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Kapitel 39 mit Übungsaufgabe
Leserbeiträge
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18356
"Nochmal Ihren Ausweis!"
"Den hatten Sie schon!"
"Das System verlangt Ihren Ausweis!"
"Wohl alles neu hier?"
"Ich arbeite hier."
"Nicht sehr effektiv!"
Ich finde den Bezug vom vierten zum fünften Satz nicht. Sonst bürokratisch-knapp auf beiden Seiten. Überheblichkeit kontra Unhöflichkeit. Kurz und gut.
Rick, bist Du ein " er" oder eine " sie" , denke dabei sofort an den Film " Casablanca". Also Rick, genau das ist uns in München passiert, seit einigen Wochen haben wir in der Schweiz auch einen AHV -Ausweis. Wir waren mit deutschen Freunden und mein Mann, natürlich ohne Rentnerausweis ( AHV ), wurde etwas ruppig und meinte:"sieht man mir das nicht an, dass ich Pensionär bin?" Aber die junge Dame wollte einen Ausweis. Du hast es treffend geschildert, aber leider ist es auch wahr. LG Pia
Typische Dienstgewerbesprache aus dem Berliner Raum, die deutlich ausdrückt, dass der Kunde ein Störfaktor ist. Oder wird man im Rest der Republik als Kunde auch nicht besser behandelt? Jedenfalls hast du die Aufgabe gut gelöst.
Witzig, allerdings Hass kann ich hier keinen spüren, eher Überheblichkeit, Grüße guenni
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18337
hans: also in der neuen stadtbibliothek haben sie sogar zettels traum von arno schmidt ...
gerd: ... den du natürlich schon längst gelesen hast. wenn sie jerry cotton hätten, wäre ich glücklicher!
Zwei Leser mit unterschiedlichen Vorlieben - das kann schon Basis für Bosheiten sein. Aber hier trauen sich die Sprecher nicht so recht.
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18338
Frau Bauer: Die neue Stadtbibliothek ist doch schön geworden! Meine Tochter geht gern dahin.
Frau Weller: Sie lebt ja nun schon lange mit dem Franz zusammen ... wann heiraten die beiden denn?
Der Text ist etwas kurz. Vielleicht könntest du da noch drei oder vier Zeilen ranhängen. Frau Bauer könnte ja mit einem kleinen Schnitzer ihrerseits antworten und Frau Weller zieht beleidigt dahin.
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18336
su: die neue stadtbibliothek ist echt schön geworden. warst du mal dort? meine anna hat sich gleich festgelesen ...
rita: wenn ich aus dem büro komme, ist dort schon geschlossen. da muss man schon hausfrau sein, naja und kinder haben natürlich ...
Klassischer Konflikt zwischen Karrierefrau und Nur-Mutter. Logisch gehören die Kinder nicht dazu (auch wenn Anna erwähnt wird, kann man auch allein in die Bücherei gehen), erklären aber den unterschwelligen Konflikt, den Neid darauf, Familie zu haben.
(Schön) fies, das mit der Hausfrau. Aber ich finde die Kinder hättest du weglassen können (dass man Kinder hat, hat ja nichts damit zu tun, dass man viel Zeit hat um in die Bibliothek gehen zu können).
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18333
"Was machen Sie denn da, Lohmann, ich sagte Ihnen doch, dass Sie in der Sachbuchabteilung einsortieren sollen".
"Ich suche ein Buch für Herrn Langrange".
"Wenn ich Ihnen einen Auftrag gebe,führen Sie diesen auch bitte aus."
"Ja,aber der stellvertretende Direktor Herr Langrange bat mich ganz dringend darum", aber wenn Sie meinen....., ich sage dann gerade Herrn Langrange Bescheid".
"Nein, warten Sie, suchen Sie halt erst das Buch für Herrn Langrange, aber dann gehen Sie in die Sachbuchabteilung.
Der Herr darf das, was er sowieso gerade tut, erst tun, wenn der Abteilungsleiter befohlen hat, dass er es tut. Wie der König beim "Kleinen Prinzen", wenn ich mich recht erinnere. "Ich verabschiede mich jetzt." - "Ich befehle dir, dass du dich verabschiedest!"
Wirklich gut! Ein Schlaglicht, das, wie mir scheint, nicht nur der Bibliothek gilt. Hier werden in einem kurzen Dialog gekonnt die verstaubten Zustände eines eigentlich längst überholten Systems angeprangert.
Die verkrustete Hierarchie knirscht mit den Zähnen, doch niemand wagt, an ihr zu rütteln.
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18318
Ein Dialog der bezaubernden Seck-Schwestern Sabine und Susanne:
„Mutti hat gesagt, wir sollen uns einfach nett unterhalten, bis sie mit Oma vom Arzt wieder da ist, wie normale Menschen. Als ob du ein normaler Mensch wärst.“
„Als ob du nett sein könntest. Na bravo. Worüber sollen wir reden, die Phänomenologie des Lidstrichs? Nein, wie wäre es mit diesem Zeitungsartikel - Stadtbücherei wird modernisiert. Die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten an den maroden Sanitäranlagen der Stadtbücherei wurden diese Woche begonnen.“
„Das stimmt, die sind wirklich ziemlich eklig.“
„Sorry Sabine, aber woher willst du denn das wissen? Du brauchst doch Bücher nur zum Unterlegen, wenn der Tisch wackelt.“
„Ach, ich war neulich mit dem Michi in der Bücherei, als wir, na ja, spazieren gegangen sind und es so geregnet hat.“
„Schon klar, fummeln auf dem Büchereiklo. Und ich hatte für einen winzigen Moment gedacht, du hättest zur Abwechslung mal was anderes in die Hand genommen, nämlich ein Buch.“
____________________________
Und noch ein kleiner:
„Hast du auch schon gehört, Erwin, die Stadtbücherei soll endlich modernisiert werden.“
„Mmh, ja ja.“
„Die wollen auch ganz viele neue Bücher anschaffen.“
„Mmh, ja ja.“
„Liebesromane und Ratgeber für Eheprobleme und Sachbücher über Giftmorde an Ehemännern, die am Frühstückstisch nur die Fußballergebnisse in der Zeitung lesen.“
„Mmh, ja ja, Fußball, klasse.“
_____________________________
Ein hab ich noch:
„Die Stadtbücherei muss modernisiert werden, Herr Bürgermeister.“
„Wir werden uns damit im Rahmen der Rahmenplanung für die Infrastrukturmaßnahmen der Infrastruktur befassen.“
„Bei allem nötigen Respekt, Herr Bürgermeister, aber der Punkt muss auf die Dringlichkeitsliste gesetzt werden.“
„Ich entscheide hier immer noch allein und völlig demokratisch, welche Punkte auf welche Liste gesetzt werden.“
„Aber es geht doch um die Bildung, die Kinder, Herr Bürgermeister, die Zukunft unserer Kommune.“
„Mit Kommunisten will ich nichts zu tun haben, erst werden die drei Umgehungsstraßen gebaut, und jetzt entschuldigen sie mich, Herr Oppositionsführer, ich habe noch dringende Geschäfte zu erledigen.“
Hey Malea, kurz zu Deinem Pinnwand-Eintrag: Was meinst Du mit "Ginkos Feder"? Mich nervt das absolut, wenn irgendwelche Querverweise gemacht werden, die nicht jeder kapiert - sicherlich bezieht sich das auf irgendeinen Kommentar von Ginko Korn. Könntest Du BITTE noch mal - falls das überhaupt wichtig ist, aber vielleicht ist es so voll, dass man sich tatsächlich nur mit einem Erkennungszeichen erkennt - schreiben, was Du meinst? Auch für andere, denen es vielleicht geht wie mir! Danke! PS: Der Link mit der Ortskarte funktioniert nicht. LG Scacha
Hallo Malea, Du kannst Schreibspielchen ja auch nicht widerstehen :-))) Zur Zeit gefällt mir der letzte Dialog am besten - weil es genau so ist. Der mittlere kann einen zum Nägelbeißen bringen. Allein die Vorstellung so einen am Frühstückstisch sitzten zu haben rechtfertigt das Lesen von Büchern über schwer nachzuweisende Mordarten. Beim ersten gefällt mir die Phänomenologie des Lidstrichs und die Idee des Fummels auf dem Bücherreiklo. Auf die letztere Idee wäre ich glaube ich zumindest, nie gekommen. Liebe Grüße Bridget
Danke Ladies :-) @ Metta: Beim Dialog der Seck-Schwestern hätte ich auch gerne Zwischentexte und ein Wortgefecht mit mehr, aber kürzeren Sätzen geschrieben. Aber ich hab mich brav an die Aufgabenstellung gehalten ;-) Du hast also völlig recht mit deiner Kritik. Ach, Kabarettisten, die sind eine aussterbende Spezies, es gibt fast nur noch dümmliche Comedians... @ Angela: Danke, und bei des Bürgermeisters Geschäften teilst du meine Hintergedanken ;-) @ Carola: "Ja ja" ist zwingend, das heißt bei uns im Süden auf dem Land/auf der Baustelle so viel wie "Leck mich am A..". Erwin kann übrigens leider keine ganzen Sätze sprechen ;-) Schade, dass du den dritten Dialog nicht magst. Er ist absichtlich völlig überspitzt und absurd. Und zu den Kompetenzen eines Bürgermeisters, tja, ich bin in Bayern aufgewachsen, da wurde zwar die Monarchie abgeschafft, aber so mancher Dorf- oder Kleinstadtbürgermeister herrscht durchaus absolutistisch, über sich nur den Herrgott bzw. den Herrn Pfarrer. Kennst du Gerhard Polt? Wenn nicht, kann ich zur "Weiterbildung" sehr empfehlen ;-) Liebe Grüße, Malea.
Liebe Malea, deine Seck-Schwestern sind, wie immer bezaubernd. Endlich darf auch mal Susanne auftrumpfen. Der zweite Dialog gefällt mir auch sehr gut. Allerdings empfinde ich das "Mhm, ja ja" als übertrieben. "Mhm, ja" hätte für mich auch gereicht, um das totale Desinteresse zu zeigen. Auch die Darstellung der Einsilbigkeit im letzten Satz empfinde ich als etwas übertrieben. Das er ihr nicht zugehört hat, könntest Du z.B. auch durch den Satz "Fußball ist gut. Wurde auch Zeit, dass sie dazu mehr bringen.", ausdrücken. Der Dritte gefällt mir -trotz gelungener Wortspiele- gar nicht. Das liegt z.T. daran, dass er sachlich nicht stimmig ist(Bürgermeister haben z.B. keine Haushaltskompetenz, können also nicht entscheiden, wieviel Geld für den Straßenbau und wieviel für Kultur eingesetzt wird) und ist auch in der Rhetorik so sehr übertrieben, dass die Personen zu Abziehbildern verkommen. Das kannst Du besser! Liebe Grüße Carola
Zu 1) Da hast du ja super deine Protas in die Übung integriert. Respekt! Der Zickenterror der ungleichen Schwestern wurde anschaulich verdeutlicht. / zu 2) Nicht schlecht. Kommt mir aber irgendwie bekannt vor. / zu 3) Herrlich, dieser Dämel von Bürgermeister. Bei seinem IQ müssten ihn seine „dringenden Geschäfte“ direkt zum Klo führen. Mehr produktiven Output traue ich ihm jedenfalls nicht zu. ;-)
Schade, dass keine Zwischensätze stehen dürfen, die hätten dem ersten Dialog gut getan, oder zumindest ein Trilog, in dem Muttern noch ein Wörtchen mitredet: "Ich fahr mit Oma zum Arzt. Seid mal nett zueinander, wie normale Menschen." Die Tür klappte zu. Sabine sah Susanne herausfordernd an: "Normale Menschen hat sie gesagt. Schade, dass nur du da bist." "Nett!" Susanne setzte ein zuckersüßes Lächeln auf: "Untersuchen wir also die Phänomenologie des Lidstrichs." Ich glaube, die ersten beiden Absätze wären knackiger und würden gewinnen, wenn sie mehr gestrafft wären. Sonst gut gelungen - die Gegensätze der beiden wurden ja bereits in der Beschreibung Deiner Prota deutlich. Die beiden anderen sind klischeehaft überspitzt, ein anderes Genre (Loriot). Neandertaloides Höhlengegrunze ;o) und bürokratisches Bürokratendeutsch. Um es auf den Punkt zu bringen: Wir entscheiden hier im Forum allein und völlig demokratisch (Wir sind das Volk und l'état, c'est moi!), unter welchem Gesichtspunkt wir Punkte vergeben und auf welchen Tagesordnungspunkt die Diskussion über die Pointe gesetzt wird. Ich möchte noch bemängeln, dass es außerordentlich schwer ist, mit den Fingern die Tastatur zu erreichen, wenn man vor lachen unter dem Tisch liegt. Vielleicht solltest Du Dich als Texterin für Kabarettisten bewerben, das würde das Nieveau auf deutschen Fernsehkanälen z.T. erheblich steigern. ;o)
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18320
Traurigsein
"Weshalb bist du so traurig?"
"Weil ich verliebt bin."
"Aber das ist doch kein Grund traurig zu sein!"
"Doch, denn wenn ich dabei traurig bin, ist es noch viel schöner verliebt zu sein."
---
"Bist du schon wieder traurig?"
"Ich bin gerne traurig."
"Das verstehe ich nicht."
"Das musst du auch nicht. Hauptsache, ich bin glücklich dabei."
In der Tat: Nur Verliebtheit entschuldigt diesen Text!
Die zarte Melancholie im September lässt keine Gegnerschaft zu und Verliebtheit entschuldigt alles.
"Ich bin nicht traurig." "Dann bist du nicht verliebt." "Du verstehst mich nicht." "Muß ich? Hauptsache, ich finde den Weg in die Bibliothek."
Das gefällt mir sehr gut! Und auch, wenn es nichts mit der Bibliothek zu tun hat (ja, ich habe deine Erklärung gelesen) - wunderbarer Dialog und super Anregung, danke! LG von Velarani, die grad ihre Liste abarbeitet und experimentiert.
Witzig und melancholisch. Eine seltene Kombination. Danke für dieses Juwel von Beitrag.
Wie ulkig! Hat zwar nichts mit 'ner Bücherei zu tun, aber ich mag diesen Dialog. Die Verliebte könnte ich sein...:-)
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18314
„Hast du gesehen, dass der Wasserschaden an der Decke wieder größer geworden ist? Wird Zeit, dass die Stadt mal ein paar Mäuse locker macht für die Sanierung der Stadtteil-Bücherei.“
„Träum weiter. Glaubst du, die haben einen Goldesel im Ratskeller, der für den Erhalt von Kultur Dukaten scheißt? Wie naiv bist du eigentlich?“
„War ja klar, dass du mal wieder nur die negativen Seiten siehst, du Pessimist!“
„Pessimisten sind die besseren Realisten.“
„Deine wenig konstruktiven Bemerkungen darfst du dir sonstwo hinschieben, mein Lieber!“
„Oh, das Fräulein Kollegin hat wohl zu Hause Frust mit dem Freund und ich darf das jetzt ausbaden. Such dir einen anderen dafür.“
„Leck mich!“
(Hier seht ihr zudem ein typisches Beispiel meiner Probleme aus Kapitel 37 – meine Protas können sich nicht benehmen und machen was sie wollen) :-D
Ganz deutlich ist zu merken, dass es beide ehrlich meinen. Sie sprechen in der Sprache, die sie kennen. Also ist doch alles in Ordnung.
Ich finde den Dialog gelungen und gratuliere dir zu den Protas! mir gefällt´s Lass sie machen!... wenn es zu derbe wird kannst du ihnen immer noch mit mord drohen ;-) Liebe Grüße, Wupilie
Asche auf mein Haupt! Ich werde mich bessern. Es hat mich allerdings sehr gereizt mal anzutesten, wie weit ich gehen kann, ohne von Moralaposteln gesteinigt zu werden. ;-) Deshalb hatte ich bewusst auf eine Überarbeitung und Streichung verzichtet. Aber wie ich sehe, seid ihr alle sehr verständnisvoll und aufgeschlossen. Für mich ein wichtiges Kriterium, da ein Autor bereits sein sollte, für seinen Roman – falls benötigt - sein gewohntes Lebensumfeld zu verlassen und sich in unbekannte soziale, emotionale und kulturelle Gefilde zu begeben.
Liebe Angela! Frau Doughty hatte empfohlen, keine "bad language" im Roman zu verwenden, das sei eine übliche Anfängerschwäche. Seltsamerweise findet man aber immer wieder gute und erfolgreiche Bücher (und ich meine jetzt nicht "Feuchtgebiete"), in denen es auch sprachlich knallhart zur Sache geht. Als Selbstzweck wird diese Sprachebene schnell fade, als Stilelement kannst du gerne mal vom Leder ziehen. Also gräme dich nicht weiter und lass deine Protas von der Leine, ich freue mich auf jede Menge pralles Leben ;-) Liebe Grüße, Malea.
Wohl auf Krawall gebürstet, was? Derbe, aber amüsant. Die sind wenigstens offen, gefällt mir.
Hallo Angela, Bücher, in denen sich alle immer gut benehmen, sind langweilig. Dein Dialog ist das Gegenteil davon. Natürlich bist Du als Autorin immer auch ein bisschen Domteuse. Aber schwing' die Peitsche nicht zu sehr, denn sonst: s.o. ;-) Viele Grüße Carola
@ml: (lach) Du sprichst ein Thema ein, dem deutlich mehr Raum gewährt werden müsste: Wie viel Autor steckt im Prota? Falls es dich beruhigt – sooo rede ich nicht. Und solche Sätze habe ich nicht einmal im größten Streit zu meinem Mann gesagt. Allerdings steckt etwas von einem Schauspieler in mir. Einem ehrgeizigen Schauspieler, um genau zu sein, der jedoch nicht selber auf die Bühne tritt, sondern seine Protas vorschickt. Und von diesen Marionetten erwarte ich, dass sie ihre Rolle perfekt spielen. Leider säbeln sie oftmals an den Haltefäden herum und stürmen unerwartet davon. Im vorliegenden Fall habe ich mich beim Korrekturlesen darüber gewundert, warum sich die beiden wie ein zerstrittenes Ex-Liebespaar anhören. Hier sind meine Protas deutlich über das vorgegebene Ziel (normale Kollegenaversion) hinausgeschossen. Und es ist mir ein Rätsel warum.
Wie langweilig wäre es, könnten sie sich benehmen! "... der Stadtteil-Bücherei" klingt in der wörtlichen Rede hölzern und unecht - die Information für den Leser, wo wir uns befinden, müsste in einem längeren Text im Vorspann stehen. Die zweite Aussage könnte knackiger sein - lies sie mal laut. "Typisch Pessimist. Immer alles negativ." Genauso bei "Such dir..." = "Dafür such dir einen andern." Gut gefällt mir, wie von der sachlichen auf die persönliche Ebene gewechselt wird, die Sprache zunehmend an Niveau verliert ("wenig konstruktive Bemerkungen"/ "Leck mich!"), die überhebliche Anrede "Fräulein Kollegin" und die Pauschalurteile.
Hallo Angela, wo mögen sie das nur her haben??? ;) :) In der Realität sind auch nicht immer alle lieb, oder? Bis bald ml
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18312
"Gibts online, 14 Seiten findest du nicht als eigentstaendiges Buch."
"Das juckt mich doch die Bohne was ich dazu bekomme."
Sorry eigentlich ahtte ich geglaubt es haette gar nicht funktioniert, (ist naemlcih abgestuerzt) und eigentlich steht da noch mehr ... nur jetzt habe ich es schon vergessen.
Das Gespräch ist etwas mysteriös. Offenbar reden die beiden ohne Streit aneinander vorbei.
Vielleicht passt in die fehlenden vier Zeilen noch die Bibliothek. Ich glaube fest daran.
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18310
- Aus der schönen alten Bibliothek machen sie jetzt auch einen dieser Glaskästen.
- Ja, daraus wird ein moderner offener Bau - mit viel Licht und heller Atmosphäre.
- Ich mag ja lieber die kleinen Bibliotheken, mit engen Räumen voller Bücher, in denen man nur das Umblättern der Seiten hört.
- Aber der Neubau wird mehr Leser in die Bibliothek locken, was ja beiden Seiten zugute kommt.
- Die Leute haben heute einfach keinen Bezug mehr zu Büchern. Ich werde meine Bücher in Zukunft im Antiquariat besorgen.
- Mir gefällt dieser "Glaskasten" schon jetzt. Am Tag der Wiedereröffnung lasse ich mir gleich einen Ausweis machen.
Nun ist die Frage: Lässt sich die Glaskastenverehrerin einen Ausweis zum Bücher ausleihen oder wegen der neuen Architektur ausstellen. Es kann auch ein Glaskastenverehrer sein.
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18305
Hallo, schön dich bei der Eröffnung der neuen Bibliothek zu treffen. Was macht eigentlich Deine Enkelin Rosy? Tanzen kann sie besser als alle anderen, das weiss ich. Aber kann sie auch schon lesen?
Was denkst du, das kann sie schon seit zwanzig Jahren, obwohl sie erst zehn ist. Grüss deine Tochter. Muss sie immer noch zum Psychiater oder warum konnte sie nicht kommen?
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18304
"Überall diese Computer, geht denn nichts mehr ohne?"
"Ich finde das genial. So spart man Geld und Zeit."
"Na, ja. Von Beidem hat wohl keiner genug heutzutage."
"Und man spart vorallem Personal!"
"Tja, dass sie keinen Wert auf Zwischenmenschliches legen, ist ja nichts Neues."
"
Man sollte es nicht glauben: Mechanische Webstühle und Computer haben etwas Gemeinsames.
Hallo ruth, ein feiner Dialog. Ich verstehe nur nicht, warum man dabei Geld spart? War das eine Anspielung auf E-Books? Obwohl ich mir nicht vorstellen will, dass eine Bücherei dieses Medium anbietet. Oder ging es dabei schon um die zweite, brutale Aussage, dass Personal gespart wird und damit die Bücherei weniger Geld ausgiebt? Du siehst, es bleiben Fragen offen.
Sehr gut, vor allem die Sprachlosigkeit in der letzten Zeile :-)
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18298
Zwei Frauen mittleren Alters stehen hinereinander in der Warteschlange der Bibliothek. Die eine dreht sich um.
"Herrjeh, was riecht denn hier so?"
"Immer noch das alte olfaktorische Wunder."
"Oh. Ist die neue italienische Glaskuppel nicht pittoresk?"
"Hauptsache die Bücher fangen unter der pittoresken Lupe kein Feuer."
"Immer noch die blühende Phantasie von einst. Wie schön!"
Hi Bridget! Miss Trocken trifft Miss Sentimental. Da schimmern zwei recht verschiedene Charaktere durch – in einem so kurzen Stück...Finde ich gut. Das "alte olfaktorische Wunder" ist sehr schön.
Köstlich! Ich höre die goldenen Sammelarmbänder an den fleischigen Unterarmen klimpern. Wie schön!
Kann mich gar nicht entscheiden, welche der beiden Kampfzicken fieser ist. Schön :-) Liebe Grüße, Malea.
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18299
„Herr Schreiber, Sie haben die Hausmitteilung wohl übersehen.
Unsere neue Praktikantin soll an Ihrem Bildschirmplatz arbeiten.“
„Ach, ich wusste gar nicht, dass die Idee von ihnen stammt,
Herr Dr. Ganzleinen, weil Sie mir das nicht selbst gesagt haben.“
„Lieber Herr Schreiber, nehmen Sie es nicht persönlich. Die Sache ist rein organisatorischer Natur. Könnten Sie nicht während der Mittagspause Ihr Material auslagern?“
„Ihre liebe Praktikantin wird mir dabei sicher behilflich sein,
Herr Dr. Ganzleinen !“
„Frau Halbleder nimmt noch an einer Besprechung teil. Das kann Nachmittag werden. Wir hatten uns auf Ihr Entgegenkommen verlassen!“
„Gewiss doch, verlassen Sie sich darauf! Ich trete ihnen durchaus entgegen.“
Da rasseln die Säbel. Ein Genuss, das entgegen Getretene, das schrullig deutsche hierarchische Gezirkelte.
An meinem Arbeitsplatz tummeln sich auch Exemplare wie Ganzleinen (Halbseiden). Leider gibt es zu wenige Schreibers in der Arbeitswelt. Ich finde seine Reaktion sehr klug und hoffe, er hat noch kein Magengeschwür. Für Deinen Kommentar zu meinem Text hier vielen Dank. Dein psychologisches Gespür macht mir Linns Profil deutlicher. Das hilft bei der Entwicklung, die mir im Moment sehr schwer fällt.
Hallo Ginko, im Berufsleben nennt man das schlicht " Mobbing", die Erniedrigung ist da und etwas stinkt zum Himmel. Der letzte Satz ist spitze.LG Maren
Ein interessanter Dialog, da die Akteure sich formal korrekt verhalten und die Animosität ausschließlich über Kleinigkeiten transportiert wird. Die dadurch erzeugte steife Atmosphäre transportiert die Spannung m.E. sehr gut, zumal die offene Auflehnung von Herrn Schreiber in dieser hirarchischen Beziehung auch nicht unbedingt glaubwürdig wäre. Das Wortspiel am Ende ist klasse.
Mir gefällt es so! Gerade durch dieses Überhöfliche kommt zum Ausdruck, wie die beiden Herren zueinander stehen. Na ja, unter Umständen wird einer der beiden nicht mehr lange stehen bleiben. Wenn das Entgegentreten zu heftig war? Liebe Grüße.
Hallo Ginko, ein wenig steif wirkt der Dialog schon. Obwohl ich mir auch gut vorstellen kann, wie sich zwei gebildete Menschen zwischen Tür und Angel zu beherschen suchen. Der Vergleich mit Loriot ist treffend, auch ich sehe zwei steife Abteilungsleiter. Was mir richtig gut gefällt ist die Zweideutigkeit im letzten Satz. Einem das Wort im Mund herumzudrehen halte ich für eine der miesesten Formen der Dialogführung, es ist so endgültig und der Gesprächspartner kommt automatisch in Erklärungsnot. LG M.P.
Oh, ich finde, gerade durch die gewählte Ausdrucksweise wird deutlich, wie einer versucht, den anderen zu übertrumpfen. Es sind eben keine 0/8/15-Protagonisten.
Lieber Ginko! Da hätte ich doch drauf wetten mögen, dass dir etwas in der Art dazu einfallen würde, köstlich. Allein schon die Namen der Kollegen, frisch gebügelt aus dem Wäscheschrank. Und im letzten Satz schön doppelbödig nachgetreten, so ist`s recht. Liebe Grüße, Malea.
Dein letzter Satz „Ich trete Ihnen durchaus entgegen“ gefällt mir ausgesprochen gut. Da entstehen so herrliche Bilder in meinem Kopf. ;-) / Die von Mata bemängelten „liebe-Dingens“ und die sehr betonten namentlichen Anreden zeigen m. E. sehr gut, was Schreiber von seinem Vorgesetzten hält. Und umgekehrt. Man merkt, dass die beiden sich bereits seit längerem nicht grün sind.
Hi Ginko, das klingt viel zu gestelzt. Die ganzen Namen, Anreden und liebe-Dingens würde ich eliminieren. So spricht man vielleicht im wirklichen Leben, wenn man ironisch sein will, aber Dialoge in der Literatur sind knapper. Ich musste beim Lesen an Loriot denken ... aber der spielt das ja auch. ;-), lG Mata
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18300
"Ich habe meine Facharbeit endlich fertig."
"Pff. Ich bin schon seit langem damit fertig."
"Tj,a nur habe ich mein Wissen selber aus der Bibliothek erlesen."
Danke schön. Ja solche Dialoge hört man oft in der Schule, da dachte ich mir, der würde hier sehr gut reinpassen.
Dein kurzer Dialog ist super, die Arroganz der ersten Dialogpartnerin (der vielleicht alles leicht fällt im Leben oder gemacht wird) und die Neidgefühle der Zweiten, die sich alles selbst erarbeiten muss - sehr glaubwürdig für Hass zwischen den beiden...
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18296
"Es ist wirklich eine Schande was aus der alten Bibliotheken geworden ist, sie ist so..."
"...Ja, Ja modern und kalt. Aber hey weisst du was? MIR gefällt sie. Fortschritt kann man eben nicht aufhalten."
"Dir gefällt auch...vieles und was den Fortschritt angeht, so sollte man es nicht mit ihm übertreiben."
"Hey nur weil DIR nur uraltes Zeug gefällt, heisst dass noch lange nicht das Modernisierung schlecht ist."
"Was du als "uraltes Zeug" bezeichnest wird von anderen als Kultur geschätzt."
"Nicht jede baufällige Hütte ist gleich ein Kulturgut nur weil sie alt ist."
Hallo Raskor, ich finde Deinen Dialog gut. Allerdings hätte ich bei so wenig Text lieber keine Wiederholung benutzt. Auf jeden Fall hast Du die Aufgage gut erfüllt. Man merkt wirklich, dass sie sich nicht leiden können. Weiter so. Bis bald ml
Eine Meinungsverschiedenheit über Schönheitsempfinden, doch die Ausdrucksweise klingt für mich eher wie ein Schlagabtausch unter Freunden, vielleicht durch das Wort 'hey', das dem Dialog etwas Jugendlich-Frisches, jedoch nicht Kaltes oder Zorniges verleiht.
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18295
"Also, das Geld für die Modernisierung der Bücherei hätten die sich sparen können. Das wäre für andere Dinge nützlicher gewesen."
"Wieso denn? Man will sich ja schließlich auch wohlfühlen, wenn man da einige Zeit verbringt. Ich liebe Bücher und bilde mich gerne weiter, lese auch mal die eine oder andere Zeitung dort. Aber ich weiss, nicht jeder ist so kulturell interessiert wie ich."
"Es hat ja auch nicht jeder so viel Zeit wie Sie. Ich muss mir mein Geld jedenfalls hart erarbeiten."
Hallo Monika, bin gespalten. Für mein Empfinden ist zu viel Selbstdarstellung im Dialog. Komischerweise bezieht sich die auch noch auf beide Gesprächspartner. Die Liebe zu Büchern auf der einen Seite, das harte Leben mit allen Hürden auf der anderen. Natürlich bin ich auch befangen und sehe mir die Dialoge anders an, als es ein Unbeteiligter machen würde. Trotzdem, wirkt doch etwas an den Haaren herbeigezogen. LG M.P.
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18294
Die neue Stadtbibliothek
Herr Schlaumeier: Frau Müller, ich habe immer noch keine neue Liste. Bitte legen Sie mir die Liste der verliehenen Bücher bis spätestens morgen auf meinen Schreibtisch.
Frau Müller: Ist Ihr neuer Computer noch nicht funktionstüchtig?
Herr Schlaumeier: Doch, warum?
Frau Müller: Da können Sie wann immer Sie möchten die Liste aufrufen. Und Sie sind dann immer auf dem neuesten Stand, Herr Schlaumeier.
Den Dialog finde ich sehr gut, er wir der Aufgabe voll gerecht. Die Vorangaben der Namen müssen nicht sein und der Name Schlaumeier ist etwas für Kinderbücher ab drei Jahre.
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18293
"Ich muss in die Stadt. Die Leihfrist für meine Bücher läuft heute ab."
"Das geht inzwischen auch online: Du musst einfach nur..."
"Danke für den Hinweis. Aber ich mache das lieber auf meine Art. Außerdem wollte ich mir noch ein Buch ausleihen und das braucht eben auch seine Zeit."
"Was ist kompliziert daran, ein Buch auszuleihen?"
"Du bist wohl seit diesem Umbau nicht mehr da gewesen - nichts ist mehr an seinem Platz und die Katalogkästen haben sie auch abgebaut. Wie soll man sich da noch zurecht finden?"
"Was meinst du, wofür die Computer da sind? Da kannst du ganz bequem am Bildschirm suchen."
"Danke für die Aufklärung, aber das ist nichts für mich. Dieser ganze neumodische Kram ist mir unsympatisch. Ich mag die Dinge so, wie sie sind. Man sollte nicht immer alles verändern wollen."
"Hach, ja. Was meinst du, so die Menschheit heute wäre, wenn alle so dächten? Wahrscheinlich immer noch in Afrika!"
Dein Text ist einer der Besten. Das der einen Person das Wort abgeschnitten wird, ist sehr gut (darauf bin ich gar nicht gekommen). Auch das Ende (Afrika) finde ich besser als das, was man normalerwise sagen/schreiben würde (Steinzeit).
Hallo M.P., ok, dann ist das offenbar wirklich missverständlich. Hier geht es nämlich nicht um einen Entwicklungsvergleich zwischen Nord und Süd oder West und Ost, sondern um genau das, was Du besser fändest. "Wären wir noch in der Steinzeit" ist hier nur auf arrogantere Art ausgedrückt. Der Sprecher ist Anhänger der Out-of-Africa-These, die davon ausgeht, dass sich die (modernen) Menschen in Afrika entwickelt und von dort aus in mehreren Wanderungsbewegungen über die gesamte Welt ausgebreitet haben. Aber der Satz taugt (hier) natürlich nichts, wenn er nicht aus sich heraus verständlich ist. Viele Grüße Carola
Hallo Carola. Ich hätte mich besser erklären sollen. Im Allgemeinen kann ich Entwicklungsvergleiche zwischen der Industriellen und Dritten Welt nicht ausstehen. Bevor die Westlichen sich anmaßten die schwarze Bevölkerung zu kultivieren, lebten diese glücklich und zufrieden. Ein Vergleich mit der Steinzeit hätte mir besser gefallen, aber das ist auch nur meine subjektive Meinung, nichts worüber wir streiten müssen. Deinen Vorschlag mit den Bäumen fand ich gut. LG M.P.
Hallo M.P., was gefällt Dir am letzten Satz nicht? Wäre Dir "Wahrscheinlich würden wir dann immer noch auf den Bäumen hocken?" lieber gewesen? :-) Ich fand es für diesen Sprecher zu verstaubt und ich selbst finde die Out-of-Africa-These plausibler, als alle anderen Theorien zur Herkunft der Menschheit. @Metta und Malea: Danke :-) Viele Grüße Carola
Kann Besserwisserei Hass-Gefühle (dt. Übersetzung "sich nicht ausstehen können") auslösen? Grüße guenni
Manchmal bin ich scheinbar betriebsblind: Das "so" im vorletzten Satz muss natürlich ein "wo" sein. *kopfschüttel*
Hallo Carola, ein richtig gutes Wortgefecht ist dir da gelungen. Für mich ist sogar der immer höher werdende Tonfall herausgearbeitet. Mit dem letzten Satz kann ich mich nicht anfreunden. LG M.P.
Gut gefällt mir, dass einer dem anderen das Wort abschneidet, das ablehnend 'danke' und diese fürchterliche Übertreibung am Schluss. Der zweite Sprecher ist zuerst noch wohlmeinend, der erste empfindet die angebotene Hilfe als arrogant. Seine abwehrende Haltung beeinflusst schließlich auch den Gesprächspartner: Er blockt.
Liebe Carola! Du hast den naheliegenden Dialog zwischen fortschrittlichem und altmodischem Büchereinutzer ausführlich und treffend umgesetzt. Die Antipathie der beiden wird deutlich, du baust sie auf, bis sie sich im letzten Satz entlädt. Gut gemacht :-) Liebe Grüße, Malea.
[ Lesezeichen ]
18288
"Oh man, ich check das einfach nicht!"
"Was gibt's denn da nicht zu verstehen?"
"Na, ich gebe drei Wörter aus dem Titel ein, und trotzdem findet der blöde Computer das nicht."
"Klar, dass du das nicht schnallst. - Ich erklär's dir."
"Danke, verzichte!"
"Du hast auch immer was zu meckern."
Wie, sind das Geschwister? ;) Danke für dein Post von wegen Buchmesse. Ich hab das tatsächlich überhaupt nicht mitbekommen, und ich werds aus Geldgründen leider auch nicht schaffen. Schade! :(
Antwort unter Beitrag 18514 auf deinen Loriot-Kommentar. lg Eva
Hallo Metta, nun, zu den Meinungen der anderen Kommentatoren gibt es wirklich nichts mehr hinzuzufügen. Der Dialog ist kurz und knackig, nur der letzte Satz störte auch mich etwas. Ich möchte mich hier noch einmal für deine ausführlichen Kommentare zu meinem letzten Beitrag bedanken. Ich glaube, nun bin ich auf dem richtigen Weg. 7 Monate bleiben mir noch bis zum Babygeschrei, also Daumendrücken, dass ich vorher noch so einiges geschafft kriege ;-) Ein Buch im Selbstverlag herauszubringen, ist ganz schön viel Arbeit. Respekt! Hast du denn auch eine ISBN Nummer beantragt, damit man (z.B. ich :-) es bei einem Buchhändler finden kann? Oder lohnt sich das in deinem Fall nicht? Mein Vater hat vor ein paar Wochen endlich sein Kinder(Mal)buch drucken lassen. Rechtzeitig für den ersten Enkel ;-). Eigentlich hat er das ja damals vor mehr als 20 Jahren für seine eigenen Kinder geschrieben, aber das ganze dann immer wieder vor sich hergeschoben. Aber in seinem Fall ist es mehr eine Liebhaberei und er ist schon glücklich, wenn er es in ein paar Kindergärten verschenken kann. Er hat nicht einmal Ambitionen das Buch irgendwo zu verkaufen. Also keine ISBN, keine grösseren Geldinvestitionen etc. Tja, so genügsam bin ich wohl nicht... :-) Vielen Dank nochmal und LG Azahar
Thanx für den KOmmentar. Zur Buchmesse kann ich leider nicht kommen - wg. Arbeit. Liebe Grüße und viel Spaß in Ffm
Nur weil die Software fehlerhaft ist braucht man sich doch nicht zu streiten.
ich mag dialoge mit "... du.... immer....". solche pauschalierungen sind prima, um spannungen darzustellen und sehr real! danke! kurz und gut! liebe grüße, wupilie
Hallo Metta, für mich ist das ein klassischer "Mann will Frau imponieren, erreicht aber leider nur, dass sie beleidigt ist" Dialog. Ich finde das gut auf den Punkt gebracht. Liebe Grüße Bridget
Hallo Reiner, nö, das war keine rhetorische Frage - interessierte mich mal, wie es wirkt, weil ich mir nach dem Schreiben nicht mehr sicher war. Das "Danke, verzichte!" könnte auch ein Arne-Satz sein. Und bei uns zu Hause sitzt eher mein Liebster haareraufend vorm PC und nimmt nicht so gern Hilfe an. Aber ausrasten kann ich besser ;o)
Kurz und knackig. Wie im Leben. Zu deiner Frage in 18091: Es ist die Schule des Schreibens in Hamburg. Dort kann man unterschiedliche Bereiche studieren. Belletristik, Journalistik, Kinder- und Jugendbuchautor etc. Es werden sämtliche Bereiche angeschnitten, wie Songtexte, Gedichte, Sachbuch, Theater und Hörspiele. Also von jedem etwas, so dass man seine eigenen Stärken erforschen kann. Empfehlenswert, wenn man bereit ist, zwei Jahre am Ball zu bleiben und auch die Kosten zu tragen. Mir hat es viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. LG. Maju
Hallo Metta! Vielleicht so: "Oh man, ich check das nicht!" "Was gibt's da nicht zu verstehen?" "Ich gebe drei Wörter aus dem Titel ein, und der blöde Computer findet das nicht." "Klar, dass du das nicht schnallst.... Bei dieser Übung gibt's Metta gleich im Doppelpack - prima! Solch einen Dialog können nur Paare führen. Wer ist wer? Für mich sitzt Ulla am PC, und Arne versucht zu klugscheißern. Oder war das nur eine rhetorische Frage? LG Reiner
Selbst (nicht: selber) neue Suchgeräte in modernisierten Bibliotheken ticken Lichtjahre entfernt von Kuckl. Aber die beiden Zicken würden sich auch auf jedem anderen Parkett besticheln.
mal ehrlich Metta, ist ne komische Übungsaufgabe. Deine Erzählungen mit wenigen Dialogen sind mir um ein vielfaches lieber. Bin gespannt Ausschnitte aus DEM Roman von dir hier noch zu lesen. L.G. papaya
Hallo Mette, danke, dass du mich angeschrieben hast. Im Moment habe ich leider nur sehr wenig Zeit, hier weiter mitzumachen, ich sehe aber immer mal zwischendurch rein. Danke auch für den Tip mit der Pinwand, die habe ich tatsächlich nicht gesehen. Ich möchte gerne zur Messe kommen, bin aber noch ein wenig unentschlossen. Wie habt ihr das mit dem Autorentreffen vor? Wenn ich schon hinfahre, dann würde ich euch auch sehr gerne kennenlernen. Kannst du mir bitte ein Mail schicken an: juttawoelk61@web.de Liebe Grüße Jutta
Frisch von der Leber weg und in Umgangssprache. Ja, so stelle ich mir einen lebendigen Dialog vor. Gut gelöst.
Hallo Metta, bis auf den letzten Satz finde ich den Dialog gut gelungen. Vor allem die Integration der Alltagssprache gefällt mir. M.E. hast Du da genau das richtige Maß getroffen, um den Dialog authentisch und lebendig wirken zu lassen. Der letzte Satz geht für mich aber ein bisschen am Streit vorbei. "Du bist auch nicht glücklich, wenn du nichts zu meckern hast" (oder ähnliches) wäre m.E. passender gewesen. Viele liebe Grüße Carola
Liebe Malea, wie kommst Du denn darauf? ;o) And who is who? Ist Arne der Computercrack oder Ulla? Lieber m.petersen, interessante Frage. Ich habe mir darüber noch keine Gedanken gemacht, mehr aus dem Bauch heraus geschrieben - gerade darum ist eine kritische Betrachtung Außenstehender wichtig. Stimmt, der letzte Satz nimmt keinen Bezug auf den vorherigen. Alldings empfinde ich ein "Dann eben nicht!" eher als Rückzug, während "Du hast auch immer was zu meckern." ein Gegenangriff ist, der pauschal verurteilt und provoziert, statt zu deeskalieren. Vielleicht: "Hast du das immer noch nicht kapiert? Ich erkläre es dir gern nochmal." "Danke, verzichte. Hälst mich wohl für blöd, Klugscheißer!" "Du weißt auch nicht, was du willst." "Ich habe dich nicht um Hilfe gebeten." "Dann mach doch deinen Dreck alleine!" "Genau das tu ich! Muss ich ja sonst auch."
Die letzte Antwort passt für mein Empfinden nicht. Da hätte ein: "Dann eben nicht." besser gepasst. So bleibt dieses bissige 'verzichte' unbeachtet und der Dialogpartner geht in die Defensive, obwohl ein handfester Streit entstehen könnte. War das so gewollt? Alles Gute. petersen mit m.
Klasse: Kurz (gemäß der Vorgabe) und die Abneigung springt einen förmlich an.
Liebe Metta! Das war jetzt ein astreiner Ulla-Arne-Dialog, stimmt`s? Was müssen sich die beiden auch immer kabbeln... Liebe Grüße, Malea.
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