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Kapitel 47 mit Übungsaufgabe
Leserbeiträge
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20510
Es ist der letzte Tanz mit Norman.
„ Warum musst du unbedingt für zwei Jahre nach England gehen,“ will Rosy wissen.
„ Rosy, es ist mein Weg bei dem grossen Tanzlehrer Unterricht zu nehmen. In den Ferien komme ich ja wieder in die Schweiz. Und wer weiss, vielleicht lassen deine Eltern dich auch einmal nach England fliegen. Jetzt weine nicht, wir müssen gleich auf die Bühne.“
„ Ach, kann das Leben hart sein,“ meint Rosy voller Wehmut.
Die Vorstellung beginnt, das Licht ist noch aus, sie stehen aber schon auf der Bühne, die Musik beginnt, der Vorhang öffnet sich, es wird hell und sie tanzen. Norman und Rosy tanzen voller Hingabe.
Ihre und seine Eltern sitzen im Zuschauerraum. Rosy`s Mutter legt ihre Hand auf Vaters Arm und flüstert “ gibt es das?“ Ein Zauber liegt in der Luft, die Zuschauer sind gebannt.
Der Applaus ist gewaltig, fünf Vorhänge haben die Tanzenden. Es war einmalig schön.
Rosy strahlt Norman an, sie sagt leise zu ihm, jetzt mache ich etwas, geht allein hinaus, verbeugt sich und sagt „ jetzt tanze ich noch eine Zugabe für meine Nonna, die vor zwei Monaten gestorben ist. Ich liebe sie.“
Hier der Zeitungsbericht:
Zürich, 21.November 2008 / pipe
Rosalinde Koller, genannt „ Rosy, das Traumgirl“ und ihr Partner Norman Moudan haben ihr vorerst letztes Debüt gegeben, sie tanzten genial. Die Zuschauer haben sich fünf Vorhänger erklatscht. Dann erschien die Tänzerin und verkündete, sie wird noch eine Zugabe alleine tanzen in Erinnerung an ihre Grossmutter, die vor 2 Monaten gestorben war. Es war einer der schönsten Tänze.
Norman Moudan hat die Prüfung zu einer 2-jährigen Tanz-Ausbildung bei dem zur Zeit weltbesten Tanzlehrer D.Davidinow bestanden, der vor 10 Jahren Russland verlassen hatte und jetzt in England die berühmte Tanzschule leitet.
Rosalinde Koller steht vor ihrer Maturprüfung, erst danach wird sie ihren weiteren Weg bekannt geben.
Mit Sicherheit wird man in Zukunft von beiden wieder hören.
Liebe Pia, ein Debüt kann es nur einmal geben, denn so wird der allererste Bühnenauftritt genannt. Für den Zeitungsartikel möchte ich Dir den Tipp geben, nochmals einige Zeitungsmeldungen anzuschauen. Sie haben ihren ganz eigenen Rhythmus, sind eher sachlich, Ausdrücke wie "sie haben sich fünf Vorhänge erklatscht" wirst Du normalerweise nicht finden. Vielleicht eher so: "Bei ihrem Debüt-Auftritt in "..." sorgte die junge Tänzerin Rosalinde Koller für eine Überraschung. Nach dem wohlverdienten Applaus für die erstklassige Leistung zusammen mit ihrem Partner Norman Moudan trat "Rosy, das Traumgirl" unerwartet auf die Bühne, um eine Zugabe für ihre jüngst verstorbene Großmutter zu tanzen .. etc." Die Idee, das Buch mit dem Zeitungsartikel enden zu lassen, finde ich originell. LG Tina
Sie tanzen voller Hingabe, die Zuschauer sind gebannt, sie tanzen einmalig schön ... Erzähl uns doch, wie Rosy und Norman tanzen, beschreib ihre Bewegungen, ihre Mimik, den Zauber, den sie ausstrahlen und den sie auf die Zuschauer übertragen. Liebe Grüße.
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20511
Aus dem Buch die Maus auf der Butter
Erinnerung an Johanna.
Vorwort
Nur für den Eigenbedarf, für meine Kinder. Irgendwann sagte ich im Spaß: „Wenn ich alt bin, schreibe ich ein Tagebuch.“ Als ich alt wurde, erinnerte mich meine Tochter an das Versprechen. Wie sollte ich das machen? Der Anfang war schwer. Meine Tochter meinte: „Du erzählst deinen Enkeln so viele Geschichten, schreibe die Geschichten auf. Fange endlich an!“ In meinen Gedanken brodelte es heftig. Tausende Ideen purzelten in meinem Kopf herum. Das Schreiben, es ging nicht. Erzählen und das Erzählte aufzuschreiben ist zweierlei. Wie ein Blitz kam die Idee: Schreibe über alles, was in deinem Kopf rumort, Notizen. Im ganzen Haus lagen dann Zettel über meine Gedanken und Erinnerungen. Ich wühlte in alten Briefen und Fotoalben. Langsam nahmen meine Gedanken und Erinnerungen Gestalt an. Ich setzte mich an den Tisch und begann. So schnell schreiben konnte ich gar nicht, wie meine Gedanken und Erinnerungen mir zuflogen. Schwierig war es, die Ereignisse den richtigen Daten zuzuordnen.
Ich glaube, mein Tagebuch wird ganz gut sein. Bei meinen Kindern und Enkeln herrscht reges Interesse an dem Buch. Auch meine Freundin freut sich darauf. Sie ist meine schärfste Kritikerin, wenn etwas nicht genau stimmt. Sie ist die Einzige, die meine Erlebnisse miterlebt hat. Alle anderen sind schon gestorben.
Und das Ende des Buches.
Mama hatte wieder Krebs und wurde operiert. Acht Jahre war sie krank. Ich hatte immer ein schlechtes Gewissen, weil ich sie allein zu Hause gelassen habe. Dann wurde Gerhard Papa krank, er brauchte Antidepressiva. Es zog sich lange hin. Mal war er im Büro, dann ging es wieder nicht und er blieb zu Hause. Mama ging es immer schlechter. Sie konnte sich allein nichts mehr machen und wurde ein Pflegefall.
1987 kam Ferdinand zur Welt. Lucie war drei Jahre alt und ging schon in den Kindergarten. Meine Tochter hatte nicht mehr so viel Zeit, um im Geschäft aus zu helfen. 1988 kündigte Frau Balg. Sie war die Seele des Geschäftes. Sie und ihr Mann übersiedelten nach Speyer zu ihrem Sohn. Ich stand allein da. Das Geschäft ging auch nicht mehr so gut, Stricken war nicht mehr „in“. Wir fassten den Entschluss: Wir hören auf. Am 31. Dezember 1988 beendete ich meinen Traum.
Ich ging in Rente. Erst dachte ich, ich werde es zuhause nicht aushalten. Aber es geht gut. Ich habe das Schreiben entdeckt und bin auch ein bisschen erfolgreich Viele meiner Kurzgeschichten wurden schon veröffentlicht. Langweilig war es mir noch nie. Im Gegenteil, die Tage vergehen zu schnell und sind für mich viel zu kurz.
Meine lieben Kinder und Enkel jetzt seid ihr dran, die Chronik weiterzuführen.
Johanna
Liebe Johanna, Dein Vorwort ist ein einziger flüssiger, fesselnder Text, der mich sofort in Deine persönliche Geschichte gezogen hat. Wenn Du es schaffst, das Tagebuch in diesem Stil zu schreiben, wäre es für jeden Leser ein Genuss. Der Schluss kommt leider sehr chronik-mäßig daher, sehr viele Daten, zu wenig Gefühl (bis auf die letzten beiden Sätze). Doch es soll ja keine Biografie, sondern ein Tagebuch werden und so wird es von Gedanken und Stimmungen leben - ich drücke Dir ganz fest die Daumen. LG Tina
Ist das aber ein laaanges Ende! Das ist ja der gesamte Roman. Es ist Deine Familiengeschichte. Ich kann aus diesem Wenigen noch nicht erkennen, ob es mich interessieren wird. Ich wünsche Dir jedoch viel Erfolg mit Deinem roman und, vor allem, viel Spaß beim Schreiben. Liebe Grüße.
das ist eine wunderbare idee, ein tagebuch für die kinder und enkelkinder zu schreiben. auch wenn das ende jetzt noch ein wenig roh und ungeschliffen da steht - ich wünsche ihnen ganz viel freude beim schreiben und den kindern beim lesen - aus solchen geschichten sind schon wunderbare bücher entstanden.
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20508
Mein Roman endet dort, wo er beginnt. Auf dem Balkon von Charlotte. Er endet mit dem stolzen Gefühl, endlich das getan zu haben, was schon immer getan werden wollte.
Charlotte war offen zu mir, voller Vertrauen, ihr Leben hat sie mir zu Füßen gelegt. Diese einundachtzig Jahre sind das Beste, was uns passieren konnte.
Hier muss ich auch noch einmal meinen Senf dazugeben. 'Das Leben in jemandes Hände legen' und 'Das Leben zu Füßen legen' sind zwei völlig verschiedenen Inhalte und nicht nur unterschiedliche Konnotationen. 'In die Hände legen ' bedeutet es jemandem anzuvertrauen, wie z.B. einer kranker und hilfloser Mensch es tut, während 'Zu Füßen legen' ein Synonym für 'ausbreiten' und darstellen ist. Also ist alles richtig! LG Lillilu
Schön! Du kannst sehr wohl sagen, dass Charlotte ihr das Leben zu Füßen gelegt hat. Das ist keineswegs falsch und passt sogar sehr gut. Das wird sicher ein herzerwärmender Roman, den ich als Adriana-Trigiani-Fan sehr gern lesen würde. LG
Hallo Angela, es ist ein schöner Zug, den Roman mit dem Anfang in Verbindung zu bringen; das rundet die Story dann sauber ab. Den Tipp, das Leben statt in die Füsse, in die Hände zu legen finde ich sehr gut, da er mehr Wertschätzung vermittelt. Insgesamt könnte der letzte Satz m.E. aber noch mehr Emotionen vertragen. Ich weiss zur nicht genau, wie er in Deinen Text passt, aber ich könnte mir z.B. vorstellen: "Charlotte teilte es mir in ihrer liebevollen, aber offenen Art mit. Da erst erkannte ich, wie sehr sie mir schon die ganzen Jahre vertraut, ja ihr Leben quasi in meine Hände gelegt hatte. Tief gerührt blickte ich ihr in die Augen und dachte dabei: "sie ist wirklich das Beste, dass Dir jemals passieren konnte."
"Sein Leben (sein Herz, die ganze Welt) zu Füßen legen" ist eine feststehende Redewendung und insofern passend, als Charlotte der Erzählerin erlaubt, darin herumzuspazieren und sich umzusehen oder auch, es aufzuheben und genauer zu betrachten. LG Metta
Ich schließe mich Angela an. Ein schönes Ende an dem nur der Ausdruck "zu Füßen legen" stört. Das erinnert zu sehr an "vor die Füße werfen". Angelas Vorschlag ist weitaus besser, weil man mit den Füßen meistens tritt, während Hände auch streicheln und schreiben können.
Dein Ende gefällt mir. Aber, bitte, lass Charlotte ihre Vergangenheit nicht vor die Füße der Erzählerin legen, sondern in deren Hände. Das würde besser ausdrücken, dass die Erzählerin die ihr anvertrauten Dinge in Ehren hält (und nicht etwa vorhat, darauf rumzutrampeln).
Ganz lieben Dank für eure Kommentare. Ich konnte leider in der letzten Zeit weder viel Lesen noch kommentieren - bin umgezogen und alles war sehr hektisch. Langsam kehrt Ruhe ein, und ich hoffe noch einiges nachlesen zu können.
Irgendwie hatte ich gleich das Gefühl, dass Dein Roman um Charlotte mich interessieren würde. Ja, ich würde ihn sehr gern lesen. Liebe Grüße.
Hallo Angela, die Freundschaft der beiden Frauen gefällt mir. Das wäre dann das Ende der Rahmenhandlung. Und womit endet die EIGENTLICHE Geschichte, also die Charlottes? - Hättest Du Interesse, nach Abschluss des Romanprojekts noch locker Kontakt zu halten, so dass man sich noch mal gegenseitig beraten kann? Dann mail mir doch mal unter Metta_Maiwald@web.de
Einundachtzig Jahre rasen auf dem Balkon vorbei und erklären das Leben eines Menschen, der vielleicht etwas ganz besonderes ist. Ganz bestimmt ist er das. Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Umsetzung! Viele Grüsse, Numungo (20408).
Das hört sich gut an! So, als wenn du die Ernte des Schreibens einfährst und weil du Dankbarkeit rüberbringst und der Roman dort endet, wo er begann. Ein rundes, schönes Konzept. Das hätte ich auch von dir erwartet, weil du selbst so eine stimmige, liebevolle Person zu sein scheinst. LG Lillilu
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20502
(es ist schwer mein ende zu beschreiben ohne all zu weit aus zu holen, trotzdem versuche ich es mal)
Ende: "Todesseele"
Die Geschichte endet mit dem Tod des Drachens der die seltsame Gruppe zusammen geführt hat (der Tod ist das was die gruppe herbeiführen sollte). Bevor er das Zeitliche segnet öffnet er noch ein Portal welches unsere Helden in sicherheit bringen sollte. Der Assasine, nun nicht mehr an den Magier gebunden tötet den selbigen (was von anfang an sein Auftrag war). Daraufhin kommt es zwischen dem betrogenen hauptprotagonisten und der Assasine zum zweikampf in welchem der Protagonist hoffnungslos unterliegt. Der Assasine befördert ihn durch das Portal während er selbst im ödland zurück bleibt.
Ich hoffe, du hast nicht DEIN Ende beschrieben ... Viele Grüsse, Numungo (20408).
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20481
Wie könnte mein Roman zu Ende gehen?
Danke für diese Übung, ich hatte beim Schreiben dein Eindruck mehr über meinen Roman, der ja noch sehr in den Anfängen steht, zu erfahren.
Alexandra muss eine Lösung finden, vielleicht finden sich ihre Gedanken in ihrem Tagebuch, vielleicht schreibt sie davon in einem Brief an die beste Freundin, vielleicht denkt sie sie nur:
Ich bin aus einer Spende entstanden, die Empfängerin war meine Mutter. Sie war in Not und glaubte ich sei eine Lösung für sie. Ich lebe. Ich habe keine Lust als Lösung zu leben, ich lebe weil ich bin. Gefällt mir mein Leben? Im Moment schon.
Was würde ich dem Spender erzählen, wenn ich ihn treffen würde? Dass er diese meine Geschichte verpasst hat. Dass ich auch sein Leben hätte durcheinander bringen können. Ich habe es nicht getan.
Aber ich möchte einmal ein normal gezeugtes Kind und ich würde meinem Kinderwunsch keine Beziehung opfern. Mein Kind soll nicht das Opfer meiner Wünsche sein.
Nun, ich habe die Zusammenhänge erkannt. Ich lebe. Ich liebe und manchmal hasse ich. Ich werde mich auf die Suche nach meinem persönlichen Sinn machen. Ich bleibe ein Ich mit einer gespendeten Hälfte, ich mache mich selbst ganz, ich breche auf. Heute ziehe ich aus. Lasse meine Mutter alleine zurück, nehme ihre Hälfe in mir mit und werde die andere in mir kennen lernen und ergänzen. Ich werde sie herauslocken mit meiner Musik bis sie tanzt oder singt. Vielleicht werde ich ein Harfenstück komponieren. Jetzt gerade kann ich nicht dafür dankbar sein nie einen Vater gehabt zu haben, aber heute fängt mein Leben an.
"Ich habe keine Lust als Lösung zu leben..." Der Satz gefällt mir! Und die Geschichte hinten dran kann interessant sein. Dein Ende ist gleichsam ein Anfang "...ab heute fängt men Leben an." Spannend. Ich wünsche Dir viel Erfolg! Gruß Monika
der schluss gefällt mir - ich kann mich in die protagonistin hinein versetzen, und wüsste gern, was auf den seiten vorher passiert ist.
Dein Schluss könnte auch der Anfang sein, wahrscheinlich ist er beides. Ein interessantes Thema, in dem Gefühle eine ganz große Rolle spielen. Eine Seele entblößt sich und sucht für sich selbst den richtigen Weg. Du hast recht: Das Ende hilft von Anfang an. Viel Erfolg, Numungo (20408).
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20479
Aus einem anderen Roman:
... Sie fuhren los, Richtung Flughafen. Vera saß sehr still auf dem Beifahrersitz. Sah aus dem Fenster. Ich mach das alles doch nur, weil ich mir einbilde, es sei schlecht und unvernünftig, dass ich während einer recht abenteuerlichen Seereise Gefühle für einen älteren Mann entwickelt habe. Stimmt, Gefühle sind unvernünftig. Und gefährlich. Es ist auch unvernünftig, nicht zu studieren. Vielleicht ärgere ich mich in zehn Jahren darüber. Muss ich deswegen wirklich abreisen? Obwohl ich viel lieber hier bleiben möchte und ganz romantisch diesem Gefühl nachgeben? Ich bin mir nicht sicher. Man ist nie sicher.
„Walther?“ Er nickte zustimmend, konzentrierte sich auf den Verkehr, der hier in der Vorstadt um diese Zeit recht heftig war.
„Sollen wir nicht lieber einen jungen Hund anstelle des Flugtickets kaufen? Pawlow fehlt mir.“
Walther passte einen Moment nicht auf, wäre fast dem Vordermann draufgefahren, stieg auf die Bremse, dann rangierte er aus dem laufenden Verkehr an den Straßenrand. „Sag das noch mal!“ Sie wiederholte es, als wäre es das Selbstverständlichste von der Welt.
Sie entscheidet sich also für ihr Gefühl, mag es noch so unvernünftig sein. Ein befriedigendes Ende. Das gefällt mir. Liebe Grüße.
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20464
Der alte Mann sah über den Platz. Dann riss die Wolkendecke auf. Nur ein Stück geradeeben so viel, dass ein einzelner Sonnenstrahl kurz den Boden berühren konnte. Tastete und sich sofort wieder zurück zog. Die Augen des Mannes weiteten sich.
Es wurde wieder Frühling.
Hallo Popinga, das hast du sehr gut geschrieben.Hoffentlich finden viele Menschen diesen Sonnenstrahl, denn er gibt Hoffnung in dieser schwierigen Zeit.L.G Benita
Ich setze Frühling gleich mit Hoffnung. Hoffnung für den alten Menschen; das ist gut. Liebe Grüße.
Das viel beschriebene Licht am Ende des Tunnels.....nette Idee!
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20444
Ende von „Falscher Stolz“
Der schwere Novemberregen prasselte auf den Regenschirm und Tobi beeilte sich, zusammen mit dem Fahrer, seine Sachen aus dem Kofferraum zu bekommen. Der Taxistand war voll und sie hatten es nicht geschafft, im trockenen zu parken. Er klemmte die Tasche unter den Arm, packte den Griff des Trollis und hastete in die Abfertigungshalle, als sein Telefon klingelte.
„Ja!“
„He, Glückwunsch, ich habe die Verträge gerade bekommen. Wo bist Du?“
„Am Flughafen. Mist!“
„Was ist los?“
„Es ist voll, zu viele Menschen und ich finde keinen Kofferkuli.“
„Hast Du so viel dabei?“
„Nein, aber ich könnte ihn als Rammbock benutzen.“
Ihr Lachen klang so nah.
„Holst Du mich ab Mai-Lin?“
„Natürlich, was denkst Du denn. Außerdem habe ich Dir einiges zu erzählen. Ich habe ein paar Interessenten für die Hardwareproduktion aufgetrieben, die gerne für Europa arbeiten würden.“
„Warst Du deswegen vorhin nicht zu erreichen?“
Es dauerte eine Weile, bis sie antwortete.
„Nein, ich war essen.“
„Mit Tao?“
„Ja, mit Tao.“
„Ich mag ihn nicht.“
Sie wechselte das Thema.
„Wie geht es Deiner Frau?“
„Oh, wir wissen was es wird.“, begann Tobi begeistert, „Es wird ein Fritz.“
„Was, bitte schön, ist ein Fritz?“
Er lachte schallend. Sie klang so empört, nur zu gut konnte er sich ihr Gesicht vorstellen.
„Na ja, bei Euch heißen sie Tao, oder Ban.“ Sagte er und wischte sich dabei eine Träne aus dem Auge.
„Blödi!“
„Ist das chinesisch für ‚Glückwunsch‘?“
„Ha ha, sehr komisch. Glückwunsch und einen lieben Gruß an deine Frau.“
Plötzlich wurde sie geschäftlich und änderte augenblicklich den Ton.
„Wir haben morgen den wichtigen Termin mit den Vorstandsmitgliedern aus ....“
„Warum schon morgen?“, platzte er dazwischen, „Ich habe noch nicht mal die Unterlagen gesehen.“
„Ich weiß, wir haben da einen Fehler bei der Bestätigungsmail gemacht.“
„Eh, seit fast fünf Jahren verbockt irgend jemand in Deinem Büro so einen wichtigen Termin. Und Du ziehst die Schuld dieses Mal nicht auf dich. Greif endlich mal durch, oder informiere mich früher, dann mach ich es.“
„Tut mir leid, aber ändern kann ich es auch nicht mehr. Wann landest Du in Peking?“
„18.00 Uhr Ortszeit. Bring bitte die Unterlagen mit und bestell uns einen Tisch im Hotel.“
„Wird erledigt. Ich freue mich auf dich.“
„Ja, geht mir genauso. Ich muß einchecken, bis dann.“
Er schaltete das Telefon aus und steckte es in die Manteltasche. ‚Sie wird sich nie ändern‘, dachte er lächelnd und ging zu Schalter 5, Check in Businessclass.
Hallo M.P., Du hattest immer so lange Texte und jetzt zum Ende muss ich sagen, es war gut so. Man konnte sich mehr in die Figuren hineindenken. Ich bin überzeugt, Dein Roman wird ein Erfolg und das Ende ist für mich überzeugend. Wie schon in einem vorangegangen Kommentar gesagt, es ist eben ein paar Jahre später. Eine andere Version: Tobi und Mai Lin bleiben zusammen wäre denkbar, aber so ist es besser, weil jeder Leser die erste Variante im Kopf hat. Viele Erfolg wünscht Winfried
Glückwunsch! Du hast es geschafft. Macht alles Sinn und klingt nach einer abgeschlossenen Sache, die Einsichten sind gemacht, aus Liebe ist Freundschaft geworden. Statt zig Fortsetzungen denkste Dir doch lieber schönen neuen Stoff aus, oder? Danke noch mal für Deinen solidarischen und lustigen Kommentar :-) hier. Hat mich amüsiert. LG Frog
Dein Ende spielt offenbar ein (paar) Jahr(e) später, als die bisher eingestellten Texte. Eine schöne Idee! So wird viel deutlicher, wie die Charaktere sich weiter entwickelt haben. Gut finde ich auch, dass Mai Ling und Tobi offenbar kein Liebespaar, aber gute Freunde geblieben sind. Dadurch verhinderst Du, dass Deine Geschichte am Schluss in ein zuckersüßes Multikultimärchen abgleitet. Liebe Grüße Carola
Danke für Eure Mühen. Ich bin immer zufrieden, wenn meine Texte Frage aufwerfen. @Ginko Korn, @Angela Thies, ich muß Euch enttäuschen, nach dem Ende ist Schluß. Aber schön, wenn es gefallen hat. @Karin, ich bemühe mich. ;O) @sacha, eins, setzen. @Angela Barotti, @Fledermaus, ich hätte mehr Fantasie von Euch erwartet. Ich versuche einen Roman zu schreiben, in dem der Leser einen bestimmten Lebensabschnitt eines fremden Menschen durchlebt. Ich schreibe keinen Roman, dessen Ende plausibel ist.
Ende? Klingt so nach: es geht noch weiter! Wieder ein sehr guter Dialog.
Dein Text/Schluss gefällt mir. Deine Sprache ist natürlich, knapp und mit einer Spur Humor gewürzt. Sehr einfühlsam vorher und nachher:... Sie wechselte das Thema ... Gut beobachtet. Wenn Du noch etwas mehr auf die Kommasetzung achten würdest, gäbe es nichts zu tadeln. Liebe Grüße.
Mir gefallen Deine Texte gut, sie sind flüssig zu lesen. Ein Ende, bei dem man mit einem leisen Seufzen das Buch schließt, sie lieben sich doch wohl, oder? Aber irgendwelche Realtitäten haben gesiegt, ich kann nicht beurteilen, ob das besser ist, aber das Leben ist oft so. Wenn mir das Buch glaubhaft erklärt, warum alles so gekommen ist, kann ich das als Ende voll akzeptieren.
Hm? Frau? Nicht Mai Lin Frau? Ich bin verwirrt. Und was soll dieses Telefonat mir nun sagen? Nein, ich bin noch nicht überzeugt. :)
Hä? Was geht denn hier ab? Ich habe noch die Liebesschwüre aus der letzten Übung im Ohr. Und plötzlich ist Tobi mit einer anderen verheiratet, die auch noch ein Kind von ihm erwartet. Was ist denn passiert, dass es zwischen Mai-Lin und ihm doch nicht gefunkt hat? Hat das braune Gedankengut von reiner Rasse in seinem Hirn doch zu tiefe Wurzeln geschlagen? Warum ist die Partnerschaft, die er mit Mai-Lin eingeht, nur eine auf geschäftlicher Ebene?
Eine Hardware-Händlerin die nicht wissen will, was eine Fritzcard ist? Blödi heißt auf chinesisch fànhún, ein Glückwunsch ist ein Gōngxǐ! Der Kofferkuli als Rammbock findet meinen Beifall. Dieses Romanende lässt alle Möglichkeiten offen für den zweiten Teil der vermutlichen Trilogie.
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20446
(…) In dieser Nacht erschien die Oma ihrer Tochter. Sie machte ihr einen ungewöhnlichen Vorschlag. Eigentlich war es nur eine Idee. Als Lisa davon erfuhr, fiel sie ihrer Mutter spontan um den Hals. Das hatte sie noch nie getan, und Karen fühlte sich seltsam berührt.
“Oma ist mir vielleicht so eine!“, lachte Lisa und erzählte ihrer Mutter, wie Oma ihr Hündchen Florian als Traum geschickt hatte. Zumindest glaubte sie fest daran, dass es so und nicht anders geschehen war.(…)
Als sie zu Ende erzählt hatte, kicherten beide, konnten gar nicht aufhören.
Ende des „Romans“: Anna Mertens, die Frau vom Friedhof, zieht in Omas Zimmer ein. Erst einmal auf Probe. Der Platz im Heim blieb ihr solange erhalten. Aber Lisa ist sich ganz sicher; mit Omas Hilfe kann gar nichts schief gehen.
Hallo, Frog! Danke für Deinen Kommentar. Ich verstehe, wie Du es meinst, und ich verspreche, dass ich Lisa "erwachsen" werden lasse. Sie bekommt eine Aufgabe, die sie erfüllt, und wird nach und nach von der toten Oma loskommen, ohne sie zu vergessen. Ich weiß es selbst noch nicht so genau, aber es wird einen guten, nachvollziehbaren Abschluss geben. Liebe Grüße.
Hi Karin, ich weiß nicht genau, ob das eher ein Kinderbuch werden soll. Die Idee und die Umsetzung bisher fand ich gut. Ich hätte mir aber gewünscht, dass das Kind sich gen Realität entwickelt und von dem Gedanken löst, dass die tote Oma immer und überall da ist. Wenn eine Demens-Oma die tote Oma ersetzt, ist das keine gute Lösung für Kinder. Sinnvolle Trauerarbeit sieht anders aus. Mut machender wäre, wenn die Eltern das Kind aus seinen Traumgedanken rausholen würden und sich mehr um sie kümmerten... Wie soll ich sagen: Es ist grenzwertig und gefährlich, wenn Kinder sich einbilden, tote Menschen könnten sie dauerhaft vor den Gefahren des Alltags bewahren. Ich hoffe, Du verstehst, wie ich das meine... Adventliche Grüße von Frog
Liebe Karin, es ist schon richtig. Zur Realität gehört auch träumen und hoffen. Sonst wären wir zu nüchtern. Und gerade beim Geschichten schreiben ist träumen notwendig. Viele Grüße Winfried
Liebe Angela, Du hast Recht, so einfach wird das Problem sich nicht lösen lassen. Ich habe natürlich schon viel mehr geschrieben über meine Figuren, als Ihr hier kennen gelernt habt. Aber so ganz genau weiß ich selbst noch nicht, ob sich alles so fügen kann, wie ich es mir heute vorstelle und wünsche. Die Mutter wird nicht eifersüchtig auf Anna sein und auch nicht mit der Altenpflege überfordert werden, weil sie ja Hilda für den Haushalt eingestellt hat. Da sie durch ihren Beruf immer sehr eingespannt ist und an Lisa etwas wieder gutmachen möchte, hat sie gegen diesen Versuch - es war der Vorschlag der Oma - nichts einzuwenden. Ob es funktionieren wird, denn schließlich ist Anna psychisch krank und hat bereits im Heim versucht, aus dem Fenster zu springen, wird die Zukunft mit sich bringen. Ich verspreche Dir und uns allen, dass es ein realistisches Ende geben wird, wenn auch mit traumhaften Anteilen. Falls sie zurück ins Heim muss, wird Lisa sie dort weiter um sie kümmern (vielleicht wird sie sogar später Altenpflegerin) und nicht erneut verzweifeln. Danke für Deinen Kommentar. Auch Dir danke, liebe Numungo. Die falsche Zeit - bleibt und nicht blieb - ist mir selbst schon aufgefallen. Herzliche Grüße.
Ein für Kinder tröstliches Ende. Lisa bekommt mit Anna Mertens eine Ersatzoma frei Haus geliefert. Auch die Mutter/Tochter-Beziehung scheint gerettet. Doch für mich als Erwachsene ist der Zuckerguss zu rosa gefärbt. Ich würde gerne einen Wermut tropfenweise dazu trinken, denn ich wünsche mir ein realistischeres Ende. Gibt es nicht irgendwo tief im Inneren der Mutter einige Neidgefühle auf Annas gute Beziehung zu Lisa, die sich durch ihre Därme fressen? Oder beherrscht sie eventuell die Angst, mit der häuslichen Altenpflege überfordert zu sein, Anna zurück ins Heim schicken zu müssen und Lisa damit wieder in Verzweifelung zu stürzen?
Hallo Karin, ganz bestimmt ist es so und nicht anderes geschehen. Ein schöner Schluss, der gerade in unserer Zeit besonders schön wirkt. Gleichzeitig könnte er der Starter für "Lisa Teil II" sein. Im letzten Absatz solltest du die Zeiten nochmals überdenken. Viele Grüsse, Numungo (20408).
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20437
Nach der Testamenteröffnung fuhr Heinz mit seinen zwei Söhnen nach Hause.
„ Kommt, lasst uns noch einen Moment in Ruhe an Eure Mutter denken, uns auf unser neues Leben einstellen. Eure Mami wird uns noch lange fehlen.“
Sie waren alle sehr müde.
Marc, der jüngere Sohn sagte traurig:" Vater, wirst du mein Papa bleiben? Auch wenn du nicht mein richtiger Vater bist?“
„ Aber Marc, das haben wir doch alle miteinander beschlossen, als deine Mutter noch lebte. Du weisst, dass du mein Sohn Marc bleiben wirst, ich habe dich nicht nur auf dem Papier adoptiert, sondern auch mit meinem Herzen. Und Piero ist dein Bruder, immer und ewig, denn er ist dein Halbbruder. Warum hast du solche Angst?“
„Du und Piero, ihr beide seid meine zwei Söhne, wir drei gehören zusammen.“
Da sagt Piero etwas herausfordernd: „und wenn du dann eine neue Frau hast?“
Heinz legte beiden den Arm um und lächelte.
„ Marc, du schreibst doch immer Tagebuch, warum beginnst du nicht ein neues Kapitel, du wirst alles aufschreiben und später dann einen Roman schreiben?“
„Papa, du hast immer so gute Ideen! Ich werde ein Buch schreiben.“
Jetzt konnten alle drei etwas lachen.
Ein versöhnlicher Abschluss nach dem Tod der Mutter. Das hast Du anrührend geschildert. Den ersten Satz des Vaters würde ich jedoch herausnehmen; er klingt unnatürlich. Sie waren sehr müde, reicht aus. "Wirst du mein Papa bleiben? ..." Wer das sagt, ergibt sich aus dem Folgenden: "Aber Marc, ..." Der dritte Satz der wörtlichen Rede gehört zu dem zweiten. "... Warum hast du solche Angst? Du und Piero ..." Heinz legte um beide den Arm (und lächelte). Jetzt konnten alle drei (etwas) lachen. Wie lacht man etwas? Das sind natürlich nur Vorschläge von mir. Ich grüße Dich herzlich.
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20428
Tom schwört Rache = Buch 2
Hallo m.petersen, toll dass es ein zweites Buch gibt. Schreib uns doch erst einmal das Ende deines ersten Buches.L.G Benita
Kurz und knapp! Sollte ein Kommentar nicht kürzer sein, als der zu kommentierende Text? Hier ist das Ende nicht der Anfang, sondern die Fortsetzung. Viele Grüsse, Numungo (20408).
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20421
(Letzte Seite von „Die Redelsheimer“. Dies ist Friederickes Abschied in der Jetztzeit und das Ende des Romans. Danach folgt nur noch der dokumentarische Anhang.)
Von der Badeleiter abstoßen und rückwärts durch die Seerosen! Es ist August und das Wasser blüht – ich drücke die Lippen zusammen.
Mit kräftigen Stößen weiter raus in die Bucht, wo keine Algen mehr auf dem Wasser schwimmen. Das Wasser ist warm an der Oberfläche, darunter erfrischend kühl. Mein Atem und meine Bewegungen werden gleichmäßig, mein Kopf klar. Vor mir liegen vereinzelt Segelboote vor Anker, in der Ferne ziehen Dampfer vorbei – Musikfetzen wehen herüber. Ich drehe mich auf den Rücken und treibe dahin. Die Wolken scheinen ganz nah. Ich fühle mich geborgen, das Wasser trägt mich. Ich bin leicht und schmerzfrei, es fehlt mir an nichts. Nun schwimme ich nach rechts, vorbei an Häusern mit Gärten und Bootsstegen. Auf dem letzten Steg sitzt Putenhals – er liest in einem Buch und hat seine langen, dünnen Beine übereinander geschlagen. Jetzt hebt er den Kopf, schiebt seinen Strohhut nach hinten und winkt mir zu. Ich winke zurück – er ist mir der liebste Nachbar. Einer, über den ich mich freue, auch wenn wir nur selten miteinander reden. Aber ich schwimme nicht zu ihm – ich weiß, dass er seine Ruhe haben will, wenn er da auf dem Steg sitzt. Und ich drehe noch eine kleine Runde nach links und schaue auf Elsas Haus. Nach der Ausstellung und unserem Auszug haben die neuen Eigentümer es vollständig renoviert. Haus und Garten sehen gepflegt, aber leblos und abweisend aus. In mir ist alles still, es zieht mich nicht mehr zum Haus hin. Ich weiß, dass es nun leer ist, die Seelen von Elsa, Paul, Martha und Lilli sind mit mir ausgezogen.
* * * *
Liebe Lillilu, ich kann mich nur den vielen positiven Kommentaren anschließen. Es ist ein rundum gutes Ende und den letzten Satz finde ich genial. Ich hoffe mit Dir, daß Dein Roman ganz schnell veröffentlicht wird und wir ihn alle zu lesen bekommen. Ganz großartige Leistung. liebe Grüße Beate
Hi Lillilu, mir gefällt vor allem der Anfang. Der erste Satz und ich fühle sofort Wasser um mich herum und das Gefühl, draußen zu schwimmen. Wow! Mir wird ganz anders, auch des Sommers wegen und der Seerosen...
Liebe Lillilu, Maleas Kommentar fasst alles zusammen, was auch ich empfinde. Das Ende gefällt mir ausnehmend gut und ich hoffe, es bald in gedruckter Form lesen zu können. Liebe Grüße Carola
Liebe Lillilu! Das ist eine gute Idee, die Liebesgeschichte deiner Prota zum Haus auf diese Weise enden zu lassen. Ohne Gram und Zorn. Die Seelen seiner ehemaligen Bewohner sind nicht nur mit ihr ausgezogen, sondern in das Herz deiner Leser eingezogen. Und damit ist die Erinnerung an sie unsterblich, ein wundervolles Denkmal. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du diesen Roman bald fertigstellen kannst und er die Würdigung erhält, die er verdient. Liebe Grüße, Malea.
Liebe Lillilu, der Text ist wirklich wunderschön geschrieben! Hoffentlich gibt es das Buch bald zu lesen!
An alle: Es war wunderschön eure Kommentare zu lesen! Ich bin so froh, dass ihr meinen Text so erlebt wie ich ihn auch empfinde – danke! Es grüsst euch Lillilu
Liebe Lillilu, der letzte Satz ist der wichtigste. Für dich und für die Leser. Die Seelen sind mit DIR ausgezogen und du WEISST es jetzt. Natürlich sind die Seelen nicht nur ausgezogen, sie sind dahin gezogen, wo du jetzt bist. Sie verlassen dich nicht mehr, egal, wohin du auch gehst! Das ist die Botschaft an dich. Dein Badeausflug erinnert mich an eine meiner Traumreisen, die ich regelmäßig unternehme. Nur dass es bei mir keine Boote und Nachbarn gibt und die Seerosen gelb blühende Teichmummeln sind ... Übrigens musst du dich im zweiten Absatz nicht mehr auf den Rücken drehen, das hast du schon im ersten Satz getan :-). Viele Grüsse, Numungo (20408).
Lillilu... schöner Schluss....er lässt für mich keine Fragen offen! Alles Liebe und Gute für Dich und....LG Gerti
Uff, es ist geschafft! Für die schwere Geschichte wünsche ich mir auch ein immer leichter werdendes Ende. Das Finale ist mir zu sachlich! Aber ich glaube ohnehin, das ist nicht Dein wirkliches Ende. Da geht noch mehr, ein bisschen mehr Emotionen... Oder??? Das erscheint mir eh die schwerste Aufgabe, darum: Respekt!!!
Friedericke schwimmt sich frei, sie braucht das Haus nicht mehr. In ihr ist alles still und sie lässt sich tragen. Es fehlt ihr an nichts. Wie schön Lillilu! Und Putenhals ist mir sehr sympathisch! l.G. papaya
Von der blühenden Oberfäche eines Sees aus die Stimmungsbilder abzusuchen, ist pures Schwelgen im Glück. Darf ich auch eintauchen? Dafür würde ich sogar den ganzen Roman lesen.
Das ist sooo schön. Der innere Friede von Friedericke überträgt sich auf mich als Leser. Wunderbar.
Jaaaaaa! Der letzte Satz geisterte so ähnlich in mir herum und nun ist er frei. Bravo! LG M.P.
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20419
Mein Roman endet damit, dass das Licht wieder an geht.
Äußerlich hat sich nichts verändert, aber die Beziehungen sind andere geworden. Es soll vor dem Schluss noch eine Szene geben, wo die wichtigsten Personen versammelt sind und deutlich wird, dass durch den Stromausfall und die damit verbundenen Ereignisse ein Gemeinschaftsgefühl entstanden ist, das trägt, obwohl die unterschiedlichen Lebensentwürfe weiterbestehen.
Gut, dass das Licht am Ende wieder angeht. Und wem geht nun ein Licht auf? Ich hoffe, der Prota. Welche Konsequenzen hat der GAU für sie persönlich? Das Gemeinschaftsgefühl finde ich schön. Ein bisschen zu allgemein ist dieser Text von Dir, was ich gut verstehen kann. Wer hat schon ein klares Ende im Kopf. Das Licht als Symbol für Leben(sfreude) finde ich originell und tröstlich. Mach was draus! Alles Liebe von Frog
Also kein klassisches Endzeitszenario; trotzdem ein interessanter Schluss.
Du verwendest das klassische Kreisprinzip, alles sieht aus wie am Anfang, aber in Wirklichkeit ist nichts wie es war. Kann ich mir als Film vorstellen. Schön, ich freu mich drauf! Liebe Grüße, Malea.
Dass das Licht angeht, war zu erwarten. Und dennoch ist es ein guter Schluss, denn mit dem wieder aufflackernden Licht lösen sich auch andere Dinge. Viele Grüsse, Numungo (20408).
Klingt gut. Normalerweise geht das Licht aus, bei dir geht es an - was will man mehr. :)
Ich könnte mir ein Straßenfest/Siedlungsfest gut vorstellen. Jeder bringt was mit, alle helfen bei den Vorbereitungen. Aus Individuen ist eine Gruppe geworden, die sich gegenseitig unterstützen.
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20414
Magdalena kommt aus Münster, wo der westfählische Friede geschlossen und die Unabhängigkeit der Niederlande besiegelt wurden, zurück nach Prag, der Stadt, in der der 30-jährige Krieg seinen Anfang nahm. Ihr Gasthof, direkt neben dem enteigneten Palast Wallensteins, ist nur noch eine ausgebrannte Ruine, in der fremde Leute eine kostenlose Herberge gefunden haben. Magda richtet ein paar Zimmer wieder her und überredet ihre "Untermieter" mit ihr zusammen neu anzufangen.
Nach all den Jahren dieses zerstörerischen Krieges, will sie nur noch ein Leben führen, in dem der nächste Tag nicht von mörderischen Überraschungen, traurigen Nachrichten und sinnleeren Machtspielen bestimmt wird. Sie fragt sich, ob die niederländische Republik ihren Bewohnern mehr Lebensqualität bietet, als die Habsburger Monarchie, unter der sie nun lebt. Da sie für das einfache Volk zu dieser Zeit keinen Unterschied erkennen kann, richtet sie sich häuslich ein, bessert das Dach aus und genießt den Frieden, der sie leben läßt und sie erfahren läßt, dass das Glück in Friedenszeiten zu leben, nur der schätzen kann, dem nicht gegeben ist, am großen Rad der Politik zu drehen.
Zum Schluß wird sie ihrem Mann nach Amsterdam schreiben, dass sie nicht zurückkehren wird. Sie hat ihren Platz auf der Prager Kleinseite (Achtung Wortspiel!)gefunden und möchte genießen, wie die Kinder in ihrer kleinen Welt die Tage ohne Krieg erleben.
Dieses Ende ist eigentlich schon ein eigener Roman.
Ein gewaltiges Ende...ich könnte mir gut vorstellen, dass die letzte Zeile die Unterschrift unterm Brief an den Mann ist. :)
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20408
Das Ende vom Ende
Am Ende meines Romans tauche ich prustend auf, schüttle mir die letzten Traumfetzen aus den Haaren und wundere mich, dass bei all dem, was ich erlebt hatte, die Zeit kaum voran gekommen ist. Es ist immer dasselbe mit der Zeit: entweder galoppiert sie davon oder sie kommt nicht vom Fleck! Und ich befinde mich wieder am Anfang meiner Geschichte. Habe ich ihn jemals verlassen? Doch wie dem auch ist, am Ende bin ich weiser geworden und diese Weishheit kann mir niemand mehr nehmen. Und ich habe fliegen gelernt. Ich konnte es schon immer, doch ich wusste es nicht!
Hallo Numungo, was ist schon Zeit? Sie kann nach menschlichen Physikgesetzen gemessen werden und trotzdem bleibt sie relativ. In erdgeschichtlichen Dimensionen ist unser Erdaufenthalt ein Nichts. Du hast Dir viel vorgenommen und bewegst Dich m. E. in der hohen Schule der Prosa. Ich wünsche Dir gutes Gelingen und sage bitte Bescheid, wenn Du den letzten Punkt gesetzt hast. Viele Grüße Winfried
Sagenhaft speziell. Auftauchen und weiser sein, und Fliegen gelernt noch dazu – wahrlich traumhaft! Deine Beiträge sind wirklich etwas Besonderes. Vielen Dank!
Wie wunderbar bildhaft Du dieses Auftauchen beschrieben hast!
Das klingt rundum rund und ganz Numungo - wunderbar!
Hallo Numungo, sag doch bitte mal ehrlich, wie viel deiner Geschichte hast Du geträumt? Deine letzten beiden Sätze könnten original aus einem meiner Träume sein. Ist das nicht eine enorm wichtige, aber machmal auch beängstigende Quelle? Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Erfolg. Bis dann ml
Ja, so ähnlich hatte ich mir das vorgestellt - das ist sicher gut und richtig so. Woher du auftauchst, weiß ich leider nicht mehr, ich dachte, du warst Joggen am Anfang? Mich würde allerdings auch interessieren, wie die Geschichte/n deiner "drei Ichs" ausgehen, die müssen doch auch irgendwie ein Ende haben, und das wäre dann der Prüfstein für die Weisheit und das Fliegen. Wo lesen wir weiter von dir nach diesem Jahr? LG Velarani
Bleibt alles beim Alten oder hat sich etwas geändert? eine interessante Frage am Ende eines Romans, der Leser kommt ins Nachdenken und Erkennen, was ihn weiser gemacht hat bei der Lektüre. das macht es so interessant: "Ich konnte es schon immer nur wusste ich es nicht." Die Errungenschaft des Protagonisten ist also ein tieferes Bewusstsein seiner selbst? liebe Grüße Ornella
Hallo Numungo! Ich habe das Gefühl, dass du uns alle mit deinem Roman das Fliegen lehren wirst. Ich freue mich sehr darauf, dein Traumgespinst in Händen zu halten. Liebe Grüße, Malea.
Das ist gut! Ich erinnere mich, wie ich vor langen Monaten bei deinen Beiträgen immer an J.B. Priestley dachte, dessen Thema die Zeit war. Und mit einer Zeitschleife zu enden, aber Weisheit und Erkenntnis gewonnen zu haben, ist die höhere Schule des Erzählens. Die ganzen Randale-Action-Leser werden hier nicht mithalten können. ich freue mich auf dein Buch und vergiss bloß nicht, es mir zu schreiben, wenn es verlegt wird! Lieben Gruss von Lillilu
Dein Schluss gefällt mir sehr! Am liebsten mag ich die beiden letzten Sätze: ... doch ich wusste es nicht. Ich bin nur über ein Wörtchen gestolpert, doch wie dem auch sei ... Herzliche Grüße.
ein Kreis schließt sich, wenn dein Protagonist sich häutet. Er hat gelernt, sich zu erinnern. Wie wertvoll. Schwingt da auch ein Hauch von dem Kampf mit den er gesucht hat oder den er ertragen musste, um zur Weisheit zu gelangen, die jetzt Teil von ihm ist? l.G.papaya
Wie verwirrend, dass am Ende der Anfang steht und die Weisheit fliegen kann. Obwohl, die Gedanken sind frei und können machen was sie wollen. Doch wenn sich Gedanken als Weisheiten verkaufen wollen verbrennen sie sich die Flügel, denn Weisheiten sind die schmerzlichen Überbleibsel persönlicher Erfahrungen, die sich nur selten auf andere übertragen lassen. Und ein Sachbuch willst Du ja nicht schreiben, oder?
Ich freue mich schon jetzt auf dein wunderbares Buch. Es hört sich nach etwas an, das auch im 22. Jahrhundert noch gelesen wird, da deine Worte von zeitloser Schönheit sind.
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20401
... am Morgen hieß es, eines der Fischerboote sei in der Durchfahrt zwischen den Inseln gekentert. Man habe nicht helfen können, die Brandung sei gefährlich hoch gewesen.
Laura hatte lange gewartet. Er musste doch kommen. Er kam nicht. Dann hörte sie die Nachricht und wollte es nicht glauben. Ernesto war ein ausgezeichneter Schwimmer.
Der kleine Zeferino erzählte ihr von seiner Krankheit. Dass er lange im Krankenhaus in Faro gelegen habe vor drei Jahren. Sein Herz. Es habe wohl versagt, in der Nacht in dem eiskalten Wasser.
Mit den Fischerfrauen hatte sie geweint. Geträumt von seinen Händen auf ihrem Bauch. Er war nicht wieder gekommen. Die See hatte ihn verschlungen, seine geliebte See.
Eine der vielen Katzen strich scheu heran und Laura bedeutete der Hündin Raposa, ganz still liegen zu bleiben, während sie ins Haus ging, Futter zu holen.
Für meine Ohren hört sich das noch ein wenig eckig an. Beispiel: „Der kleine Zeferino erzählte ihr von seiner Krankheit. Dass er lange im Krankenhaus in Faro gelegen habe vor drei Jahren. Sein Herz. Es habe wohl versagt, in der Nacht in dem eiskalten Wasser.“ Erstens ist hier ein Fehler drin, denn Zeferino erzählt nicht von ‚seiner’ Krankheit, sondern von Ernestos (so interpretiere ich es). Zweitens denke ich, dass sich die Szene in wörtlicher Rede besser anhören würde. Beispiel: „Das … das kann nicht sein“, rief Laura verzweifelt. „Er war doch solch ein guter Schwimmer!“ Der kleine Zeferino schob seine Hand vorsichtig in ihre. „Weißt du es nicht? Vor drei Jahren hat Ernesto lange in Faro im Krankenhaus gelegen. Das Herz. Es hat wohl versagt im eiskalten Wasser.“ / Dein Schlussabsatz hat etwas tröstliches, das mir gut gefällt.
Ein wirklich trauriges Ende! Gefällt mir sehr gut. Aber irgendwie stört mich der vorletzte Absatz. Der Kummer wirkt nicht so umfassend wie ich ihn mir vorstelle. Vielleicht besser - Sie hatte mit den Fischerfrauen geweint. Sie träumte von seinen Händen auf ihrem Bauch. - Absatz - Eine der vielen Katzen.... Viel Glück mit dem Roman wünscht Anita
Die arme Laura! Aber sie wird mit ihrer Trauer leben können, denn sie hat ein Herz für Tiere ... Liebe Grüße.
Hallo Barbara! Tragisches Ende einer Liebe... warum nicht? Aber im ersten Absatz fehlen mir Emotionen. klingt mehr wie ein Bericht. Der 2.Absatz gefällt mir da viel besser und sorry,aber den 3. kannste auch weglassen lg
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20404
Das Ende meiner in der letzten Übung vorgestellten Geschichte habe ich bisher nur im Kopf. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich eine leise und vorsichtige Freundschaft zwischen Abigail und Mr. Lubricki. Ihre wahren Gefühle entdeckt Abigail auf der royalen Toilette auf der Teeparty, als sie dort die Queen ganz inoffiziell trifft:
„ Sind Sie allein hier?“
„Nein, ich habe meinen Briefträger mitgebracht.“
„Oh, wie außergewöhnlich. Ihr Briefträger muss ein besonderer Mensch sein!“
„Ja – ja, das ist er in der Tat. Er hat mir Ihre Einladung zugestellt, Ma´m.“
In dieser Situation begreift Abigail, daß sie für eine späte Liebe nicht zu alt ist und es nie zu spät ist.
Vielen Dank für die Kommentare. Ich hatte die Fortsetzung der Geschichte noch online gestellt. Weiter bin ich noch nicht, aber wer das auch gerne lesen möchte: Kapitel 45, Beitrag Nr. 20402. Lieben Gruß an alle.
Die ganze Geschichte würde ich sehr gern lesen. Ich hab mich ja gleich in diese beiden Figuren verliebt. Den letzten Satz: Ja - ja, ...", finde ich besonders nett. Liebe Grüße.
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20400
Bisher habe ich nur eine grobe Vorstellung davon, wohin Ullas Weg führen wird. Ihr Grundkonflikt ist, gegen den Widerstand der Familie ihre künstlerische Laufbahn zu verfolgen. Durch das Erkennen der Zusammenhänge zwischen ihrem eigenen Leben und der Familiengeschichte gelingt es ihr zunehmend, sich aus den Verstrickungen zu befreien. Das kann durch eine oder zwei Handlungen deutlich werden: 1) Sie arbeitet an einem Kunstwerk, einer Installation, die sich mit den Familiengeheimnissen beschäftigt und bewirbt sich damit bei einer Ausstellung. Ob der Erfolg der Bewerbung offen bleibt, weiß ich noch nicht. Ob Arne ihren Weg akzeptiert, oder sich von ihre trennt (oder sie sich von ihm), weiß ich auch noch nicht. 2) Sie schreibt ihre Familiengeschichte auf (handschriftlich). Entweder gibt sie ihrer Tochter Lisa das Buch zu einem besonderen Fest, damit diese gar nicht erst in den Sog der Familiengeheimnisse gerät, oder sie vergräbt es auf dem Friedhof im Familiengrab, oder sie setzt es über Bookcrossing aus, d.h. sie verletzt das Tabu, darüber zu sprechen und wird selbst dadurch frei.
Liebe Metta, Ulla könnte schreiben und gleichzeitig an einer Collage arbeiten. Die verschiedenen Vorgehensweisen könnten sich spannend ergänzen. Vielleicht gibt es eine andere Person, die "zufällig" auf das Manuskript stösst und für eine überraschende Veröffentlichung sorgt. Jedenfalls möchte ich mehr darüber erfahren. Gruss Cora
Hallo Metta, du solltest den Schluss wählen, der DIR am meisten zusagt, denn es ist deine Geschichte. Wenn du unsicher bist, dann leg dich doch einfach in die Sonne, schließe die Augen und denke über deine Schlüsselwörter nach (einzeln). Vielleicht laufen dann Bilder oder gar Filme vor deinem Inneren Auge ab und am Schluss wirst du wissen, welcher dir am besten gefällt. Viel Erfolg, Numungo (20408).
Hi Metta! Ich finde MaDe's Kommentar bemerkens- und beachtenswert! Mir persönlich gefiele die Installation (oder ein Triptichon???) gut, die ja auch ein Befreiungsschlag ist. Bei der Arbeit, die sie knallhart durchzieht, auch nächtens, wird sie sich ihrer Stärke bewusst. Erfolg darf bekannt gegeben werden (muss ja nicht der erste Preis sein). Und gegen Arne setzt sie sich dabei endlich mal durch und er muss das schlucken. Was dann aus der Beziehung wird, God knows. Die Tochter wäre auf alle Fälle stolz auf ihre Mutter und hätte ein stärkendes Vorbild. Eine Mutter, die immer einsackt, kann's ja nicht sein. Hmm. Mir fällt noch spontan ein: In Ullas Familie bringen sich immer alle nur selbst zum Ende, nicht ihre guten Ideen und ihre Träume. Ulla darf das durchbrechen, ohne nach rechts oder links zu schauen. Nur so werden alle anderen auch frei...
@Carola Mit Lisa hat Ulla sowieso vorher schon gesprochen, aber die ganze Geschichte würde sie noch überfordern. Man soll Kindern möglichst nur die Fragen beantworten, die sie stellen. Das Buch ins Grab zu legen, hat den tieferen Sinn, dass eigentlich nur Ulla für sich selbst wissen muss, wer wo steht, und dass sie auf diese Weise den Toten die Geschichte zurückgibt, die verschwiegen wurde, also eine innere Aussöhnung. Sie könnte das Buch natürlich auch in einem wasserfesten Behälter vergraben. Dann käme sie bei der nächsten Beerdigung (wessen?) ans Licht. Für zwei Urnen ist nämlich noch Platz. Bookcrossing, das machen doch Autorinnen mit ihren Büchern, für die sie keinen Verlag finden, wenn sie unbedingt wollen, dass sie gelesen werden :o) - was nützt es, wenn das Mädchen ruft: "Der Kaiser hat ja gar keine Kleider an", wenn kein Volk drumherum steht, das es hört? Die Installation soll schon die Zusammenhänge verdeutlichen. @ M.P. Na klar will ich wissen, was Ihr am besten findet und warum, darum stell ich das doch hier ein! ;o) Aber nicht im Rahmen einer Abstimmung, sondern als Anregung weiterer Gedankengänge. Und das hat ja auch geklappt. LG Metta
Hallo Metta, nun habe ich es doch noch geschafft, etwas zu schreiben und mich zu Wort zu melden :-) Mir gefällt die Idee mit dem Aufschreiben besser, als die mit der Installation. Die Installation ist etwas, das in erster Linie von Ulla verstanden wird (wenn sie keine Interpretation dazu schreibt, was eher unüblich wäre). Durch die Installation würde sie das Tabu daher nicht verletzen und im kollektiven Schweigen gefangen bleiben. Allerdings bin ich mir auch nicht schlüssig, was das weitere Schicksal der Aufzeichnungen angeht: Sie der Tochter zu geben wirkt auf mich erstmal sehr distanziert. Sie über Bookcrossing auszuwildern ist unpersönlich und sie zu vergraben bedeutet, nicht darüber zu sprechen. Du siehst schon, dass keine der Varianten mich wirklich anspricht. Besser gefiele mir ein Ende, bei dem Lisa die (unfertigen) Aufzeichnungen findet und Ulla fragt, was es damit auf sich hat. Wenn Du dem Kitsch keine Chance geben willst, lässt Du Ullas Reaktion offen, damit der Leser sich das Seine denken kann. Die Beziehung zu Arne wäre für mich auch sekundär, da ich bisher den Eindruck habe, dass Ullas Familiengeschichte den Hauptkonflikt darstellt. Liebe Grüße Carola
Liebe Metta! Mir gefällt die Idee mit dem wie auch immer gearteten Aufschreiben der Familiengeschichte nicht so gut. Das ist mir zu selbstbezüglich. Das Kunstwerk macht die gleiche Aussage, aber es ist für mich literarisch überzeugender. Du kannst das so gut erzählen, ich möchte dieses unglaubliche Kunstwerk sehen! Ein Befreiungsschlag, der gerne auch erfolgreich sein kann. Was dann aus Arne wird, ist erst mal egal. Denn genau das könnte Ullas Erkenntnis sein, dass sie sich auf sich und ihre Kraft besinnt. Liebe Grüße, Malea.
Hallo Metta, dann entscheide dich für eins deiner fünf Enden. Ich habe den Eindruck, dass Du von uns wissen willst, wie es ausgehen soll. Was würdet ihr am Besten finden, los, sagt schon. Ebenfalls LG M.P.
Ja, wofür wirst Du dich nun entscheiden? Ich glaube, das macht ganz viel mit deiner Geschichte.
Danke schön! Angela, handschriftlich deshalb, weil Ullas Buch ein Unikat sein soll. M.P., dass das Buch, das ich schreibe, dasselbe ist, das Ulla geschrieben haben wird (Unendliche Geschichte - Metta Maiwald fand es zufällig auf dem Friedhof ;o), und es am Ende verlegt wird, fand ich einfach zu platt. Hallo Herr Lektor, haben Sie denn auch gelesen, dass in dem Buch drinsteht, dass Sie es verlegen werden? Nun machen sie schon! LG Metta
Hallo Metta. Ich kenn das aus der Kneipe, ich finde dort auch nie ein Ende. höhöhö Aber ich könnte mir bei deinem Projekt gut vorstellen, dass die Protagonistin ihr handschriftliches Familiengeheimnis in Form bringt und einem Verlag anbietet. Vielleicht mit dem Schlußsatz, 'Morgen habe ich endlich einen Termin mit dem Lektor.' LG M.P.
Bookcrossing ist gut. Dann kann ein Lektor es finden und es wird veröffentlicht. Aber warum muss es handschriftlich sein? / Ulla möchte ich zu bedenken geben, dass eine Installation einem nicht das Bett wärmt und ein möglicher Arne-Nachfolger ihren künstlerischen Ambitionen höchstwahrscheinlich genauso verständnislos gegenüberstehen wird. Ein Austauschen des Partners würde wenig bringen. Es sei denn, es sprechen noch andere Punkte dafür. Ansonsten sollte sie ihre Power in Überzeugungsarbeit bei Arne stecken, gerne unter Einbeziehung der Tochter. Dieses Ende wäre mir das liebste.
Ich wünsche Ulla von Herzen, dass sie sich aus den Verstrickungen befreien kann und Erfüllung findet. Ich freue mich auf Deinen Roman. Liebe Grüße.
Hallo Metta! Da bleibt Dir nichts anderes übrig, als alle Möglichleiten zu (be)schreiben. Jede Idee steht für mich für einen bestimmten Frauentyp: 1 - emanzipiert/selbstständig/unabhängig 2 - gibt ihren Lebentraum an die Tchter weiter/die Sache mit dem Friedhof = eher was für Gruselfreunde ;o) 3 - sehr pathetisch; kommt drauf an, was Du beim Leser bezwecken willst. Liebe Grüße
Liebe Metta! Ich finde, das mit dem Kunstwerk klingt richtig gut, vor allem weil ich mich an deinen Text mit der Collage erinnere, der mich sehr überzeugt hat. Ob Arne Ullas Weg akzeptiert, könntest du ja offen lassen, es kommt doch mehr darauf an, dass sie innerlich frei wird, was er daraus macht, bleibt ja dann ihm überlassen. LG Velarani
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20397
...] Selbst Elly war heute zu Hochform aufgelaufen. Sie hatte Lisas Rolle so herzergreifend dargestellt, dass diese ihre Freudentränen kaum bändigen konnte. Auch der fachfremde Teil des Publikums war nun bestens gelaunt. Trinkgläser wurden empor gehalten und das gegenseitige Zuprosten schwang als Laolawelle in alle Richtungen. Leise setzte die Hintergrundmusik ein, steigerte Lautstärke und Tempo und endete in einem Tusch. Schlagartig war alles still. Die Spotlights schwenkten von Elly zu Jasper. Nichts hatte Cushing dem Zufall überlassen, denn jeder Regiefehler konnte die Sponsoren verschrecken.
"Verehrte Damen, meine Herren, wir übertragen die signifikanten Spitzen der Diagramme als digitale Koordinaten in den Tongenerator.“
Jasper trug ein Mikrophon an der Knopfleiste seines Försterhemds, bewegte sich frei im Saal und sprach scharf akzentuiert. Von einigen Plätzen schnarrten ihm Digitalkameras entgegen. Er umarmte förmlich seine nächsten Worte:
„Dazu verwenden wir die Aufzeichnungen der letzten drei Jahre.“
Durch die Sitzreihen rollte ein Murmeln .
„Das Gerät ermöglicht eine nahezu beliebige Steigerung der Abspielgeschwindigkeit. Faktor Tausend bedeutet, dass drei Jahre auf etwa fünfundzwanzig Stunden gestaucht werden.“
Einige Zuhörer legten ihre Hände an die Ohren
„Unser Gehör reagiert darauf noch nicht. Gehen wir auf das fünfundzwanzigtausendfache Tempo, also auf eine Stunde, ich wiederhole: drei Jahre in einer Stunde, dann haben wir Infraschall von fünf bis sechs Hertz.“
Cushing wedelte mit zwei Mouse-Pads an seinen Schläfen.
„Richtig! Damit könnte man einem Elefanten schon etwas Aufmerksamkeit entlocken. Wenn wir weiter komprimieren, auf zwei Minuten, das heißt, der Frequenzbereich bewegt sich etwa um 50 Hertz, dann hören Sie ein brummendes Vibrieren. Vielleicht wird es manchen von Ihnen ein erkennendes Lächeln entlocken."
Nun hatte Jasper die Aufmerksamkeit der Gesellschaft wieder dorthin dirigiert, wo sie sein sollte. Alles koboldhafte war aus seiner Körpersprache verschwunden. Die Trinkenden unterließen ihr Gläsergeklingel. Kein Hüsteln durchbrach die Spannung. Gedämpft fuhr Jasper fort:
"Die Maschine wird jetzt auf drei millionenfache Beschleunigung hoch gefahren. Wir hören somit alle Signale aus drei Jahren innerhalb von siebzehn Sekunden.
Bitte setzen Sie sich ruhig hin. Die Lautstärke wird sie nicht überfordern. Wir haben 55 Phon eingestellt."
Während die Beleuchtung herunter gedimmt wurde,
hielten die Gäste den Atem an. Der Beamer warf die farbigen Kurven als Summendiagramm an die Stirnwand.
Neben dem schwingenden Gebilde wurden die Frequenzwerte eingeblendet. Das Summen aus den Lautsprechern stieg zu höheren Tönen an . Ein Rhythmus
trat in den Vordergrund, dann erscholl ein Melodiefragment, das alle kannten: das Motiv einer berühmten Sinfonie.
Interessant! Aber der letzte Satz hakt. Ich wünsche mir den Titel der Sinfonie. Ist doch klar! "berühmt" ist viel zu beliebig...
Iihh, Malea, das ist aber gemein. 42 war doch ein Rechenfehler ;-) Das würde Jasper nie passieren. Aber obwohl der Text neben den schon angesprochenen Schwächen auch ein paar sehr schöne Formulierungen enthält, empfinde ich ihn insgesamt auch unbefriedigend. "Ein Überlebenskampf eskaliert" hatte Ginko irgendwann mal versprochen - da hätte ich als Auflösung mehr erwartet als siebzehn Sekunden gesummter Töne. LG Carola
Viele Verben im Passiv, viele Beschreibungen, statt Erleben. Das macht den Text sperrig, schafft Distanz. Mir war bald klar, worauf du hinaus willst, die Idee mit den Botschaften ist ja nicht neu (mal wieder "Contact" gesehen?). Umso mehr war ich dann von der Auflösung enttäuscht. Zum einen, weil du sie nur beschreibst, ja umschreibst. Zum anderen, weil ich mir etwas Originelleres als Bildungsbürgerklassik erwartet hätte. So was auf dem Niveau von Douglas Adams` "42" kriegst du doch hin, oder? ;-) Liebe Grüße, Malea.
Elly trug ein weißgestreiftes Rykiel. Sie hatte sich zu Lisas Erleichterung noch rasch umgezogen, als die Frauen fassungslos ihren identischen Geschmack feststellen mussten. Wie konnten sie auch ahnen, dass Breuninger und Benetton sich beim gleichen Zulieferer eingedeckt hatten. Nun kontrastierte die Teichnymphe mit ihrem Seerosen-Derhy zu Ellys Gestricktem. Im Kampf um Jasper lagen sie noch immer gleichauf. Er hatte sie beide gebraucht, um endlich seine Entdeckung mit allen Beweisen präsentieren zu können. In Försterkleidung den Saal beherrschend, seifte dieser die Sponsoren ein. Cushing hatte ihn überzeugt, dass von diesen Leuten die meiste Unterstützung zu erwarten war. Weil die Öffentlichkeit sowieso bald alles erfahren hätte, sollte er rasch noch die Quellen des Konzerns anzapfen.
10, 9, 8, ... der Countdown bis zur Powerpointpräsentation auf die Stirninnenseite, in der die Jahre nur so dahin fliegen. Und die tun nicht mal weh, weil ja nur ein paar Phon eingestellt sind. Zwischen technischem Fachchinesisch finden wir einen Mousepadelefanten, der Kobolde zähmt. Zum Schluß bleiben noch ein paar Sekunden übrig, die nicht mal bis zum dritten tatatataaaaaa reichen würden. Zu schnell kreischt der Musikliebhaber, ich bin noch nicht so weit.
Lieber Ginko, ich muss vorwegnehmen, dass ich ziemlich untalentiert bin, was physikalische Zusammenhänge betrifft. Entweder wird die Menschheit am Ende Deines Romans total verarscht, nach dem Motto: Des Kaisers neue Kleider, oder es ist gerade eine absolute Sensation, ein Geniestreich gelungen. Ich entscheide mich für die zweite Variante. Tja, ein echter Ginko Korn! Das wird hoffentlich Deine Fan- und, vor allem, die Kritiker-Schar nach Deinem zweiten Bestseller ausrufen. Herzliche Gratulation!
Du nun wieder! Unter dreimal durchlesen komme ich bei dir selten weg. Also her mit meiner Glaskugel, damit ich auch den Rest sehe: Darstellerisches Rollenspiel weist für mich auf eine Bühne hin. Doch was wird hier gespielt? Und warum weint die Limnologin vor Freude? Müssten es nicht Tränen der Enttäuschung sein? Immerhin hat Elly ihr Jasper ausgespannt./Das Zuprosten der geladenen Gäste radiert das Bild von einem Theatersaal aus. Ich sehe nun eher eine Schulaula ohne Bestuhlung. Stattdessen Stehtische mit weißen, bodenlangen Tischdecken, daran das Publikum mit Sektgläsern in der Hand. Dann kommt der Auftritt von Jasper – und meine Aufmerksamkeit sinkt rapide, da ich mit Fachtermini zugeschüttet werde. Nicht nur die Abspielgeschwindigkeit des Tongenerators erhöht sich, sondern auch die Geschwindigkeit, mit der meine Blicke über den Text gleiten, um nach etwas - für mich – weniger Langweiligerem Ausschau zu halten. Aber es kommt nichts mehr. Nur das Fragment einer berühmten Sinfonie. Ja – welcher denn, bitte? Das Ganze lässt mich unbefriedigend zurück.
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20396
Am Ende meines Romans vereinen sich zwei Geschichten, den ersten Handlungsstrang habe ich hier vorrangig vorgestellt.
Mia hat durch ihre eigene Krebserkrankung lernen müssen, ihre eigenen Bedürfnisse laut zu äußern und auch gegen Widerstände durchzusetzen. Sie hat ihre Mutter begraben, die Haare verloren und ihre eigene Kraft entdeckt. Ihre Tagebuchaufzeichnungen hat sie einem Verlag angeboten.
Die Lektorin Annelise Neumeister hat sich durch die Aufzeichnungen einer ihr unbekannten Autorin durchgelesen. Von Anfang an fühlt sie sich seltsam berührt von der Geschichte.
Am Ende des Buches lernt sie die Autorin kennen,
erkennt sie
und findet mehr als nur einen guten Stoff für ein neues Buch.
Ich bin zwiegespalten. Den ersten Teil finde ich - bis auf den letzten Satz - gut. Bei den Tagebuchaufzeichnungen teile ich Lillilus Skepsis. Andererseits gibt es durchaus einen Markt für sog. Bekenntnisliteratur, in der Betroffene ihr schweres Schicksal schildern und wie sie damit zurecht kommen (in dieser knappen Zusammenfassung klingt das ziemlich zynisch, ist aber nicht so gemeint). Daher finde ich es auch nicht soooo unwahrscheinlich, dass sich eine Lektorin für den Stoff interessieren könnte, wenn er in einer entsprechenden Form (nicht Tagebuch) angeboten wird. Das Ergebnis wäre wahrscheinlich nicht die Art von Buch, die ich bevorzuge. Aber ich denke schon, dass es einen Markt dafür gäbe.
Die Entwicklung der Protagonistin gefällt mir, aber die Idee mit der Buchveröffentlichung ist zu naheliegend und wenig originell - wie oft habe ich hier im Forum gelesen "und die Protagonistin schreibt einen Roman", "wird Schriftstellerin", "wird berühmt" - natürlich wünschen wir alle uns das, aber ich würde wirklich sehr gründlich prüfen, ob dies für den Roman zwingend notwendig ist. Wie ist es, wenn Du den Roman selbst als Tagebuch konzipierst, oder jemanden nach dem Tod der Protagonistin ihr Tagebuch finden lässt, wenn Du auf das Buch im Buch nicht verzichten möchtest oder kannst?
Das liest sich vielversprechend. Ich bin gespannt auf Deinen Roman. Liebe Grüße.
Ein schönes Ende. Der Beginn einer tollen Freundschaft zwischen diesen beiden Frauen scheint sich anzubahnen. Aber warum muss die Lektorin Annelise Neumeister heißen? Das hört sich wie Lieschen Müller an. Powerfrauen sollten auch entsprechende Namen tragen dürfen.
Liebe Monika, DEN Verlag, der Tagebuchaufzeichnungen durchliest musst du uns mitteilen! Solche Hoffnungen würde ich beim Leser nicht wecken wollen.
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