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Kapitel 39 mit Übungsaufgabe
Leserbeiträge
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18289
"Ach, Susi, was machst du hier?"
"Normalerweise komme ich zu Recherchezwecken her, aber heute herrscht ein derartiges Chaos ..."
"Du hast wohl auch Probleme mit der neuen Systematik!"
"Sozusagen. Die ist dermaßen simpel aufgebaut, dass sie ein völlig neues Publikum anzieht. DICH sehe ich hier auch zum ersten Mal."
Hallo Warnow, wer hat denn etwas von Bauarbeiten gesagt??? Chaos war natürlich im Sinn von chaotische Bedingungen durch herumwuselnde Menschen, die nicht wissen, wo sie ihre Bücher finden sollen, gemeint!
Hallo Britta, Chaos bedingt durch Bauarbeiten und neue Systematik sind doch zwei verschiedene Dinge. Reden die beiden aneinander vorbei? Gruß warnow
Ein Satz, den jemand in den falschen Hals bekommt, und die Stimmung kippt.
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18287
Großartig, der Neubau der Bibliothek!
Welch Lob von einem, der nach eigenem Bekunden in seinem Leben noch nie ein Buch gelesen hat.
Dafür brauche ich keinen Handwerker, wenn ich ein Bild aufhängen will.
Warst du denn schon mal drinnen? Oder nur von Außen gestaunt?
Beides! Meine Tochter hat sich einen Büchereiausweis besorgt und ich musste unterschreiben.
Ja, es gibt vielfältige Gründe, eine Bibliothek besuchen.
So giftig kann nur sein, wer sich schon länger nicht mag.
Hmja, das ist gut gelungen. Nicht zu künstlich, aber deutlich.
Ich schließe mich Frog an. Obwohl zu den Handelnden nichts weiter gesagt wird, kann ich mir die Situation und die Personen gut vorstellen.
Überheblich trifft Doof und hat das letzte Wort. Aufgabe gelungen, würde ich sagen...:-)
Auch bei diesem Kommentar kommt die Abneigung bereits zu Anfang sehr gut heraus, so dass man nach "Dafür brauche ich keinen Handwerker, wenn ich ein Bild..." keine weitere Dialogzeile mehr braucht.
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18286
"Hallo, Christiane."
Die Blonde blickte kurz vom PC auf. "Hallo, Andrea."
"Kommst du mit dem dem neuen System klar?"
"Natürlich."
"Stimmt, du hast ja Informatik studiert."
Christianes Lächeln wirkte verkrampft.
Gut, dass ich hier noch nichts geschrieben habe. Auf der anderen Seite schade, dass ich nicht der Erste war, denn es ist mal wieder alles gesagt. Lobhudelei: feiner Zickendialog, Runterholerei: ein verkrampftes Lächeln wirkt immer verkrampft. Lass die Wirkung weg, dann ist es perfekt. Uuuund zu Deinem Aufschrei zu #18347. Du sollst und musst mich korrigieren Metta, das war so ausgemacht und wenn Du dich nicht daran hältst, begehst Du Vertragsbruch ;O). Mit meinem: "Wußt ich´s doch, stöhn" gefasel, wollte ich signalisieren, dass in mir ein Kampf tobte und mir die richtige Schreibweise klar war, ich aber lieber 'stehle' schrieb als 'stiehl'. Klang irgendwie runder für mich. Aber durch Deinen Kommentar wurde ich eines Besseren belehrt, das ist gut. Wenn Du mir nicht sagst wie es richtig geht, wer dann? Mach bitte weiter so und denk dran, ich bin im tiefsten Herzen ein Spaßvogel. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für deine Kommentare und bitte nicht aufhören. LG M.P.
Hallo Reiner, schönes Fettnäpfchen, was? Misslungener Smalltalk. Glatt vergessen, wie gebildet Christiane ist... Andrea war aber keinesfalls hilfsbereit - sie kam nämlich mit dem System überhaupt nicht zurecht. Christiane hätte ja auch ihre Meinung bestätigen können, wie unfähig ANDERE Programmierer sind, oder freundlich fragen können: Du nicht? - und dann ihrerseits Hilfe anbieten können. Wahrscheinlich wäre die Frage 'Wie findest Du das neues System?', besser gewesen - Christiane findet nämlich grundsätzlich alles toll, was Fachleute machen und sagen (Ärzte, Lehrer...), weil es bequem ist. Andrea hingegen hinterfragt gern - klar, sie hat ja auch zu viel Zeit und nichts Besseres zu tun. Du siehst: Es hängt noch eine ganze Geschichte daran. Das Lächeln WIRKTE verkrampft, ist Andreas Wahrnehmung.
Hallo Carola, ja, das ist wieder mein "Problem", dass im Forum die Geschichte davor und danach nicht bekannt ist. Bei Andreas Aussage liegt die Betonung auf dem DU. Christiane lächelt nicht wegen des neuen Suchsystems verkrampft, sondern, weil sie Andreas Seitenhieb verstanden hat: Du bist beruflich erfolgreicher als ich, aber kümmerst dich weniger um deine Kinder. - Da die befreundet sind, versucht Andrea gezwungenermaßen immer wieder, mit Christiane auszukommen.
Hallo Metta! Ganz unabhängig von der Diskussion in den voraufgegangenen Kommentaren: Christiane lächelte verkrampft statt Chrisianes Lächeln wirkte verkrampft. Das "wirkte" nimmt die Wirkung. Maren hat recht, dieser Dialog ist ein Frauendialog. Zwischen Männern kann ich ihn mir so nicht vorstellen. Richtig schön fies auch, eine Informatikerin freundlich und hilfsbereit zu fragen, ob sie mit dem System klarkommt. Schön! LG Reiner
Hallo Meta, ein typischer " feiner, gemeiner" Dialog unter Frauen, kenn ich. LG. Maren
Hallo Metta, hier werde ich aus der Christianes Reaktion nicht ganz schlau. Wenn sie mit dem System zurecht kommt, hat sie doch keinen Grund zu verkrampfen - Studium hin oder her. Viele Grüße Carola
Ertappt! ;o) Ich hatte es aber so aufgefasst, dass wir nicht auf Zwischentexte verzichten sollen, sondern auf ausdrückliche Beschimpfungen. Sonst wären da sicher noch Worte wie "arrogante Zicke" gefallen. Und stimmt, es könnte auch woanders spielen. Na, habe mir eben vorgestellt, wie zwei ganz bestimmte Personen, die ich kenne, in unserer Bücherei aufeinandertreffen (Siehe mein Schwachpunkt Nr. 2 - über etwas schreiben, was einem selbst sonnenklar ist und dabei wichtige Informationen vergessen.), und die eine lächelt immer nur mit dem Mund, ohne die Augen. Das ist so typisch für sie, dass ich mir das nicht verkneifen konnte ;o).
Liebe Metta! Schön und geheimnisvoll. Aber: Du hast geschummelt, wir sollten doch keine Zwischentexte zum Transportieren der Gefühle schreiben. Und: Der Bezug zur Bücherei geht nicht aus dem Text hervor. Weil du doch konstruktiv bemeckert werden willst ;-) Liebe Grüße, Malea.
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18283
"Hallo Frau Moser! Ist die Erweiterung der Bibliothek nicht gelungen?"
"Na Ihnen kommt das ja gelegen, soviel wie Sie lesen."
"Sie sollten sich auch mehr Zeit für die Kultur nehmen."
Die Beiden können sich ausstehen. Um das zu zeigen, stehen noch drei Zeilen zur Verfügung. Nichts wie ran.
Hallo Irmgard, sehr kurz, sagt aber alles zum Thema aus. Klasse! Gruß Benita
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18273
"Hässlich der neue Anbau der Stadtbibliothek. Und dieser türkisfarbene Anstrich. Das ist ja gruselig!"
"Richtig schön viel Tageslicht fällt jetzt ein mit diesen großen Fenstern bis zum Boden!"
"Das passt ja kein bisschen hier ins Stadtbild"
"Gefällt mir sehr gut der riesige alte Kronleuchter und die schlichten Sitzgruppen im gläsernen Foyer".
"Total abgedroschen diese modern und alt-Kombination!!"
"Und das Türkis der Fassade passt klasse zu meiner Jacke. Drum geh ich gleich mal rein. Schönen Tag dann noch!"
Nicht richtig zuhören und doch beim Thema bleiben. Das will gekonnt sein.
Mir ist egal was Du sagst, ich hör eh nicht zu. Nur der letzte Satz, also die Verabschiedung, lässt erahnen, dass sie doch voneinander Notiz genommen haben. Abneigung? Mit Sicherheit! Aufgabe erfüllt, leider für meinen Geschmack zu trocken. Mir fehlt der Schlagabtausch, wo die Fetzen fliegen und verbal an die Grenze des Erträglichen gegangen wird. MfG m.petersen
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18281
Mir sind zwei eingefallen.
"Die neue Bibliothek ist wirklich schrecklich. Sie ist so chaotisch, dass ich nichts mehr widerfinde! Ich hasse schon Chaos in Wohnungen und chaotische Leute, da muss nicht noch hier ..."
"Also mir gefällt sie."
"Was? Fühlst dich wohl wohl hier, was?"
"Irgendwie ist das mal was Neues. Etwas Modernes, nicht immer nur der langweilige konservative Kram."
"Die Bücherei ist zu, falls du dahinwolltest."
"Echt?"
"Muss ja schlimm für dich sein! Was wolltest du denn holen? Ach, lass mich raten, einen Ratgeber? 'Wie befriedige ich meinen Freund?'"
"Wieso das denn?"
"Oioioi, oder vielleicht 'Wie werde ich nicht so schnell rot?'"
Hallo Scacha! So erreiche ich dich am schnellsten. Du kannst statt "Ginkos Feder" einfach "eine Feder" lesen, da gibt es kein Geheimnis dahinter, sonst hätte ich es doch nicht verwendet. Ginko hatte tatsächlich in einem Kommentar eine (Schreib)-Feder als Erkennungszeichen erwähnt. Aber das ist wirklich nicht wichtig :-) Ich habe den link übrigens gerade ausprobiert, bei mir ging er. Du kannst aber auch auf die Homepage der Frankfurter Buchmesse gehen, da findest du die Karte auch und noch mehr Infos. Alles klar? Falls nicht, kannst du mich unter malea23@web.de erreichen. Poste ich aber auch noch mal auf der Pinnwand. Liebe Grüße, ich freue mich auf unser Treffen. Malea.
Hallo scacha, ich finde deinen zweiten Dialog auch klasse, sehe die beiden sofort vor mir. Alte "Schulfreundinnen", was? So ein gemeines Weib! LG Velarani
Hallo scacha, Nr. 2 ist gemein, aber gut. Hast Du auch gestaunt, wie der eigene Denkprozess gemeiner und gemeiner werden kann? Vielleicht habe ich das nur bei mir festgestellt.LG. Maren
Hallo scacha, beim ersten Dialog sind die Beiden zwar nicht einer Meinung, aber selbst auf der Metaebene noch sachlich. Jedenfalls finde ich keinen Hinweis darauf, dass sie sich nicht ausstehen können. Der zweite ist dafür richtig fies.
Der erste Dialog ist nur eine wenig emotional ausgetragene Meinungsverschiedenheit, aber der zweite, Mannomann, was für ein fieses Luder ich da vor mir sehe! Der Alten könnte ich glatt an die Gurgel springen!
Ich finde beide gut, aber der zweite Beitrag spricht mich mehr an. Die Dialoge klingen erfrischend natürlich, nicht so gestelzt wie bei vielen anderen.
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18274
„Hallo Ilona, wie geht es Dir?“ - „Mir geht es gut, aber Du siehst genervt aus. Als ob Du Dir ein Buch aus der Bibliothek ausgeliehen hast.“ - „Ja, ja. Du scheinst sie wohl noch nie von innen gesehen zu haben. Dort stehen offenbar nur noch ein paar Restbestände herum. Dafür ist der Bereich Hörbücher stark erweitert worden. Nützlich für die, die in der Schule nur Strickmuster getauscht hatten.“ - „Was will man schon mit Hörbüchern? Internet ist die Zukunft und dieser Bereich ist doch gut ausgebaut worden. Man muss natürlich mit dem Computer umgehen können ...“
Den Anfang finde ich etwas eigenartig ("aber Du siehst genervt aus. Als ob Du Dir ein Buch aus der Bibliothek ausgeliehen hast"). Wer würde so etwas sagen? Sie könnte ja auch wegen einer ganz anderen Sache genervt sein (z.B. die lange Schlange an der Supermarkt Kasse). Ausserdem scheinen beide bei den Hörbüchern einer Meinung zu sein (nämlich dass sie recht überflüssig sind), weshalb ich den "Schnitzer" (der es wohl sein sollte) mit dem Computer nicht verstehe.
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18277
„Finde ich gut, was sie aus der alten Bücherei gemacht haben.“
„War ja klar, dass du das so siehst.“
„Wieso?“
„Vergiß es.“
„Nein, im Ernst, was meinst du denn damit?“
„Egal – mir gefällt dieser Modernisierungsquatsch jedenfalls nicht.“
Hi, dank euch für eure Kommentare. Ich wollte die Aufgabe so gut es geht erfüllen, daher die sechs Zeilen. Aber grundsätzlich hätte man wohl tatsächlich nach der vierten aufhören können. Manchmal liegt wirklich in der Kürze die Würze - werde ich mir merken.
Zwei Welten stoßen zusammen. Die beiden letzten Zeilen entkräften die Spannung.
Die knappen Antworten zeigen, dass die Beiden sich schon länger nicht grün sind. Eine, wie ich finde, sehr gelungene Umsetzung der Aufgabe.
Ich finde diesen kurzen Dialog sehr gut, würde ihn aber nach "Vergiß es." beenden. Das reicht ja schon. Man spürt bereits deutlich die Abneigung der beiden zueinander.
War ja klar - ein derartiges Pauschalurteil lässt auf immer wiederkehrende Konflikte schließen. Vergiss es - keine Gesprächsbereitschaft vorhanden. Das angespannte Verhältnis wird gut verdeutlicht.
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18279
„Harry Potter? Bist du dafür nicht schon zu alt?“
„Zu alt? Wieso?“
„Das steht doch in der Kinderabteilung, Herzchen.“
„Ja, und?“
„Die Bücher sind jetzt neu geordnet, aber vermutlich hast du einfach einen schlechten Geschmack.“
„Damit kennst du dich ja aus, gelle.“
Für Harry Potter ist man nie zu alt. "Man mag ihn eben" L.G.Gerhild
Besonders gefällt mir das ironisch-überhebliche 'Herzchen'. Uäh! Das 'gelle' würde ich weglassen. Lies den Dialog mal laut, es gibt dem Satz etwas Leichtes, weniger Boshaftes, als ohne dieses Wort.
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18276
„Kommst Du mit in die Bibliothek, einen Kaffee schlürfen?“
„Die renovieren dort seit Ewigkeiten, ist mir viel zu laut.“
„Aber da arbeitet einer vom Bau, den solltest Du dir ansehen.“
„Weiß Dein Mann davon?“
„Oh Gott nein du Spielverderberin. Was jetzt, kommst Du mit?“
„Klar, warum nicht.“
Hallo M.P., Du hast das Rätsel gelöst, sechs Zeilen waren zu wenig.
Hallo ihr Lieben, danke für die Kommentare. Mit der Reaktion habe ich gerechnet, und bin damit auch zufrieden. Der Konflikt liegt nicht an der Oberfläche, sondern brodelt im Verborgenen. Freundschaft heucheln und hinter dem Rücken Material sammeln, um die Konkurentin auszustechen. LG M.P. ;O)
Hihi! Auch ein Grund, eine neue Bibliothek von innen zu betrachten. Mal eine humorvolle Variante...Aber die beiden wirken nicht gerade wie Feindinnen...
Das Thema Bibliothek kommt nur am Rand vor und dass die beiden Dialog-Partnerinnen sich nicht mögen, wird in diesem Abschnitt überhaupt nicht gezeigt.
Kaffe schlürfen, Spielverderberin, klar! Unsympathisch scheinen sich die beiden nicht zu sein. Da müsstest Du schon härtere Geschütze auffahren. Kommste mit Kaffeetrinken? - Mit dir bestimmt nicht. - Da gibt's geile Bauarbeiter. - Hau doch ab mit dem Scheiß! Schlampe! - Du bist ja frigide!
Abneigung zwischen den beiden bemerk ich nicht....so Gespräche kommen zwischen mir und meiner besten Freundin häufig vor ;-)
Sehr guter Dialog. Aber wo ist die Disharmonie zwischen den beiden?
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18270
"War ja klar, dass Sie sich bei der Umgestaltung der Bibliothek nur nach Ihren eigenen literarischen Ambitionen richten, Frau Dr. Müller."
"Von Ihnen erwarte ich nichts anderes, Herr Meyer.
Nach Ihren Wünschen wäre das eine Videothek mit erweiterter Pornoabteilung!"
Bei diesem kurzen Schlagabtausch würde ich mir kürzere Sätze wünschen.
Ein wunderbarer Schlagabtausch. Hier hätte ich gerne weitergelesen.
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18269
Alles dummes Geschwätz, mein Sohn hatte den Wettbewerb für die Renovierung der städtischen Bibliothek gewonnen und danach den Auftrag erhalten, aber nicht weil ich im Stadtrat sitze!
Ja, ja, ich glaube Ihnen das schon, die städtische Bibliothek hätte sich ja auch keinen von den guten Architekten leisten können.
Im ersten Satz die Kommatas durch Punkte ersetzen hätte schon was für sich. Andererseits deutet der lange Satz daraufhin, jedenfalls für mich, dass an dem Gechwätz vielleicht doch etwas dran ist. Getroffene Hunde bellen.
Aua, das hat gesessen. Im Prinzip ist der Kommentar von Carola die optimale Kritik. Gute Lösung der Aufgabe. LG M.P.
Schöner Dialog, sehr knapp, sehr bissig und sehr böse. Beim ersten Sprecher hätte ich die Kommata durch Punkte ersetzt. Aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache.
Stutenbissigkeit nennt das ein Freund von mir - oder sind das Männer? Diese herabwürdigende Antwort ist gelungen, weil der zweite Sprecher dem ersten formal zustimmt, aber als scheinbaren Beweis einen noch gemeineren Vorwurf als den der Vorteilnahme erhebt. Dadurch wird es für den ersten schwer, diese Behauptung zu entkräften.
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18267
Auf die Schnelle, bevor ich mich auf Reisen mache (besuche einen Autorenworkshop und das Literaturfestival in Berlin, sitze dafür gleich 5,5h im ICE) die Dialogübung. Ich grüße alle Mitschreibenden und wünsche ein tolles buntes Herbstwochenende.
"So viele berühmte Menschen saßen auf diesen Stühlen, jetzt sollen sie bei der Modernisierung rausfliegen."
"Recht so, denn sie quietschen und sind unbequem."
"Ich hänge an ihnen!"
"Ich trenne mich gerne von Altem, dann bin ich offen für Neues."
"Manche Dinge darf man nicht erneuern, ihr Wert geht verloren."
"Welcher Wert?"
Die letzte Frage hat philosophischen Inhalt und gilt nicht nur für alte Stühle.
schön, dass die quietschenden alten promis mal abgelöst werden ... doppeldeutig und schwarz, gefällt! liebe Grüße, wupilie
Hallo Birgit, gefällt mir, ein Dialog, der sich auch im Leben abspielt, sich trennen - offen für Neues sein. " Welcher Wert?", gut ausgedrückt. LG. Maren
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18271
„Die Bibliothek wird gerade modernisiert, da kann ich nicht schreiben.“
„Wirklich? Bei uns haben sie vor Monaten eine Mediathek gebaut. Ein heißes Teil.“
„Schön, wie sieht denn das Angebot aus?“
„Angebot? Keine Ahnung, warum?“
„Nur so, ich muß dann wieder.“
Erst beim zweiten Lesen habe ich das "auf die Schippe nehmen" mitbekommen. Offenbar kennen sich die beiden schon länger.
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18264
"Hallo, Carolin! Na,wie war's in der Bücherei?"
"Na, Du siehst ja, dass ich nichts ausgeliehen habe. Das neue Suchsystem nervt total."
"Wieso? Ich komme gut damit klar."
Hallo Iris, du hast zwei Zeilen unterschlagen, die sind gewiss in deinem Computer hängengeblieben. Gib der Carolin eine Chance Hilfe zu bekommen und anzunehmen.
Erstmal würde ich nicht zweimal "Na" verwenden, und zweitens: gibt es in der Bibliothek kein Personal? Ansonsten nette Idee!
Liebe Iris, gratuliere, Du hast Mut - diese Dialogaufgabe ist nämlich wirklich schwer. Wenn man die Aufgabenstellung von Louise Doughty vor Deinem Dialog gelesen hat, denkt man, ganz klar, Iris hat die Aufgabe ziemlich gut erfüllt... Allerdings hätte ich ohne sie auf soviel geoutete Hilflosigkeit eher ein ",wenn Du noch ein wenig Zeit hast, zeige ich Dir, wie es funktioniert", erwartet - aber das ist eine rein subjektive Empfindung. Bin mal gespannt, was die anderen meinen. Grüße Guenni
Die Ablehnung erscheint mir hier eher einseitig. Begrüßung und Abschied klingen freundlich. Ist Carolins Gesprächspartner weiblich oder männlich?
Hallo Iris, dein Dialog ist sehr kurz. Das die beiden sich nicht ausstehen können merkt der Leser nicht so deutlich. Schreib doch einfach noch zwei oder drei Sätze dazu, die klar machen wie die beiden zueinander stehen. Du schaffst das sicher. Viel Spaß! Gruß Benita
Hallo Iris. Der Konflikt ist herausgearbeitet und manivestiert sich im letzten Satz. Ich kann den Unterton richtig hören, etwas hochnäsig, schnodderig. Was stört, sind zwei Satzanfänge, die mit 'Na' beginnen. Im ersten Satz lasse ich es mir noch gefallen, im zweiten ist es zu viel. Eine Frage bleibt noch, warum setzt Du nach der Begrüßung ein Ausrufezeichen, Tipfehler? Gute Lösung der Aufgabe. Willkommen im Verein.
besser gesagt aus meiner Sicht: Das neue Suchsystem nervt mich total. Ich habe nichts ausgeliehen - siehste ja................. habe noch keine Erfahrung mit dem Schreiben bezüglich der Kommentare, bitte etwas nachsichtig sein. Danke!
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18265
"Guten Morgen, Frau Flehm! SIE HIER zu treffen..."
"Moooin Frau Nachbarin. Gut is anders. Bei dem Krach hier,nichmal in der Bücherei hat man seine Ruhe."
"Bücherei- pffft.War jawohl Zeit das unsere BIBLIOTHEK modernisiert wird."
"Wennde meinst. Ich will hier meine Ruhe."
Da es sich offenbar um zwei etwas reifere Damen handelt, scheint mir die gegenseitige Anrede mit Sie und Du etwas ungewöhnlich. Hinzu kommt, in der Bibliothek (bei uns nennt sie sich Stadtbibiothek) sich längere Zeit aufhalten, hiese doch, in Büchern zu lesen oder sich zumindest anschauen.
Gut gelungen ist Dir, durch den Dialekt die Frauen und ihren unterschiedlichen Bildungsstandard zu charakterisieren. Der Konflikt hat nur eine gemäßigte Form, es kommt nicht zu wirklichen Gemeinheiten. Ich glaube, in einem literarischen Text wirst Du auf die Hilfsmittel wie Großschreibung und Vokalvervielfältigung, um die Betonung zu verdeutlichen, verzichten müssen. Es geht aber auch durch die Wortwahl: Dass ich Sie ausgerechnet hier treffe (und nicht auf dem Rübenacker). Dass ich ausgerechnet Sie hier treffe (wo Sie doch so ungebildet sind). Wenn 'Bücherei' mit einem verächtlichen 'pffft' versehen wird, klingt es so, als sei dies etwas Höherwertiges, was diese olle Sammlung nie erreichen wird, aber eigentlich ist Bibliothek doch das intellektuellere Wort. "Genau, Bücherei. Bibliothek kann man diese Sammlung ja wohl nicht nennen - wird Zeit, dass sich hier etwas tut!"
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