60 Die Romanwerkstatt im Autorenhaus Verlag | Schreiben Sie mit! | Kapitel 37 mit Übungsaufgabe
(Foto: Christian Rohr)
„Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie es war, eine Schriftstellerin zu sein, die noch nichts veröffentlicht hat: Man beißt sich mehr schlecht als recht durch und kommt mit Leuten in Kontakt, die ausgesprochen abweisend sein können. Und obwohl ich nun Teil dieser Branche bin, die sich manchmal Neulingen gegenüber wie eine uneinnehmbare Festung präsentiert, stehe ich instinktiv eher auf der Seite derer, die versuchen, die Mauern zu erklimmen."

Schreiben Sie mit!

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Kapitel 37 mit Übungsaufgabe

10.09.2008© 2008 Autorenhaus Verlag GmbH, Berlin
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Leserbeiträge

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Eingetragen am: 11.09.2008 von Putzi
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17599

Die größten Schwierigkeiten habe ich, meine Figuren oder Situationen, vor den Augen des Lesers erscheinen zu lassen.
Ich erzähle zu viel. „Show don‘t tell“, bekomme ich trotz aller Bemühungen nicht so richtig hin.

Ein weiteres Problem bekomme ich mit der Zeit.
Normalerweise benutze ich die Vergangenheit beim Schreiben. Tauchen Dialoge auf, muss ich in die Gegenwart wechseln und wenn dann noch ein Vorhaben zur Sprache kommt, vermischen sich die Zeiten kunterbunt untereinander.
Echt schwierig, die richtige Zeiteinhaltung.

Obwohl ich genau darauf achte, kommen immer wieder Wortwiederholungen vor. Geschickt versteckt schleichen sich diese Biester in meine Texte ein.
Zum Beispiel Luft.
Man könnte von einem Menschen schreiben, der auf einer Luftmatratze sitzt und vor Schreck die Luft anhält, weil ein Luftkissenboot ihm so nahe kommt, dass er dessen warme Luft auf seiner Haut spürt.
Dies ist ein extremes Beispiel. Es reicht schon, im gleichen Absatz ein Wort zu wiederholen. Meist fällt es mir beim Durchlesen nicht auf, aber der Leser bemerkt es sofort - garantiert.


Kommentar von Gerhild Bauer

liebe Putzi! Bitte erzähle uns mehr von deinem Menschen auf der Luftmatratze! Eine wirklich gut gelungene Wortwiederholung!L.G. Gerhild

Eingetragen am: 21.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Liebe Putzi, ganz allgemein gilt, dass man eigene Texte leichter korrigieren kann, wenn man sie eine Zeitlang liegen lässt und so Abstand gewinnt. Das gilt für alle drei von Dir genannten Probleme. Ich sehe meine Szenen immer wie einen Film vor mir, und das fasse ich dann in Worte. Lebendig wird eine Figur nicht nur durch Beschreibung ihres Aussehens, sondern vor allem auch durch die Art wie sie handelt und spricht. Vielleicht kannst Du bei Texten, die Du in dieser Hinsicht gelungen findest, mal analysieren, wie das erreicht wurde (Beispiel: Carolas Hinnerk, Maleas Engelchen, Scachas Majo - die fallen mir spontan gerade ein) und später zu farblose Figuren in Deinen Texten nacharbeiten. Es muss auf jeden Fall mehr her, als ein Name, und die gegebenen Informationen sollten nicht klingen, wie in einer Zeitungsmeldung. Ich nehme mal als Beispiel unsere zukünftigen Nachbarn, die nebenan ihr Haus sanieren und die ich gerade sehe, wenn ich aus dem Fenster schaue. 1) Thomas, ein etwa vierzigjähriger Familienvater mit schon lichtem, schwarzem Haar, von Beruf Dienstgruppenleiter bei der Polizei in Hamburg Altona, saß mit seinem vollbärtigen, grauhaarigen Vater Hans-Joachim auf den Holzpaletten vor dem Haus und trank ein Bier. 2) "So, Thomas, nu' mach ma' Pause", der alte Hansen reichte seinem Sohn ein Bier. "Gleich, Vaddern, nur noch dies Brett." Thomas' dunkle Haare waren weiß von Schleifstaub. Der alte Hansen ließ sich auf einer Holzpalette nieder. Trozt seiner fast siebzig Jahre machte er noch eine gute Figur. Seine blauen Augen leuchteten aus dem braungebrannten Gesicht - den ganzen Sommer war er hier auf der Baustelle gewesen. Er strich sich über den hellgrauen Vollbart: "Wie hast Du denn nächste Woche Dienst?" Wenn man Thomas in seiner fleckigen, blauen Latzhose sah, konnte man sich kaum vorstellen, dass er sonst in einer Polizeiuniform steckte. "Ach die nächsten beiden Tage hab ich frei, aber morgen muss ich Lisa von der Spielstunde abholen. Uli bringt den Lütten zum Kindergeburtstag. Sie ist schon sauer, weil ich fast gar nicht mehr zu Hause bin." "Weiber!" Der alte Hansen grinste. "Hier, nu' trink ma'." - Hm, war das jetzt ein gutes Beispiel? LG Metta

Eingetragen am: 18.09.2008

Kommentar von johanna kurschus

Liebe putzi. Ja ich lache mit. Gruß johanna

Eingetragen am: 15.09.2008

Kommentar von Eva Marcuse

Hallo Putzi, ein Mensch, der auf einer Luftmatratze sitzt und vor Schreck die Luft anhält, weil ein Luftkissenboot ihm so nahe kommt, dass er dessen warme Luft auf seiner Haut spürt, ist trotz der Wiederholungen auf keinen Fall eine Luftnummer. Ganz im Gegenteil.

Eingetragen am: 14.09.2008

Kommentar von Putzi

Hi, hi, Reiner Reinfeld, wenn ich nicht in diesen Schreibforen wäre, dann wüsste ich gar nicht, dass sich immer wieder so unschöne Wortwiederholung en in meinen Geschichten einschmuggeln. Erst wenn ich sie angekreidet bekomme, fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Die Korrektur ist dann immer ganz einfach und ich ärgere mich wieder Mal, weil sie mir nicht aufgefallen sind. Schreibforen sind übrigens prima dazu geeignet, seinen Drang zum Schreiben auszuleben. Ich habe eine ganze Menge bei ihnen gelernt und rate jeden, sich so ein Forum auszusuchen. Aber man sollte sie sch erst als Gast ansehen und darauf achten, wie die Kritiken auf den jeweiligen Texten aussehen. Da gibt es Foren, in denen über den grünen Klee hinaus gelobt wird und welche, wo ganz giftige Kommentare geschrieben werden. Beide bringen nichts. Auch zu groß sollte ein Forum nicht sein, denn dann bekommen nur Stammgäste Kommentare und Neueinsteiger gehen leer aus. Ich kann „Wortkästchen“ und „Blauer Salon“ empfehlen. Obwohl ich den Blauen Salon nur über Umwege kennen lernte und nicht dort Mitglied bin. Im Kästchen geht man sehr freundlich miteinander um. Trotzdem wird dort intensive Textarbeit geleistet. Im Salon geht man schon etwas härter zur Sache, doch immer sind die Bemerkungen begründet. Es ist halt Geschmackssache, wo man sich einschreiben möchte. Einen kleinen Nachteil haben aber alle Schreibforen. Man bleibt bei Kurzgeschichten hängen und irgendwann reicht das nicht mehr aus. Deshalb mache ich ja auch in diesem Seminar mit. Ich möchte lernen, aus einer ausbaufähigen Geschichte einen ganzen Roman zu schreiben. Liebe Angela Barotti. Andreas ist eigentlich ein ganz lieber und zuverlässiger Mann, der mit seine Frau ein wunderbares Verhältnis aufgebaut hat, aber oft von der Situation überfordert ist. Wie die meisten Männer, reagiert er dann aggressiv und Katia, die ja keine Schuld daran hat, kann sich nicht wehren. Beide Partner leiden, nicht nur die Kranke. Wie sie es dennoch schaffen, einander zu akzeptieren und zueinander stehen, möchte und werde ich aufzeigen. Es ist so leicht, jemanden zu verurteilen, doch wenn man die Hintergründe kennt, dann siegt die ganze Sache vollkommen anders aus. Ich versichere Dir, auch die positive Eigenschaften von Andreas, werde ich zur Genüge aufzeigen. Danke vielmals, für Eure Kommentare. Putzi

Eingetragen am: 14.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Putzi! Schön, wenn man sich in den Problemen anderer wiedererkennt. Die Wortwiederholungen. Da hilft nur Korrekturlesen und rausstreichen, Synonyme suchen oder umformulieren. Meine Beobachtung: Die Wortwiederholungen ziehen sich immer nur über ein paar Zeilen hin - und dann ist das nächste Wort dran, das sich wiederholt, immer nur ein paarmal. Ist das bei Dir auch so? Mein Vorsatz jetzt: Immer zum Abschluss einer Arbeitseinheit den Text überfliegen und besonders auf die Wiederholungen achten und dann raus damit. LG Reiner

Eingetragen am: 14.09.2008

Kommentar von Angela Barotti

Liebe Putzi! Die Lösung deiner Probleme hast du im letzten Satz genannt. Es ist der (Beta)Leser. Du hattest irgendwann einmal erwähnt, dass du in mehreren Schreibforen tätig bist. Ich denke, damit bist du auf dem richtigen Weg. Je mehr Beta-Leser du für dich gewinnen kannst, desto größer ist deine Chance auf konstruktive Kritik. / Bisher dachte ich, dein größtes Problem wäre, dass Andreas zu negativ dargestellt wird. Hast du inzwischen einige schöne Episoden in deine Story mit einbauen können?

Eingetragen am: 13.09.2008

Eingetragen am: 11.09.2008 von Inge K.
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17596

1) Ich habe große Schwierigkeiten mit den Zeiten. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich die Grammatik nicht beherrsche, oder die Regeln nicht kenne ... aber immer wieder verfalle ich meinen Gedanken und mache mir nciht mehr bewußt, in welcher Zeit und in welcher Form ich schreibe. Erst beim Korrektur lesen fällt es mir auf und manchmal weist mein persönlicher Korrekturleser darauf hin. Mir wäre es aber lieber, wenn ich von vornherein daran denke, damit im Nachhinein nicht mehr soviel zu tun ist!!

2) Das Kürzen meiner Texte fällt mir auch schwer. Lese ich zB Beiträge hier, wo viele Metaphern und Adjektive und Adverbien benutzt werden, dann sehe ich, dass man diese kürzen könnte. Meine Texte hingegen sind ohnehin nicht so lang. Ich lese, seitdem ich lesen kann Stephen King Bücher. Mein Korrekturleser hat mich darauf hingewiesen, dass ich offenbar genau wie King kurze Sätze mache. Soviel umschreibe ich garnicht, und doch reicht es aus, um eine Situation darzustellen. Da weiss ich einfach nicht, wie ich kürzen soll - und ich glaube, das ist ein großes Problem!

3) Metaphern sind auch nicht meine Stärke, obwohl ich sie als ausgezeichnetes Mittel zur Umschreibung eines Textes empfinde.

4) Ich bin manchmal sprunghaft. Da hab ich eine Idee, schreibe sie auf, komme mittendrin auf eine andere Idee, weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll. Zudem habe ich die Charakterzüge meiner Figuren immer noch nicht ganz klar vor Augen. Somit fällt es mir auch noch schwer, mich bei den Texten festzulegen, wie die jeweilige Situation ausgeht. Dadurch, dass ich aber mit jemandem darüber spreche, der mir zu ihnen Fragen stellt und mich erzählen lässt, wird das Bild meiner Figuren immer klarer!


Kommentar von Metta Maiwald

1) Die Zeiten sind also nur ein Zeitproblem ;o) 2) Kürzen ist kein Zwang! 3) Metaphern sind kein Zwang! 4) Pause machen, kurz notieren, wohin der eine oder der andere Weg führt, oder wenn beide Ideen gut sind, eine als Umweg einbauen. Deine Figuren dürfen sich entwickeln, nur stimmig sollte es am Schluss sein, und Du hast ja schon einen Lösungsansatz - Gespräche mit anderen - gefunden.

Eingetragen am: 18.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Noch'n Tipp: Schreib doch einfach in Deinem Schreibprogramm, markiere, schneide aus und pflanz den Text ins kleine Fenster. Klappt. Und das Schreiben geht schneller, weil alles übersichtlicher ist und man nicht ewig scrollen muss. LG Reiner

Eingetragen am: 15.09.2008

Kommentar von Inge K.

Hallo Reiner, vielen Dank für deinen Kommentar. Die Absätze mache ich in meinen Texten natürlich, aber hier in dem kleinen Fenster schreibe ich immer gleich drauf los. Ich habe auch sehr wenig Zeit, habe gerade eine Seminararbeit über eine Limited in Deutschland hinter mir und bereite mich gerade auf mein Staatsexamen in Rechtswissenschaften vor. Da bleibt nicht viel zum Schreiben. Zudem lese ich natürlich auch viel, und nicht nur Stephen King ;-) Aber der Tipp ist ans ich natürlich gut! Denn Stephen King hat seinen ganz eigenen Schreibstil, den ich nicht übernehmen kann und will. Das letzte Buch von ihm war "love" und das war hervorragend! John Irvin ... der wäre dann an dritter Stelle der Bücher, die hier liegen und auf mich warten, wenn nicht was dazwischen kommt ;-)) Ich bin gespannt, wie lange ich brauche für mein Buch und ich bin dankbar für jede Kritik! Also nochmals vielen Dank

Eingetragen am: 15.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Inge! Du bist erst seit kurzem dabei - Ich fange erst gerade wieder an und hatte noch nichts von Dir gelesen. Habe also gerade mal nur kurz in Deine Texte geschaut. Erster Tipp: Absätze machen, damit eine Gliederung reinkommt. Das diszipliniert schon etwas. Du schreibst, dass Du Stephen-King-Leserin bist. Von Stephen King glaube ich zu wissen, dass der sich beim Schreiben einfach so von seiner Phantasie treiben lässt. Er steht auch wohl ziemlich unter dem Druck von Lieferterminen. Wenn man weiß, dass einem alles abgenommen wird, was man so hinschmiert, dann achtet man auch nicht so auf die Feinarbeit. Ich habe vor zwanzig Jahren einiges von ihm gelesen. Das habe ich eingestellt, weil ich seinen Texten gerade diese Arbeitsweise angemerkt habe. Es ist kaum möglich, gute Qualität zu liefern, wenn man schneller schreibt, als der Leser liest. Mein Tipp: Auch mal etwas anderes Lesen, vielleicht John Irving, Andreas Eschbach, Henning Mankell. Sich vorher zu überlegen, was man schaffen will, hält die Geschichte zusammen, das "Zuviel" an Einfällen kann man ja für neue Stoffe sammeln. Das Kürzen und Bearbeiten, die Nacharbeit bleibt nicht erspart, wenn man nicht wie Stephen King arbeitet, der - glaube ich - nur morgens noch einmal seine Texte vom vergangenen Tag überfliegt und ein bisschen ausbessert. Hemingway hat wohl recht, wenn er sagt: "Die erste Fassung ist immer Scheiße." Ich selbst dachte vor über einem Jahr, meinen ersten Roman fertig zu haben, nach gut zwei Jahren Arbeit. Jetzt ist er schon mehr als zweihundert Seiten kürzer, und ich brauche noch wenigstens ein weiteres Jahr. Einer der Gründe, warum ich hier so wenig vertreten bin. So, jetzt habe ich nur zu einem Punkt geschrieben und auf die Vorschau geklickt. Dein Text ist weg - da mache ich mal Schluss. Mein Kommentar ist auch wohl lang genug. Der arme Herr Plinke! Bis vielleicht dann bald bei einem Kommentar unter einem Deiner Texte. Habe den Namen Cortez gesehen. Da ist meine Neugier gleich wach. Gutes Schaffen! LG Reiner

Eingetragen am: 14.09.2008

Eingetragen am: 11.09.2008 von Eva Marcuse
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17597

Ich habe hier vor Monaten einige Geschichten angefangen, und ich war natürlich voller Zweifel über den Sinn dieses Tuns. Trotzdem fand ich eure Kritik häufig zu nett. Mir schien, ich hätte plötzlich meinen Biss verloren. Ohne Biss geht Schreiben nicht - für mich. Zudem raunten mir Stimmen zu, wie ich denn dazu käme, Personen erfinden zu wollen, wo ich mich wirklich besser um mein reales Dasein kümmern sollte, da gäbe es genug zu tun. Sie sagten mir, das Personal meiner Stümperstücke könne genauso gut warten. Worauf eigentlich? Ich war dann auch ziemlich lange nicht mehr hier und habe mich um mich gekümmert (Ich habe aber heimlich weiter mitgelesen). Und jetzt? Jetzt stehen die Figuren meiner angefangenen Geschichten herum wie ein Wachsfigurenkabinett und blicken mich vorwurfsvoll an.

P.S.: Gruß an Metta. Danke für deine Nachricht.


Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Eva! Zweiter Anlauf, der erste Kommentar ist mit anderen verschwunden beim Wechsel des Providers für die Domain. Es ist schön, dass Du wieder da bist. Ich selbst war gezwungenermaßen auch lange weg und kann vielleicht auch bald weiterhin nicht mehr so viel schreiben. An Deinen Namen erinnere ich mich noch sehr gut. Also haben mir Deine Texte wohl sehr gefallen. Ich versuche, mal wieder hineinzusehen. Wenn man nicht ständig liest, vergisst man, was von wem ist. Also, es wäre schön, wenn Du weitermachtest. Kommst Du auch am 18. zur Buchmesse? LG Reiner

Eingetragen am: 16.09.2008

Kommentar von Pollie Bley

Hauch deinem Wachsfigurenkabinett Leben ein - und wer sagt, dass deine erfundenes Personal dir nicht dabei behilflich sein kann, dein reales Leben aufzuräumen. Sei herzlich eingeladen, hier wieder aktiv mitzumischen - wenn es sein muss, verspreche ich sogar, nicht immer nett zu dir zu sein :-O

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Eva Marcuse

Nochmal Dank an alle für die Ermutigung. @Numungo: Mag sein, dass die Mundzumund-Beatmung (Odem-Technik) bei meinen Wachsfiguren nicht ausreicht. Dann versuche ich eben die „Mundöffnung“ - mit einem Leopardenfell bekleidet, ausgestattet mit Werkzeugen wie Querbeil und Fischschwanzmesser, den Figuren Texte vortragend. Mal sehen, was sie dazu sagen. @ml: Die raunenden Stimmen lassen sich nicht durch Ohropax abschrecken, eher können sie durch passende Musik in die Flucht geschlagen werden. Und ja, die Figuren sind unbestritten standhaft. @Cora: Es gab eine Phase, in der ich mich - ohne jede literarische Modifikation - mit mir und meiner Biographie beschäftigen musste. Während dieser Zeit hat sich innerlich Vieles dagegen gesträubt, Fantasie in Bewegung zu setzen und an erfundenen Gestalten weiter zu modellieren. Aber ich denke, die Phase ist jetzt vorbei.

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Cora

Liebe Eva, so viele Menschen kümmern sich um das reale Dasein und das Kümmern findet nie ein Ende. Schreiben bedeutet ja auch, mit sich in Kontakt zu sein. Wo gibt es mehr reales Dasein? Sich mit den Figuren unterhalten hilft, dass sie wieder an Form, Lebendigkeit und Umfang gewinnen. Ich wünsche Dir den nötigen "Biss" beim Schreiben. Gruss Cora

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Eva Marcuse

Was für ein gewaltig-federleichtes umwerfendes Begrüßungsfeuerwerk! Ich bin aufrichtig gerührt. Dann will ich also weiter wilde Worte weben wenn Wladimir, mir Mut macht. Unnette Kritik an fahrlässig fahlen Fachsfiguren - das froggt und groovt. Ich freue mich auf meterweise Metta-Biß im Maiwald. Angela bekommt ausnahmsweise die Lizenz zum Loben ebenso wie Putzi (deine „Blauen Augen“ machen mich so sentimental). Und, Putzi, ich verspreche dir, ab jetzt kommandiere ich die schlimmen Feinde ab in den Plot.

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Numungo

Hoffentlich haucht sie den Wachsfiguren den Odem der Bücher ein ... Viele Grüsse, Numungo (17556).

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von ml

Hallo Eva, überlege mal, ob das die richtigen Freunde sind. Ich muss mir zwar auch hin und wieder anhören, dass ich anfange zu phantasieren, oder dass so eine Meinung nur von zuviel Fantasy Geschichten kommen kann, aber ich stehe zu mir, zu meiner Lektüre und zu meiner Schreiberei. Das musste selbst mein kritischer Mann akzeptieren. Ich empfehle Dir, Dich nicht unterkriegen zu lassen. Mach bitte einfach weiter. Notfalls leg Dir eine dicke Vorratspackung Ohropax zu. Übrigens sind Deine Figuren standhafter als Du vielleicht glauben magst. Für meine eigene Biographie habe ich sage und schreibe 17 Jahre gebraucht.(Für alle Kritiker: Ich habe extra die Zahl genommen. Bis bald..... ml

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Wladimir

Weiterschreiben! Weiterschreiben! Weiter schreiben! Schreiben! Schön, dass du wieder da bist!

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Schön, dass Du wieder da bist! Na, dann hauch mal Deinen Figuren Leben ein. Ich verspreche auch, Dich zu beißen, wenn es was zu beißen gibt ;o) Und würde mich freuen, Dich am 18.10. auf der Frankfurter Buchmesse zu treffen (s. Pinnwand). LG Metta

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Frog

Hi Eva, erstmal möchte ich sagen, dass ich wirklich wirklich froh bin, Deinen Namen hier wieder zu sehen. Du und Deine "Stümperstücke" haben mir gefehlt. Auch Deine Kritiken und Diskussionsbeiträge, z.B. über Allllliterationen:-) Aber: sich um sein reales Dasein gut zu kümmern, ist für mein Gefühl die Grundvoraussetzung für den Fluss beim Schreiben. Würde Dich hier gern wieder lesen, verspreche auch, Dir ganz unnette Kritiken zu schreiben, jedenfalls manchmal, okay? Tante Frog

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Angela Barotti

Ich freue mich total, dass du wieder aktiv mitmachst. Deine Kommentare und Beiträge habe ich stets gern gelesen. In bester Erinnerung ist mir noch deine „Taxifahrt“. Erst neulich war ich wieder „hinten“ und wurde ganz wehmütig, weil viele tolle Leute von damals nicht mehr dabei sind. Schön, dass wenigstens du zurück gefunden hast.

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Putzi

Lass Dir kein schlechtes Gewissen einreden, sondern tue, was Du für richtig hältst. Akzeptiere auch positive Kritiken. Die bekommt Du nicht wegen Deiner schönen blauen Augen, sondern weil Du Talent hast und höre bitte auf, Dein schlimmster Feind zu sein, das macht Dich nur unglücklich. Alles Liebe, Putzi

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 11.09.2008 von johanna kurschus
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17585

Der Schreibteufel.
Sie fragen, was für mich beim Schreiben das Schwierigste ist?
Die Grammatik und die Fremdwörter und mein Computer, der noch aus der Steinzeit ist und die neue Rechtschreibung nicht drauf hat.
Der Schreibteufel sitzt bei mir überall. Schreibe ich beim Schreibtisch sitzt er auf der Lampe und grinst mich an, beim Schreiben am Computer sitzt er am oberen Rand des Bildschirms, schlenkert mit seinen kurzen Beinen und amüsiert sich über mich. Bei jedem Fehler den ich mache kichert er und macht eine lange Nase, wenn es gar zu schlimm mit der Rechtschreibung ist, steckt er auch die Zunge raus.
Ich bin in dem Alter, in dem ich so manches erlebt habe und habe schon drei Schreibreformen mitgemacht.
1.)Das Schreiben, das ich in der Schule gelernt habe. Das war im sogenannten dritten Reich. Alles musste deutsch sein.
Hauptwörter, Tunwörter, Eigenschaftswörter, u.s.w.
Seit ich im Ruhestand bin schreibe ich. Jetzt sind es
Substantive, Verben, Adjektive Relativsätze, temporal, kausal, Dativ, Genitiv u.s.w. Die mich Quälen. Mein Schreibteufel sitzt mir wieder auf der Schulter und lacht.
2.) Die erste Schreibreform kam. Meine drei Enkel studieren und hatten mir die neue Schreibweise erklärt. Einigermaßen habe ich es gelernt Jetzt hatte mein Schreiteufel nichts mehr zu lachen.
3.)Aber oh Schreck! Im September 06 kam die nächste Schreibreform " Die neue Rechtschreibung,, und mein Schreibteufel triumphierte.
Zum Glück gibt es Lektoren, die, die Geschichten, bevor sie gedruckt werden korrigieren.
Bastian Sick hat recht. DER DATIV IST DEM GENITIV SEIN TOT.


Kommentar von Metta Maiwald

Als gute Mutter habe ich zur Einschulung einen neuen Duden erstanden. Wenige Änderungen fand ich sinnvoll, manche furchtbar, die meisten überflüssig. Als 2006 die Reform reformiert wurde, habe ich mir aus Prinzip keinen neuen Duden gekauft, aber die Deutschlehrerin unserer Tochter um ein Merkblatt gebeten. Jetzt gab es bei aldi für weniger als sechs Euro ein Rechtschreibbuch auf neuestem Stand - und die meisten Kritikpunkte, die Gegner bereits vor Jahren anmerkten, sind jetzt endlich umgesetzt worden. Es gibt efreulicherweise mehr Wahlmöglichkeiten, was aber leider die Rechtschreibsicherheit weiter mindern wird. Es gibt übrigens Verlage, die ihre Autoren über die Schreibweise, auch eigene Mischvarianten, entscheiden lassen! Da darf man sich dann aussuchen, ob man den Tolpatsch im Omnibus fahren lässt oder den Tollpatsch im Omnibuss. ;o)

Eingetragen am: 18.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Johanna! Keine Sorge, die Rechtschreibung beherrscht heute keiner mehr, den "Beckmessern" sei Dank, die diese Reform verbrochen haben. (Als Beckmesser hat Günter Grass sie bezeichnet, und der ist immerhin Literaturnobelpreisträger.) Wenn Du die Rechtschreibung früher beherrscht hast, dann verlass Dich doch ganz einfach auf Dein Sprachgefühl und auf die, die ein gesundes Sprachgefühl haben. Die Reformer hatten sicher keins! Vielleicht ist das ein Trost: Seit der Reform bin ich oft auch sehr verunsichert und schreibe auch einiges falsch, wirklich falsch! Wenn es bei den nächsten Neuauflagen des Duden so weitergeht wie bei den letzten, dann sind wir sowieso bald wieder bei der alten Rechtschreibung, außer dass dann neben der neuen Variante und der möglichen Variante und der landschaftlich bedingten Variante und der gelb markierten bevorzugten Variante auch noch steht: Im Grunde auch scheißegal! Dein Teufelchen finde ich lustig. Also: Duden ignorieren und weiterschreiben! Viel Erfolg dabei. LG Reiner

Eingetragen am: 16.09.2008

Kommentar von papaya

Hallo Johanna, dieser Schreibteufel ist doch eine nützliche Erfindung! Du hast mich an eine Coachingstunde bei einer Freundin zum Thema Schreiben (jammer,jammer) erinnert. Da tauchte auch rund um den PC ein Arsenal von Tieren auf. Alles Compagnons, die man zu Verbündeten machen kann. Deiner ist ja scheints ein pfiffiges Kerlchen- ich hoff du erzählst bei Gelegenheit wieder von ihm Viel Glück!

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von scacha

Hallo Johanna, ich habe selber jobmäßig zu tun mit Autoren und ich sage nur: Es spielt WIRKLICH keine Rolle, ob die Rechtschreibung stimmt, sondern der Inhalt, Antigone hat recht (Recht?)! Dafür gibt es Computer oder Korrektoren, und alle sehen das völlig cool. Bitte unbedingt weiterschreiben! :-) Ciao, scacha

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Antigone

Wenn Du sonst keine Probleme hast! Dem gemeinen Schreibteufel kann man doch beikommen, z.B. mit dem "Neuen Deutschen Wörterbuch" oder ähnlichen Nachschlagewerken. Beim Schreiben kommt es letztlich nicht auf die Rechtschreibung an, sondern auf den Inhalt. Und da bist Du auf einem guten Weg. Du hast den Schreibteufel so lebendig geschildert, dass ich ab heute von seiner körperlichen Existenz überzeugt bin. Ja, genau so kichert er, schlenkert er mit den Beinen und amüsiert sich über uns, die wir die Wörter mitunter ein bisschen zu ernst nehmen. Viele Grüße Antigone

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Putzi

Liebe Johanna. Auch ich war schon in mehreren Schreibforen und bin heute noch in zwei von ihnen aktiv. - Vielleicht sind wir uns schon begegnet? Mein Kasten läuft mit Windows 98 und hatte auch keine neue Rechtschreibung. Die kannst Du Dir aber runterladen – Google bringt Dich auf die richtige Seite. Auch ich bin jenseits der Fünfzig, na und? Früher erzählten die Omas Märchen, heute veröffentlichen sie Kurzgeschichten im Internet. Es hat sich gar nicht viel geändert. Du scheinst mir Angst vor Deiner eigenen Courrage zu haben. Glaube mir, das ist Blödsinn. Wir älteren Semester haben Lebenserfahrung und die wird häufig vermisst. Übrigens, in meinen Schreibforen bin ich als Fehlerteufelchen Putzi bekannt. Ich lache gerne über mich selber – machst Du mit? Herzliche Grüße, Putzi

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 11.09.2008 von Karin
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17578

Ich habe für zwei Wochen sehr lieben, aber auch zeitaufwändigen Besuch und muss mir die Minuten zum Erledigen der neusten Aufgabe förmlich stehlen. Seid deshalb bitte nicht enttäuscht, wenn ich diesmal keine Kommentare - oder nur wenige - schreibe.
Meine Schwierigkeiten beim Schreiben sind das Erfinden von neuen, lebendigen Figuren. Ich klebe am alten, selbst Erlebten. Ich begleitete vier Jahre lang meine psychisch kranke Mutter und ertappe mich immer noch dabei, meiner Hauptfigur ihre inneren und äußeren Züge zu geben. Dabei ist sie schon seit elf Jahren tot. Ich muss mich förmlich zwingen, ganz andere - heitere und positive - Personen zu erschaffen.
Ich habe bisher immer Kurzgeschichten geschrieben, die längste war elf Seiten lang. Ich befürchte, für einen Roman nicht genügend Stoff sammeln zu können. Zumindest nicht genügend interessanten.
Ein einziges Mal habe ich versucht, sartirisch zu schreiben. das Ergebnis war ein richtiger Lacher, aber mit Sartire hatte es wenig zu tun.
Als ich anfing zu schreiben - das war etwa 1992 - hatte ich Schwierigkeiten mit den Adjektiven. Ich schöpfte aus dem Vollen (oh, das ist ja eine Metapher!); was dabei herauskam, könnt Ihr Euch denken. Birgit wäre "begeistert" gewesen. Inzwischen ist mein Stil "knapp" (kurze Sätze) geworden, doch ich liebe nach wie vor üppige Stimmungsbilder.


Kommentar von Ginko Korn

Liebe Karin, aufgrund der Rezension Deines Tage-Buchs musste ich für mich persönlich entscheiden, dass ich die aufwühlende Zeit, in der ich meine Eltern bis zum Ende begleitet habe, nicht mehr ins Bewusstsein holen möchte. Andererseits bitte ich um Verunsicherung durch Deinen Kommentar. Herzlich! Ginko

Eingetragen am: 14.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Karin! Schreib, wovon Du schreiben kannst, aber schreib! Du wirst es selbst merken, wenn die Zeit da ist, das Thema zu wechseln. Wir alle können doch nur das wirklich verarbeiten, was in uns ist. Krampfhaft herangezogene neue Themen müssen doch oberflächlich bleiben, weil sie nicht aus uns selbst kommen, wir können ihnen nichts geben. LG Reiner

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Karin

Danke für Eure lieben Beiträge! Natürlich meinte ich Dich, Birgit. Ich habe einen Roman/Tagebuch über die Jahre mit meiner Mutter geschreiben und 2005 bei BoD veröffentlicht. Das war schreibtechnisch nicht besonders schwierig , denn den Stoff dazu hatte ich ja in meinem Tagebuch gesammelt. (Nur für meine Seele wurde es ein schwerer Rückschritt.) Einigen Betroffenen habe ich damit helfen können. Falls es Euch interessiert: "Noch ein paar Jahre ..." Karin Petersen, ISBN 3-8334-4175-5 Herzliche Grüße.

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Numungo

Hallo Karin, schaff dir eine Traumwelt, in die du immer wieder abtauchen kannst, wenn du Entspannung brauchst. Dort lernst du irgendwann auch Leute kennen, die du nicht kennst. Die eine oder andere eignet sich dann sicherlich auch für einen Roman. Und wenn du deine Gedanken los lässt, werden sie irgendwann zu dir zurück kehren und dir die Fülle an Material mitbringen, die du für einen ganzen Roman brauchst. Viele Grüsse, Numungo (17556).

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Birgit Jennerjahn-Hakenes

Liebe Karin, es ist völlig normal, dass Du an selbst Erlebtem klebst. Schreiben ist meiner Ansicht nach in jedem Fall autobiographisch. Würde ich über Marsmenschen schreiben, die mit meinem realen nun wirklich nichts zu tun haben, so würden diese Marsmenschen trotzdem aus meinem (Er)Leben entstehen. Zwinge Dich doch nicht, heitere und positive Personen zu erschaffen. Schreiben soll kein Zwang sein. Schreibe einfach solange über Deine Mutter, bis die Tinte leer ist und die neue Patrone ganz automatisch heitere Personen enthält. Und übrigens, falls Du mich meinst: Ich liebe z.B. Thoman Mann. Der hat ja teilweise Sätze geschrieben, die über Buchseiten gingen :-) Liebe Grüße, Birgit

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Putzi

Was hältst Du davon, aus Deine vergangenen Erlebnissen einen Roman zu machen? Gerade, weil Du nicht von ihnen loskommst, kann er sehr lebendig werden. Deine Gefühle sind so mit Deiner psychisch kranken Mutter verankert, dass nur Du ein glaubhaftes Stimmungsbild über solche Kranken schreiben kannst. Romane der Kategorie „Lebenshilfe“ sind gefragt. Sie können auch eine Hilfe für Angehörige sein. Hast Du Deine Situation so verarbeitet, dann wirst Du Dich auch von ihr lösen können. Das Problem mit der Lange des Romans habe ich auch. Wir sind da in guter Gesellschaft. Ich wünsche Dir noch ganz viele erfreuliche Besuche, Putzi

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 11.09.2008 von Pollie Bley
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17574

"Ich weiß, dass ich nichts weiß"
Das glaubte schon Sokrates zu wissen, und wenn der schon nichts wusste, was weiß dann ich???
Also mein Thema ist ganz klar: Bin ich gut genug??
Diese Frage, nein, dieser Zweifel verfolgt mich mein ganzes Leben schon. Immer gibt es wen, der mehr weiß, etwas besser kann, einfach genialer ist ... Das ist natürlich normal. Aber ich denk mir dann oft: ach Mädchen, lass es doch. Du bist nicht gescheit genug, nicht kreativ genug, nicht schlagfertig genug. Um so gescheit zu sein, wie ich gern wäre, müsste ich ein Germanistikstudium, ein Geschichtestudium, ein Philosophiestudium, Publizistik, Journalistik ... ach Quatsch!
Alles Ausreden! Es sind die Ausreden, die mich am meisten davon abhalten, es einfach zu tun - DAS SCHREIBEN, um ganz nach dem Motto: learning by doing - nach und nach besser werden.


Kommentar von Metta Maiwald

Ach, sag mal, hast Du überhaupt mitbekommen, dass wir uns jetzt am 18.10., 10.30 h auf der Frankfurter Buchmesse, Eingang von der U-Bahn-Station Messe aus (Erkennungszeichen Feder am Hut o.ä.) treffen wollen? Näheres auf der Pinnwand links auf dieser Seite, unter dem Foto + Text von L.Doughty. Würde mich freuen, wenn Du kommst! LG Metta

Eingetragen am: 08.10.2008

Kommentar von papaya10

Hallo Pollie, ach wie gut ich das kenne, dieses ich bin nie sonst was genug. Ich übe mich auch im doing und schiele gelegentlich immer noch nach der passenden Ausbildung als Ausweg aus dieser ich- kann- es- nicht- Misere. Zum Glück sind wir nicht allein und die Bande betrunkener Hütten gibts ja auch noch. Ich will gerne noch einen Buchtip anhängen. Wenn der Perfektionismus mal wieder argzuschlägt hol dir doch "Selma das Schaf" von Jutta Bauer, viel Spaß beim Weiterschreiben

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Pollie Bley

Danke für eure so wohltuenden Kommentare. Ich kann nur jeden, der hier vorbeikommt einladen, sich an den reich gedeckten Tisch zu setzten und mitzunaschen. Es ist überreich für alle da. Und wenn ich mich so durchs Forum lese, wieviele tolle Geschichten ich hier schon gelesen habe, und dann, wie sehr die Autoren mit sich selber hadern - ach! - wir sind schon ein unverbesserlicher Haufen;-) @Reiner - du hast mich mit deinen Kommentaren schon ein paar mal tief beeindruckt - du hast schon so ein Talent, genau die richtigen Worte zu finden. @ Eva - schön, dass du wieder da bist! Ich fand es bedauernswert, als du abtauchtest. Du hast doch so viele sprudelnde Ideen, das geht gar nicht, dass du die alle nur für dich behältst.@ scacha - den Tipp deiner Gesangslehrerin, den merk ich mir. Und mir geht es so wie dir: mir tut der Blog hier auch echt gut. @ Lilian: ich werde daran arbeiten, Mut zu entwickeln und mich der Kritik stellen - wie auch immer sie ausfallen mag. Ich werd's mit Fassung tragen. Ich gebe zu, das Forum hier hat mir dabei sehr geholfen. Ich hab regelmäßig geschwitzt, wenn ich einen Beitrag einstellte - werd ich jetzt in der Luft zerrissen oder bin ich eine Runde weiter ... deshalb an dich auch Danke, Antigone. Genau: lasst uns an unseren Stärken arbeiten, statt uns von unseren Schwächen kleinkriegen zu lassen.

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Pollie! Im Grunde ist alles gesagt in den vorangegangenen Kommentaren. Du scheinst mir ein Perfektionist zu sein. Das meine ich nicht abwertend, da ich auch einer bin - haha. Da ich erkannt habe, dass ich aus reinem Selbstschutz bei meinen frühen Lebenserfahrungen einer werden musste, kann ich damit viel besser umgehen. Man braucht nicht alles studiert zu haben, bevor man etwas dazu sagen darf. Zu Kritiken: Nimm hilfreiche Kritik an, ignoriere die Kritik derjenigen, die nur zeigen wollen, was sie alles können. Gönne dieser Art Kritiker das Vergnügen, sie haben es nötig. LG Reiner

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Eva Marcuse

Hallo Pollie, ich bin Affiliata deiner Fan-Gemeinde, mit grande Affezione für deine Texte. Die windschiefen Hütten, die wie eine Bande Betrunkener Schulter an Schulter zu Boden gingen, sind einzigartig. Siempre senza paura, zeigst du dich furchtlos angesichts schmatzend Nachschub fordernder Hängebauchschweine. An welcher Universität hast du das studiert?

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von scacha

Hi Pollie, ich mach schon seit Januar mit, aber bin längst nicht so aktiv wie ihr anderen alle, ich krieg total viel gar nicht mit. Das Problem mit dem Vergleichen (siehe vorigen Satz:-)) habe ich auch dauernd! Das Schlimmste ist, dass ich deswegen auch öfter mal enorme Eifersuchtsschübe habe, wo ich zum Monster werde. Ich kann einfach nicht alles tun, was ich tun will, um so toll zu sein, wie ich sein will... Wahrscheinlich hilft da echt nur Mettas Spruch. Aber es ist auch schwer, damit zufrieden zu sein. Manchmal hilft auch ein Tipp von meiner früheren Gesangslehrerin: Versuchen, die Emotionen in Wörter->Schreiben umzuwandeln! Da ist ja viel Power drin. Auf jeden Fall tut mir dieser Blog hier echt gut, ich hoffe, Dir geht es auch so. LG Scacha

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Lilian Pen

Die Frage stelle ich mir auch. Bin ich gut genug? Schreib einfach. Die Antworten findest Du: bei den Kommentaren und bei den anderen. Mach Dir klar: warum Du eigentlich schreibst und sei mutig? Gib Deine Texte auch den Freunden, Bekannten zu lesen und beobachte Ihre ersten Eindrücke. Aus der Mimik beim Lesen wirst Du sofort erkennen können, wie Sie Dein Text fanden. Geste und Mimik sagen viel mehr als Worte. Keine Angst von der Kritik. Sie stärkt nur. Außerdem, muss Du nicht alles sofort übernehmen und Dein Text verbessern. Wenn Du der Meinung bist, dass eine oder andere war doch gut. Steh dazu. Nicht jedem muss es gefallen. und Halte Durch! Also schreib, schreib.... Viel Glück, LG Lilian

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Antigone

Hallo, Pollie! Jeder, der hier mitmacht, möchte etwas dazu lernen! Vergiss nicht, dass auch die anderen ihre Schwächen haben. Sieh vor allem auf Deine Stärken und orientiere Dich an ihnen, dann ziehen sich evtl. Schwächen automatisch zurück. Ich hoffe, Du kennst Deine Stärken. Mir ist jedenfalls aufgefallen, dass Deine Sprache sehr lebendig und phantasievoll ist. Mettas irischer Reisesegen, der mir auch schon in schwierigen Situationen geholfen hat, soll Dir immer wieder Mut machen, durchzuhalten und Deine Zweifel zu besiegen. Viel Glück! LG Antigone

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Pollie Bley

Danke Metta, das sind sehr aufbauende Worte und das Zitat werde ich mir über dem Schreibtisch aufhängen!!! In letzter Zeit nahm ich mich beim Kommentieren eher zurück. Gerade den Fleißigen gegenüber hatte ich oft ein schlechtes Gewissen, aber oftmals fühlte ich mich einfach nicht in der Lage, andere Beiträge zu kommentieren. Gerade bei den Metaphern fiel es mir schwer. Ich gebe zu, ich war eingeschüchtert, als Metaphern plötzlich in Vergleiche und A...A...(hab das Wort vergessen;) ... zerlegt wurden; manches, das mich nicht ansprach hochgelobt und anderes wieder verteufelt wurde. Da dachte ich schon, puh, du musst noch viel lernen, um da mithalten zu können. Deshalb tut es in gewisser Weise auch gut, zu lesen, wie sehr auch andere, von mir bewunderte Schreibteilnehmer an ihren Herausforderungen knabbern - und endlich dürfen wir auch mal trösten und uns gegenseitig Mut zusprechen. lg. Pollie

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Hey Pollie, also erstmal: Hier im Forum hast Du schon einiges geschrieben, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Dann möchte ich Dir ein Stück aus meinem Lieblingstrosttext zitieren, einem irischen Reisesegen aus der St. Paul's Church in Baltimor von 1692: "Wenn du dich mit anderen vergleichst, könntest du bitter werden und dir nichtig vorkommen, denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als du. Freue dich deiner eigenen Leistung wie auch deiner Pläne. Bleibe weiter an deiner eigenen Laufbahn interessiert, wie bescheiden auch immer. Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten." Dann möchte ich Dir noch das Bilderbuch "Bärenmärchen" von Kirsten Boie empfehlen. Letztlich stellt sich immer die Frage: Wer ist der Maßstab? Es gibt grottenschlechte Bücher, die verlegt werden, weil der Durchschnittsleser sie bevorzugt (Guck mal, was im Fernsehen zur besten Sendezeit läuft...). Eine Collage, die mein Kunst-LK-Lehrer "viel zu schwatzhaft" fand, bezeichnete ein Professor der Kunstschule als "bemerkenswert". Als Jugendliche fühlte ich mich total unsportlich - jetzt als Erwachsene stelle ich fest, dass viele meiner Mitschülerinnen nicht Radschlagen konnten, aber ich habe immer nur auf die geschaut, die es konnten. Also: Schreiben um des Schreibens willen und sich freuen, wenn man wieder etwas besser geworden ist! LG Metta

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 11.09.2008 von ju bli
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17573

Alte-Neue-Alte-NeueNeue ...
ich spreche nicht von meinen "Verflossenen", nein, sondern von der Rechtschreibung. Ganz besonders böses Scheißerchen ist die Groß- und Kleinschreibung ... dicht gefolgt von Grammatikregeln, die ich als Ösi ohne Mühe mit viel Kreativität interpretiere. Dann gibt es noch, ; : - ). Die lassen sich auf vielfältige Weise in Sätze einbauen - aber passen sie da, wo sie stehen und bringen ihre volle Wirkung?

Und dann gibt es das Thema Durchhalten - Einlassen - Abgrenzen.
Das ist so eine Sache, monatelang an einer Geschichte zu recherchieren, zu schreiben, umzuschreiben ... ohne jemals zu wissen, "ob es sich lohnt". Eine Stimme in mir sagt dann oft: "Du solltest die Zeit besser nutzen, um Geld zu verdienen!"
Dann gibt es Themen, die mich auf eine bestimmte Art und Weise faszinieren. Bei der Recherche stoße ich dann auf Umstände, die extrem unangenehm sind und ich möchte mich davor abschotten. Doch wie soll ich authentisch schreiben, wenn ich mich nicht einlasse? Schreiben hat schon auch ein bisschen was mit Masochismus zu tun, glaub ich.


Kommentar von Azahar

Dass man über Dinge oder Umstände, die einem unangenehm sind, nicht gerne schreibt, habe ich auch erfahren. Dabei hilft es nur, sich langsam heranzutasten. Die erste Version meines Romans über die Beziehung zwischen einer behinderten und einer nicht-behinderten Person war sehr soft. Erst mit der Zeit habe ich es geschafft, die Augen mehr und mehr zu öffnen und mich auch an schwierigere Themen und Bereiche zu wagen. Man muss die Hemmungen vor den Figuren mit denen man arbeitet verlieren. Und auch die Hemmungen davor, was andere Leute über einen denken könnten, wenn sie das, was man geschrieben hat, lesen. Gleichzeitig muss man sich, denke ich, auch darüber klar sein, dass oberflächliches Schreiben keinen Leser vom Hocker reissen wird, aber wenn man in den verborgenen Tiefen der menschlichen Seele rührt, und das gekonnt macht, werden die Leser das Buch nicht mehr weglegen können. LG Azahar

Eingetragen am: 25.09.2008

Kommentar von Angela Barotti

Hallo ju bli! Ich glaube nicht, dass ein Lektor beim Lesen deiner Texte aufgrund eventueller Rechtschreib- und Grammatikfehler zu erblinden droht. ;-) Lass dir deshalb keine grauen Haare wachsen. Das Einlassen und Abgrenzen ist in der Tat ein Problem, da es viel mentale Kraft kostet. Deshalb solltest du darauf achten, dass du genügend positive Erlebnisse außerhalb deiner Schreibaktivitäten als Ausgleich sammeln kannst, um deinen Akku wieder aufzuladen. Ich wünsche dir viel Glück und eine Riesenportion Durchhaltevermögen für dein Projekt.

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo ju bli! Zur Rechtschreibung vertritt Metta genau meine Meinung. Wie ich das handhabe, habe ich in anderen Kommentaren schon geschrieben, das möchte ich nicht noch einmal wiederholen. DURCHHALTEN ist, glaube ich, das Wichtigste. Ein Erfinder, ich weiß nicht mehr wer, soll mal gesagt haben, dass viele Menschen sich das Leben nehmen würden, wenn sie wüssten, wie nah vorm Ziel sie aufgegeben hätten. Und ist es nicht ein Trost: Mit unserem ersten Roman trainieren wir unsere Beharrlichkeitsmuskeln derart, dass wir beim zweiten schon viel leichter durchhalten können. Und das beste ist, für den zweiten brauchen wir gar nicht mehr so lange, weil wir doch inzwischen gelernt und Anfängerfehler überwunden haben. Es ist wie beim Joggen: Die Muskeln werden kräftiger, und das mitzuschleppende Gewicht verringert sich mit der Zeit. Viel Erfolg, Reiner

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Cora

Liebe ju bli, "ob es sich lohnt" ist eigentlich die dümmste Frage, die man sich stellen kann. In unserer Zeit, die so viele Lebensbereiche nur noch ökonomisch bewertet, geistert dieser unsinnige Gedanke bei fast jedem Tun auf. Was kann man dem entgegensetzen? Schreiben, vielleicht über dieses Thema schreiben. Ich wünsche Dir Lust, Mut und Kraft zum Weiterschreiben. Was ist ein Ösi? Gruss Cora

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Putzi

Zum Masochismus kannst Du ruhig noch Exhibitionismus hinzufügen, denn in der einen oder anderen Weise entblößt der Schriftsteller das Innerste seiner Seele.

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Ja, die Rechtschreibreform - überflüssig wie ein Kropf. Anstatt die Pflanzen im Garten nur vorsichtig zu beschneiden und hier und da ein wenig Unkraut zu zupfen, hat man jetzt einmal umgepflügt, manche Wortblumen nach botanischer Herkunft sortiert, andere nach Klangfarbe (Ombibus(s), Tol(l)patsch). Der Dudenverlag freut sich, Kinder arbeiten mit veralteten Schulbüchern, und jeder Erwachsene, der vorher eingigermaßen rechtschreibsicher war, macht mehr Fehler, sofern er sich ohne Wörtebuch auf den Spaziergang durch den Park begibt. / Geld sollte man nicht mehr verdienen, als man wirklich braucht ;o). Wenn man Spaß am Schreiben hat, erübrigt sich die Frage nach dem Sinn - was ist denn überhaupt sinnvoll? Big Brother schauen oder mit dem Auto zum Fitness-Studio fahren? Vielleicht tröstet es Dich, dass andere ähnliche Selbstzweifel haben... Und die unangenehmen Erkenntnisse bei der Recherche - mir geht es so, dass ich die schmerzhaften Themen lange mit mir herumtrage, aber nicht die Kraft habe, zu schreiben, weil es mich zu sehr "runterzieht". Irgendwann kommt dann aus meinem Unterbewusstsein der Schreibimpuls.

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 11.09.2008 von Wladimir
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17571

Schreibprobleme? Aber ja!
Es gibt äußere und innere Schwierigkeiten.
Äußere Schwierigkeiten:
Zunächst einmal hindern mich Faulheit, Zweifel, Verzettelung und Müdigkeit.
Faulheit. Draußen scheint die Sonne. Ich bin faul, ab in den Biergarten. Und dann die Filme im Fernsehen oder ein Fußballspiel wird übertragen, und das Internet ist spannender als meine Schreiberei. Und mit meiner Frau kuscheln oder quatschen oder Kaffee trinken ist viel schöner als Schreiben.
Zweifel. Bin ich gut genug, kann ich überhaupt schreiben, werde ich meinen Roman bei einem Verlag unterbringen, schreibe ich nur für die Schublade? Wann werde ich endlich reich und berühmt?
Verzettelung. Ich interessiere mich für Philosophie, Psychologie, Theater, Literatur, Schach, Fußball, spiele Klavier und Roulette, habe eine Familie, lese fünf Bücher nebeneinander( Krimis, Blochs Liebesbriefe, Safranskis Schillerbuch, Musils Mann ohne Eigenschaften), nehme an Schreibwettbewerben teil, bereite mich auf eine Lesung vor..Ach ja, dann habe ich ja auch noch einen Brotberuf und ist da nicht ein guter Film im Kino ?....Wie, verdammt noch mal, will ich da noch einen Roman schreiben?
Müdigkeit. Der Brotberuf. Geldsorgen. Und manchmal sagt der Körper mir, dass ich nicht mehr zwanzig bin.
Innere Schwierigkeiten:
Kürzungswut. Ich kürze, kürze, kürze. Bis nur noch der Rumpftext da ist. Aber der ist jetzt schlecht, war vorher besser. Ab in den Papierkorb mit ihm!
Verliebt in eigene Formulierungen und Gedanken. Ja, das bin ich zu oft. Schreibe wie besoffen stundenlang und am nächsten Tag lese ich den Text und denke : „Was wollte der Autor uns damit sagen? Schön formuliert, sicher, aber nicht brauchbar. Okay, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?”
Keinen Schluss finden. Ich habe einen ganzen Sack voller Romananfänge, finde aber keinen Schluss.
Und die aktuelle Schwierigkeit: Ich schreibe einen Krimi, kenne jetzt meine Figuren, habe fleißig geplottet. Nur das Ende (natürlich wird der Bösewicht überführt) steht noch nicht. Problem: Einen Krimi muss man vom Ende her schreiben, der Autor muss genau sein, sonst schleichen sich blinde Motive ein oder logische Fehler. Und das verzeiht die Leserin nie. Ich warte noch auf eine gute Idee.
Muse, warum küsst du immer die anderen und nicht mich?
Ehrlich gesagt, wenn ich mir so meine Schreibschwierigkeiten ansehe, frage ich mich, ob ich nicht lieber ganz mit dem Schreiben aufhören sollte.
Golf spielen, ja, das wär`s


Kommentar von Elisabeth

Herrlich, wie du über deine Schreibprobleme berichtest! Spiel bloß kein Golf, schreib einen Roman!! (Vielleicht denkst du dir einfach mal erst den Schluss einer Geschichte aus...?) Liebe Grüße

Eingetragen am: 24.09.2008

Kommentar von Wladimir

Golf spielen, das war ein Schuss Selbstironie. Golf, dazu fehlt mir leider das Geld aber Ironie gibt es umsonst.

Eingetragen am: 14.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

"Kenn ich, kenn ich, kenn ich!!!", wenn ich Metta mal zitieren darf. Nur Golf spielen lockt mich nicht. Ein Tipp aus Erfahrung: Schmeiß bloß nichts weg! Da stimm ich mit Numungo überein, Du würdest es bitter bereuen, und wie Birgit vermute ich, dass Du Dich heimlich grämen würdest, statt Dich aufs Golfspiel zu konzentrieren. Hamburger Autorentreffen? Habe ich da wieder was verpasst? LG Reiner

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Wladimir

Hallo Numungo. Nein das Handtuch werfe ich nicht so leicht. Es geht hier um Schreibschwierigkeiten und dazu gehören natürlich auch die psychologischen Problemchen, der Zweifel, das Keine-Lust-mehr-Haben, das Leiden an Aussichtslosigkeit. Aber das bedeutet ja nicht, dass diese Probleme mich erdrücken, sie sind eben nur Hindernisse.. Und Malea. Ich weiß, dass Wölfe Rudeltiere sind. Doch immer wieder gibt es Alphatiere, die nur zweitstärkste sind und sich nicht unterwerfen wollen. Die verlassen das Rudel und suchen sich ein neues. Klappt es nicht, bleiben sie einsame Wölfe.Euch allen danke für die Kommentare. Es ist immer wohltuend zu sehen, dass wir alle die gleichen Schwierigkeiten haben.Wir werden sie überwinden!

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von guenni

Wie man "Zeitdiebe" bekämpft, darüber gibt es Sachbücher in allen Variationen. Hier ein ganz einfaches Rezept - täglich drei zusätzliche Aufgaben in den Terminkalender...klingt zwar banal, ist aber leider wahr, "ohne Fleiß, kein Preis"!

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Numungo

Na, na, na, was höre ich da? Mit etwa Fantasie liest sich der Text fast wie eine Entschuldigung. "Ich will ja wollen, doch ich kann nicht! Ihr seht ja selbst ..." Das war jetzt natürlich etwas überspitzt, doch ich glaube, du hast alles, was du brauchst. Vielleicht sogar zu viel davon. Natürlich ist Zeit irgendwo begrenzt, doch dann musst du Prioritäten setzen. Du brauchst Ziele, am besten nur ein großes, z.B. in einem Jahr (oder in eineinhalb) habe ich meinen Roman soweit fertig, dass ich damit die Verlage belästigen kann. Vergiß die Selbstzweifel, glaube einfach an dich. Und den vorletzten Satz möchte ich nicht gehört haben. Ich jedenfalls fände es schade, wenn du das Handtuch werfen würdest. Übrigens bin ich mir sicher, dass du dir dies den Rest deines Lebens vorhalten würdest. Viele Grüsse, Numungo (17556).

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Malea

Hallo einsamer Wolf! Wölfe sind übrigens nicht einsam, sondern Rudeltiere mit faszinierendem Sozialleben. Und du hast dir ja immerhin schon ein virtuelles Rudel gesucht ;-) Dein schwierigstes Problem scheint mir der Stuß mit dem Schluß zu sein. Also: Zäum den Gaul mal von hinten auf. Deine nächste Idee ist nicht der Anfang einer Geschichte, sondern ihr Schluß! Und dann überlege, wie du dorthin kommen könntest. Und sei streng mit dir. Klingt banal, aber es hilft. Liebe Grüße, Malea.

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Wladimir

Du hast recht, Kontakte knüpfen sollte man JETZT . Ich neige ein wenig dazu, mich in der Rolle des einsamen Wolfes wohl zu fühlen. Danke W.

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Birgit Jennerjahn-Hakenes

Niemals würdest Du das Golfspielen genießen können, wenn Du nicht schreiben würdest. Dein Beitrag ist so klasse geschrieben, als entspränge er (ist das jetzt der richtige Konjunktiv?) einem Roman. Wir alle hier haben doch dasselbe Problem, oder? Ich wünsche Dir auf jeden Fll viel Glück - auch wenn Du bestimmt ein Konkurrent bist, weil Du -wie ich- an Schreibwettbewerben teilnimmst. Liebe Grüße, Birgit

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Kenn ich, kenn ich, kenn ich!!! Ich glaube, es ist gut, noch einmal zum Anfang des Romanprojekts zurückzukehren: Warum wollen Sie einen Roman schreiben? Auch wenn es niemand zugibt: Heimlich haben wir doch alle die Hoffnung auf Veröffentlichung. Aber es führt nur ein Weg dorthin: Schreiben! Ja, und der Alltag des Schriftstellers ist oft alles andere als glamourös. - Ich schaffe es auch oft nur, unter Druck zu arbeiten, und dann Vollgas. Das Unterbewusstsein speichert den Auftragszettel, und wenn es an der Zeit ist, geht es los. - Was das Überarbeiten Deiner Texte angeht: Das Angebot des Hamburger Autorentreffens steht noch. JETZT Kontakte knüpfen und sich später gegenseitig lektorieren, denn jemand anders geht objektiver an das Manuskript heran. Wenn Du das Problem des Krimischreibens erkannt hast, wirst Du auch eine Lösung finden. Wer sein Ziel kennt, findet den Weg. Dem Wartenden kommt alles zur rechten Zeit.

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 11.09.2008 von Sarah S.
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17568

Liste meiner Schreibprobleme

1. Ich befürchte, ich habe zu viel Dialog verwendet.
2. Wie lang soll ein Kapitel sein, wie viele Szenen gehören rein, was begrenzt es inhaltlich?
3. Gehört der Dialekt einer Person auch in deren Gedanken?
4. Wie viel Aktivität /Passivität gehört in den Roman, in welchem Verhältnis, in welchem Rhythmus?
5. Manche Figuren verändern sich während des Schreibens charakterlich so stark. Das macht mir Angst.
Wie viele Haupt-Charaktere sind einem Roman überhaupt zuträglich, wann wird es unübersichtlich (kann das nicht erst der Erstleser herausfinden)?


Kommentar von Sarah S.

Hallo, liebe Mitstreiter, vielen Dank an alle, die sich meiner Probleme erbarmt haben. Ich hatte Probleme mit dem Internet, deshalb komme ich erst heute zum Antworten. Weniger denken! das ist ein super Hinweis, denn man grübelt meist zuviel... Das ein Kapitel mal zwei, mal zwanzig Seiten hat traue ich mir einfach nicht zu fabrizieren, in etwa sollten die schon gleich lang sein denke ich. Die Idee mit den zwei Personen, die sich nach demselben Erlebnis unterschiedlich entwickeln ist sehr interessant. Ist vorgemerkt. Danke auch für die empfohlenen Bücher, versuche sie mir zu besorgen. Also nochmals vielen Dank an alle. LG Sarah S.

Eingetragen am: 28.09.2008

Kommentar von papaya

Hallo Sarah zu 4.gibts galub ich keine Regel.Persönlich find ich Passivität dann schön zu lesen, wenn ein(e) Protagonist(in) ein reiches Innenleben zu erzählen weiß oder durch Träume wandert. Als Beispiel fällt mir da sponatan Elsa Morante mit "Arturo, die Insel" (?) ein, da passiert über lange Strecken nicht viel,wenn ich mich recht erinnere, leider hab ich das Buch nicht mehr und es ist viele Jahre her, dass ich es gelesen habe. Und Zoli von Colum Mc Cann ist fabelhaft erzählt, ohne sich überschlagende Aktivität.herzliche Grüße von papaya

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Sarah, zum Punkt 5: Gerade wenn sich ein Roman über einen langen Zeitraum erstreckt, können doch die gemachten Erfahrungen Veränderungen bewirken. Mir ist hier spontan eine Idee gekommen: Es wäre doch einmal ganz reizvoll, zwei Personen mit den selben Schwierigkeiten zu konfrontieren. Die eine Person könnte man an ihnen wachsen, die andere, die sich nicht verändert, daran zerbrechen lassen. Wie wäre das? LG Reiner

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Numungo

Fragen über Fragen. Und nicht alle können so einfach beantwortet werden. Bei den meisten Romanen wechseln sich Dialoge mit Beschreibungen ab, doch es gibt auch welche, die ausschließlich aus Dialog bestehen; bei anderen wiederum muss man die Dialoge fast schon suchen. Zwischen diesen Extremen solltest du dich aufhalten. Für die Länge eines Kapitels gibt es keine Regel. Ein Kapitel soll eine zusammenhängende Handlung enthalten; die kann manchmal auf zwei Seiten abgehandelt werden, ein andermal dauert sie zwanzig und mehr Seiten. Vielleicht hilft dir das weiter. Viele Grüsse, Numungo (17556).

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Malea

Metta hat recht. Und zum Kapitel: Anfangskapitel eher kürzer, zum Höhepunkt länger (wenn der Leser nicht mehr so leicht von der Angel kann). Ein Kapitel sollte dem Spannungsbogen der Geschichte folgen, einen eigenen kleinen Spannungsbogen haben und als Sahnehäubchen kannst du ab und an einen fiesen Cliffhanger an den Schluß packen. Zur Veränderung der Figuren. Warum macht dir das Angst? Ich finde es faszinierend, wenn Figuren ein Eigenleben entwickeln. Allerdings sollten die kleinen Frechdachse nie vergessen, wer ihr Chef ist. Du kannst sie schließlich mit einem Satz umbringen ;-) Liebe Grüße, Malea.

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Dialoge machen den Text lebendig. Nur sollte so viel Text dazwischen stehen, dass deutlich wir, wer spricht und wo sich die Szene abspielt. Sonst vergleich doch mal mit ein oder zweien Deiner Lieblingsbücher, um ein objektiveres Bild zu erhalten. Dialekt würde ich insgesamt sparsam verwenden. Insgesamt: Weniger denken! Einfach intuitiv schreiben, und Dir dann jemanden suchen, von dem Du meinst, dass er/ sie Dein Manuskript kritisch beurteilen kann. LG Metta

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 11.09.2008 von Karin-Elisa
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17567

Mir fällt es am schwersten, mit der Wörtlichenrede umzugehen. Nagut mit der Rechtschreibung ist das auch so eine Sache, manchmal, schreibe ich etwas Groß, weil es mir passend vorkommt, und wenn mein Rechtschreibeprüfung von Word das nicht merkt, dann steht es halt falsch da. Aber was das miteinander Reden der Personen angeht, das habe ich nun aufmerksam in einigen Büchern besonders beachtet, so wie ich es schreibe, kommt es selten vor, hier mal ein Beispiel aus meinem Roman.

Plötzlich ertönte die Durchsage von Are: „Alrune und alle Anwesenden bitte mal in den Unterrichtsraum kommen, ende.“
Nanu meinte Alrune schmunzelnd: „Will Are uns belehren?“
Wir fuhren erst mal wieder nach unten und gingen gespannt in den Raum.
Are stand am Pult und meinte schmunzelnd:„Setzt euch bitte erst mal, ich habe im Labor was entdeckt was euch interessieren dürfte!
„Na Du machst es ja spannend, dann tue mal Butter an die Fische.“ meinte Alrune.
Are, sah Alana und Touk an und sagte freundlich: „Wollt ihr es Alrune und Britta selber sagen, oder muss ich das machen?“
Touk rief ärgerlich: „Are Du nervst, ich weiß nicht was Du willst!“

So habe ich es bei Gesprächen fast immer gemacht, Doppelpunkt, Anführungsstriche, aber ich sah in anderen Büchern auch dass jemanden es anders geschrieben hatte.
Nämlich so.
*
Plötzlich ertönte die Durchsage von Are: Alrune und alle Anwesenden bitte mal in den Unterrichtsraum kommen, ende.
Nanu meinte Alrune schmunzelnd: will Are uns belehren?
Wir fuhren erst mal wieder nach unten und gingen gespannt in den Raum.
Are stand am Pult und meinte schmunzelnd: setzt euch bitte erst mal, ich habe im Labor was entdeckt was euch interessieren dürfte!
Na Du machst es ja spannend, dann tue mal Butter an die Fische, meinte Alrune
Are sah Alana und Touk an und sagte freundlich: wollt ihr es Alrune und Britta selber sagen oder muss ich das machen?
Touk rief ärgerlich: Are Du nervst, ich weiß nicht was Du willst!
*
Ich habe letztens auch noch mal alles Geschrieben nachgelesen um „nun, aber, sagte“, und ähnliche Worte durch andere zu ersetzen oder ganz weg zu lassen, und diese Aufgaben die uns gestellt werden, vor allem wenn ich lese was andere schreiben, sind schon eine Hilfe ein Denkanstoß! Über Metapher habe ich mir eigentlich vorher noch nie Gedanken gemacht, ich bin gar nicht sicher ob ich welche benutze, aber ich schmücke auch nicht übermäßig aus, ich gehe damit wohl eher sparsam um. Nun falls mir wieder jemand den Rat gibt einen Duden zu benutzen… wenn ich denke ein Wort ist richtig geschrieben, dann werde ich auch nicht in einem Duden nachschlagen, und wenn ich es nicht weiß, und meine Rechtschreibhilfe es nicht kennt, dann könnte ich einen Duden benutzen, oder es durch ein Wort ersetzen das ich kenne.
So das sind also meine Probleme.
Lieber Gruß Karin-Elisa


Kommentar von Karin-Elisa

Liebe Metta, danke für Deinen Kommentar! Wenn ich ein Wort richtig geschrieben lese, kann ich es mir meistens gut merken. Ich musste sowieso manche Wörter neu lernen, weil ich sie jahrelang immer falsch gehört habe, und ich dann bei dem gelesenen Wort erst gar nicht glauben wollte das es stimmt :-) Mit einem VHS Kurs könnte ich mich sogar anfreunden, habe ich auch vor acht Jahren gemacht, in Word Textverarbeitung da ging es aber nicht in erster Linie um Rechtschreibung und Grammatik, sondern um das Verarbeiten, erstellen ect. von Text mit Word. Lieber Gruß Karin- Elisa * Lieber Numungo, nein das mit dem Duden habe ich nicht „übel genommen“ es hat mich nur in dem Zusammenhang, damals gestört. Ich bin keine Mimose, sonst würde ich hier überhaupt nicht mitmachen. Richtig, mein Roman ist ja ein Science Fiction, somit Fantasie, trotzdem kommen in ihm auch Redewendungen, der Erde, der heutigen Zeit vor. Er spielt ja im Jahr 2000 zum Teil auf der Erde, und es passt ins Gesamtbild. Hierzu möchte ich mich doch noch kurz äußern „nachdem du jedoch die Regeln der wörtlichen Rede dir aus einem Buch hast aneignen können“ Ja, das ist ja der Witz, ich habe das selber wohl richtig umgesetzt, denn Metta Maiwald schrieb: Hallo Karin-Elisa, die wörtliche Rede mit Doppelpunkt und Anführungszeichen ist schon richtig… Ich dachte ich wäre dabei zu umständlich,und könnte es einfacher schreiben, aber anscheinend ist das doch immer noch so üblich. Ich habe auch den Eindruck manche Schriftsteller nehmen das alles nicht so ernst, sondern die schreiben nach ihren eigenen Regeln. Gut was meine Rechtschreibung betrifft, eigentlich brauche ich mich dafür ja nicht entschuldigen, aber da Du meintest es ist keine Legasthenie, nein ist es nicht, aber als einziges Schwerhörige Kind, unter normal Hörenden Kindern, hatte ich nicht die Change, Deutsch auch nur ausreichend lernen zu können. Ich habe erst mit16 Jahren Hörgeräte bekommen, als ich eine Lehre begann, und da war meine Schulausbildung schon zu Ende. Ich habe eine Schulausbildung genossen bei der es noch Hauptwörter, Fragewörter und Tätigkeitswörter gab. Nachdem die Rechtschreibereform, noch mal reformiert wurde, dann noch Nachgebessert wurde ect. bin ich nicht mehr sicher ob ich da nun wirklich etwas darüber lernen möchte, wenn letztendlich wieder irgend ein dummer Politiker meint, wir können ja mal wieder die Rechtschreibung verändern. Weiß Du ich habe geschmunzelt als ich sogar in deinen Text zwei Wörter in meiner Rechtschreibprüfung von Word unterstrichen fand „neu veröffNETlichte Bücher… ich das Gefühl, daß(dass) dein Textausschnitt“ aber ich will ehrlich sein, ich lese ein Buch zur Unterhaltung, es sollte spannend, und logisch aufgebaut sein. Ich möchte die Handlung geistig nachvollziehen können. Ich achte in Büchern nicht auf die Rechtschreibung, zumal ich Fehler sowieso selten bemerken würde. Ich habe mal ein Buch von Martin Walser gelesen, dort hatte der junge Mann für mich dermaßen unlogisch gehandelt und geredet, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen dass ein Mensch so denkt, und handelt wie in diesem Buch beschrieben. Nagut ich bin eine Frau, und muss das Reden eines jungen Mannes nicht verstehen… Lieber Gruß Karin- Elisa * Lieber Reiner Reinfeld, danke für deinen Tipp mit dem Schülerduden, ich denke den werde ich mal kaufen. Ansonsten „zwinge“ ich meinen Mann dazu, Texte die ich hier reinstelle vorher durchzulesen. Ich glaube ich habe „Garb und wie er die Welt sah“, als Film gesehen, mir kam der Titel bekannt vor. Lieber Gruß, Karin Elisa

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Karin-Elisa! Numungo und Metta haben ja schon Tipps gegeben. Von mir nur Aufmunterung: Üb Dich in Beharrlichkeit. Lies einmal ein Buch von John Irving, vielleicht den Garp, ein herrliches Buch. Aber auch seine anderen Bücher begeistern mich. Irving hat seine Rechtschreibschwäche durch üben, üben, üben überwunden - und was ist aus ihm geworden! Verzweifle nicht, wenn Du Schwierigkeiten hast. Nimm sie nicht als Makel, sondern als (sportliche) Herausforderung. Es ist vielleicht nicht einmal so wichtig, ob Du dann am Ende Dein Dir jetzt vorschwebendes Ziel erreichst. Das werden viele von uns nicht. Wichtiger ist, was auf dem Weg dorthin aus Dir wird. Ach, doch noch ein Tipp: Halte Dich doch an den Schülerduden, aus dem kann man viel leichter lernen. Sehr hilfreich ist das "Lehr- und Übungsbuch der deutschen Grammatik" von Dreyer und Schmitt. Darin sind zu (fast) jeder Schwierigkeit der Grammatik einleuchtende Erklärungen, anschauliche Tabellen, gute Übungen mit Lösungen. Viel Erfolg und guten Mut! LG. Reiner

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Numungo

Hallo Karin-Elisa, ich glaube, du hast mir meinen Wink mit dem Duden noch nicht verziehen. Und dennoch war er nicht böse gemeint. Es ist bei einem Schriftsteller einfach wichtig, dass er die Rechtschreibung einigermaßen beherrscht. Ein paar Fehler sind Lektoren sicherlich zuzumuten, mehr jedoch glaube ich nicht. Ohne nachgezählt zu haben, schätze ich, dass in diesem Beitrag im Schnitt zwei Fehler pro Zeile enthalten sind (Zeichensetzung eingeschlossen). Die Gründe für deine Rechtschreibschwäche kenne ich nicht; nachdem du jedoch die Regeln der wörtlichen Rede dir aus einem Buch hast aneignen können, glaube ich nicht, das es sich um Legasthenie handelt. Es gibt also mehrere Möglichkeiten: 1. Du belegst einen Kurs, wie Metta bereits empfohlen hat oder 2. Du nimmst dir ein paar gute Bücher vor und achtest hier ganz bewusst auf die Rechtschreibung und weniger auf die Story; vielleicht bekommst du das dann auch so gut in den Griff, wie die Anführungszeichen. Achte aber darauf, dass es sich um neu veröffnetlichte Bücher handelt; hier ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass sie nach der neuen Rechtschreibung geschrieben sind. Sonst kommst du womöglich noch mehr durcheinander. Auf die Rechtschreibhilfe solltest du dich nicht ausschließlich verlassen. Die ist in Word nicht gut und in OpenOffice noch schlechter. Allerdings gibt es für beide Systeme inzwischen Korrektorprogramme von Duden, die mehr Erfolg versprechen. Übrigens habe ich das Gefühl, daß dein Textausschnitt aus einem Fantasy-Roman stammt. Da passt dann "Butter bei die Fische" nicht so gut. Viel Erfolg, Numungo (17556).

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Hallo Karin-Elisa, die wörtliche Rede mit Doppelpunkt und Anführungszeichen ist schon richtig. Manche Fehler dieses Beitrags hätte die Rechtschreibprüfung eigentlich finden sollen... (z.B. Wörtlichenrede, ende). Ansonsten ist es gut, wenn Du weißt, dass Du Schwierigkeiten hast. Bitte doch jemanden, der es gut kann, Deine Manuskripte Korrektur zu lesen. - Mir sind einige meiner klassischen Fehler erst aufgefallen, als ich eine Wort irgendwo richtig geschrieben gesehen habe und nachgeschlagen habe (z.B. nachgIEbig, freigEbig). Aber manche Menschen haben vielleicht kein bildhaftes Gedächtnis, so dass es ihnen gar nicht auffällt. Im Zweifelsfalle, wenn es Dir wichtig ist: Es gibt VHS-Kurs. Das macht einmal Mühe, erleichtert aber die spätere Arbeit. LG Metta

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 10.09.2008 von Monika Herwig
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17561

Schreibschwierigkeiten
Wenn ich am nächsten Tag lese, was ich geschrieben habe und feststellen muss, dass es nichts taugt.
Muss ich mich wirklich im Vorhinein festlegen, ob ich einen Roman oder einen Krimi schreiben möchte?
Der Perspektivenwechsel ist meine Schwachstelle.
Auf meinem Schreibtisch liegt der neueste Duden, ein Fremdwörterbuch, ein Wörterbuch der Synonyme. Im Internet gibt es auch diverse Seiten, die man bei Fragen zu Grammatik oder Schreibweisen aufrufen kann.


Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Monika! Da stehst Du nicht allein, wenn Du manchmal rote Wangen kriegst über etwas, das Du am Vortag geschrieben hast. Aber ist es nicht auch oft so, dass der Text ein paar Tage später wieder viel besser zu sein scheint, zumindest vom Gehalt her, wenn auch nicht von der Form? Und überarbeiten muss man sowieso, denn - wie Hemingway sich ausdrückt - die erste Fassung ist immer Scheiße!" Bei jedem. Zumindest bei fast jedem. LG Reiner

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Zur Erzählperspektive habe ich neulich etwas Lehrreiches gelesen, also wie man sie einsetzt, um Spannung zu erzeugen, indem der Leser vom allwissenden Autor etwas erfährt, was der Protagonist noch nicht weiß, oder durch die Wahl des personalen Erzählers beide gemeinsam im Dunkeln tappen. Du solltest Dir nur vorher überlegen, welche Erzählperspektive Du wählen willst und warum. Kanns ja mal googeln oder folgenden Link ausprobieren: izzynet.de/dyn/116664.php. Der Perspektivwechsel kann fließend sein, oder z.B. wie in John von Düffels "Houwelandt" durch wechselnde Überschriften gekennzeichnet werden.

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 10.09.2008 von Numungo
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17556

Der Mond

Der Mond blickt zu meinem Fenster herein. Er sieht nach, ob ich mit meiner Arbeit weiter komme. Regelmäßig liest er meine Texte und gibt mir Ratschläge, wie ich das eine oder andere noch verbessern kann. Er hilft mir wo er kann.

Bei Neumond oder wenn eine dicke Wolkensuppe den Himmel verhängt, muss ich mir selbst helfen. Doch zuerst muss ich wissen: was ist das Problem? Was ist mein Problem?

Die Schwierigkeit besteht dann darin, dass ich ehrlich sein muss. Ehrlich zu mir selbst. Doch das habe ich inzwischen gelernt. Ich belüge mich nicht und deshalb kann ich meine Schwächen erkennen. Und wenn ich sie erstmal erkannt habe, sind es schon fast keine Schwächen mehr. Denn dann lassen sie sich meist ganz einfach abstellen.

Rechtschreibung und Grammatik bereiten mir nicht wirklich Probleme. Das meiste schreibe ich intuitiv richtig und wo ich mir nicht sicher bin, schlage ich nach. Meist auf dem PC. Es gibt den Duden als CD, dort kann ich jederzeit die Rechschreibung überprüfen. Und natürlich finde ich dort auch Synonyme, um Wortwiederholungen zu vermeiden. Der Duden-Grammatikwälzer liegt immer neben mir. Allerdings weiß ich nicht immer, wonach ich suchen muss.

Manchmal, wenn der Mond gerade mal wieder nicht da ist, hilft mir auch ein Rabe. "Du hast einen suggestiven Schreibstil!", ist die häufigste Kritik , die er anbringt. Dann blicke ich ihm in die Augen und höre mich sagen: "Ja, da hast du wohl recht". Ich weiß ganz genau, dass er recht hat, doch wenn er mich nicht immer und immer wieder darauf hinweisen würde, würde ich mich oft ihn Wort- oder Satzwiederholungen verlieren. Und in diesem Moment habe ich vielleicht doch ein Rechtschreibproblem: darf ich in einem literarischen Text ein zusammengesetztes Wort mit einem Bindestrich abtrennen und erst in einem späteren Wort mit der Zusammensetzung verbinden? Na, das war jetzt geschwollen ausgedrückt! Doch das passiert auch mir.

Wenn ich einen Text schreibe, schmiere ich ihn einfach schnell hin. Ich brauche nur eine Idee - manchmal reicht sogar schon ein Stichwort - und ich hacke schnell drei, vier oder fünf Seiten in mein Notebook. Ich schreibe die Worte dahin, wie sie mir einfallen. Wenn es mir einfällt auch geschwollen. Oder in hundert Wiederholungen. Wenn ich dann fertig bin, lasse ich den Text meist ein paar Tage liegen und beginne dann mit der Überarbeitung. Bis ich endgültig zufrieden bin, werden weitere Sätze dazugeschrieben. Andere werden umgestellt und wieder andere fliegen komplett raus. Damit die Strapazen für die Texte nicht allzu groß werden, dürfen sie zwischendurch immer wieder ruhen. Ich bin kein Unmensch!

Die größte Schwierigkeit für mich jedoch war es, aus den vielen Ideen und Geschichten einen zusammenhängenden Roman zu entwickeln. Dazu habe ich zwanzig Jahre gebraucht. Ein bisschen lang, nicht wahr? Wie ich es inzwischen geschafft habe, weiß ich nicht. Der Mond jedenfalls hatte mir dabei nicht geholfen. Es war einfach plötzlich in mir. Und als es da war, hatte ich nicht nur ein Konzept für einen Roman, sondern gleich für drei oder vier. Jetzt ist mein Problem die Zeit. Ob ich das noch lösen werde?

Folgendes ist mir inzwischen klar geworden: Wenn ich ein bißchen an einer Idee herumgekritzelt habe, ist es hilfreich, einen Prolog, das erste und das letzte Kapitel zu schreiben. Dann weiß ich auch, woher ich komme und wo ich hin will.

Doch jetzt muss ich Schluss machen. Es ist schon wieder dunkel, der Rabe sitzt auf der Fensterbank (es ist ein nachtaktiver Rabe) und auch der Mond lugt herein. Vielleicht wollen sie mir wieder helfen ...


Warnung: Dieser Text ist nicht abgehangen. Er ist nur dahin geschmiert und einmal korrigiert.


Kommentar von Azahar

Du hast das ganze in einen sehr schönen Text gefasst. Ob da der Mond wohl auch wieder ein bisschen mitgeholfen hat? ;-) Die Zeit ist wirklich ein schwerwiegendes Problem. Auch für mich. Während ich in der Arbeit bin, juckt es mir oft in den Fingern und ich kann es gar nicht erwarten nach Hause zu kommen, mich an den Computer zu setzen und zu schreiben. Doch wenn ich dann endlich gegen halb sieben abends die fünf Stockwerke zu meiner Wohnung hochschleiche, bin ich oft so müde, dass ich es nicht mal mehr schaffe den Computer anzuschalten. Das ist sehr sehr frustrierend und irgendwann beginnt man seinen Brötchenjob zu hassen. Um dem beizukommen, habe ich nun meine Roman immer per Memorystick bei mir. So kann ich, wenn ich mal 10-20 ruhige Minuten im Büro habe, wenigstens an Kleinigkeiten arbeiten.

Eingetragen am: 25.09.2008

Kommentar von Linda Cuir

Hallo Numungo, nachdem ich mich über sieben Stunden durch die Übungsaufgabe 37 gelesen und hin und wieder auch mal kommentiert habe, ist jetzt nicht nur der Mond vor meinem Fenster erschienen, sondern das Sandmännchen hat mir Körnchen ins Auge gestreut.( 23.15 Uhr) Ich habe aber viele Infos mitgenommen. Für deinen Tip (Tipp!) von writercafé vielen Dank. Und die Idee, das Schlußkapitel zuerst zu schreiben werde ich sofort aufgreifen. Frau Schenkel, der neue Stern am Krimihimmel, liest ja angeblich zuerst den Schluß eines Buches und analysiert wie der Autor dorthinkommt. Liebe Grüße Linda Cuir

Eingetragen am: 23.09.2008

Kommentar von Bridget Olliver

Hallo Numungo, Viele Grüße an Sir Black Bird. Und Dir vielen Dank für den Tip mit dem Writers Café. Bisher habe ich viele verschiedene Kladden und Ordner. Die Idee erst den Anfang zu schreiben und dann das letzte Kapitel werde ich ausprobieren. Das hört sich vielversprechend logisch an. Dir viel Erfolg beim "Problemchen in den Griff bekommen" - denn mehr scheint es ja nicht zu sein. liebe Grüße Bridget

Eingetragen am: 21.09.2008

Kommentar von Velarani

Hallo Numungo! An dieser Stelle vielen Dank für den Tipp mit der Software von writerscafe, den ich in irgendeinem Kommentar von dir gefunden habe. Das ist eine feine Sache, glaube ich, auch wenn ich momentan mit der älteren Version leben muss, da ich noch mit Uralt-Windows 98 arbeite. Es ist einigermassen tröstlich, dass du schon zwanzig Jahre schreibst - so lange ist meine Berufsausbildung her, und da fühle ich mich jetzt auch sehr souverän. Kommst du auch auf die Buchmesse? LG Velarani

Eingetragen am: 20.09.2008

Kommentar von Gerhild Bauer

Der Mond ist von unserer Stadtwohnung aus nicht zu sehen und die Vögel wurden mit Hilfe eines feinen Netzes über unserem Hof ausgesperrt. Kein Mond-kein Rabe- keine Tauben.Dafür ein Arbeitsplatz, Papier, Stifte und ein überfordertes Notebook. Neben mir hat eine alte Freundin Platz genommen, gepflegt, in einem bunten Kleid, meine Fantasie. Sie lächelt geheimnisvoll und flüstert: Auch dieser Roman wird einmal sein Ende finden, denn wer gerne schreibt, wird immer schreiben..... L.G. Gerhild

Eingetragen am: 18.09.2008

Kommentar von Elisabeth

Hallo Numungo, ich kann dir leider nicht weiterhelfen, das Zeitproblem zu lösen ist so schwer. (Disziplin!) Aber du hast mir geholfen! Das erste und letzte Kapitel zu schreiben erscheint mir sehr hilfreich. Es hilft mir wieder auf den richtigen Weg zu gelangen, wenn ich mal wieder davon abgekommen bin. Dann weiß ich auch "woher ich komme und wohin ich will". Liebe Grüße

Eingetragen am: 14.09.2008

Kommentar von papaya

Hallo Numungo, Glückwunsch zu deinem Durchhaltevermögen und der Struktur, die du für dich gefunden hast. Wenn dir noch etwas dazu einfällt, wie du in den zwanzig Jahren gelernt hast aus Geschichten und Ideen einen oder mehere Romane zu formen, dann bin ich interessiert. Am Zeitproblem sowieso. Grüße von papaya

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Karin

Ich finde, Du bist auf dem richtigen Weg, Numungo! Viele Deiner Texte - ich habe natürlich nicht alle lesen können - haben mir sehr gefallen. Du bist eine romantische, gefühlsbetonte Schreiberin, die sich gern in irrealen Welten aufhält. Auch ich fühle mich dort wohl. Und wenn ich so einen Raben zum Freund hätte wie Du und wüsste, dass der Mond mir wohlgesonnen ist, würde ich mir überhaupt keine Sorgen machen. Liebe Grüße

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Numungo! Du solltest Deine Schwierigkeiten beschreiben - und hast Nachhilfe erteilt. Danke! Auch ich bitte um Nachricht, wenn Du das Problem mit der Zeit im Griff hast. Weiter frohes Schreiben, wir warten auf mehr! LG Reiner

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Malea

Hallo Numungo! Du bist erfahren und weißt, was du willst. Toll! Mach einfach so weiter, und wenn du das Zeitproblem gelöst hast, verrätst du es mir ;-) Ich freue mich auf deine Romane, ganz ohne giftgrün, sondern in leuchtendem Sonnenuntergangsorange und silbrigem Mondblau. Liebe Grüße, Malea.

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Wladimir

Der Mond wird dir schon das sagen, was ohnehin in Dir ist. Aber pass auf, dass du nicht zum Wehrwolf mutierst! Bin gespannt, was von dir noch kommt.

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Angela Barotti

DAS verstehst du unter dahingeschmiert? Deinen Beitrag sortierte mein Hirn deshalb ins Fach ‚Giftgrün’ (Neid). :-)

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Fein, dann hast Du ja alle Probleme im Griff! Deine Arbeitsweise klingt schon sehr strukturiert und professionell. Meine Ideen brauchen manchmal ähnlich lange, um zu reifen. Ja, nur das Zeitproblem... (Warum kommentiere ich jetzt eigentlich, statt zu schreiben? ;o)

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 10.09.2008 von Birgit Jennerjahn-Hakenes
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17553

Ganz klar, das Schwierigste für mich ist das Durchhalten. Deshalb habe ich diese Aufgabe dazu benutzt, meinem Manuskript einen weiteren Baustein hinzuzufügen. Wenn er nicht kommentiert wird, macht das nichts. Für mich war wichtig zuzugeben, dass ich mich manchmal eben nicht aufraffen kann. Obwohl ich weiß, wie toll es ist, wenn ... (alles, was hinter den Punkten folgt, kennt Ihr bestimmt alle).
Es gibt auch das ein oder andere handwerkliche Problem (heißt es nun geschrien oder geschrieen - es heißt nach der neuen Rechtschreibung geschrien, ich habe endlich nachgeschlagen). Frage an Euch (als Nachschlagewerk): Wie verhält es sich mit Zahlen? Beispiel: "Er ist drei Jahre alt." Soweit klar. "Sie hatte es ihm dreihundertachtundneunzigmal erklärt." oder "Sie hatte ... 398 ..." ???
Schon mal danke und allen weiterhin viel Freude am Schreiben.
Liebe Grüße, Birgit

Roberta nach der Entführung

„Wo warst du, verdammt, wo warst du?“
Das Beruhigungsmittel glitt in Robertas Ellbogenvene und breitete sich so rasch in ihrem Körper aus wie eine Flutwelle.
Geben sie Peter auch eine Dosis, wollte sie der netten Notärztin sagen. Doch ihre Worte waren nur noch Gedanken. Das Beruhigungsmittel betäubte ihre Sinne gleichmäßig. Peters Stimme war jetzt weit weg. Hoffentlich kam sie nicht zurück.
Wo warst du, verdammt, wo warst du?
Und wo warst du, schrie es in ihr drinnen. Wo warst du, als ich Timmy wiegte, weil ihn Bauchschmerzen klagten? Wo warst du, als ich ihn nachts zweistündlich stillte und tags völlig übermüdet deine Hemden bügelte? Wo warst du, als ich ihn badete, seine Babyfüße küsste? Wo warst du, als er schon mit sechs Wochen einen Leistenbruch erlitt und ich ihn in die Kinderklinik begleitete? Wo warst du?
Du warst bei der Arbeit, ausgeschlafen, weil du seit Timmys Geburt im Gästezimmer wohnst. Du warst Squash spielen am Abend, als Ausgleich zum Job. Du warst geschäftlich verreist und hast in Hotels gut und vor allem in Ruhe gegessen, an Bars gut getrunken. Du lagst so manche Nacht in den Armen einer anderen, mein Lieber. Bettina.
Jetzt sag mir, wo warst du, als ich für wenige Minuten erschöpft in einen Tagschlaf verfiel? Ein Schlummer, der mir keine entzogene Energie zurückbrachte so wie dir die Sauna nach dem Squash. Ein Schlummer, der mir alles nahm, wofür ich lebte, seit ich schwanger geworden war. Meinen Timmy, den ich unter meinem Herzen getragen, liebevoll ausgetragen und unter dem größten nur vorstellbaren Schmerz zur Welt gebracht hatte. Lagst du da nicht auch in Bettinas Armen?
Nein, ich werfe dir Bettina nicht vor, sie war mir egal, weil du mir egal bist. Ich frage dich nur, ob du, Peter Braun, jemals für deinen Sohn da warst. Jemals in den kurzen sechs Monaten, die er bei uns war.
Nein, warst du nicht. Und so reihe ich dich ein als einen weiteren Fehler in meiner Lebenslaufbahn. Deinen Nachnamen anzunehmen war genauso falsch, wie mein Leben vor dir. Ich, eine Roberta, die ein Robert hätte werden sollen.
Timmy war das erste Glück in meinem Leben. Ich weiß, dass ich die Schuld trage an seiner Entführung. Ich werde damit leben. Und das ist der einzige Grund, warum ich weiterlebe: Timmy, mein kleiner Timmy. Ich weiß, dass er lebt und versorgt wird. Eines Tages werde ich ihn wieder sehen. Bestimmt.
Roberta glitt in einen künstlichen Schlaf und erinnerte sich beim Aufwachen, dass sie beim Wegdriften dunkelrote Farben gesehen hatte.

Die erneute Befragung durch Hauptkommissar Walter am nächsten morgen war unerträglich und glich einem Verhör. Spürte er, dass der Grund der Entführung auf Robertas Vergangenheit zurückzuführen war?
„Ich habe nichts gesehen“, sagte sie wieder und wieder.
Wie oft würde Hauptkommissar Walter fragen, bis sie aus Versehen die Wahrheit sagte? „Ich habe weggesehen.“
Die Wahrheit. Wer begriff schon die Wahrheit ihres Lebens? Sie begriff sie selbst nicht. Schuld, immer nur Schuld. Ihre Schuld.
„Unterschreiben sie bitte hier.“
Hauptkommissar Walter reichte ihr das Gesprächsprotokoll. Roberta tat, wie ihr geheißen und ging.
„Da ist was faul“, sagte Walter zu seinem Kollegen Rensch.
Die meisten Mütter entführter Kinder stellten Unmengen Fragen über den Ablauf der Suche, wollten jedes Detail wissen, verließen das Präsidium nur wider Willen. Roberta Braun jedoch hatte das Protokoll unterschrieben wie einen Schuldschein.
Walter brühte sich einen grünen Tee auf. Das tat er immer, wenn es in ihm arbeitete.
„Die weiß, wo ihr Kind steckt, die weiß es!“
„Was auch passiert ist“, sagte Rensch, „Ihr Leid ist echt. Das sagt mein Instinkt.“
„Muss ja kein Widerspruch sein. Auch eine Tasse?“
Rensch lehnte ab.


Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Birgit! Fesselnder Text. Werde bei Gelegenheit Deine voraufgegangenen Texte auch lesen. So viel zu Deinem Hauptproblem, dem Durchhalten! Halte durch, jetzt bin ich auf mehr gespannt! LG. Reiner

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Numungo

Hallo Birgit, was Metta schreibt stimmt nicht ganz. In einem gewöhnlichen Text werden Zahlen bis zwölf ausgeschrieben, darüber hinaus kannst du dann Ziffern einsetzen. Soll es jedoch ein literarischer Text werden, dann haben Ziffern dort nichts verloren! Auch zehnmillionenachthundertfünfundneunzigtausendsechshundertvierundgachtzig wird ausgeschrieben. Wahrscheinlich wirst du solche Zahlen jedoch nicht ständig brauchen :-). Viele Grüsse, Numungo (17556).

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Musstest Deinen Text hier einstellen, was? ;o) Spannend! Mit den Zahlen ist es glaube ich so, dass man sie bis zwölf als Wort schreibt, danach als Zahl. Wie es mit einem Datum ist, weiß ich nicht, da würde ich intuitiv nur dern Monat ausschreiben, also z. B. 11. September.

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Karin

Klasse Text! Spannend und gut geschrieben. Liebe Grüße.

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 10.09.2008 von Ornella
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17549

Übung 19
Das ist für mich eine geeignete Übung einfach wieder einzusteigen. Ich hoffe, die Lücke noch schließen zu können.

Was für mich das Schwierigste ist:
Offensichtlich hängt das bei mir mit der Art des Projektes zusammen. Bei diesem Projekt habe ich ganz einfach das Problem mit dem Stachelzaun spannen. Ich kann mir die Zeitnischen einfach nicht halten und verzweifle deswegen.

Beim Handwerk Schreiben selbst ist es bei Fiction- Texten, wie jetzt beim Roman die Schwierigkeit eine Distanz zum Text zu finden. Ich bin so verliebt in die Texte und das Schreiben lässt in mir die Bilder der Szenen so klar werden, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es für den Leser anders sein könnte. Ein Text muss bei mir sehr lange liegen, bis ich diese Distanz habe.

Bei einem Non- Fiction-Text ist das ganz anders. Da ist es eher schwierig, den inneren Kritiker mal zum Schweigen zu bringen.

Seit der neuen deutschen Rechtschreibung bin ich vorwiegend verwirrt:
die Zusammen- und Getrenntschreibung,
vor allem zusammengesetzte Verben, wenn sie substantivisch gebraucht werden
die Kommaregeln sind meine größten Knackpunkte.
Dann spezielle Probleme der Großschreibung, die sich verändert haben.
Z. B. meine Romanfigur hat Angst vor dem erwachsen Werden oder Erwachsenwerden oder erwachsen werden oder Erwachsen werden?

Da ich mich sprachlich in der Schweiz, Deutschland und Österreich bewege, komme ich mit den jeweiligen Eigenheiten total durcheinander. Ich habe sehr viel aufgenommen, das einfach falsch ist und merke es erst seit jemand regelmäßig meine Texte liest. Ich merke, dass dieser Teil mich irgendwie peinlich berührt, als hätte ich mich sprachlich „verderben“ lassen.

Manchmal bin ich auf bestimmte Wörter fixiert und es fällt mir einfach keine bessere Variante ein.
Schreiben ist zum Teil Spiel und zum Teil Arbeit. Der Übergang vom Spielen zum Arbeiten fällt mir schwer. Natürlich spiele ich lieber.
Ich wünschte mir viel mehr Vielfalt im Ausdruck.


Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo, Schwester im Geiste! Auch ich bin dabei, wieder neu einzusteigen. Machen wir uns mal gegenseitig Mut! Ich schließe mich Metta an, besonders was das Fluchen angeht. Siehe mal meinen Kommentar zu Heidruns Text direkt hier unter Deinem. "Ich bin so verliebt in die Texte und das Schreiben lässt in mir die Bilder der Szenen so klar werden, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es für den Leser anders sein könnte", schreibst Du. Da fällt mir die Ähnlichkeit zu Mettas Problematik auf (Beitrag bitte selbst suchen). Dazu habe ich dort in einem Kommentar schon etwas geschrieben, was leider nach dem Absenden verlorengegangen ist) Nimm Dein Bedenken als positiven Charakterzug von Dir. Du machst Dir Gedanken um den Leser, ob er Dich verstehen kann und was Du besser machen könntest. Andere bedauern nur, dass die Leser zu doof sind, sie zu verstehen. Deine und Mettas (und vieler anderer) Art gefallen mir da besser. Viel Erfolg beim Neueinstieg! LG. Reiner

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Mit dem Liegenlassen der Texte, um Distanz zu bekommen, hast Du doch bereits eine gute Lösung gefunden. Großschreibung substantivierter Verben: Das Erwachsenwerden ist richtig, denn es heißt ja nicht das Werden. Wenn Du es als Verb gebrauchst, kannst Du auch erwachsen werden. Ich bin auch oft am Fluchen über das Reformchaos.

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 10.09.2008 von Heidrun
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17543

Meine Probleme sind z.B. die Kommas, ich setze sie immer wieder an die falsche Stelle. Auch mit der alten und neuen Rechtschreibung hapert es ein bißchen. Dafür habe ich mir allerdings eine Internetseite abgespeichert, in der ich nachsehen kann. Manchmal habe ich auch Probleme mit wechselnden Zeiten, und mein Plot gefällt mir nicht so richtig. Besonders das Ende sollte eigentlich spektakulärer sein, aber dazu fällt mir im Moment nichts ein.


Kommentar von Heidrun

Hallo Reiner, Danke dir für deine Tipps. Ignoriere den Duden oft. Werde mal nachsehen, welches Chaos die da angerichtet haben. Metta schreibt, "erkannte Probleme sind schon halb gelöst." Wie wahr, wie wahr. Wünsche noch einen schönen Tag. Heidrun

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Heidrun, wer entscheidet über richtig und falsch? Der Duden? Wer ein gesundes Sprachempfinden hat, kann den doch nicht mehr ernst nehmen seit der Rechtschreibreform. Den kann man doch nur noch als Vorschlag nutzen. Zwei Regelungen der alten Zeichensetzung halte ich grundsätzlich bei: Komma vor dem erweiterten Infinitiv mit zu und zweitens: Komma vor einem mit und angehängten Hauptsatz. Lies solche Sätze mal laut! Wie oft kommt man ins Stolpern, wenn man beim ersten Lesen denkt, dass das "und" einfach eine Aufzählung fortsetzt und erst später bemerkt, dass ein Hauptsatz folgt. Also, einfach keine Bange haben, den Duden ignorieren, wenn Dein Sprachgefühl dagegensteht, und Zweifelsfälle mit wohlmeinenden Freunden besprechen. (Wohlmeinend wird auch laut Duden zusammengeschrieben. Sie mal dort unter "wohl" nach, welches Chaos die da angerichtet haben!) LG. Reiner

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Erkannte Probleme sind schon halb gelöst!

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 10.09.2008 von Lillilu
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17536

Was ist für mich das Schwierigste beim Schreiben? Welche von den vielen handwerklichen Aspekten verwirrt mich am meisten?

1. Ich zweifele an meinem Plot! Er erscheint mir zu umfangreich und nicht gradlinig genug – ich verknüpfe zwei Erzählstränge miteinander und stelle sieben Personen dar, deren Lebensdaten alle real sind, aber die Szenen fiktiv.

2. Ich lasse mich leicht ablenken und mein Schreiben erfolgt in Schüben. Ich falle auch regelmäßig aus meinem Schreibrhythmus heraus und finde nur mit Mühe wieder zurück.

3. Da ich chronisch krank bin und mich nur schlecht auf den Beinen halten und nichts tragen kann, sieht es in meinem Arbeitszimmer aus wie Kraut und Rüben! Ich habe nach unserem Umzug vor einem halben Jahr immer noch nicht die Akten, die Bücher, und die Ablage geordnet. Es verursacht mir ein schlechtes Gewissen so gute Arbeitsbedingungen zu besitzen und ein so geringes Output an Leistung zu produzieren!

4. Wäre mein Arbeitszimmer aufgeräumt und meine umfangreichen Rechercheergebnisse sortiert, könnte ich eine Zeitschiene für mein Buch erstellen! Ich stünde in diesem hellen Zimmer, eilte von Flipchart zu Meterplan Wand und pinnte Textseiten und Listen an, breiteten sie auf Tischen aus und würde so ganz zivilisiert meinen Weg durch den Plot finden. In Wirklichkeit wühle ich verzweifelt in Papierstapeln, Schubläden und Umzugskartons und schreibe zu guter Letzt alles aus dem Gedächtnis, aus dem Bauch heraus.

5. Mich überfallen Szenen, die ich schreiben möchte – ich durchlebe alles, als wenn es am eigenen Leib stattfände, aber ich setze mich nicht immer an den Computer, um es aufzuschreiben. Es bleibt in mir eingesperrt, und ich kann es zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr herausholen. Dann leide ich unter dem seelischen Stauwerk!

6. Ich setze mich zu sehr unter Druck! Ich hänge die Latte meiner eigenen Maßstäbe sehr hoch und ich beneide andere Menschen, die gnädiger mit sich selbst umgehen und so auch einmal zur Ruhe kommen.

7. Das eigentliche Schreiben ist die Befreiung! Wenn alles gut geht, gerate ich in einen Rausch. Aber im Vergleich zu den vorangegangenen Zeitspannen des sich Zerfleischens ist es immer nur eine kurze Zeit, in der es mir gut geht und es aus meiner Feder fließt. Je älter ich werde, umso weiter geht die Schere auseinander, zwischen dem, was in mir eingelagert ist und dem, was ich in Häppchen nach außen dringen lasse.

8. Handwerkliche Schwierigkeiten des Schreibens machen mir keine Probleme. Alles, was ich ohne Seelenpein überwinden kann, halte ich für erlernbar. Technik kann jeder erlernen. Irgendwann schaue ich nach, wann man nach einem Semikolon groß oder klein schreibt - das ist eine Lappalie. Aber meine psychologischen Strickmuster stellen mir immer wieder ein Bein. Schreiben heißt Geheimnisse zu lüften, Tabus zu brechen, bis an die eigenen Grenzen zu gehen, sich selbst der Öffentlichkeit auszusetzen, sich das Recht zu nehmen, aller Welt zu zeigen, was man so drauf hat! Sich dem Neid auszusetzen, sich Dummheiten anhören zu müssen und dabei geduldig zu bleiben. Aber auch endlich einmal das letzte Wort zu behalten! Hat man dafür Frauen in vergangenen Jahrhunderten nicht auf dem Scheiterhaufen verbrannt?


Kommentar von Linda Cuir

Liebe Lillilu, sei bitte nicht so streng mit dir! Du hast dir ein so schweres Thema für deinen Roman ausgewählt, dass du zwangsläufig vieles durchlebst. Man kann diese Unmenschlichkeit nicht einfach mit Schreiben vom Tisch und aus der Seele wischen. Das ist ja gerade deine Kunst, uns nicht merken zu lassen, welche Mühen sich hinter diesen Zeilen verbergen. Und zu deinem Chaos. Ich habe mein gesamtes Berufsleben mit einem Chaos in meinem Büro gekämpft. Jeder gute Vorsatz war nach kurzer Zeit versiegt. Trotzdem war ich außerordentlich produktiv, denn ich wusste genau unter welchem Stapel sich das Gesuchte verbarg. Und ich war nicht krank! Gerne würde ich dir beim Auspacken deiner Kisten helfen, aber ich lebe in Andalusien. Vielleicht hast du gute Freunde, die du zu einer „Auf- und Ausräumparty“ einladen kannst? Das gibt dann auch noch Stoff für eine Kurzgeschichte. Ganz liebe Grüße Linda Cuir

Eingetragen am: 24.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Hallo Lillilu, zu Deinen Fragen: Von Zuschussverlagen würde ich die Finger lassen. Die Vermarktung musst Du m.E. wohl größtenteils selbst übernehmen (ebenso wie bei BoD - das lohnt sich nur, wenn Du das Layout nicht selbst erstellen kannst, sonst ist selbst drucken lassen billiger) und alle anderen Leistungen kannst Du selbst erledigen. Da ich aus der Branche komme, konnte ich auch die Druckvorlagen selbst erstellen. Ein Bilderbuch mit 36 Seiten in einer Auflage von 1000 Stück hat etwa 4500 Euro netto für Druck und Binden gekostet. Spedition: Ich. Eine Europalette Bücher im Golf, da sieht man ihm äußerlich nicht mehr an, dass er Stoßdämpfer besitzt... Der bürokratische Aufwand ist immens, der Verkauf sehr schwer, da natürlich auch der Werbeetat begrenzt ist, Buchhändler z.T. gar nichts von Selbstverlegern nehmen, Libri nicht nur 35-40% sondern sogar 50% des Ladennettopreises als Rabatt verlangt, Rezensionen meist nur in Regionalzeitungen erscheinen... Da nicht die Kinder, sondern die Eltern Bücher kaufen, waren Lesungen meist auch nicht so verkaufsfördernd. Ich habe jetzt etwa die Hälfte der Bücher verkauft und vermutlich die Kosten annähernd gedeckt. In meiner Abrechnung stehen z.B. auch Fahrkosten wie Buchhandelsreisen, selbst wenn ich zwischendurch bei einer Freundin übernachtet habe, ich es also geschummelt auch als Privatreise deklarieren könnte. Deshalb kann ich es nicht ganz genau sagen. Als erfolgreich würde ich es nur bedingt bezeichnen (immerhin liegen etwa 150 Exemplare in Bibliotheken). Honoriert und anerkannt? Höchstens von Freunden. Mein Mann ist völlig angepestet. Einfluss auf meinen Werdegang? Tja, ich habe weniger Zeit zum Schreiben, wegen all der Bürokratie, und finde mittlerweile die 5-8%, die Autoren vom Verkaufspreis eines Buches bekommen, gar nicht mehr so lächerlich ;o) - Die 66 Seiten beziehen sich auf den aktuellen Roman, für den ich gefühlt erst etwa 10 Seiten geschrieben hatte. Natürlich fehlt da noch der größte Teil, aber dieser ausgedruckte Stapel Papier gabe mir doch das Gefühl, dass ich es schaffen kann, denn die im Kopf fertigen Szenen sind mindestens noch einmal genauso lang. LG Metta

Eingetragen am: 24.09.2008

Kommentar von Gerti Dräger-Weber

Liebe Lillilu... was Du da in acht Punkten aufführst, sind doch keine Probleme, sondern ist reine *Selbstzerfleischung*! Nur der dritte Punkt berührt mich sehr. Leider wohne ich zu weit von Berlin entfernt (schweizer Grenze), gerne würde ich Dir beim Aufräumen und Einordnen helfen und Punkt vier wäre dann auch nicht mehr vorhanden. GLG Gerti

Eingetragen am: 21.09.2008

Kommentar von Lillilu

Hallo liebe Kommentatoren! Es tat gut zu lesen, dass ich nicht allein mit meinen Problemen dastehe. Hier einige Kommentare auf eure Kommentare – wo es nichts zu erläutern gibt, nur ein liebes Dankeschön! @Birgit: Ich melde mich bald! @Ornella: Den Tipp mit dem Diktiergerät werde ich wirklich demnächst umsetzen, danke! @Sarah S. Habe mich in deinen Worten wieder erkannt! @Pollie Bley: Liebe Pollie, ich vermisse dich hier manchmal im Forum und freue mich, von dir zu hören. Ich würde GERNE einer Selbsthilfegruppe für Autoren angehören, lieber auch nicht anonym. Vielleicht sollte ich mich mal im Raum Berlin umhören? Wo lebst du denn? @Numungo, mein lieber Mondfreund, der Schreibblock neben dem Bett ist auch ein guter Tipp. Und vielleicht leihst du mir deinen Raben mal aus? Er muss nur einen so unendlich langen Weg fliegen. @Reiner: Schade, dass dein Kommentar wieder einmal nicht seinen Weg gefunden hat....ich stelle mir vor, dass du wie ein zerstreuter Professor, mit wirren Haaren, im Kampf mit der Technik liegst! Trotzdem einen lieben Gruß! @ Hallo Schrüppe wie Mülch! Ganz lieben Gruß! @Metta: Gut zu lesen, dass es dir ähnlich geht. Aber du bist ja schon eine erfolgreiche Autorin! Im Selbstverlag ein Buch herausbringen: war das teuer und wie hat es sich ausgewirkt auf deinen Werdegang als Autorin? Wird so etwas anerkannt und honoriert? Und was war da 66 Seiten lang? Für ein Buch ist das doch sehr wenig, oder? Ich hatte vor einigen Jahren ein Angebot von einem Verlag mich am Druck meiner „Taube in der Tanne“-Geschichte zu beteiligen und habe das abgelehnt, weil ich nicht auf dem falschen Fuß starten wollte. Aber inzwischen denke ich manchmal, ich sollte evtl. doch Books on Demand mal in Erwägung ziehen. Zu deinem Punkt 1 kann ich dir sagen: Ich schreibe nie auch nur eine Zeile mit den mutmaßlichen Bedürfnissen der Leser im Sinn! Dazu bin ich viel zu unangepasst. Die Leser berücksichtige ich nur bei der Schreibtechnik, damit es bildhaft und spannend ist. LG Lillilu

Eingetragen am: 20.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Nützt es Dir etwas, wenn ich Dir zwar keinen Rat geben kann, aber bestätigen kann, dass es mir z.T. genauso geht? 1) Schreib, wie Du schreiben musst. Was Du hast, das hast Du. Es hat keinen Sinn, nach den mutmaßlichen Bedürfnissen der Leser zu schreiben. 2) Wer sagt, dass man einen Rhythmus haben muss? Mir geht es nicht nur mit dem Schreiben so. Eine dicke Staubschicht ist ein viel stärkerer Impuls zum Putzen als die Tatsache, dass es gerade Montagmorgen halb acht ist. 3) Nicht chronisch krank, und trotzdem Chaos, seit dem zeitaufwendigen Selbstverlag eines Buches vor fünf Jahren. Habe vor ein oder zwei Jahren bei meiner Mutter, die das Kind beschäftigte und mir was zu essen kochte, alles in EINE Kiste sortiert - immerhin - und da steht sie jetzt unterm Schreibtisch... Tja, ich dachte, ich hätte kaum etwas geschafft, und dann habe ich alles vergangene Woche mal ausgedruckt: Es waren 66 Normseiten! Darüber war ich selbst erstaunt. 5) Stichpunkte machen, dann kann man später wieder eintauchen. Ich muss Szenen manchmal mehrere Male im Geiste durchspielen, bis die Worte den Weg aufs Papier finden. 6) Ein hoher Maßstab ist ja grundsätzlich gut. Vielleicht erst am Ende des Schreibens messen, nicht vorher, da hemmt es zu sehr. 8) Anfangs fiel es mir auch schwer, Tabus zu brechen. Jetzt, da ich einige Szenen im Forum veröffentlicht habe und die Reaktion der Leser erfahren durfte, fällt es mir leichter, denn die Bilder in Euren Köpfen sind nicht die in meinem Kopf, und wenn jemand meine Protagonisten nicht mag, dann trifft es sie, nicht die Menschen, mit denen sie Ähnlichkeit haben.

Eingetragen am: 18.09.2008

Kommentar von Angela Barotti

Liebe Lillilu! Sei nicht so streng zu dir. Wichtig ist doch, dass der Leser nicht merkt, wieviel Mühe und Kraft der Autor für seinen Text aufgewandt hat. Und ich kann dir versichern, dass selbst deine Redelsheimer auf mich wirken, als wäre es für dich die einfachste Sache der Welt darüber zu schreiben. Für mich zählst du zu den ganz Großen.

Eingetragen am: 14.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Lillilu! Da habe ich mir vorgenommen, diesmal alle Beiträge zu kommentieren, und da geht so viel schief. Deinen Beitrag habe ich schon einmal ganz ausführlich kommentiert, und Ginko Korns und Mettas auch - und alle sind nicht übergekommen. Nicht mal der Eingang ist bestätigt worden. Ich mache jetzt erst bei den anderen Beiträgen weiter und melde mich dann noch einmal. LG Reiner ANMERKUNG: Der Eingang wird automatisch bestätigt, wenn der Kommentar richtig abgesandt worden ist. Keine Bestätigung bedeutet, der Text ist leider gar nicht hier angekommen. Manfred Plinke

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Numungo

Liebe Lillilu, da hast du wohl recht: das eigentliche Hindernis ist nicht das Handwerk, sondern das Umfeld. Und oft steht man sich selbst am meisten im Weg. Doch wie soll man diesen Problemen aus dem Weg gehen? Mir geht es oft auch so, dass ich erst richtig arbeiten kann, wenn ich gründlich aufgeräumt habe. Manchmal tue ich das dann auch. Dann sind schon wieder ein oder zwei Tage weg. Wieder nicht geschrieben. Aber wenigstens aufgeräumt. Wenn mir etwas einfällt, habe ich auch nicht immer Lust, das Notebook anzuwerfen. Doch meist habe ich ein Notizbuch dabei, wo ich meine Ideen unvergessen machen kann und neben meinem Bett liegt immer ein Block. Während des Einschlafens fällt mir ihnehin am meisten ein. Nun haben wir es aber trotz aller Widrigkeiten immer noch viel einfacher als du, denn wir müssen uns nicht auch noch mit einer chronischen Krankheit herum schlagen. Viele Grüsse, Numungo (17556).

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Pollie Bley

Hab ein Häkchen unter fast jeden deiner Punkte gesetzt - JA, so geht es mir auch oft! Als Pk. 9 könnte ich noch dazufügen: der Alltag ist mir oft zu nah. Es fehlt mir Raum und Muße abzutauchen, mich aus der Pflicht zu stehlen und in meine Geschichte einzutauchen. Ich bin überrascht zu lesen, dass so viele mit den gleichen Herausforderungen kämpfen (oder mit den selben - wie ist das jetzt richtig ausgedrückt???). Es sollte eine Selbsthilfegruppe für anonyme Autoren geben :-O Aber ganz ehrlich Lillilu, du bist viel zu streng mit dir. Ehrlich, auf mich wirkst du wie ein echter Profi.

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Sarah S.

Liebe Lillilu, du gehst eindeutig zu hart mit dir ins Gericht. Stellenweise hast du mir direkt aus der Seele gesprochen. Keiner von uns ist so perfekt wie du dich gerne selber hättest. Versuch, jeden Tag ein winziges Stück zu erledigen, das genügt. (Ich meine aufräumen oder Ablage sortieren oder ähnliches.) Wenn du lernst, es damit gut sein zu lassen und dir die nötige Zeit zu nehmen, die es halt so braucht, dann wird der innere Druck bald kleiner. Statt auf das zu sehen, was noch zu tun ist und vor dir als unerledigte Aufgabe liegt und dein schlechtes Gewissen fördert schau auf das, was du z.B. in der letzten Woche erledigt hast. Das mit dem Schreiben in Schüben geht mir genauso, richtet sich aber bei mir in erster Linie nach den Erfordernissen meiner Umgebung, sprich Familie. Wenn man dann mal Zeit hat ist keine Lust da oder man ist müde und kaputt vom Tag und schaltet dann doch mit schlechtem Gewissen die Glotze ein... Szenen, die dich regelrecht überfallen, das ist bestimmt toll. Bei mir ist das eher so, als ob ich einen Film im Fernsehen anschaue und einfach nur mitschreiben muss. Aber da hat man ja eben nicht immer gerade ZEIT. Das Problem ist wirklich, wie du schon richtig sagst, das du dich zu sehr unter Druck setzt. Tue ich auch mit Gedanken wie: Mein Gott, soviele Themen, über die man schreiben könnte, bevor man gehen muss, und an einer Sache hängt man monatelang rum, bis nur die Erstfassung steht! Und dann kommt ja erst der eigentliche Teil Arbeit dran... Die Lernaufgabe heißt: akzeptieren, das nie alles perfekt sein wird. Trotzdem erst mal was tun (schreiben) und auf die ersten Reaktionen schauen. Nicht aufgeben. Denn wie ich heute hier lesen konnte, kämpfen ja einige mit denselben Anforderungen und Vorwürfen an sich selbst. Ich glaube, die meisten hier erwarten ein bisschen viel von sich selbst und wir haben sonst selten die Gelegenheit, mit jemand drüber zu reden, dem es genauso geht. Liebe Grüße und viel Kraft und Freude weiterhin Sarah S.

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Ornella

Hallo Lillilu, ich habe Deinen Beitrag mit Interesse gelesen vor allem der 5. Punkt "Mich überfallen Szenen, die ich schreiben möchte – ich durchlebe alles, als wenn es am eigenen Leib stattfände, aber ich setze mich nicht immer an den Computer, um es aufzuschreiben. Es bleibt in mir eingesperrt, und ich kann es zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr herausholen. Dann leide ich unter dem seelischen Stauwerk!" hat mich angesprochen. Das geht mir auch so. mich springen die Ideen im Auto an. Manchmal drücke ich aufs Gas und muss deswegen Strafe zahlen. Ich habe angefangen, ein Diktiergerät im Auto oder auf Spaziergängen mit zu nehmen um ein paar Gedanken los zu werden. Die Kehrseite ist: wann tippe ich das alles? Manchmal kann ich eine solche Idee auch nicht in den Computer geben. Mir fällt es oft von Hand leichter, in letzter Zeit schreibe ich viel von Hand und mir kommt vor, dass diese Überfälle sich besser aufs Blatt bringen lassen. Das sind Stratgien, die mir manchmal helfen, das heißt aber nicht, dass ich jeden Überfall aufschreibe, manchmal geht es einfach nicht. Ein weiteres Thema das mich auch sehr beschäftigt, fand ich unter 8. "Tabus lüften" da bin ich sehr gebunden, noch immer. So befreiend das ist, wenn es gelingt, aber es ist wirklich Überwindungsarbeit. Danke für Deine Offenheit! liebe Grüße Ornella

Eingetragen am: 10.09.2008

Kommentar von Birgit Jennerjahn-Hakenes

Hallo Lillilu. Dass Du super schreiben kannst, hast Du bewiesen. Ich dachte mir schon, dass Du kaum handwerkliche Schwierigkeiten hast. Ich hätte - was die anderen Punkte betrifft - einen Buchtipp für Dich. Bevor ich Dir jedoch zu nahe komme, biete ich Dir an, unter Birgit@Jennerjahn.de nachzufragen. Liebe Grüße, Birgit

Eingetragen am: 10.09.2008

Kommentar von Christiane Höhmann

Deine Schwierigkeiten finde ich gut nachvollziehbar. Wenn ich meine analysiere, frage ich mich immer: Und warum willst du es trotzdem unbedingt? Und da bleibt dann etwas, das auch ein bisschen trägt. Also: einfach so lassen, so ist es nun mal und auf die Ressourcen konzentrieren. Christiane

Eingetragen am: 10.09.2008

Eingetragen am: 10.09.2008 von Angelika Wagner
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17541

Ich habe immer wieder Probleme mit den Zeiten. Wenn ich die Geschichte im der ersten Vergangenheit schreibe, muss ich Vergangenes in der zweiten Vergangenheit schreiben und wenn davor auch schon was war? Keine Ahnung ich schlage doch lieber mal nach, das hatte ich nämlich immer vermieden gehabt!


Kommentar von Reiner Reinfeld

Noch etwas: Mehr als Plusquamperfekt gibt es nicht. Oft kannst Du sogar nach dem zweiten, dritten Satz im Plusquamperfekt wieder ins Präteritum zurückfallen. Allzuviel Plusquamperfekt nervt beim Lesen. Noch ein Tipp wegen Grammatik und Sprache allgemein: Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. (Schon mehrere Bände) Das ist interessant, lustig und wirklich lehrreich. Der ganze akademische Kopfmüll verdirbt einem doch nur den Spaß an der Sprache. Also, viel Spaß, Reiner

Eingetragen am: 10.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Angelika! Absolute Pflicht ist die Benutzung von zwei verschiedenen Vergangenheiten zum Kennzeichnen der Vorzeitigkeit nur in nachdem-Sätzen. Mit diesen Nachdemsätzen könntest Du doch mal herumüben. Mach Dir einfach mal klar, dass das Präteritum (ging) und das Perfekt (ist gegangen)gleichzeitig, z.B. um neun Uhr passieren können. Was um Viertel vor neun passiert ist, gehört dann in eine andere grammatikalische Zeit, ins Plusquamperfekt (plus quam perfekt = mehr als Perfekt), das ist also schon länger vorbei. Jetzt meine beiden Beispielsätze: Ich aß um neun Uhr zu Abend, nachdem ich mir um Viertel vor neun ein halbes Hähnchen gekauft hatte. Ich habe um neun Uhr zu Abend gegessen, nachdem ich um Viertel vor neun ein Hähnchen gekauft hatte. Ob Du Präteritum oder Perfekt benutzt, ist eigentlich völlig egel, das Vorzeitige gehört ins Plusquamperfekt. (Das Präteritum ist die geschriebene Vergangenheit der Romane z.B., die gesprochene Vergangenheit ist das Perfekt. Warum ich das so gerne erkläre? Ich habe mal Sprachkurse für Aussiedler gegeben und stand bei diesem Problem wie ein Ochs vorm Berg. Im zweiten Kurs war ich dann besser vorbereitet. Also, es ist ganz normal, wenn man damit Probleme hat. Mein Rat: Bei Grammatikproblemen im Schülerduden nachsehen oder in Dreyer Schmitt: Lehr- und Übungsbuch der deutschen Grammatik. Den großen Grammatikduden habe ich während meiner Zeit als Kursleiter ins Altpapier geschmissen, was allerdings etwas voreilig war. LG Reiner

Eingetragen am: 10.09.2008

Eingetragen am: 10.09.2008 von Fledermaus
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17538

Ich kann keine Geschichten erzählen, die in der Zukunft oder Vergangenheit spielen. Es ist immer alles jetzt und hier.

Mir kommt meine Geschichte zu langweilig bzw. zu adrenalinreich vor, abwechselnd.

Ich wüßte nicht, wie ich das jetzt in eine Übung umsetzen sollte...sorry.


Kommentar von Lillilu

Fledermaus, du schillernder Vogel! Du bist erst 26?! Weißt du, wie großartig das ist, dass du jetzt schon so gut, so spannend und - von mir aus -auch widersprüchlich schreibst? Mit diesem Talent bist du für eine lange Schriftstellerreise gut ausgerüstet. Und was das Hier und Jetzt betrifft: Ich sehe das auch so wie Numungo, vielleicht einen Tick unterschiedlich. Das gestern, das Heute und das Morgen laufen alle zeitgleich ab und einige von uns können zwischen dem was war und dem was ist und was kommen wird hin und herwandern. So erlebst du die Zukunft im Hier und Heute. LG Lillilu

Eingetragen am: 20.09.2008

Kommentar von Fledermaus

Vielen Lieben Dank Euch Allen! ....Ich bin 26, Maren. Möglich, dass ich deshalb nicht viel aus der Vergangenheit zu erzählen habe. ;)

Eingetragen am: 19.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

Es ist doch kein Nachteil, wenn Deine Geschichten in der Gegenwart spielen. Habe noch mal in Deinen Beiträgen gelesen - Du meinst also tatsächlich auch, dass Du im Präsens schreibst, ja? Denn Neevee und Delphi sind Dir doch gut gelungen. Wie ist es - versuchsweise - mit eigenen Kindheitsgeschichten? "Am Tag nach meinem achten Geburtstag sagte mein Vater mir...". Den Unfall hast Du auch im Präteritum beschrieben. Geht doch! Du musst halt nur darauf achten, dass es passt, in der Gegenwart zu schreiben, und bisher ist mir in Deinen Texten diesbezüglich keine Unstimmigkeit aufgefallen. Der Leser wird unmittelbar in das Geschehen hineingezogen. Du kannst ja auch mal probieren, eine Szene in die Vergangenheit umzuschreiben, wie sie dann klingt.

Eingetragen am: 18.09.2008

Kommentar von Maren

Liebe Fledermaus, Gegenwart, ja, das verstehe ich gut. Ich lese gerade Kinder- Jugendbücher, die sind in der Gegenwart geschrieben. Bist Du vielleicht jung? Im Geist jung? Dazu lese ich " zwischenrein" ein Buch von Ingrid Noll,sie hat viel Vergangenheit in ihren Büchern, eine Frau mit viel Erlebtem und Erfahrenem. Liegt es daran bei Dir, dass Du ( zu ) jung bist? Nur so eine Idee von mir, lb.Grüsse Maren

Eingetragen am: 17.09.2008

Kommentar von papaya

Ich hab noch nichts Langweiliges von dir gelesen, Fledermaus. Vielleicht hat dich das hier und jetzt ab und an verleitet zuviel auf einmal reinzupacken. Dann lass doch den Text liegen oder jemanden lesen und setz dich später wieder dran. Ich freu mich auf mehr von dir. Grüße von papaya

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Malea

Wenn du dich einer Geschichte mit Haut und Haaren ergibst, dann ist ihr dort ein hier und jetzt. Immer. Völlig egal, ob deine Figuren altmodische oder futuristische Klamotten anhaben. Aber es zwingt dich auch kein Mensch, historische Romane oder Science Fiction zu schreiben. Deine Texte erscheinen mir eher zeitlos. Und das sollten gute Texte sein, denn so behalten sie Gültigkeit. Langeweile und Adrenalinüberschuss im Wechsel. Das sagst du mit Schmollmund. Du könntest es auch positiv sehen, denn jeder gute Roman braucht Tempowechsel. Du bist also auf dem richtigen Weg, musst nur noch an den Übergängen basteln und herausfinden, wo welches Tempo ideal ist. Liebe Grüße, Malea.

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Numungo

In Wirklichkeit gibt es nur das Hier und Jetzt. Zukunft und Vergangenheit sind Erfindungen des Menschen, damit er mit seinem beschränkten Gehirn den Lauf der Dinge nachvollziehen kann. :-) Viele Grüsse, Numungo (17556).

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Karin

... Das sollst Du ja auch nicht. Ich fand Deine Texte bisher immer sehr gut. Spannend, interessant, gute Sprache. Ich habe auch gern im Präsens geschrieben. Bis ich merkte, dass dann der innere Monolog nicht funktioniert. Liebe Grüße.

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 10.09.2008 von M.P.
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17537

1a, Grammatik,
1b, Rechtschreibung
Beides Punkte, für die ich mich schäme.

2, Zweifel, ob das was ich schreibe, auch wahrgenommen wird,

3, Probleme mit den wechselnden Zeiten, bei einer Rückblende zum Beispiel,

4, Ich mute mir selbst zu viel zu, (Heute arbeite ich daran, morgen daran. Dadurch verliere ich schnell mal den Überblick und dann die Lust weiter zu arbeiten. Später dann Fruste ich vor mich hin, weil wieder Zeit liegengeblieben ist.)

5 bis 10, ZEIT das zu machen, was mir Spaß macht, schreiben!


Kommentar von Beate Kranz

Hallo M.P. Du hast viele 'Probleme' angesprochen, 'Probleme', die jeder von uns in der einen und anderen Form kennt und daran zu knacken hat. Zu Punkt 3: Wenn ich nicht so genau weiß, wann welche Zeit dran ist, zeichne ich mir eine Art Zeitpfeil auf - auf den jede Zeit besonders markiert ist. Dann setze ich meine Prota an die jeweilige 'Jetzt'-stelle ein und schaue, in welcher Zeit die momentane Zeitfalle auftaucht. Hört sich theoretisch vielleicht etwas verwirrend an - praktisch aufgezeichnet wird es einem dann aber recht klar. Vielleicht hast Du ja die Zeit dazu es einmal auszuprobieren. Viel Erfolg lg Beate

Eingetragen am: 22.09.2008

Kommentar von Maren

Hallo M.P. es tut mir leid, dass du es so empfindest, aber Deine Beiträge und Kommentare fand ich immer sehr gut. Deshalb stimmt Klugs… nicht, das Töchterli darf stolz auf ihren Papi sein. Erwähnenswert finde ich bei dir noch Pkt. 5 –10, wer so viel Freude hat, wird auch irgendwann belohnt, ist meine Theorie. Bei diesem Kapitel ist sehr viel Lernenswertes dabei. So habe ich auch den Kommentar von Reiner Reinfeld mir ausgedruckt. Aber ich durfte auch erkennen, dass viele Teilnehmende mit der verflixten Grammatik Mühe haben. Dieses Mal lese ich jeden Beitrag, inkl. Kommentare. Es freut mich, dass du meinen Namen schön findest, übrigens, auch ich bin aus dem Textilfach… VG Maren

Eingetragen am: 18.09.2008

Kommentar von M.P.

Ich sollte mich langsam dran gewöhnt haben gute, wertvolle Tips von Euch zu erhalten. Und doch bin ich immer wieder überrascht, was dieses Forum an Wissen und Freude am weitergeben birgt. Ich bin auch erst heute dazu gekommen, alles durchzulesen, ich hatte das Vergnügen, das Wochenende in Holland an der Nordsee zu verbringen. Der Kopf ist wieder frei, mal sehen, wie lange das diesmal anhält. @ Reiner Reinfeld, ich übe, versprochen. Ich denke auch, dass ich schon besser geworden bin. Deine Tips habe ich gelesen und finde sie sehr hilfreich. Das ich befürchte nicht wahrgenommen zu werden, bezieht sich nicht auf dieses Forum, sondern auf die Verlage denen ich mein Werk verkaufen möchte. Die Reaktionen hier sind gut, dass nicht jeder einen Text von mir kommentiert erscheint logisch, ich schreibe auch nicht zu allen etwas. Ich denke auch, dass Zweifel erlaubt sein sollten, nur so hole ich mich immer wieder auf den Boden zurück und arbeite was das Zeug hält. ;O) @ Pollie Bley, Dein Kommentar trieb mir die Schamesröte ins Gesicht. Und Du hast recht, nur so agiere ich in diesem Forum. Es gibt eine Aufgabe, ich versuche sie zu lösen und präsentiere sie dem wissenden Publikum. Genauso schreibe ich auch. Überarbeitet wird erst später, entweder wenn ich in einem kreativen Loch stecke oder wenn ich weiß, dass die Zeit nicht ausreicht, um ordentlich zu schreiben. Wichtig ist mir der Inhalt, die Form kann warten. Und jaaaaa, ich hätte gerne einen Roman so schnell geschrieben, wie er gelesen ist. Wie geht das nur? @ Numungo, danke, das baut auf. Zu der empfohlenen Seite werde ich versuchen heute Abend Kontakt aufzunehmen. Ich schreibe eigentlich auf meinem Notbook, und das hat keinen direkten Internetzugang, nur mein PC. (Wenn ich mein Notbook anstöpsel, meckert ständig der Anbieter, dass ein fremdes Gerät auf der Flatrate herumgeistert) Dann muß ich irgendwie versuchen, die Version auf den PC zu laden und dann kopiere ich mir alles auf das Notbook, müßte eigentlich funktionieren. Malea hast Du die Version auch angeboten, sie scheint ja begeistert zu sein. :) @ Metta Maiwald, Hallo. Ich kann es lernen, war nur immer zu faul dazu und viel zu oberflächlich. Das Buch „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ kenne ich, aber ich benutze es weniger zur Kontrolle meiner Schwächen. Vielleicht sollte ich es mal probieren. Ohne Flachs und Krümel, ich habe mir kürzlich ein Buch gekauft; „Grammatik und Rechtschreibung der 5. und 6. Klasse. Dein Nachhilfelehrer.“ Sollte mir das peinlich sein? Ich denke nicht und lerne wieder viel. Die Erinnerung kehrt zurück, manchmal unter Schmerzen. Ansonsten möchte ich mich für das Kompliment bedanken und gebe es zurück. (Ich habe Dir eine E-Mail geschickt, schon vor ein paar Tagen, die konnte aber nicht zugestellt werden, weil Dein Postfach voll ist. Schlingel! Kurz zu Deiner Frage, ich habe mir das Rauchen abgewöhnt, vielleicht deshalb?) @ Maren (der schönste Name der Welt), ich bin überrascht. Wenn ich diesen Eindruck bei Dir hinterlassen habe, tut mir das leid. Ich möchte gewiß nicht als Klugscheißer rüber kommen, die kann nämlich keiner leiden. (Sag ich meiner Tochter immer :))

Eingetragen am: 15.09.2008

Kommentar von Maren

Hallo M.P., es tut mir leid, aber ich glaube Dir das nicht. Wenn ich Deine Beiträge lese, komme ich zu einem ganz anderen Schluss,ich dachte immer "der M.P." weiss alles. VG Maren

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Metta Maiwald

1) Nicht schämen! Es gibt zwei Möglichkeiten - entweder Du hast eine Rechtschreibschwäche, dann kannst Du nichts dafür und solltest nur, bevor Du ein Manuskript einreichst, von jemandem Korrektur lesen lassen. Oder Du kannst es lernen, dann tu es! Gute Hilfe: "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" von Bastian Sick. Schau doch mal in Deinen Beiträgen und Kommentaren nach, welche Fehler Dir besonders häufig unterlaufen, mach Dir einen Stichwortzettel und überprüfe einen fertigen Beitrag dann auf diese Punkte. Im Übrigen habe ich gemerkt, dass es für Menschen, die als Kleinkinder von ihrer Familie/ Mutter die falsche Grammatik gelernt haben, schwierig ist, dies als Erwachsenen noch auszumerzen, weil sie gar kein Fehlerempfinden haben. Also, wenn es Dir weiterhilft, schaue ich in Deinen Beiträgen auch gern weiterhin nach Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Wahrscheinlich kommt man sich blöd vor, wenn man in Rechtschreibung nicht fit ist, weil es gesellschaftlich manchmal mit Dummheit gleichgesetzt wird... Dafür kann ich z.B. kein Rad schlagen. Solange es Dir nicht gleichgültig ist, ist alles ok. 2) Ja, Deine Texte werden wahrgenommen. Du bist einer derjenigen, deren Namen ich mir schon früh gemerkt habe. 4) Kenn ich! ;o) LG Metta

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Numungo

Hallo M.P., ich denke bei dir halten sich die Fehler in Grenzen. Das ist einem Lektor wohl noch zumutbar. Du brauchst dir also keine grauen Haare wachsen lassen. Wenn du Angst hast, den Überblick zu verlieren, ein kleiner Tipp von mir: sieh mal unter writerscafe.co.uk nach. Dort findest du ein tolles, kostengünstiges Tool, das du vor dem Kauf auch noch kostenlos testen kannst. Wenn es dich interessiert, dann lade bitte gleich die Version 2.14 (beta) herunter; die kann viel mehr und du hast dann später nicht die Umstellungsprobleme von der 1-er-Version. Viele Grüsse, Numungo (17556).

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Pollie Bley

An deinen Beiträgen habe ich zu schätzen gelernt, einfach darauflos zuschreiben. Manchmal dachte ich: Wahnsinn, der stellt das jetzt so rein. Da hätte man schon noch nachschleifen können ... Und immer warst du einer der ersten, die eine neue Aufgabe ins Forum stellten. Von dir hab ich gelernt, einfach mal loszulassen. Schreiben was gerade ansteht, Ideen und Szenen festhalten und schwubs, raus damit. Wurscht, wenn es nicht perfekt ist. Das Buch ist ja noch nicht gebunden, und überarbeite wird einfach später. Für deine Schwächen schämen solltest du dich deshalb wirklich nicht. Du hast auch ausreichend Stärken, die diese hundertmal wieder aufwiegen. Zu deinem PK 4.: vielleicht geht es dir wie mir - und du hättest einen Roman gerne so schnell geschrieben, wie er gelesen ist. Mich überrollen auch oft Ideen und Stoffe, doch das alles reinzuklopfen kostet Mühe, und Zeit. Und plötzlich ist die Luft raus.

Eingetragen am: 11.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo M.P.! Nicht schämen, üben! Tipps dazu habe ich in anderen Kommentaren geschrieben (17541, 17536)Denke zunächst weniger daran, ob Du wahrgenommen wirst, achte mal darauf, was Dir das Schreiben bringt. Bringt es nicht mehr Klarheit in Dein Hirn? Verarbeitest Du da nicht etwas, was einfach verarbeitet werden muss? Und wenn weniger Kommentare kommen, als Du erwartest und hoffst, im Forum sind sicher eine Menge Leute, die ein schlechtes Gewissen haben, dass sie zu wenig Rückmeldungen geben. Ich nutze die heutige Übung jetzt einmal, mein Gewissen zu entlasten. Zu den Zeiten sieh mal in den Kommentar zu den angegebenen Nummern. Auch mit dem Verzetteln und der mangelnden Zeit bist Du nicht allein. Mach einfach weiter, aushalten! Durchhalten! Erfolg kann sich erst später einstellen, aber nur, wenn Du jetzt am Ball bleibst. LG Reiner

Eingetragen am: 11.09.2008

Eingetragen am: 10.09.2008 von Sarah Jakob
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17531

Liebe Gemeinde,
gerade in den letzten Tagen (Wochen?) habe ich enorm viel geschrieben. Ein Problem, das ich endlich überwunden zu haben scheine, ist wirklich am Ball zu bleiben. Seite um Seite ist entstanden und ich bin, auch dank Eures Lobes, einigermaßen stolz darauf.
Richtige Schwierigkeiten habe ich mitunter, weil ich einen festen Ablauf im Kopf habe und im Nachhinein feststellen muss, dass es so gar nicht sein kann. Manchmal sogar deswegen, weil ich mich nicht genug informiert habe.
Der nächste Punkt ist, dass ich Figuren in meinem Roman vorgesehen habe, die einfach dorthin gehören. Zwei Soldaten, die immer mal wieder auftauchen. Der eine ist eine reale Figur, da konnte ich die Vita fast vollständig übernehmen. Der andere ist eine fiktive Person. Dummerweise habe ich keine Ahnung von den Dienstgraden und habe deswegen versehendlich einen Oberst zu einem Hauptmann degradiert. Und wie der sich darüber gefreut hat... Auf jeden Fall hatte ich die Lacher auf meiner Seite. Das ist aber nicht Sinn der Sache. Also bin ich hingegangen, habe mich nachhaltig über die Grade informieren lassen. Trotzdem bin ich nicht davor gefeit, dass es mir an anderer Stelle wieder passiert, weil ich gar nicht so recht weiß, welche Fragen man stellen muss.
Das nächste Problem, offenbar mehr für den potentiellen Leser, ist mein kreativer Gebrauch der Grammatik. Was sich für mich gut anhört ist definitiv richtig. Egal was Duden und Lexikon dazu meinen. Da kann ich dann auch schon mal tödlichst gekränkt sein, wenn es doch anders ist...
Ich habe mir zwei, drei Leute gesucht,(die mir bisher freundschaftlich zugetan waren) und sie zwangsverpflichtet, alles durchzulesen und meine Fehler zu verbessern, bzw. rot zu markieren.
Dem Computer sei dank, brauchen sie nicht mal mit mir darüber reden. Das ist zwar keine Glanzlösung, aber es funktioniert.
So, mein Seelenstriptease ist beendet. Nun sind andere dran.
Liebe Grüße
Sarah


Kommentar von Metta Maiwald

Alles halb so wild - habe noch mal in Deinen alten Beiträgen gestöbert und war ehrlich gesagt recht beeindruckt, was Du offensichtlich alles über Afghanistan recherchiert hast (oder Du kannst Fiktion glaubhaft als Realität verkaufen ;o). Ich habe in letzter Zeit viel über die Berufe meiner Protagonisten recherchiert, und da kamen immer neue Fragen auf. Du meintest, Du wüsstest gar nicht recht, welche Fragen Du stellen müsstest. Wenn ich über den Alltag meiner Protagonisten zu wenig weiß, fällt mir das meistens auf, wenn ich eine konkrete Szene schreiben will. Manchmal habe ich auch einen konkrete Vorstellung davon, was passieren soll, und muss dann prüfen, ob das so überhaupt sein kann. Hach, manchmal wäre es einfacher, wenn man seine Vorbilder unverfälscht übernehmen könnte...

Eingetragen am: 18.09.2008

Kommentar von Reiner Reinfeld

Hallo Sarah! Schön zu hören, dass andere auch Probleme mit der Recherche haben. Malea und Numungo haben schon alles Wichtige gesagt. Ich wünsche Dir weiterhin eine flotte Feder! LG. Reiner

Eingetragen am: 13.09.2008

Kommentar von Malea

Schön, dass es gut läuft! Das ist sehr wichtig, denn was nützt perfekte Grammatik und Recherche allein? Wenn du nicht am Ball bleibst und "den verdammten Roman" schreibst, wird davon leider nie jemand erfahren. Zur Recherche: Grobe Fehler muss man ausmerzen, klar, aber ab einem gewissen Zeitpunkt sollte man sich von den vielen Detailfragen nicht mehr vom Schreiben abhalten lassen. Denn man kann auch noch beim Überarbeiten korrigieren. Also, packen wir`s an ;-) Liebe Grüße, Malea.

Eingetragen am: 12.09.2008

Kommentar von Numungo

Hallo Sarah, etwas wirklich schlimmes ist bei deinem "Seelenstriptease" nicht zutage getreten. Das habe ich auch nicht erwartet. Die Probleme, die du beschreibst, wird wohl jeder mal haben, doch ich halte sie nicht für weiter dramatisch. Und was deine Grammatik betrifft, kann ich mich nicht an "verbogene" Szenen erinnern. D.h., im Großen und Ganzen hältst du dich wohl doch an den Duden. Und manchmal kann ein Text dadurch gewinnen, dass der Schreiber sich den Regeln wiedersetzt. Also nicht alle Selbstverliebtheiten dem Duden zum Frass vorwerfen. Manche sind dann doch zu schade ... Viele Grüsse, Numungo (17556).

Eingetragen am: 11.09.2008

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