschreibt. O.k., er hätte auch wegfallen können. 6. Ich musste nichts "aus dem Koffer ziehen", es war alles schon da! Sicher kennst Du auch Menschen, zu denen man nicht durchdringt, weil ein unsichtbarer Panzer sie zu umgeben scheint. Vielleicht klingt das Wort Panzer zu kriegerisch, doch für Christine ist das Leben Krieg und der Begriff damit stimmig. 7. Natürlich spielt Christine, genau wie wir alle, eine Rolle, die, wenn Du so willst, das Schicksal inszeniert hat, um bei Deiner Wortwahl zu bleiben. Da Christine ihre Rolle sozusagen aufgezwungen wurde, gehört auch der "Krieg" zu dieser Inszenierung. Die Tragik liegt darin, dass sie brav weiterspielt, obwohl sie ihre Rolle am liebsten an der Garderobe abgeben würde - hoppla, schon wieder so eine böse Theater-Metapher, haha! Auch wenn Du es anders siehst, genau das wollte ich sagen und deshalb stehen meine Aussagen ganz und gar nicht im Widerspruch zueinander. 8. Kann andere Meinungen durchaus gelten lassen. Was mich bei Deinem 1. Kommentar störte, war hauptsächlich der schnoddrige Ton ("..der Rest wirkt so verkrampft wie Deine Prota") und die Pauschalniedermachung, die Du ja jetzt relativiert hast. 9. Vielleicht solltest Du die Texte anderer lockerer betrachten und Dich nicht so verbissen darüber hermachen. Metaphern sind schließlich nur Metaphern, auch, wenn sie offenbar in der Lage sind, Federkriege anzuzetteln!
Ich muss mich Wladimir anschließen, lass alles so stehen!!! Für mich ist Christine ein Mensch, der unter "extremer Schüchternheit" leidet, was durch die gewählten Metaphern deutlich wird. Solche Menschen empfinden nun mal den Alltag als Kampf und stehen ihrer Umgebung aus Angst ablehnend gegenüber. Und ja, sie verpassen dadurch ihr Leben..., sie sind selbst ihr größter Feind...
Hallo, Wladimir, vielen Dank für Deine Einschätzung. Es tut so gut, wenn jemand einem zur Seite steht, das habe ich jetzt gebraucht! Werde Deinem Rat folgen und den Text so stehen lassen. Dir weiterhin viel Freude beim Schreiben. LG Antigone
Hi Antigone, zu Deiner Antwort. Ich teile Deine Meinung nicht, aber man sollte nicht alles auf die Goldwaage legen, oder? Frog (weiblich)
Hallo Antigone, lass einfach alles so stehen. Es ist okay. Ich habe so oft eine Bühne betreten, und es gibt tatsächlich Schauspieler, die sie locker betreten. Sind aber nicht immer die besten... Nein, eine Metaphernhäufing finde ich bei dir nicht. Lass es so stehen! Schöne grüße Wladimir
Uuups, schreibt erst eine lange Rechtfertigung und anschließend eine schlechte Kritik? Die Anregung über die eigene Reaktion nachzudenken, gebe ich zurück. Mir scheint, dass Du dich ein wenig zu sehr mit Deiner Protagonistin identifizierst. Das Problem ist nicht ein einzelner Satz, sondern dass Du in Deinem Bemühen um Originalität Metaphern verwendest, die nicht zusammen passen und der Text dadurch in sich widersprüchlich wird. Und um es nicht bei bloßen Behauptungen zu belassen, hier nochmal im Einzelnen: Im erster Satz ist wirkt das "einfach" krampfig, passt aber zur späteren Beschreibung der Prota und ist damit ok. Ok ist auch "die Bühne des Lebens", obwohl die Metapher nicht gerade vor Originalität funkelt. Aber der Leser versteht, was gemeint ist. Im nächsten Satz bemühst Du wieder Theatermetaphorik, indem Du jeden "Auftritt" zur Tortur werden lässt. Das ist dann schon ein bisschen viel. Da wäre es besser gewesen, wenn Du gezeigt hättest, was denn so schlimm für Deine Prota ist. Aber das eigentliche Problem taucht im nächsten Satz auf. Da ziehst Du dann plötzlich martialische Accessoires aus dem Koffer; die Prota hüllt sich in einen Panzer und zieht in den Krieg. Das passt nicht zum Theater der ersten Sätze, es sei denn, der Krieg wäre nur eine Inszenierung, in der die Prota brav ihre Rolle spielt - obwohl sie ihr nicht gefällt. Aber _das_ wolltest Du nicht sagen. Deine Aussagen stehen also im Widerspruch. Deshalb wirken sie verkrampft.
Hallo, lieber Frog! Nein, das ist anders gemeint. Christine schützt sich vor der vermeintlich "feindlichen Umgebung" mit einem "Panzer der Ablehnung". Sie will damit vermeiden, dass ihr jemand zu nahe kommt und sie evtl. verletzt. Alles klar?- Das "statt" muss leider bleiben, denn es könnte sich ja auch um einen echten Krieg handeln und dann wäre es keine Metapher mehr! LG Antigone
Das "statt ins Leben" könnte doch weg... Das kann man sich denken. Man ahnt, es ist ein selbst kreierter Krieg... Aber müsste es nicht heißen: von einem undurchdringlichen Panzer "vor" der Ablehnung geschützt? Sonst könntest Du es auch bei dem Panzer belassen...
Man kann über jedes Thema unterschiedlicher Meinung sein, Carola, aber Dein Kommentar ist einfach nur überzogen und unfair. Deshalb kann ich ihn, bei aller Selbstkritik, die ich überreich besitze, nicht wirklich ernst nehmen. Es mag ja sein, dass Metaphern sparsam eingesetzt werden sollten, doch dies war eine Übung, in der man auch mal übers Ziel hinaus schießen darf, zumal das neue Thema ja ausgetestet sein will! Und so gesehen finde ich meinen Beitrag ziemlich gelungen. Verkrampft jedenfalls ist er meiner Meinung nach nicht und schon gar nicht durch und durch. Was bitte, ist an dem Satz "Sie brachte es einfach nicht fertig, die Bühne des Alltags locker zu betreten" verkrampft? Du solltest mal darüber nachdenken, weshalb Du bei dieser Thematik so reagiert hast!
"Zog in den Krieg, statt ins Leben", finde ich gut. Aber der Rest wirkt so verkrampft, wie Deine Prota. Metaphern sollten wie Salz verwendet werden - sparsam.
...zog in den Krieg statt ins Leben - das gefällt mir gut. Es entstehen lebhafte Bilder und man kann sich gleich vorstelle, was Leben für Christine bedeutet.
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16909
Durch die Anregung von Ginko Korn ein zweiter (verzweifelter) Versuch:
Leergefegt die grauen Zellen, kein Pinselstrich färbt sie bunt, keine Skizze will sich formen, kein Gemälde prachtvoll glühn, weiß bleibt die Leinwand meiner Fantasie - eine Metapher find ich wohl nie!
Ja, Tina, Du hast sie gefunden, die Metapher, hurra! Die Leinwand Deiner Fantasie ist ganz und gar nicht weiß, sondern wunderbar farbig! LG Antigone
Weiß bleibt die Leinwand meiner Fantasie; das gefällt mir sehr. Liebe Grüße. Karin
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16893
Diese Aufgabe verwirrt mich etwas, trotzdem hier zwei Versuche:
Ein feuerroter Ball versank langsam im Meer und färbte den Himmel rosa. Der Wind ließ nach und verwandelte den Ozean in einen Spiegel. Ich betrachtete das Naturschauspiel von meinem Balkon aus, in freudiger Erwartung auf die Nacht.
Er bedeckte leidenschaftlich ihre warme Haut mit Küssen, schmeckte das Salz und verdurstete fast dabei.
Ist wohl im Text verrutscht: Hallo Bibi, im ersten Satz wäre ein Vergleich besser angebracht: "Wie ein feuerroter Ball versank die Sonne langsam im Meer und färbte den Himmel rosa". Im zweiten Satz ist es nicht der Wind, der das Meer in einen Spiegel verwandelt, sondern das Fehlen des Windes. Natürlich kann man ein solches Schauspiel vom Balkon aus betrachten; romatischer wäre es, wenn die Szene z.B. in einer einsamen Bucht stattfinden würde. Im zweiten Satz könnte das "Verdursten" eine Metapher sein, je nach dem, wie es gemeint ist. Das Salz selbst ist ja tatsächlich vorhanden (wenn sie nicht gerade intensiv geduscht hat). Besser fände ich den ersten Halbsatz so: "Er bedeckte ihre warme Haut mit leidenschaftlichen Küssen, ..." Viele Grüsse, Numungo (16807, 16809).
Die ersten beiden Sätze enthalten wunderschöne Metaphern. Leider sind der feuerrote Ball und der Spiegel schon sehr abgenutzt. Liebe Grüße. Karin
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16891
Sie denkt an Herpes und stößt den Frosch von sich.
Ja Metta, du hast ja so Recht, also Plus zwei Sätze: Jutta erinnert sich an den Prinzen der er mal war und träumt mit Blick zum offenen Fenster. Als er sich zu ihr wälzt und den Arm auf sie wirft, weht ein stinkender Wind von Alkohol herüber. Sie denkt an Herpes und stößt den Frosch von sich. @Frog, nö ;-) @guenni, der Suchmechanismus kann uns nicht unterscheiden, wir sind aber jeweils eine eigenständige Person. @Bridget, mit den anderen zwei Sätzen wirst du erkennen wie es gemeint ist. Herzlichen Dank euch allen, ihr seid eine große Hilfe.
Muss ich jetzt beleidigt sein? Der Satz gefällt mir aber. Gruß von Frog
Hallo Bibi, im ersten Satz wäre ein Vergleich besser angebracht: "Wie ein feuerroter Ball versank die Sonne langsam im Meer und färbte den Himmel rosa". Im zweiten Satz ist es nicht der Wind, der das Meer in einen Spiegel verwandelt, sondern das Fehlen des Windes. Natürlich kann man ein solches Schauspiel vom Balkon aus betrachten; romatischer wäre es, wenn die Szene z.B. in einer einsamen Bucht stattfinden würde. Im zweiten Satz könnte das "Verdursten" eine Metapher sein, je nach dem, wie es gemeint ist. Das Salz selbst ist ja tatsächlich vorhanden (wenn sie nicht gerade intensiv geduscht hat). Besser fände ich den ersten Halbsatz so: "Er bedeckte ihre warme Haut mit leidenschaftlichen Küssen, ..." Viele Grüsse, Numungo (16807, 16809).
Sehr witzig! Wie gut, dass die Prinzessin im Märchen noch nichts von Herpes wusste. Auch ich würde sehr gern die beiden übrigen Sätze kennen lernen.
Hallo Marc, das erinnert mich an: "Drum prüfe wer sich ewig bindet." War es so gemeint?
Hallo Marc, wenn man "Autor suchen" eingibt, spuckt die Datenbank "Marc" und "Eva Marcuse" aus. Ist "Marc" "Eva Marcuse"? Gruss Guenni P.S. Dein Metapher-Satz ist witzig...
Hallo Marc, Dein Satz gefällt mir. Ich kann nicht sagen warum, aber er gefällt mir sogar ausgesprochen gut!
Du hast noch zwei Sätze frei, um uns zu erzählen, wer denn der verwunschene Prinz ist. Wenn der Satz allein steht, lese ich in nämlich nicht im übertragenen Sinne, sondern denke an unser Nachbarskind, das am Ufer des Gartenteichs den Wahrheitsgehalt von Märchen überprüfte.
Ein Frosch, der nicht auf seine Verwandlungsfähigkeit als Prinz getestet wird. Eine vergebene Chance auf Liebesglück.
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16889
In diesem Viertel hat sich der Bankrott häuslich niedergelassen. Hier lebt der Abschaum der Gesellschaft, vom Schicksal in die Gosse gespuckt.
... und der Haifisch, der hat Zähne ... Erinnert mich irgendwie an die Dreigroschenoper, gut! Viele Grüsse, Numungo (16807, 16809).
Ich freu mich auch, dass Du wieder da bist. Zum Text: Klingt pathetisch, aber gefällt mir.
Mein erster Kommentar scheint sich irgendwo im Netz verheddert zu haben: Der Bankrott passt für mich nur bedingt ins Bild. "Der Verfall" oder "die Armut" kämen mir im Kontext stimmiger vor. Aber der 2. Satz ist so stark, dass er auch problemlos allein stehen kann.
Hallo ju bli, mächtiges Bild. Jack the Ripper ich hör dir trapsen ;-) Bridget
Hallo ju bli! Schön, dass du wieder da bist! Zum Text: eindeutig Metaphern. Als Fließtext geschrieben (Straßenkinder?) würde ich eine wieder rausnehmen, vielleicht den Bankrott? LG Lillilu
Und weil der Bankrott sich häuslich in den Häusern niedergelassen hat, müssen die Menschen auf der Straße leben? "Vom Schicksal in die Gosse gespuckt" ist eine ausdrucksstarke Formulierung.
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16868
Er stand am Berliner Hauptbahnhof, den Koffer in der Hand und den Kopf voller guter Ideen. Vor ein paar Jahren waren da noch politische Ideale gewesen, heute wußte er, daß es nichts als Flausen waren. Nüchtern betrachtet hatte er versagt und Hoffmann Recht behalten, aus ihm ist ein feiger Mitläufer geworden.
Meine Augen sehen den Wald vor lauter Bäume nicht. Da tummeln sich rudelweise Metaphern im alltäglichen Sprachgebrauch, so selbstverständlich, dass ich sie nicht mehr erkenne. Ich wiederhole mein Lob für deine unaufdringlichen Winke, nehme die Tolpatschigkeit zurück und möchte fortan in deinem Kielwasser schwimmen. Bitte be - leidige mich weiter so!
Hallo Ginko, danke für den Kommentar. Immer noch beleidigt wegen der 'bar-Wörter' Attacke? Fast täglicher Sprachgebrauch: 'Flausen' für jugendliche Selbsfindung, 'nüchtern betrachtet' als Anlehnung an einen weiseren Verstand und zu guter Letzt 'Mitläufer' für einen Menschen, der seine eigene Identität opfert um sich anzupassen. Wahrlich keine meisterlichen Worterfindungen, außerdem schon sehr alt und fast ständig in Gebrauch, vielleicht sind sie Dir deshalb nicht aufgefallen. Ich versuche einen kommerziellen Schreibstil vorzuziehen, als meine Leser mit ausgefeilten Sätzen zu beeindrucken. Für mich ist die Story wichtig, die natürlich auch ordentlich umgesetzt werden muß, keine Frage. Ich möchte, dass das Buch leicht zu lesen ist, trotz des schwierigen Themas. Schön, dass Karin wenigstens eine Metapher gefunden hat. ;O)
Ehrenwerter M.P. ! Deine weisen und zurückhaltenden Kommentare strotzen nur so von Wissen um Fehler und Unachtsamkeiten von uns Lehrlingen. Um so bewunderswerter ist deine Taktik, dich absichtlich als Tolpatsch zu geben. So können wir deine Fingerzeige ohne Beschämung entgegennehmen. Aber nun bin ich ratlos.
Auch ich habe zwischen allen Zeilen gesucht, zum Teil sogar die Wörter angehoben. Nix! Man hat uns vorgewarnt: Metaphern sind kleine gerissene Luder. Oder sollte ich - ganz am Ende hat er sich versteckt - den feigen Mitläufer ins Auge fassen?
Nanü? Bin ich immer noch blind oder hat sich hier keine Metapher gezeigt? Letzer Satz: "..aus ihm WAR ein feiger Mitläufer geworden." LG Lillilu
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16863
Jeder hatte mich bewundert in diesem 300-Seelen-Kaff. Was ich tat, was ich machte, was ich kann.
Jetzt stehe ich zwischen den Wolkenkratzern von New Yourk, um mir Massen von Menschen.
Keiner sieht mich. Alle laufen an mir vorbei. Bin ich ein Nichts?
Hallo Karin, natürlich Gaff statt Kaff. Es hatte schon gesendet, als ich es bemerkt hatte. Mein Dialekt kam wieder durch. Natürlich New York. Sorry! L.G Benita
Wieder suche ich verzweifelt zwischen den Zeilen herum. Nichts von Metaphern zu entdecken. Einige grammatische Fehler. Aber Halt! Man sollte nie nichts sagen. Das Nichts am Ende ist eine Metapher. Liebe Grüße. Karin
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16865
Ständig ärgerte ich sie, bis sie endlich ganz oben auf der Palme war.
Ich warf ihr kleine Erbsen zu, sie konterte mit Kokosnüssen.
Wir bekommen hier die Fortsetzung von der Prinzessin auf der Erbse präsentiert. Zuerst will er unbedingt so eine feine, empfindsame Dame. Als er sie endlich gefunden hat, treibt er sie auf die Palme. Was bleibt ihr denn da anderes übrig, als mit Kokosnüssen zu werfen. Aber was wird er als Nächstes tun, wenn der Erbsentopf leer ist? - Witzig gelöst. Liebe Grüße. Karin
Mir gefällt's auch. Ja, so sind wir Frauen...:-) Als Erbsenzählerin würde ich sagen, das "kleine" kannst weglassen, Erbsen sind ja immer mickrig, oder?
Sie scheint ja eher der Typ zu sein, der mit Kokosnüssen pardon, mit Kanonen auf Spatzen schießt. Sie aber so zu ärgern bis sie on the Top of the Palm ist, ist aber auch wirklich nicht nett. Bessere er sich;-) viele Grüße Bridget
Die Königin auf der Erbse nun auf einer Palme? Andere Länder, andere Sitten! Das mit den Kokosnüssen kann ins Auge gehen (zumindest auf den Kopf). Viele Grüsse, Numungo (16807, 16809).
Erbsen und Kokosnüsse als Metaphern für die großen und kleinen Gemeinheiten, die sich dein Paar im Streit an den Kopf wirft. Klasse! In Verbindung mit der redensartlich metaphernden Palme finde ich deine Sätze überaus gelungen – und witzig dazu.
Das ist ja nun mal richtig witzig! Gefällt mir gut,Lothar! LG Lillilu
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16864
So, nun mal im Ernst ;-)
Ich habe den ersten Satz etwas umgeschrieben, weil er aus dem Zusammenhang gerissen nicht aus sich heraus verständlich gewesen wäre. Dadurch holpert er jetzt zwar, aber da er ohnehin nicht so bleiben soll, ist das auch egal.
Schwerfällig ging Johanna zu ihr herüber, nahm das Hündchen hoch und drückte es an sich. Mimis Fell kitzelte ihren Hals. „Nun bin ich wirklich auf den Hund gekommen, was?..."
Originell ist die Metapher wirklich nicht und echte Ironie sieht auch anders aus!
Tja, liebster Ginko; knapp vorbei ist auch daneben. Johanna mag (wie Du vielleicht aus Beitrag 15331 erinnerst) keine Hunde. Was Dich hier in die Irre geleitet hat, ist die Doppeldeutigkeit der Aussage, die ironischerweise auch noch in jeder Hinsicht stimmt.
Die Redewenung ist bekannt, aber Du spielst damit, wörtliche und übertragene Bedeutung zu verknüpfen - ein Lehrstück? ;o)
Schwierig! Hier wird eine Redensart, die eine schlimme Lage symbolisiert, scherzhaft positiv auf die Hundefreundin angewendet. Solch eine Redewendung gilt nicht als Metapher sondern als Idiom. Kennzeichen von Idiomen sind ihre Unübersetzbarkeit, während eine übersetzte Metapher auch in anderer Sprache eines ähnlichen Kulturkreises verstanden wird.
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16862
Sie verstand es nicht: Die Aufführung war toll gewesen, das Pulikum hatte getobt - und der Zeitungskritiker hing sich an dem einen kleinen Patzer auf. Er beruhigte sie: "Kulturrezensionen tun nichts anderes, als das Haar in der Suppe zu finden und es zu einer Perücke aufzudrehen."
Wie kann er sie denn noch beruhigen, wenn er sich doch aufgehängt hat? Ist er nicht tot? - Das Haar in der Suppe hat einen sehr langen Bart, aber daraus eine Perücke aufzudrehen (Na, da muss er schon mächtig viele Haare gefunden haben.), finde ich witzig. Liebe Grüße. karin
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16853
Wupilie braucht Auszeit - beratungsresitente Inhalte ;-)
Bei dem Gedanken an meinen Roman fühle ich mich wie dieser August. Erst freue ich mich Jahre darauf, ihn zu schreiben, dann verselbständigt er sich wie Frankensteins Monster und fragt mich nicht einmal, ob ich das so wollte. Morgen trickse ich ihn aus, diesen vollends überbewerteten Sommer. Ich werde meine Festplatte vom Sand, Wind und Wellen des Südens formatieren lassen. Mitte September bin ich zurück, um meine autorinnentauben Protagonistinnen einzunorden - notfalls per Mord!
Bis dahin, liebe Grüße und viel Spaß Wupilie ;-)Ich werde also zwei Wochen lang nicht mit kommentieren können...
Hallo Wupilie, zunächst soll eine frische Meeresprise deine Gedanken forttragen und uns eine gut erholte Kommentatorin zurückbringen. Als weiteres: Wie oft habe ich jetzt schon überlegt, wen ich umbringen könnte, damit der Roman in die Richtung läuft, in der ich ihn haben wollte? Keine Ahnung, inzwischen habe ich mich damit abgefunden, dass dieses Buch lebt... Gruß Sarah
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16848
Die toughe Metta schreibt eine affige Mettaffer (extra für Malea 16735)
Nachdem das Wüstenschiff sich fast an einer Nadel im Heuhaufen verschluckt hatte und ihm seine Rabeneltern ansonsten nur leeres Stroh gedroschen hatten, ohne ihm auch nur im geringsten das Wasser reichen zu können, oder vielmehr zu wollen - es brach ihm fast das Herz, wie sie ihr Sorgerecht mit Füßen traten - trieb es nun antriebslos wie eine von der Erfolgswelle abgeworfene Nussschale auf dem Meer der Tränen dahin. "Warte, Schlange!" rief es einem vorbeischwimmenden Seeungeheuer nach, doch das tauchte ab hinter die Mauer des Schweigens, hinter der sich tief, tief am Meeresgrund eine Kaderschmiede für die Schreckgespinste des Ozeans verbarg, die von Nixen und Wassermännern als die beste auf den sieben Weltmeeren in den Himmel gelobt wurde. Zu allem Elend stellte es fest, dass es nicht einmal bis drei zählen konnte, denn schon nach zwei großen Sätzen, in denen es versucht hatte, über das Wasser zu springen, drohte es kraftlos in der Ideenlosigkeit zu versinken; es waren alle bei Wikipedia ins Netz gegangenen und aus dem Wasser gefischten Metaphern verzehrt und aufgebraucht, so dass es Metta um einen Rettungsanker bitten musste - es rechnete fest damit, dass sie den Dreisatz vollenden würde.
Hallo Metta, danke deiner Nachfrage zum Autorentreffen. Leider kann ich weder zu- noch absagen. Ich habe die Pinnwand aber inzwischen gefunden : -)und werde versuchen zu kommen, dann aber sehr kurzfristig zusagen. Und: Dein Text gefällt mir. Sehr kreativ!
Sehr gut, mal was albernes mit Tiefgang! Viele Grüsse, Numungo (16807, 16809)
Hallo Metta, Du konntest also auch nicht wiederstehen :-))))) Ist es nicht schön, mal enthemmt albern zu sein? Bis bald liebe Grüße Bridget
Am Matchplatz der Schlagfertigkeiten fliegen die Pointen nur so hin und her. Ich bin sehr amüsiert!!
Liebe Metta! Einfach herrlich, vor allem der letzte Satz ;-) Ich hoffe nur, dass du jetzt nicht auch einen Eintrag ins Klassenbuch bekommst wie die arme Carola. Aber ich nehme alle Schuld auf mich, ich habe euch ja zu diesem Unfug angestiftet ;-) Herr Lehrer, ich war`s... Liebe Grüße, Malea.
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16836
Fortsetzung „Die Metapher“ (2)
Ich lehnte an der dunklen Straßenecke und leckte meine Wunden. Die Metapher war im Gully versickert! Ohne sie würde ich mich an meinen eigenen Ansprüchen aufhängen müssen. Oder die Anderen würden mir den Kopf abbeißen! Aber plötzlich wurde das Geschlabber meiner Wundenleckerei durch ein viel heftigeres Geräusch übertönt! Keuchend und hechelnd näherte sich mir der Ehrgeiz, mit tausend schillernden Metaphern im Nacken. Ja, hollodriaho, das würde ein Festtagsschmaus werden!
@Carola: Alles klar, was Eliza betrifft. Das Original ist nicht so romantisch wie das Musical. Der alte Shaw - Sozialist bis an sein Lebensende - hat es der upper class mal zeigen wollen. Higgins geht eine Wette ein, dass ein Angehöriger der Unterschicht niemals Standard English lernen könnte und das Blumenmädchen Eliza gewinnt haushoch, nicht nur was die Aussprache betrifft, sondern auch die Beherrschung der Grammatik. Es gibt eine Szene, in der sich die Gesalbten über eine Frau unterhalten, deren English "zu" korrekt ist und sie schlussfolgern, dass sie deshalb eine Ausländerin sein muss. Aber bis heute ist in England die Aussprache der Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Lebens. Ein spannendes Thema! ich raffe jetzt mal die Röcke und beende meinen Vortrag. Lieben Gruss Lillilu
Hallo Lillilu, um Angela nicht noch mehr zu verwirren, antworte ich Dir jetzt unter Deinem Beitrag auf Deinen Kommentar zu meinem Kommentar zu Eliza. ;-) Ich hatte mich auf Pygmalion von G.B. Shaw bezogen, wo Eliza "nur" bei Mrs. Higgins aus der Rolle fällt, weil sie zwar die korrekte Aussprache hat, aber gegen die gesellschaftlichen Konventionen verstößt. Die Abschlussprobe besteht sie trotzdem mit Bravour und niemand mutmaßt, dass sie etwas anderes sein könnte, als eine duchesse. Du hast Dich aber auf "My fair Lady" bezogen - oder? Eigentlich auch egal, denn wenn Eliza Dolittle nie eine Herzogin geworden ist (bei Shaw betreibt sie laut seinem Nachwort später einen Blumenladen) hat sie hart an sich gearbeitet, um ihre Rolle spielen zu können. Insofern ist sie ein sehr gutes Vorbild ;-) Viele liebe Grüße Carola
Metaphern in der Metapher in der Metapher in der Metapher ... Viele Grüsse, Numungo (16807, 16809).
Hallo Lillilu, auf sie mit Gebrüll: Diesmal wirfst Du aber mit Netzen und kein Auge, ja?! Ich hoffe nur, dass das Wild den Braten nicht zu früh riecht. Liebe Grüße Carola
Und wann ist die Katzenrosette eine Allegorie??? Sag mal, Lillilu, stehst Du unter Drogen? ;o) Oder geht es Dir einfach gut? Herrlich, wie humorvoll und beschwingt Du schreibst!
Lieber Ginko, ich stimme dir vollkommen zu! ich nenne das immer die "Kompatibilität" in meinen Kommentaren. Aber es erscheint mir schnuppe zu sein, ob jemand einen geeigneten Vergleich oder eine kompatible Metapher benutzt und den theoretischen Unterschied weiß. Hauptsache es stimmt. Aber ich liebe es ja auch, die Dinge aufzudröseln und mir auf der Zunge zergehen zu lassen! LG Lillilu
Liebe Lillilu, wenn du mit "akademisch" meinst, dass der Unterschied zwischen Metapher und Vergleich keine Bedeutung hat für die Frage, welches literarische Werkzeug verwendet werden soll, dann drängst du mich, nachzulegen: Im Ver"gleich" stehen zwei Begriffe "gleich"wertig n e b e n e i n a n d e r ; sie gleichen sich. Dabei ist die "Gleich"heit beschränkt auf die Eigenschaften, die dem Ver"gleich" ausgesetzt sind. Vielleicht nur Farbe und Geruch. Oder Masse und Form. Einer Frau zu sagen "Du bist wie eine Rose" , vergleicht sebstverständlich nur die Gefühle, die jene Frau und eine Rose gleichartig auslösen: Duft, Statur, leichte Kleidung, Stacheln. Keineswegs deckt sich die Stengelmitte der Blume etwa mit dem weiblichen Gesäß. / In der Metapher wirkt ein Begriff a n s t e l l e eines anderen. Natürlich muss der Leser die Metapher kennen. Wird "Frau" ausgetauscht mit "Kätzchen", so assoziiert der Leser Eigenschaften, Verhalten, Charakter der Metapher, wie er sie aus seiner Erfahrung kennt, und blendet beim Bild des Kätzchens aus, was die Frau nicht hat : Wedelschweif und Schnurrhaare. / Übrigens Glückwunsch zu Loriots Jodeldiplom!
Liebe Lillilu! Ah, welch ein Glück, die Metapher hat sich nicht durchgeätzt (ich hatte schon Alien-Sabber Phantasien...). Und so schön schillernd geht es weiter. Aber wer frisst jetzt eigentlich wen? Ich fürchte, du wirst um Teil 3 nicht herumkommen ;-) Liebe Grüße, Malea.
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16839
Maleas Idee hat mich zu einem Schnellschuss verleitet... Ging aber nicht in drei Sätzen:-)
Das Studio XSol mit dem angeschlossenen Musikverlag gilt als Kaderschmiede für Nichtskönner. Hier werden Nussschalen zu Luxuslinern aufgepumpt, damit die Bosse wenigstens für eine Saison abkassieren können. Als ich die heiligen Hallen betrete und die Warteschlange sehe, fällt mir wieder ein, dass hier gerade für die neue TV-Casting-Show gedreht wird. Eine Mauer des Schweigens wäre mir lieber als dieser kreischende Haufen aus hibbeligen Möchtegern-Popstars. Eigentlich sind das Rabeneltern, die ihre Kids vor diese Jury aus Hohlköpfen hetzen, die vor laufenden Kameras nur leeres Stroh dreschen und talentfreie Kids in den Himmel loben, um sich ihre fetten Ärsche auf der Erfolgswelle wund zu reiten.
Für mich sind das Verbrecher, die das Recht mit Füßen treten. Mir können sie das Herz zum Glück nicht mehr brechen, ich bin viel zu alt und kenne das Spiel. Blöde nur, dass Roman Preschkow, der Big Boss, zurzeit der einzige Musikmanager ist, den ich kenne. Ich kann ihm nicht das Wasser reichen. Aber ich weiß, dass ich den perfekten Song in der Tasche habe. Ich habe eine goldene Nadel im Heuhaufen gefunden. Und gleich werde ich sie ihm auf dem Silbertablett servieren. Ich freue mich schon auf das Gesicht, das er machen wird. Warum werde ich dann plötzlich so nervös? Wie ein betrunkenes Wüstenschiff schwanke ich auf Preschkows Büro zu.
Ich weiß nicht, Frog, ist das hier Ironie? Obwohl Metaphernhäufungen ja gut zum Inhalt Deines Textes passen. Ich nehme es mal, für drei Minuten, ernst... "ihre fetten Ärsche auf der Erfolgswelle wund zu reiten". Ne, geht nicht. Heutzutage ist man als Erfolgsmensch schlank und stromlinienförmig und wenn nicht, dann gibt es noch den Schönheitschirurgen (obwohl eigentlich ein Hirnchirurg nötig wäre). Und die "Mauer des Schweigens" passt ganz und gar nicht. Aber vielleicht halte ich jetzt doch lieber die Schnauze, sonst erscheinen mir die Dieter Bohlens noch im Schlaf. Huch, die drei Minuten sind schon vorbei... Ich werde mir jetzt einen Whiskey einschenken, vielleicht stehen die nüchternen Wüstenschiffe dann endlich einmal still. Wladimir Und nun, ganz nüchtern, etwas Ernstes. Ich komme doch nicht mit zum Treffen. Bin einen Tag vorher auf der Hochzeit eines Freundes und will durchtanzen. Schade, ich habe mich schon auf ein langes Gespräch mit dir im Auto gefreut über Deinen Roman und Literatur. Na ja, aufgeschoben ist nicht aufgehoben.. ( blöder Spruch, mir fällt nur kein besserer ein) Schöne Grüße aus Barmbek wladimir
Nussschalen werden zu Luxuslinern aufgepumpt! Klasse. Sogar das Nichts wird aufgepumpt, bis es platzt. Und dann zeigt sich das wieder, was es ursprünglich war, nämlich: NICHTS. Viele Grüsse, Numungo (16807, 16809).
wieder mal ein Lesevergnügen und die Protagonistin darf so richtig vom Leder ziehen! Würde ja gerne mehr über Roman erfahren, schon weil mich der Namen faziniert.Roman klingt in meinen Ohren nach einem klunkerbehängten Oligarchen oder nach einem wildem Vaganten. Auf alle Fälle bin ich überrascht was man aus Übung18 machen kann... grüße an das betrunkene Wüstenschiff von papaya
Klasse! talentfreie Kids , geschundene Hinterteile, ein widerlicher Musikmanager. Inhaltlich schließe ich mich an. Ich habe mal eine Doku gesehen, in der Eltern mit versteckter Kamera befragt wurden, ob es sie stören würde, wenn ihre Kinder für Filmaufnahmen ein wenig verdroschen würden. Unglaublich aber einige Eltern hätten dies billigend in Kauf genommen. Das ist schon kein falscher Ehrgeiz mehr, das ist pervers! Ich hoffe Herr Preschkow erfüllt nicht alle Vorurteile ;-) viele Grüße Bridget
Das finde ich aber gemein, dass hier vermeintliche Rabeneltern mit Füßen getreten werden - hast Du zufällig meine Tochter beim Casting getroffen? Die wurde von einem anderen Mädel als Assistentin mitgezerrt, und ich konnte es nicht verhindern. Zum Glück ist sie nicht in die zweite Runde gekommen!
Perfekt. Hier wurde anscheinend Maleas Spielidee mit Godos Karriereanschub verknüpft. Linn versucht die geklaute CD an den Mann bzw. Musikmanager zu bringen.
Super, Frog! Du hast dich zwar nicht an die drei Sätze gehalten, aber dafür hast du den Käse in deinen Roman integriert. Das gibt Spitzenwerte in der B-Note ;-) Wenn du den metaphorischen Edamer wieder heraussiebst, ist das sogar eine schöne Linn-Geschichte. Liebe Grüße, Malea.
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16847
Von Débora hatte Ernesto in der vergangenen Nacht erzählt, als Laura sich müde in seinen Arm geschmiegt hatte. Eine Schönheit sei sie gewesen, dunkelbraun wie eine geröstete Kaffeebohne, und die erste und einzige Liebe seiner Jugend. Ihre Eltern, arme Retornados, hatten sich für Déboras Schulbildung krumm gelegt, in der Hoffnung, im Alter von ihr versorgt zu werden.
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16825
Ich hätte da auch noch einen ernsthaften Beitrag zu dieser Übungsaufgabe... Eine Szene aus Susannes Studienzeit:
Susanne holte tief Luft und öffnete die Schwingtür aus glänzendem Edelstahl. Auf dem Tisch lag das kleine Mädchen, ein aufgeblähter, blasser Frosch, die Haare ein Gewirr aus blondem Tang. „Ach, Frau Seck, sie kommen gerade recht für den Y-Schnitt.“
Mich störte nicht die Edelstahltür, mich störte nur das Adjektiv davor. Ohne die Tür hätte ich gar nicht schnell genug die Kurve zum Krankenhaus und von dort zur Pathologie gekriegt. Sie ist also in der Tat enorm wichtig für deinen Text. Für mein Verständnis ist es nur schnurz, ob matt oder glänzend.
Liebe Malea, danke für den ersten Teil Deines Kommentars. Das war mal fällig, ich unterschreibe!!! Und@Ich fühl mich auch gerade noch wie ein aufgeblähter blasser Frosch. Aber morgen abend werde ich wieder grün wie das saftige Leben. Bye
Liebe Malea, da hast du auch wieder Recht. Mein Wüten artet zur Inquisition aus und den Lesern ist es egal, wie die Satzkonstrukte heißen. Diejenigen, die es wissen wollen, werden sich selbst schlau machen, die anderen sind nur genervt. Danke für die Bremse!
Hallo Malea, wie schrecklich! Auch wenn es keine Metapher im reinsten Sinne ist, sagst du doch alles ohne es direkt auszusprechen. Ich finde die Kälte des Edelstahls unterstreicht die Szene mit dem toten Mädchen aus den kalten Fluten. Wie und wann geht`s endlich weiter? (Ein einsamer Spuckefaden rinnt gerade an meinem linken Mundwinkel herunter) liebe Grüße Bridget
Da Ginko bereits die Formalkritik übernommen hat, übernehme ich die Emotionalkritik: Der Text geht unter die Haut! Steril glänzender Edelstahl, kleines Mädchen, entstellt, Y-Schnitt, pathologische Routine. Gegensätze von Gefühl und Verstand. 'Aufgeblähter, blasser Frosch' und 'blonder Tang' sind kreative und bildhafte Beschreibungen, die einen Hinweis auf die Todesursache geben, ekelauslösend wie der Begriff Wasserleiche und doch liebevoller sind. Ist Susanne schon im AIP? Denn der Prepkurs findet doch nicht an frischen sondern konservierten Leichen statt, und da wird ja auch eher Stück für Stück seziert.
@ Ginko: Ich habe in keiner linguistischen Abhandlung gefunden, dass der Begriff, für den die Metapher steht, sich nicht im gleichen Wohnviertel aufhalten darf, ohne sie in einen Vergleich zu verwandeln. Wieso auch, die Aufgabe der Metapher ist schließlich die Veranschaulichung. Macht ein Punkt statt dem Komma nach "das kleine Mädchen" den Kohl fett? Der Vergleich impliziert das "aussehen wie", es ist aber auch ein "sein" als ausgelassenes Verb sinnvoll. Aber was ich schon länger loswerden wollte, mir aber erst jetzt beim eigenen Text zusteht: Warum gerierst du dich als linguistischer Großinquisitor? Mal ganz ehrlich, wen interessiert es denn in einem Roman, ob die verwendete rhetorische Figur eine unscharfe Metapher oder ein geknödelter Vergleich, eine dampfende Allegorie oder eine Konklotterbottertation ist? Der Text muss zünden, das tut er eher, wenn man eine gut dosierte bildhafte Sprache benutzt. Ich denke, dass ist es auch, was in der Übung vermittelt werden soll. Linguistische Korinthenkackerei als Ziel kann ich mir bei L. Doughty einfach nicht vorstellen. Übrigens war Linguistik ein Grund, warum ich NICHT Germanistik studiert habe. Genauso, wie es mich immer abgeschreckt hat, einen Text in Deutsch bis ins letzte Detail zu analysieren. Dann war er tot. Ich mag lieber lebendige Texte, die wild und frei über die Steppe galoppieren ;-) @ Angela: Die Tür ist Geschmackssache. Mir passt sie als Beschreibung der klinisch kalten Umgebung, außerdem fällt sie mir auf, wenn ich auf sie zugehe. Das mit dem Spiegeln ist eine gute Idee, aber nicht in den drei Sätzen zu machen - meine Sätze sind einfach zu kurz ;-) @ Frog: Tststs, ich sagte doch nicht Brazilian Cut - aber vielleicht wird der Y-Cut (ohne Organentnahme...ähem) als neue Stilrichtung der Selbstverstümmelung nach Hodenpiercing und Stirnbranding noch mal ganz hip, ist so schön morbid ;-) Danke für deine inhaltliche Einschätzung und ein schönes Wochenende, besonders die zweite Hälfte ;-) Liebe Grüße, Malea.
Ich traue mich gar nicht zu kommentieren. Aber für mein Verständnis sind das Vergleiche, auch wenn das Wort ‚Wie’ hier nur unsichtbar über dem Text schwebt: Das Kind wird mit einem Frosch verglichen, die Haare mit Tang. Wobei ich diese Vergleiche für deine Kinderleiche sehr gut finde (Tod durch Ertrinken?). Na, dann mal ran ans Sezieren. / Warum betonst du eigentlich das Glänzen der Edelstahltür so sehr? Das wäre nur dann wichtig, wenn sie sich darin spiegeln dürfte. Leichenblasses Gesicht (oder so ähnlich) als Einstimmung auf das, was hinter der Tür auf sie wartet.
Keine Metaphern, weil Begriffe nicht a n s t e l l e des Mädchens oder der Haare gesetzt, sondern Attribute als Satzglieder beigefügt werden.
Malea, der Sonntag wird für mich ein Feiertag:-) Mein erster oberflächlicher Gedanke war: "Hilfe, Susanne lässt sich eine Intimrasur machen...! Hört sich gruselig und fies an, wirkt lange nach, macht neugierig, passt zu Susanne. Mehr!!!
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Auszug aus einem Kurzkrimi (Die Uhr läuft ab):
Nach dieser aufklärenden Ansprache bekam Jasper weiche Knie und versuchte sich an einem deckenhohen Stapel Suppendosen abzustützen, die ein babylonischer Verkäufer in mühsamer Arbeit aufgeschichtet hatte. Es sollte sich jedoch herausstellen, dass dieser keine Qualitätsarbeit abgeliefert hatte. Die Suppendosen gerieten ins Schwanken und stürzten unter ohrenbetäubendem Lärm ein. Zu allem Unglück waren es aber nicht nur die Dosen, welche Jasper und Frau Hausenberg unter sich begruben, sondern auch die beiden schweren Päcken, die jemand irriger Weise ganz oben auf dem Stapel deponiert hatte. Wozu, das wusste kein Mensch. Das Problem jedoch war, dass die beiden Päckchen ein enormes Gewicht aufwiesen und Frau Hausenberg und Jasper keine Chance ließen.
Numungo einmal anders! Gibt es eine Fortsetzung? L.G. Gerhild B.
Nanu? Wer versucht sich denn hier in meiner Disziplin des Akupunkturnadelwerfens? Meiner Meinung nach hast du keinen Treffer gelandet. Und müsste der babylonische Verkäufer nicht eine VerkäuferIN sein? Ich kenne jedenfalls eine, die schachtelt Sätze wie Türme auf, deren Inhalte keiner Qualitätsprüfung standhalten. Wenn alles einstürzt, wird manchmal nicht nur der Name, sondern auch das Geschlecht gewechselt. Nach dem Motto: Ich war’s nicht. Allerdings sehe ich hier k e i n e n Zusammenhang zu Jasper. Ich denke, er weiß besseres mit seiner Zeit anzufangen. Schließlich hat er Elly. ;-)
Jasper und Frau Hausenberg? Bei den Namen klingelt's. Unabhängig davon sehr spannend! Du hast ein großes Repertoire, das gefällt mir.
;-) Es ist schon ein Kreuz, was mancher zu tragen hat ;-)
Hier pirsche ich mich vorsichtig an, meine Ohren steif gestellt! Ach, es ist wirklich unser geliebter Numungo, er hat kurzfristig sein Genre verlassen. Die beiden Päckchen waren nur mit Wackersteinen gefüllt und deshalb so schwer - der böse Wolf hatte sie liegen gelassen. LG Lillilu
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16809
Nochmals, diesmal etwas ernsthafter :-):
Eines Tages beschloss ich, dem Mond zu verzeihen. Zu verzeihen dafür, dass er die Nächte , in welchen ich mich nach absoluter Dunkelheit sehnte, mit seinem blassen Licht übergoss. Und zu verzeihen dafür, dass er nicht da war, wenn er mir den Heimweg hätte beleuchten sollen.
"Zu verzeihen dafür" klingt etwas holperig. "Dem Mond zu verzeihen" - und das gleich drei Mal in drei Sätzen ist mir einfach zu viel. Ansonsten schön, doch eine Spur zu gewollt romantisch. Gruß Antigone
Poetisch, zart, schön. Ich schließe mich dem Chor der Bewunderer an ;-) Eine Kleinigkeit geht mir die ganze Zeit im Kopf herum: Heißt es nicht, "verzeihen, dass"? Ohne das "dafür". Vielleicht klemmt es ja nur in meinem Kopf... Liebe Grüße, Malea.
Sehr schön gemacht, obwohl du dich nicht lange mit der Metapher aufgehalten hast. Kennst du dieses Mond-Zitat von Ulla Hahn? "Mondlicht, das Licht dieser weiten Lampe, machte die Landschaft zum Zimmer, legte sich zum Schlafen nieder, auf den Strom und sein Ufer, die Weiden, die Pappeln, das Schilf, auf uns und auf unseren Schatten, zum Schlafen und Träumen, ein schlafendes, träumendes Licht, das Sigismunds Gesicht in bleichen Glanz tauchte." Müsste dir doch gefallen. LG Velarani
Ein echter Numungo! Numungo lebt! Gott sei Dank! L.G. Gerhild B.
Hallo Numungo, einfach schön! viele Grüße Bridget
Die Nacht vom Mondlicht übergossen - da bin ich glatt dahingeflossen ;-) Wunderschön.
Schön! Eine Metapher die wirklich fein ist, wie Ginko schon sagt und gar nicht protzt, das gefällt mir!
Der Mond gießt mit seinem Licht. Eine feine Metapher!
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Als sich unsere Lippen berühren, für eine Sekunde nur, springen wir erschrocken auseinander. Das Spiel ist zuende, wir verlassen die Höhle. Die Höhle, den Strand, unsere Kindheit. Und einer von uns geht in den Tod.
[Ich finde zwar Stellen in meinem Manuskript, bei denen ich mir sicherer bin, dass es sich um Metaphern handelt. Diese Textstelle hier finde ich aber interessanter, um sie hier zur Diskussion zu stellen. Ich bin gespannt auf Eure Meinungen.]
Moment mal! Es kommt bei mir genauso rüber, wie du es erklärst, Jenni. Es liest sich wie ein gezoomter Rückblick aus der Kindheit. Von der Großaufnahme der Lippen geht die Kamera rasend schnell in die Totale - ich sehe den Strand,das Dorf immer kleiner werden. Ein Schwenk und von der Vogelperspektive geht es wieder in ein anderes Kapitel dieser Biografie runter, von der Totalen in die Halbtotale und nun wird die Geschichte erzählt, wie einer der Beiden zu Tode kam. Bitte nichts ändern!
Da steckt Spannung drin, eine Energie, die mich fesselt. Ich denke, M's sind auch dabei... Schön!
Wie es mir scheint, habe ich die Aufgabe diesmal ziemlich verbauert. Was ich gemeint habe, ist das Verlassen der Kindheit (in Analogie zum Verlassen der Höhle) als Verlust von Naivität und Lebensfreude. Das war wohl weder metaphorisch noch verständlich für Euch - sondern frustrierend für mich. :( Danke an Papaya, für Deine aufmunternden Worte. Und da ich mich momentan in Gelassenheit und Optimismus übe, versuche ich es wohl nochmal.
Hallo Jenny, mir ist es egal ob das ausreichend metaphorisch ist, es klingt schön, aufregend, und macht mich sehnsuchtsvoll neugierig Grüße von papaya
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Lieber Ginko Korn, eine Mauer des Schweigen, macht sich auch breit, in dem erst ein paar Leute verstummen, dann immer mehr.
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Liebe Jenni, es ist ein Beispielsatz, und es ist nicht NUR eine Wiederholung, sondern eine Verschärfung.
Um es deutlicher zu Erklären, es ging um die Metapher, ich musste erst mal nachlesen was man darunter versteht, sogar Stuhlbein ist ein Metapher, fand ich witzig.
Eine Mauer kann weder schweigen noch sonst was.
Die Gespräche können auch verstummen, man guckt in die Runde, sie schweigen einen Moment, und es fangen alle wieder an zu reden.
Aber eine „Mauer des Schweigen“ ist eine Kälte die sich im Raum ausbreitet eine Missachtung, Du stehst da ziemlich verloren alle starren dich an, Du merkst Du bist unerwünscht!
Nun ich hoffe das ich damit diese Metapher, erklären konnte?!
Lieber Gruß Karin-Elisa
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