Schreiben Sie mit!
Kapitel 39 mit Übungsaufgabe
Leserbeiträge
« zurück 1 · 2 · 3 · 4 · 5 · 6 · 7 · weiter »[ Lesezeichen ]
18550
Dialog Bibliothek:
-Wieso du?
- Meine Qualifikationen?
- Du meinst, BWL hat was mit gutem Geschmack und Design zu tun?
- Klar doch, aber es schärft vor allen Dingen den Blick für Einsparungen ungemein. Der Personalabbau kommt noch!
- Danke für den Tipp!
So missverständlich scheint der Text doch nicht zu sein - ich habe ihn jedenfalls gleich begriffen.
Die letzten Kommentare haben mir Spaß gemacht. Ich find mich eigentlich auch ganz gut, nur manchmal bin ich ein Mimöschen. LG Lillilu
Hallole Lillilu.... feine Spitzen, ganz nach meinem Geschmack! Lass Dich bitte nicht verunsichern, Du kennst doch das Spiel. LG Gerti
Zeigen statt sagen hat sofort geklappt nach der kurzen Einfuehrung, die lange Explikation war nicht noetig, du bist besser, als du uns glauben machen moechtest. Gruss Eva M
Liebe Lillilu, ich hatte das Zitat aus L. Doughtys Buch in Englisch für Dich als Fachfrau unter Deinen Dialog gestellt, damit Du noch einmal siehst, was eigentlich die Aufgabenstellung war: 1. Rahmenhandlung Bibliothek, 2. GEGENSEITIGES Hassen... - Und ein erstes Erwähnen einer möglichen Kündigung ruft vielleicht Angst um den Arbeitsplatz hervor, aber gleich Hass? - Dafür braucht man einen Grund (z. B. die ausgesprochene Kündigung). Grüße guenni
Danke für eure Kommentare – widersprüchlich wie das Leben! Ginko hat es auf den Punkt gebracht. @ Marc: Stimme dir zu, dass die 2. Frage etwas riskant ist, aber durch den (im Buch angedachten) Kontext ginge der Text, meiner Meinung nach, glatt über die Bühne und der letzte Satz ist besonders ätzend. Hier noch einmal der Hintergrund: Zwei Kollegen unterhalten sich über die Modernisierung. Sie können sich nicht ausstehen. Soweit Louise Doughty. Bei mir sind es zwei Alphatiere, die beide gerne die Modernisierung durchgeführt hätten, aber nur einer kann den Auftrag bekommen. Ziel der Modernisierung ist nicht nur eine schönere Bücherei, sondern auch Kosten sparendes Management (eine Umschreibung für Kündigungen). 1. Wieso hast du den Auftrag erhalten? (Im Original drückt er sich so knapp aus, weil er vor Neid kaum diesen Satz formulieren kann) 2. Könnte das an meinen Qualifikationen liegen? (Er ist besser als Nr. 1) 3. Du meinst BWL hat etwas mit gutem Geschmack... (Hat es natürlich nicht, dieser Satz soll nur die Qualifikationen des anderen abwerten) 4. Hier kündigt der 2. Sprecher indirekt an, dass er den anderen rauswerfen wird. 5. Der versteht den Hinweis und bedankt sich sarkastisch für seine schon einmal vorgefühlte Kündigung. Zeigen statt sagen hat wohl nicht so gut geklappt. LG Lillilu
Das kann man so und so lesen. Wenn man davon ausgeht, dass der BWLer auch die Hoheit in Personalfragen innehat, dann ist das in der Tat bitterböse. Falls nicht, dann könnte die Anspielung auf den Personalabbau als gut gemeinter Insidertipp unter Bekannten durchgehen.
Hier scheint jemand darüber entscheiden zu können, ob ein Kontrahent gut oder weniger gut weiter lebt. Auf das gegnerische Verhalten folgt die Drohung des Verlusts der Erwerbsquelle. Das kann einem Todestoß gleichkommen!
Hallo Lillilu, ich liebe kurz und treffend, aber es ist sehr kurz und obwohl ich es nach nochmaligen lesen verstanden habe, finde ich die zweite Frage als Antwort etwas gewagt für den Leser. Hingegen ist mir die letzte Zeile zu schwach, die könnte bissiger sein.
Louise Doughty: Somehow, within the discussion, I want you to communicate that they hate each other, although they never say so outright... Hassen sich Deine GesprächspartnerInnen?
Hallo Lillilu, aus dem Dialog allein wird leider die Situation nicht so recht klar. Wer sind die Leute, die sich hier unterhalten? Geht es um Umbau oder Umstrukturierung der Bibliothek, oder um beides? Kennen die beiden sich schon laenger? Mann, Frau? Bitte den Dialog noch einmal mit einem Vorspann zum besseren Verstaendnis.
Hallo Lillilu, Respekt, kanpp knapper am knappsten. Gehört hinter Qualifikationen vielleicht ein Ausrufezeichen?. Das Fragezeichen versteh ich nicht. Ansonsten skurile Idee BWL mit Geschmack und Design zu kreuzen... wie gehts den Redelsheimern? Grüßle papaya
[ Lesezeichen ]
18542
„Sind Sie heute Morgen auch an der neuen Baustelle bei der Bibliothek vorbeigefahren?“
„In meinen Augen ist diese Modernisierung die reinste Verschwendung von Steuergeldern.“
„Wer den Wert von Büchern zu schätzen gelernt hat, denkt sicherlich anders darüber.“
„Ach was, diese ewig Gestrigen haben doch keinen blassen Schimmer. Letzten Endes wird das digitalisierte Buch den Sieg davontragen.“
„Zumindest ein paar intelligente Köpfe in unserer Stadtverwaltung haben sich einen ungetrübten Blick für unser kulturelles Erbe bewahrt.“
„Wer derartige Summen für längst überflüssig Gewordenes ausgibt, ist den Herausforderungen der Zukunft nicht gewachsen.“
Gut gemacht! Man redet über Dritte und meint eigentlich den Dialog-Partner! Gruß Antigone
[ Lesezeichen ]
18535
..hallo Inge, na, Du verbringst Deine Zeit wohl mit der Suche in einem Chaos von parkenden Lastwagen, Steinen und Buden? Nein, nein, ich habe gerade eine Abkürzung durch die Baustelle zur Bibliothek entdeckt.
Na dann viel Spaß beim Lesen der verstaubten Bücher. Ich bekomme schon jetzt keine Luft mehrund sage t'schüs. Ich werde mich dort drüben mal auf eine Parkbank setzen und Sauerstoff einatmen.
Die Dame, die sich auf die Parkbank setzen muss, um Sauerstoff zu tanken macht wirklich eine sehr schlechten Witz. Ich sehe das nicht als Beleidigung für diese Inge, sondern eher als Beleidigung ihrer selbst an.
[ Lesezeichen ]
18526
Schmecken dir die Rouladen? So was gibt’s bei euch doch nicht, oder?
Nächstes Mal könntest du vielleicht für deine Enkel mitkochen, wenn's dir nicht zu teuer ist. Oder mit ihnen in die Bibliothek gehen. Die ist modernisiert worden, hat sogar einen Preis bekommen.
Das ist auch mir nicht entgangen, Frank. Musst du immer so tun, als ob ich nicht mehr richtig denken könnte? Fürs Erben ist es noch ein bisschen früh, mein Sohn!
Du könntest ruhig mal was für die Kinder tun. Es gibt da ein neues Ausleihsystem mit Laserabtastung, Maximilian kann dir das erklären.
Also ich kann mir Bücher immer noch selber kaufen, mach dir um mich mal keine Sorgen! Kümmer dich lieber darum, dass du wieder Arbeit findest.
Mutter! Kann man sich jetzt nicht mal mehr über die Bücherei mit dir unterhalten?
Der erste Satz hat mich etwas verwirrt. "Bei euch gibt's doch so was nicht", da dachte ich erst an Besuch aus, keine Ahnung, woher, einem anderen Bundesland oder aus dem Ausland. Aber Du meintest die Familie des Sohnes. Wenn die Enkel da wären, hätte die Oma sicher für sie mitgekocht. Wenn sie es nicht sind - warum soll sie dann für sie kochen? Das fand ich unstimmig. Statt "Musst du immer so tun..." fände ich "mein Gehirn funktioniert noch einwandfrei" o.ä, also direkt, ohne Verpackung, besser. Wenn Maximilian seiner Oma das System erklärt, tut er ja etwas für sie und nicht umgekehrt, oder? "Mein Sohn" und "Mutter" statt namentliche Anrede schafft Distanz. Gut! Generalvorwürfe wie Enkelvernachlässigung, Geldgier und Faulheit erzeugen Spannung. Die Entfremdung wird jedenfalls deutlich.
vom hölzken aufs stöcksken... sehr schön! Die besten rouladen macht immer noch die omma! mir gefällt es... auch die arroganz des vorletzten satzes... (sinngemäß bibliotheken sind für harz-4-empfänger, die keinen nebenjob haben ;-) ...) wunderbar!. der letzte satz ist allerdings nicht scharf genug... wie wärs mit "Dank deiner umfassenden Fürsorge habe ich dafür ja zeit im überfluss." oder " "wieso? ich erbe doch bald oder hast du alles für Bücher verjuckelt?" oder frank ist einfach gegangen und sie unterhält sich nur noch mit seiner roulade... liebe grüße, wupilie
Danke für eure wie immer sehr hilfreichen Kommentare - ist einfach toll, zu erfahren, wie das ankommt! @ Ginko Korn: Stimmt, bzw. hatte ich mir gedacht, sie sagen sich ja eh nicht, was wirklich schmerzt, also ist jedes Thema recht für Angriffe. @ Gerhild: Du hast recht. Werde mal versuchen, einen Mutter-(Schwieger)Tochter- und Mann-Frau-Dialog zum gleichen Thema zu schreiben und schauen, was wo passt. Danke für genaues Lesen und die Anregung! @ Malea: doch, die waren lecker, das war nicht das Problem .. LG Velarani
Den Dialog ohne die Bibliothek kannst du sicher noch irgendwann gut gebrauchen. Alles sehr stimmig, aber die Biblio ein wenig ueberfluessig.
Während Oma ihre gutbürgerliche Küche anbietet, irritiert sie ihr Sohn womöglich zu unrecht, sie würde ihren Enkeln die Segnungen der Leihbücherei vorenthalten. Die Vorwürfe erscheinen willkürlich, nur um eines Angriffs willen.
Ein trauriger Dialog. Zu den Wölfen: Wölfinnen lieben ihre Kinder. Sie adoptieren sogar artfremde Kinder und beschützen sie. Mütter lieben in der Regel ihre Söhne. Nicht immer ihre Schwiegertöchter, denn sie zweifeln deren Kochkünste an. L.G. Gerhild
Hallo Velaranie, oh das klingt als wären die Beiden vertraut mit den Gewässern des Misstrauens und hätten schon einige offene Schlachten erfolglos hinter sich gebracht.. bis bald in Frankfurt und ne gute Zeit bis dahin papaya
Gute Idee! Sehr schönes Beispiel für ein neurotisches Mutter-Sohn-Verhältnis. Dass es beim Rouladen-Essen statt findet, lässt mich grinsen. Die Dame erinnert mich sehr an meine Ex-Schwiegermutter. Deren Rouladen waren übrigens grauenhaft... Armer Frank! Er sollte diesen zähen alten beratungsresistenten Knochen einfach abhaken.
Hallo Velarani! Der Dialog stellte mir das Bild von zwei umeinanderstreichenden Wölfen vor Augen. Von zwei Wölfen, die sich den entscheidenden Angriff noch nicht trauen, weil der Ausgang des Kampfes so ungewiss und die Kräfteverhältnisse nicht klar sind. Die Bisse sollen schmerzen, aber die Möglichkeit des Rückzugs ist zu diesem Zeitpunkt noch wichtiger als der Sieg. Hm. Kannst Du damit was anfangen? Mir hat der Dialog gefallen, sonst wäre dieses Bild nicht entstanden. Ob Wölfe sich wirklich so verhalten, weiß ich nicht. LG Reiner
Hi Velarani! Schön, wie du in deinem Dialog ein klassisches Nicht-Gespräch darstellst. Mutter und Sohn reden offensichtlich seit Jahren aneinander vorbei, keiner geht wirklich auf den anderen ein, die Aggression wird mehr oder weniger erfolgreich unter dem Deckel gehalten. Gefällt mir. Kleine Kritik: Am Anfang kapier ich nicht ganz, wer für wen warum gekocht hat. Aber Hauptsache, die Rouladen waren lecker ;-) Liebe Grüße, Malea.
[ Lesezeichen ]
18527
"Es ist ja sehr schön für Sie, dass der Krimisalon jetzt so groß ausgebaut wurde. Dafür musste ich die Hälfte meiner Kunstbücher ins Archiv auslagern."
"Nun,das tut mir sehr leid. Aber es kann ja nicht jeder so kulturbeflissen sein, wie Sie."
hallo andrea, sehr schön giftig. Der letzte Satz könnte eine Steigerung gebrauchen. Vielleicht in der Art: Aber lesen Sie doch mal die Kunst des Tötens.
[ Lesezeichen ]
18524
„Oh, guten Abend, Herr Kleist. Jetzt bin ich aber wirklich überrascht! Sie, den strikten Gegner des Umbaus der Bibliothek heute hier zu treffen!“
„Natürlich bin ich nicht wegen der Häppchen gekommen. Ich will nur sehen, wo unser Steuergeld geblieben ist. Ich sag`s Ihnen, total rausgeschmissen! Durch die Glaskuppel fällt viel zu viel Licht ein. Und wer soll die putzen? Alles unnötige Kosten, die wir Bürger wieder zahlen müssen. Nichts als ein Architektenfurz!“
„Ja, Herr Kleist, dass hätte mich auch erstaunt, wenn Sie einmal nichts auszusetzen hätten.“
Den Architektenfurz lass Dir mal patentieren, ich hab mich köstlich amüsiert. LG M.P.
Schön giftig. Den Namen Kleist würde ich nicht verwenden, wegen falscher Assoziation. Oder ist es von dir beabsichtigt? Ich sehe allerdings keine Ähnlichkeiten zwischen den beiden Charakteren.
[ Lesezeichen ]
18517
„Wie hast du es ohne Aufzug hier herauf geschafft?
Und deine Enkelin hast du auch dabei! Kann sie schon lesen?“
„Meine Tochter kann auch malen. Schau, wie gut sie deine lila Gesichtsfarbe getroffen hat“
„Ach, hat sich deine Sehstörung jetzt zur Farbblindheit ausgeweitet.
Kannst du etwas auf dem Bildschirm erkennen?“
„Du wohl nicht?“
„Nach Diätbüchern brauche ich sowieso nicht zu suchen.“
„Weiß ich. Bei dir muss man zweimal hinschauen.“
Hallo Gina, ich sehe die Mimik der beiden vor mir. Zynisch, aber auch die Lust am Spiel mit der Provokation. Letztendlich könnten sie sogar Freundinnen sein, in einer Art Hassliebe. Die gehen durch Dick und Dünn. ;-)
Sehr lebendiger Dialog. Wunderbar bissig. Man sieht die beiden vor sich. Du hast mit dem was sie sagen die Personen gezeichnet, ohne dabei zu offensichtlich zu sein.
schön gehässig und doch gewählt in der Diktion, wie kriegen die Beiden das wohl hin? Gekühltes Gift? L.G.papaya
Hallo Gina, sehr gekonnter Text. Man kann den Hass zwischen den beiden gut heraus hören.Gruß Benita
[ Lesezeichen ]
18522
Na, Ense, leihst du dir ‚Neues aus Bullerbü’ aus?
Trügen mich meine Sinne oder ist das Tim die Tonne? Wie hast du denn die Tür gefunden, neuerdings ein Navi in die Schultasche eingebaut?
Pass auf, was du sagst, Alter. Hab gehört, dass die jetzt so praktische kleine Maschinen hier haben. Da passt du locker rein, wenn ich dich auf Buchgröße zusammenfalte.
Oh Mann, so ein langer Satz aus deinem Mund! Du musst den Duden verschluckt haben. Falls du kotzen musst, die Klos sind neuerdings dort hinten.
Mit Laserspülung? Dann bleibt der Schleim nicht stecken, wenn ich deinen Kopf da reintunke.
Laser? Da brauchst du einen Leserausweis, die gibt’s hinten an der Theke. Mach einfach ein paar Kreuze drunter. Aber ich glaube, für Analphabeten haben die hier sowieso nichts.
Sehr phantasiebegabt, diese Jünglinge (oder deren Autorin). Viele Dialoge hier ähneln sich. Dieser bleibt mit Sicherheit im Gedächtnis!
Danke allerseits! Ich fand's ja selber voll übertrieben, aber der "ernste" Dialog wollte mir nicht recht glücken ... für mich jedenfalls auch ein ganz neues Terrain. @ M.P. Wunderbarer Kommentar, danke! @ papaya: ich kenn die ja auch nicht, in meinem Roman haben sie jedenfalls nichts verloren! @ Frederike Wente: Danke für das Lob, und deine Anmerkung war hilfreich (ich versuche ja grade, zu verstehen, wie Dialoge funktionieren) @ Frog: Da fällt mir noch mehr ein, wir können uns dann ja in Frankfurt mit Sprüchen bombardieren. @Helga: Habe auch keine Ahnung, war ein Experiment, immerhin hab ich was dabei gelernt. Okay? @ Eva Marcuse: Das könntest du doch auch! @ Angela: danke, Lob tut so gut! LG Velarani
Zwei pubertierende Platzhirsche verteidigen ihr vermeintliches Revier. Dein Dialog wirkt auf mich sehr glaubhaft. Klasse!
Wow. Knallhart. Mir ist richtig schlecht geworden. Da hast du eine superfieses Duo supergut getroffen. Chapeau.
Hallo Velarani, hallo Helga, ich glaube gar nicht, dass die Menschen in der Bibliothek anders sprechen, als auf der Strasse. Nur ist die Wahrscheinlichkeit, dass man in einer Kneipe auf solche Typen, sicherlich höher als in einer Bibliothek. Nichts-desto-trotz, ich fand es lustig, so richtig Gossengepöbel:-))
Schön, dass auch mal jemand an unsere jungen Leser denkt. : ) Dir ist gelungen, was mir oft nicht gelingt, du hast die Sprache der Charaktere durchgehend benutzt.
Das typische Gerangel zweier Heranwachsender. Gerade mal ein Haar am Sack und schon glauben, sie könnten die Welt verstehen. Tststs. LG M.P.
ich weiß ja nichts über Ense und Tim die Tonne, aber der Dialog ist toll!
Zwei Jugendliche, die beide auf den Mund gefallen sind und es sich so richtig geben. Die Sprüche finde ich klasse. Besonders den Navi in der Schultasche...
..weiß nicht, ob das allein schon zum Thema "Bibliothek paßt und nicht ehe zu einem Kneipen-Dialog. Vielleicht habe ich ja keine Ahnung.
[ Lesezeichen ]
18514
Ich schreibe unter erschwerten Bedingungen, deshalb bitte Nachsicht mit der Schreibweise.
Wieder- oder besser Neueroeffnung der ehemaligen Amerika Gedenkbibliothek Berlin am 1. Dezember 2011.
Sie heisst jetzt BBC (Berlin Book Counter) und wird von dem privaten Konsortium BBB (Berlin Book
Board) betrieben. Es konnte eine Reihe von Sponsoren gewonnen werden, die fuer eine bessere finanzielle Aussattung gesorgt haben, insbesondere auch wegen der anhaltenden Finanzierungsschwierigkeiten, in denen die Stadt seit langem steckt.
Alle Bestaende sind digitalisiert, es gibt einen grossen Bereich mit eBooks, die auch von zu Hause direkt heruntergeladen werden koennen, wenn der Nutzer eine entsprechende Premiumkarte hat.
Man betritt das Gebaeude, gelangt dann in den Garderobenbereich, danach in die L-Lounge (Leselounge). Dort gibt es die ueblichen Recherchetools. Daneben sind ueberall Monitore, auf denen kurze Videoclips laufen, zum Teil kleine Werbespots der Sponsoren, zum Teil gespielte Szenen aus den Neuerscheinungen, damit der Leser sich "ein Bild machen" kann, bevor er das Buch ausleiht. Ueberall laeuft sanfte, automatisch generierte Bibliotheksmusik. Gerade laeuft ein Spot, der die neue Software von Macrosoft, Monk-Key, anpreist, mit der man selbst Mittelalterliche Bibeln herstellen kann. Man sieht einen Moench hingebungsvoll einen Buchstaben mit der Maus malen.
Frau Martens, langjaehrige" Kundin der AGB, kommt in den BBC und moechte ein Buch ausleihen.
- Ich suche das Buch Friedrich Franz: Barbaren im Dienste des Fortschritts. Haben Sie das schon in Ihrem Bestand, ich konnte es nicht finden.
- Das haben wir nur als eBook. Aber zuerst brauchen Sie eine Usercard. Ich kann Ihnen da ein besonderes Angebot machen. Als Premiummitglied koennen Sie drei Buecher zum Preis von zwei ausleihen. Ausserdem koennen Sie Meilen sammeln, und als Begruessungsgeschenk erhalten Sie ein T-Shirt Ihrer Wahl: Guenter Grass beim Zwiebelschaelen oder Charlotte Roche im Regenwald. Damit unterstuetzen Sie zugleich Aufforstungsprojekte in der Dritten Welt.
- Ich wollte nur ein Buch ausleihen.
- Fuer das Buch brauchen Sie mindestens eine Biblio-Plus. Nur so koennen sie eBooks herunterladen. Und Sie muessten eine Kaution von 100 Euro hinterlegen, es sei denn, Sie hinterlassen hier Ihre Kreditkartendaten.
- Koennten Sie bitte die Musik ausmachen. Das stoert gewaltig in einer Bibliothek, finden Sie nicht?
- Das muessen Sie schon aushalten. ... also, welche Karte haetten Sie gerne?
- Ich moechte bitte nur ein Buch ausleihen ...
usw.
Hallo Metta, deine Gedanken zum Text gefallen mir. Die erschwerten Bedingungen waren nur teilweise echt, aber sie als Teil des "Plots" zu sehen, das hat was. Und den Loriot-Sketch mit dem Ehepaar kenne und liebe ich. Ja, das "ich möchte bitte nur ein Buch ausleihen" liegt auf dieser Ebene. Merci bien. Für persönliche Nachrichten: evamarcuse@googlemail.com
War mir nicht sicher, ob die erschwerten Bedingungen echt sind, oder zum Text gehören, weil man ohne I-Net-Special-Card nur die amerikanische Schreibmaschine ohne Umlaute benutzen darf :o). Schön, dass Du den Dialog doppeldeutig in der Amerika-Gedenk-Bibliothek angesiedelt hast! Diese überspitzt dargestellten Tendenzen sind ja bereits jetzt erkennbar, aber ich glaube, etwas länger als drei Jahre haben wir noch Zeit. Kennst Du den Loriot-Sketch, wo der Mann auf dem Sofa sitzt und die Frau ihn unbedingt beschäftigen will? Da sagt er dauernd: "Nein, ich will hier nur so sitzen." Daran musste ich bei diesem Dialog denken. Ich glaube, der Schlusssatz ist: "Morgen bringe ich sie um." (Oder war das bei dem Viereinhalb-Minuten-Ei?)
Wet T-Shirt? Ich hoffe, das geben meine Brüste in drei Jahren noch her... Aber ich habe ein gutes Gefühl!
Nachtrag zu frog: Die Charlotte, also Fr. Roche koennte 2011 tatsaechlich raus sein; nicht hingegen Fr. Osch (auch Fr. Og genannt). Haha, doofer Witz. Konnte mir ihn trotzdem nicht verkneifen. Gruss aus dem Land der erschwerten Bedingungen.
Ich gebe zu, manchmal macht es auch Spass, freundliche KOmmentare zu bekommen. @Helga: Ohne den Vorlauf waere der Dialog nicht verstaendlich geworden. Und in einem ganz fruehen Kapitel hat L. Doughty mal gesagt, es gebe kein richtig oder falsch. Trotzdem kommt auch von mir noch ein 6-zeiler. ¡Versprochen! @Frog: Frau Roche vielleicht nicht mehr 2011, vielleicht Frog mit ihrem Bestseller? T-Shirt Frog nass im Regenwald? @Velarani: Ich glaube, eine klitzekleine Abneigung von Frau Martens der Bibliohteksangestellten gegeueber zu verspueren. @Angela B: Ich fuerchte, die Wirklichkeit koennte noch unangenehm werden. __ Thanx for your comments.
Deine Einfälle sind großartig, ich hab mich köstlich amüsiert! Persönliche Abneigung zwischen den beiden konnte ich nicht feststellen, aber mein Grinsen wurde immer breiter. Möchtest du nicht vielleicht Satire schreiben, das scheint dir zu liegen? LG Velarani
Deine Fantasie schlägt wieder Purzelbäume, da merke ich Dir die erschwerten Bedingungen nicht an und finde auch keine unnetten Worte. Die Vision ist fies, aber leider gar nicht so abwegig. Schauder! Fragt sich nur, ob 2001 der Name Roche im Literaturzirkus noch eine Rolle spielen wird...
Weia! T-Shirts als Give-aways in Büchereien. Schön überzeichnet. Wollen wir hoffen, dass deine Zukunftsvision nicht Wirklichkeit wird. Es war mir ein Vergnügen, dies zu lesen.
es ist eine gute Beschreibung! Aber aufgrund der Übungsaufgabe leider zu lang. Die beiden Absätze: ..Koennten Sie vielleicht...." und ...das müssen Sie..."lassen gut erkennen, daß beide Partner sich nicht sehr mögen. Besonders die Betonung mit: ..Ich möchte bitte nur ein Buch.." als letzten Satz. Alles vielleicht etwas kürzen für diese Übung, oder?
[ Lesezeichen ]
18504
Der Dialog handelt zwar nicht über eine Bibliothek, aber er kam mir gerade so in den Sinn:
"Marlene, es geht nicht."
"Wenn zwei Seelen füreinander geschaffen sind, wie unsere, dann ist alles möglich!"
"Es würde dich ins Unglück stürzen!"
"Das würde ich auf mich nehmen."
"Aber mein Herz ist aus Stein."
"So mache mein Herz auch zu Stein!"
"Meine Liebe verbietet es mir."
"Antoin. Ich liebe dich..."
"Du weißt, dass ich dasselbe empfinde, aber..."
"So mache mein Herz zu Stein. Ohne dich hat mein Leben keinen Sinn."
"Und mit mir wirst du kein Leben mehr haben."
"Ich würde alles aufgeben, um nur eine Sekunde mit dir zusammen zu sein."
"Marlene lass Vernunft walten."
"Ist die Vernunft nicht schon vor langer Zeit verblasst?"
"Ich werde jetzt gehen..."
"Nein! Ohne dich ist mein Leben nicht lebenswert. Bleib."
"Du wirst auf Ewig in meiner Seele bleiben."
"Nein, nein! Antoin!"
der Dialog ist zu langatmig und gehört, wie schon selbst erwähnt, nicht zur Übung. Wir könnten sicherlich alle irgendeine Geschichte schreiben, daber das gehört nun mal nicht hierher. Ich bitte um Entschuldigung für meine klaren Worte, wenn sie enttäuschend bei dem Schreiber ankommen. Ich erbitte auf jeden Fall zu meinen Aussagen stets ehrliche Kritik. Nur so kann ich lernen! Danke!
Kohlenmunkpeter und Lisbeth wechseln unkontrolliert ihre Ausgangslage; oder spielt der Teufel mit in einem Dreier?
[ Lesezeichen ]
18501
S: Kann man in Zukunft die Bücher direkt am Schalter ein- und ausbuchen?
A: Was Du kannst, weiß ich nicht, aber prinzipiell ist es möglich, ja.
S: Sei gewiss, ich werd`s schon schaffen...
A: Oh, zweifellos - wenn Du dir dabei so viel Mühe gibst, wie mit deinen anderen Projekten...!
S: Ich erledige meine Angelegenheiten alle korrekt!
A: Da bin ich sicher.
Hi Fledermaus, wenn die Teilnahme am Treffen "nur" am Geld scheitert, mail mir mal unter Metta_Maiwald@web.de - vielleicht können wir da noch was organisieren.
Entschuldigung, ich muss mich korrigieren: HINTER dem Haupteingang von der S-BAHN-Station "Messe" aus kommend...
Ach, sag mal, hast Du überhaupt mitbekommen, dass wir uns jetzt am 18.10., 10.30 h auf der Frankfurter Buchmesse, Eingang von der U-Bahn-Station Messe aus (Erkennungszeichen Feder am Hut o.ä.) treffen wollen? Näheres auf der Pinnwand links auf dieser Seite, unter dem Foto + Text von L.Doughty. LG Metta
Formal zustimmen, unterschwellig das Gegenteil vermitteln. Glaubt die/ der Angegriffene selbst an sich? Wie mag man aus dieser Rechtfertigungsfalle herauskommen? Ich fühle mich unbehaglich beim Lesen. Kompliment!
Die beiden sprechen doch nicht über Sparbücher? L.G. Gerhild
kurz und heftig, S gerät in Rechtfertigungsnot. Man wird neugierig was S und A so innig verbindet.
[ Lesezeichen ]
18488
Ich konnte mich leider nicht auf sechs Zeilen beherrschen ...
Den Audiobereich mit dem Glasdom empfehle ich Ihnen ganz besonders, Herr Mayer-Hendricks. Und achten Sie auf die strukturgebende, konsequente Anwendung des Goldenen Schnitts im gesamten Gebäude. Politiker und Journalisten aus Zürich und Wien waren begeistert.
Hm, ja Frau Mendoz, danke für den Hinweis. Ich werde sehen was sich mit dem goldenen Schnitt in meiner Kolumne machen lässt. Soweit ich höre, erhitzen sich viele Gemüter an den sehr beeindruckenden Kosten für den Bibliotheksneubau.
Nun, Herr Mayer- Hendricks Sie wissen doch selbst am besten, der Prophet gilt im eigenen Lande nichts und die Leute denken kaum je über den Mehrwert nach, den Innovationen dieser Größenordnung langfristig und für die nächste Generation erzielen.
Sie meinen, wo gehobelt wird fallen die Späne, die unsere Kinder glücklich machen, Frau Mendoz?
Ein interessanter Gesichtspunkt Herr Mayer-Hendricks, ich bin seit langem eine aufrichtige Bewunderin Ihrer ungewöhnlichen Schlussfolgerungen.
Freut mich Frau Mendoz, dann mache ich mich mal auf den Weg, die Redaktion wartet. Auf Wiedersehen, Frau Mendoz.
Hallo papaya, die offizielle nichtssagende Verlautbarungssprache ist dir hervorragend gelungen. Und die Feindseligkeiten zwischen den Zeilen auch. LG Velarani
Der Journalist droht der Architektin, dass die Leser seiner Kolumne ihr den goldenen Schnitt missgönnen werden.
[ Lesezeichen ]
18485
"Grüss dich Margarete, lange nicht gesehen!"
"Hallo Sofie, ...duu hier?"
"Ja, ....rein zufällig! Muss mir das Werk der neuesten Steuerverschwendung auch mal von innen ansehen und was treibt dich hierher?"
"Äähm... ich bin oft hier,... ich schreibe gerade an einem Buch... und da brauche ich noch....."
"Ach so, jaaaa, dein Rolf erwähnte es neulich, als er auf dem Weg zur Imbissbude war. Du solltest öfter mal selbst kochen, statt nur für den Papierkorb zu schreiben; denn sonst kommt ihr nie raus aus den Schulden."
Geringschätzung löst Schuldgefühle aus bei der Romancière. Tipp: Auch vorläufige Textfetzen ergeben Honorulli auf Kleinkunstbühnen solange der Roman noch nicht verlegt ist.
[ Lesezeichen ]
18469
"Sie können mir also immer noch keinen Vorschlag für das neue Computersystem unterbreiten, ich soll aber nächste Woche die Bibliothek schon wieder öffnen?!"
"Keine Sorge, Frau Kollegin, ist alles längst bestellt und wird übermorgen geliefert und installiert. Meine Abteilung kennt Sie doch, Sie und Ihre Wünsche."
...find ich ok. Erst die Anmahnung zu dem PC-System. Dann sehr eindeutig - zweideutig der Satz:Meine Abteilung )oder vielleicht anstatt: Meine Abteilung -geschrieben = die Mitarbeiter oder unsere Mitstreiter ?! Abteilung - find ich vielleicht zu ....?
In scheinbar vorauseilendem Gehorsam wehrt sich die Abteilung gegen die Kollegin mittels vollendeter Sachverhalte und schließt sie somit aus von der Gemeinschaft.
[ Lesezeichen ]
18461
"Lisa kannst du mir Bücher von Hesse aus der Bibliothek holen,,?
"Nein, habe keine Lust. Hole sie dir selber. Immer soll ich machen was du willst und überhaupt die Bibliothek ist geschlossen, sie wird renoviert. Auch könntest du mal bitte sagen,,
" Das glaube ich dir nicht, ist bestimmt eine Ausrede. Steh auf und geh, Bewegung könnte dir nicht schaden, bist sowieso zu dick. "Nein ich will nicht,,!
Wie wird der Dialog lebensnaher? Bei der Frage der Mutter würde ich noch keinen konkreten Wunsch äußern. Was ausgeliehen werden soll, kann sie nach der Zustimmung der Tochter genauer benennen. Dass Lisa keine Lust hat, merkt man auch so. Weglassen oder die Lustlosigkeit durch kurze Sätze betonen: "Keine Lust." Fledermaus' Vorschlag ist gut, denn im Moment wirken die Sätze langatmig und unübersichtlich, weil die Argumente alle auf einmal vorgetragen werden. Den Satz 'bist sowieso zu dick' finde ich zu heftig - ich würde das meiner Tochter nicht sagen!!! Das ist eher ein Vorwurf eines Mannes an seine Frau. Die Aufforderung, sich mehr zu bewegen, ist dagegen schon elterntypisch. Ein Versuch: "Lisa, fährst du mal für mich zur Bücherei?" - "Bitte!" - "Ja, ja, bitte." - "Immer ich!" - "Ich habe bitte gesagt." - "Die Bücherei ist zu. Da wird renoviert." - "Aha, keine Lust... Etwas Bewegung würde dir nicht schaden." - "Lass mich doch einfach in Ruhe!"
Anführungszeichen immer NACH dem Satzzeichen! Ich finde die Idee gut, da ein Mutter-Tochter-Ding draus zu machen, auch wenn es etwas gekünstelt wirkt.Vielleicht versuchst Du es nochmal, und verteilst den Dialog auf mehrere Sprecherwechsel? :)
[ Lesezeichen ]
18440
Toll, die neue Bibliothek. Und ein super Computerprogramm.
Ich finde das neue Programm zu kompliziert. Also, ich komm nicht wirklich zurecht damit.
Papperlapapp. Man kann alles lernen. Vorausgesetzt, dass man zumindest über ein bisschen Grips verfügt.
Was wollen Sie damit sagen?
Nichts, wirklich nichts!
Hallo Elisabetha, das kann ein Mißverständnis sein aber genau so gut so gemeint sein, wie es gesagt wurde. Mir gefällt der Dialog gut. viele Grüße Bridget
Hallo Elisabetha, dein Dialog ist dir sehr gut gelungen. So wie es im wirklichen Leben leider oft geschieht. Gruß Benita
kurz und knapp formuliert, find ich gut. Nur die Bemerkung mit dem "Grips" hätte ich vielleicht mit ein paar umschriebeneren Worten verständlich gemacht. Ansonst Gott sei Dank nicht so lang! Es wurde ja nur 6 Zeilen gefragt und nicht eine Geschichte, oder?
[ Lesezeichen ]
18439
„Elf”, sagte der Zahnlose, „Mein letztes Angebot.”
„Dreizehn”,sagte ich.
„Nein, das geht nicht. Ist ne Unglückszahl.”
„Fünfzehn”, sagte ich, „Und das Kartenhaus muss mindestens zehn Sekunden stehen!”
„Unmöglich. Fünfzehn, das schafft kein Mensch!”
„Fünfzehn oder gar nicht!”
Klasse! Mit wenigen Worten baust Du eine spannende Atmosphäre auf und charakterisierst die Sprecher. Der Protagonist befindet sich in unangenehmer Gesellschaft eines abergläubischen Zahnlosen. Direkter Einstieg ohne lange Erklärungen, kurze Sätze, Machtspiele... Ich habe es leider mit Zahlen, im Gegensatz zu Frog. Zeig mir mal, wie man aus 11 oder 13 Karten ein komplettes Haus, also mit Dach, baut. Grübel!
Allein die drei Worte "sagte der Zahnlose" kicken mich schon. Mehr davon...auch wenn Zahlen darin vorkommen...(ich hab's ja nicht so mit Zahlen). LG Froggie
Guter Dialog + witziger Kommentar = bravo, Wladimir! Im Ernst: Gefällt mir - wortkarge, abgebrühte Typen, Krimi-Atmosphäre. LG Velarani
Was ist denn das hier? Wird hier Ginkos Text oder mein Text kommentiert. Wärmestube? Bibliothek? Lesesaal? Wovon, zum Teufel, redet Ihr überhaupt? Hinweis: Mein Dialog ist ein Ausschnitt aus einem Text, in dem jemand ( der Ich-Erzähler) mit einem Menschen in einer Kneipe sich auf eine Wette einlässt. Mehr konnte in sechs Zeilen nicht erzählt werden. Sollte auch nicht! Nix Bibliothek, nix Wärmestube, nix Neubau, nix Lesesaal, nix Ginko! Du verstehen jetzt, Leser?
Die Bibliothek als Wärmestube. Super! L.G.Gerhild
Hallo Wladimir, gelungener Text, aber vollkommen finde ich ihn erst, wenn man den Kommentar von Ginko dran hängt. Gruß Benita
Ich erhöhe auf zweiundzwanzig. Aber nur im alten Lesesaal. Im Neubau zieht es nämlich!
[ Lesezeichen ]
18442
Morgens um halb acht, unchristliche Zeit mit dem Bus fahren zu müssen. Die Menschen sind um diese Zeit unausgeschlafen, Schüler rangeln und quengeln um die Wette. Es ist eng im Bus und es gibt vermutlich keinen Sitzplatz. Peer gibt sich seinen Gedanken an eine warme Bettdecke und ein ausgiebiges Frühstück im Bett hin.
"Was treibt dich denn so früh aus deiner Höhle?" "Der Umbau der Stadtbücherei." Sein Gegenüber grinst. "Interessanter Einsatzort für jemanden, der kaum mehr als die Stellenanzeigen lesen kann...Offenbar hat das Schicksal etwas mit dir vor." "Tja, es gibt halt Menschen, die arbeiten für ihr Geld. Andere lesen und schreiben und finanzieren sich mit Papas Knete. Wie gehts eigentlich deinem alten Herrn?" "Alt geworden ist er. Er sponsert den Umbau der Bücherei." "Wenn er das nicht macht, damit sein Sohn mal was Gescheites liest... Aber da muß er sich bei dir ja keine Sorgen machen, solange du seine Schecks lesen kannst..."
finds auch nett mit Ironie gespickt. Aber wir sollten doch nur 6 Zeilen schreiben. Ich versuch auch mal, ob ich evtl. etwas mehr schreiben kann, als den kurzen Dialog.
Sehr gut gelöst, Sarah! Das Drumrum hätte es nicht mal gebraucht, der Dialog ist spritzig und wirkt trotz der passgenauen Formulierungen sehr alltagsnah. LG Velarani
[ Lesezeichen ]
18441
"Ahh Margreth. Schön dich hier zu sehen."
"Franzi... Ja was für eine Überraschung."
"Auch hier, um dich mal umzusehen?"
"Nein nicht wirklich. Umsehen, muss ich mich in einer Bibliothek nicht. Ich bin hier um zu lesen."
"Ach... Na wie geht es denn den Kindern?"
"Gut, gut geht´s ihnen. Aber ich muss jetzt wieder los."
"...Einen schönen Tag dir noch..."
"Wünsch ich dir auch, und schau dich schön weiter um."
Hallo Ann-Christin, schön der Kontrast zwischen dem Ursprung des Lesens und der Neugier der Schaulustigen. So eine Modernisierung hat auch Nebenwirkungen.
Hallo Ann-Christin, den Dialog finde ich sehr gelungen. Unter der süßlichen Freundlichkeit brodelt die Geringschätzung nur so. viele Grüße Bridget Olliver
Hallo Ann-Christin, sehr schöner Dialog im Vorbeigehen. Das die Beiden sich nicht grün sind ist auch zu erkennen, wenn auch versteckt hinter quälender Höflichkeit. LG M.P.
[ Lesezeichen ]
18428
"Versteh ich nicht, dass dir der komische Anbau gefällt, tut doch weh an den Augen."
"Der hat auch 'ne Innenansicht. Aber die interessiert dich auch da nicht, was?"
„Was soll ich in `nem Bücherschuppen! Altpapier fressen?“
„Da gibt's auch DVDs. Ach ne, Schweinskram haben sie nicht.“
Kommen die beiden Blödmänner aus Ostwestfalen-Lippe? Könnte passen... Ginkos Fortsetzung finde ich auch witzig und außerdem wüsste ich gern, wo genau Du eigentlich wech kommst? Ich muss Dir wohl mal mailen...die Tage...
Fortsetzung: "Die haben durchaus Schweinkram, allerdings gedruckt und illustriert." / "Auf Altpapier?"
Aufgabe erfolgreich gelöst! Einzig: Ich glaube, Dein Text käme auch gut ohne "Altpapier fressen" aus (frei nach dem Motto: kürzen geht (fast) immer.) lg
Den ersten Satz kannst Du noch knackiger machen und dem geistigen Niveau des Sprechers anpassen: "Boah, den Glasklotz findste schön! Da krieg ich von Augentripper!" "Innenansichten interessieren dich ja grundsätzlich nicht." "Muss das?" Altpapier fressen im Bücherschuppen ist eine witzige und originelle Formulierung. Zwischen die letzten beiden Sätze könnte noch eine Gegenreaktion, dann könnte das "Ach ne...", das den Gedankenschwenk kennzeichnet, aber auch die Heftigkeit nimmt, entfallen. "Da gibt's auch DVDs." "Richtige?" "Nein, keinen Schweinkram." (Ist das s in SchweinSkram dazwischengerutscht oder Mundart?)
Hi Reiner! Dein Anbau-Gegner ist nicht der altmodische Bücherwurm, wie in den meisten Dialogen, er scheint einfach komplett tumb zu sein. Auch ne Lösung ;-) Liebe Grüße, Malea.
« zurück 1 · 2 · 3 · 4 · 5 · 6 · 7 · weiter »




