Schreiben Sie mit!
Kapitel 49 mit Übungsaufgabe
Leserbeiträge
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Ich glaube herausgefunden zu haben, wie befreiendes Schreiben gleichsam von selbst statt findet. Doch Texte zu gestalten, von denen mir Leser oder Hörer dann bestätigen, dass sie in Bilder- und Stimmungswelten eintauchen, gelingt mir gerade mal so.
Entfernt sich das Anliegen der Hauptfigur von gängigen Wegen,
bedarf es umfangreicher Erläuterungen, natürlich verteilt auf mehrere Kapitel. Da gibt es viel zu tun. Nämlich: Fachinformationen im Text spannend verpacken, Tips von Psychologen einholen, Recherchen an aktuelle Entwicklungen anpassen, Exposés ausfeilen.
nein Gina, ich glaube nicht, dass das Verlassen der gängigen Wege automatisch einen Erläuterungsnotstand zur Folge hat. Vielmehr glaube ich, dass es Mut braucht, genaues Hinhören und Hinfühlen an das Anliegen der Hauptfigur, Vertrauen und Zeit. Ein Dechiffrierungsprozess für die Autorin und die Hauptfigur gleichermaßen. Tips vom Psychologen ect. sind nur (manchmal) nützliches Beiwerk. Viel Spaß beim befreienden Schreiben!
Hallo Gina, weitermachen, bitte, du kannst was! Ich drücke dir die Daumen und würde mich freuen, weiter Texte von dir lesen zu können! LG Velarani
Zlata ist eine Actionheldin. Weshalb willst du hier tiefenpsychologisch an deinem Werk herumfeilen? Das beißt sich bloß. Und ob die Anhänger von Action-/Thrillerromanen zu viel Fachinformationen zu schätzen wissen, wage ich zu bezweifeln. Bleibe lieber genrekonform.
Wenn du es schaffst, Bilder und Stimmungswelten in DIR zu erzeugen, dann kannst du diese auch problemlos auf die Leser transferieren. Viel Erfolg, Numungo (20882).
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20882
Rückblick
Ich habe geschrieben und geschrieben und geschrieben. Genaugenommen zu wenig, aber doch deutlich mehr als sonst. Sehr deutlich mehr. Vor allem habe ich sehr viel geschrieben, das nichts mit meinem Roman zu tun hat. Doch das macht nichts, denn ich habe viel gelernt dabei. Ich habe von mir gelernt (auch das ist möglich) und ich habe von anderen gelernt. Durch deren Beispiele und durch deren Kommentare. Was ich noch gelernt habe, ist Geschichten aus dem Nichts entstehen zu lassen. Es genügt ein Wort oder ein Bild oder ein flüchtiger Gedanke und schon läuft ein Film vor meinem inneren Auge ab. Ich muss ihn nur noch abschreiben beziehungsweise in Worte fassen. Doch das hat wahrscheinlich nichts mit dem Schreibprojekt zu tun, sondern viel mehr mit häufigen Traumreisen, nachtdunklem frühmorgendlichem Joggen und autogenem Training. Was ich nicht getan habe, ist die Wörter zu zählen, die ich schrieb. Es gibt keinen Mengenrabatt. Auch kommen meine Hauptfiguren nicht aus Estland, sie kommen aus mir. Woher denn sonst?
Vorschau
Was ich noch lernen muss? Schwierige Frage! Nicht, dass es nichts zu lernen gäbe. Ist es nicht vielmehr so, dass das Lernen nie zu Ende sein darf? Wo ich gut bin, kann ich noch besser werden. Und auch da, wo ich schon sehr gut bin, ist auch noch eine Steigerung möglich. Die Unverbesserlichkeit werde ich nie erreichen. Beruhigend ist, dass das auch keinem anderen gelingen wird! Auch wenn das manche glauben.
Hallo Numungo, danke für deinen Beitrag, du hast recht, ich hätte mich mehr getrauen sollen... Deine Texte strahlen Friedlichkeit und Ausgeglichenheit aus. Sie lassen den Leser wieder tiefer in sich blicken ohne die "gemachten Äusserlichkeiten". Das tut gut! Ich wünsche dir alles Liebe, Elisabeth
Was fällt mir zu Numungo ein? Deine Arbeiten stachen immer heraus durch ihre Andersartigkeit, ihre Poesie, das Träumerische, Wundersame und Fließende. Du hast mir bewusst gemacht, wie viele verschiedene Möglichkeiten es doch gibt, sich zu äußern. Bei Dir konnte ich am deutlichsten spüren, wie sehr alles aus Dir selbst kommt. Du hast Dir immer diese Freiheit genommen, das finde ich toll. Für Deine Texte und Kommentare danke ich Dir und ich wünsche Dir weiterhin einen wundervollen flow. (Unverbesserlichkeit gehört auf den Friedhof...) Alles Liebe von Frog
He Numungo, auch du hast viel erreicht, wie ich lese. Mach weiter! Ich hatte hier einige Durchhänger, wollte schon früh aussteigen, und (mindestens) einmal hast Du mit Deinem Kommentar geholfen, weiter zu machen. Also schulde ich Dir Dank für die Geburtshilfe einiger Texte. Danke! Wladimir
Hallo Numungos, ich finde, dein Statement hier ist der beste Beleg dafür, wie viel Du gelernt hast, in Sachen Schreibstil. Wer frühmorgens joggen, meditieren und Traumreisen konsequent durchziehen kann, der dürfte kein Problem damit haben, ein Buch fertig zu schreiben. :O) PS: Ich stelle mein Licht nicht unter den Scheffel. Ehrlich.:O)
Lieber Numungo! Von dir habe ich gelernt Träume zuzulassen, zu "verworten" dieses Wort übe ich gerade, ob es mir gefällt, ist eine andere Geschichte. Immer wenn ich den Mond sehe erwarte ich, dass er zu mir spricht, vielleicht beugt er sich ja einmal herunter und erzählt mir eine Geschichte. Deine Geschichten jedenfalls werden mir fehlen. L.G. Gerhild
Lieber Numungo, schreibe weiter an Deinen Traumreisen. Sie sind spannend. Vertraue Deiner Intuition. Was sich daraus ergibt, wird sich (fast) von allein ergeben. Da bin ich sicher. Gruss Gugu
Diese reichhaltige Fantasie steckt in all den Texten, die ich von dir gelesen habe. Beneidenswert. Danke für deinen Kommentar auf meinen Beitrag - ich habe gedacht: ja, stimmt. Ich hätte diese Dialogübung mitmachen sollen. Ging aber nicht, ich hatte absolut keine Idee. LG, Angela
heute habe ich ein Gedicht geschenkt bekommen, das mich spontan an dich denken ließ Numungo. Es ist vom alten Leonardo: Binde deinen Karren an einen Stern Denn wer sich an einen Stern gebunden fühlt, der kehrt nicht um. In diesem Sinne und mit der nötigen Bodenhaftung durch nachtdunkles Joggen, wirst du sowieso weiterschreiben. Macht nix, wenn du die unendliche Unverbesserlichkeit nicht so schnell erreichst...dann bleibst du noch ein bißchen bei uns. herzliche Grüße papaya
„Es genügt ein Wort oder ein Bild oder ein flüchtiger Gedanke und schon läuft ein Film vor meinem inneren Auge ab. Ich muss ihn nur noch abschreiben beziehungsweise in Worte fassen.“ Das erinnert mich an die Bildhauer. Auch sie sagen, dass die Figur bereits im Stein stecke, man müsse nur die überflüssigen Teile abschlagen. Die Figur im noch nicht behauenen Stein sieht nur der Bildhauer, für den „normalen“ Menschen ist es bis zum Schluss nur ein uninteressanter Stein. Möge Dir nie die Geduld und Dein Glaube an Dich selbst ausgehen.
Niemand ist durch alle Schulen durch, besagt schon ein altes Sprichwort. Sich zu verbessern ist immer möglich. Du hast mit deinen Kommentaren und Beiträgen ganz entschieden dazu beigetragen, dass wir uns verbessern konnten. Dafür ein herzliches Dankeschön aus Berlin.
Mein lieber Numungo, ich möchte zu deinen letzten Sätzen einen englischen Linguisten zitieren: Stadium eins: der Lernende macht Fehler, erkennt es nicht und kann sich nicht korrigieren. Stadium zwei: er macht Fehler, erkennt es, aber kann sich nicht korrigieren. Stadium drei: er macht Fehler, erkennt es und kann sich korrigieren. Stadium vier gibt es nicht. Es war und ist mir eine Freude, dich kennen gelernt zu haben. LG Lillilu
Hallo Numungo, ich habe Deine Texte immer gern gelesen und auch die vielen Kommentare. Wann darf ich endlich ein Buch von Dir lesen und wie erkenne ich, ob es von Numungo ist? Es grüßt Wladimir
Hallo Numungo, ich muss mich der Meinung von Karin anschliessen. Du bist nie einer von denen gewesen, die kleinlich auf Fehlern herumgeritten sind, sondern hast immer verucht das Positive zu sehen und davon noch mehr hervorzukitzeln. Du warst ein extrem fleißiger Kommentator. An dieser Stellen noch einmal vielen lieben Dank. Gut, dass Du nicht versuchst perfekt zu werden. Du hast deinen eigenen Stil und sehr viel Fantasie. Beides ist gut und wird dir weiterhelfen. Ich wünsche Dir von Herzen viel Erfolg. Wenn Du mal Trost oder Zuspruch brauchst, melde dich. Mach es gut. Bis dann ml
Es gibt kein Nichts! du schreibst selbst: das Nichts wimmelt voller Geschichten. du solltest dir ein Programm erfinden, damit deine Filme nur noch per Drag und Drop auf den computer zu übertragen wären. Das wäre praktisch, oder? Weiter so! LG Monika
Was Du geschrieben hast, gefällt mir sehr! Wenn man die meisten Deiner Texte gelesen hat, findet man Deinen Beitrag dort wieder und umgekehrt. Ist das zu verstehen?Ich finde, Du bist schon sehr weit gekommen, kennst Deine eigene Begabung, ohne überheblich zu sein. Für jeden hast Du ein gutes Wort, ob kritisch, lobend, Mut machend, Fehler deutlich aufzeigend ..., immer positiv. Ich wünsche Dir viel Erfolg! Du kannst es schaffen. Liebe Grüße.
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20881
ad 1) ich habe auch viel geschrieben. nachdem mein erstes buch veröffentlicht wurde, habe ich dieses und jenes geschrieben, mal an dieser, mal an jener geschichte oder erzählung gestrickt,ein gedicht geschrieben, auch an meinem roman gefeilt. ich habe herausgefunden, dass der roman auf interesse stößt, dass er aber überarbeitet werden muss.
ad 2) ich muss lernen, mich wieder mehr auf eine sache zu konzentrieren. es hat keinen sinn, lauter interessante anfänge zu fabrizieren, einer davon sollte auch nun wirklich ernsthaft verfolgt und zu ende gebracht werden.
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20880
Ich habe bis jetzt 100.000 Worte meiner Geschichte mit der wahren Geschichte des 30-jährigen-Krieges verwoben. Dabei ist es mir immer wieder passiert, das meine Figuren ihr Eigenleben so gestaltet haben, dass sie Gefahr liefen, aus dem historischen Kontext zu fallen, dabei will ich doch die Historie nicht umschreiben. Es kostet mich zunehmend Mühe, alles zu recherchieren, womit meine Protagonisten in "Berührung" kommen. Immerhin kenne ich das Ende meiner Geschichte und werde versuchen, darauf zuzusteuern, ohne dass die Holländer Untertanen bleiben oder ein General vorzeitig ins Gras beißt. Ganz besonders ärgern mich die Franzosen, ich suche noch nach einer klitzekleinen Niederlage, die ihren Triumpf ein wenig relativiert. Hat da jemand eine Idee oder Erfahrung aus ähnlicher Situation?
Vielleicht recherchierst du mal im Kölner Karneval. Die Soldaten sind allesamt Franzosen-Karikaturen. Denn die Kölner waren von den Franzosen besetzt, konnten sich nicht wehren, haben sich dafür im Karneval mit deren Veräppelung gerächt. LG Monika
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20879
Oh, endlich mal eine Aufgabe, die ich nicht vor mir herschieben muß, weil ich keine Antwort darauf finde:
Zum ersten habe ich sehr, sehr viel geschrieben, bin weitgehend bei der selben Geschichte geblieben und habe auch schon einen Schluß. Zum zweiten weiß ich immernoch nicht, in welcher Person ich nun schreiben sollte, um die wesentlichen Elemente so auszudrücken, dass sie authentisch sind und habe auch noch keine Vorstellung, ob ich mit dem Schluß anfangen, oder enden will.
Was ich in Zukunft noch lernen muss, ist mit der Kritik umzugehen und sie richtig einzusortieren. Jemand, der einen Ausschnitt liest, kann niemals die gleiche Kritiktiefe erreichen, wie jemand, der die ganze Geschichte kennt. Mir das vor Augen zu führen ist nicht immer leicht. Denn Anregungen als solche anzunehmen, obwohl ich den Fortgang der Story kenne ist für mich schwer, dennoch notwendig um dem Roman den letzten Schliff zu verpassen. In diesem Sinne, danke für eure Kritik.
Ich hoffe, dass Deine Selbstreflektion Dir dabei helfen wird, Deine schöne Geschichte weiterzuspinnen. Wenn Du voll dazu stehst, kann Dir doofe Kritik auch nicht mehr so viel anhaben. LG Frog
Hallo Sarah, ich werde die Geschichten um Uwais vermissen, schade - hoffentlich wird mal ein schönes dickes Buch daraus! Alles Gute für die weitere Arbeit! LG Velarani
hallo Sarah, in welcher Person hast du das meiste geschrieben bisher? Die würde ich nehmen. Und ob du mit dem Schluss anfangen willst, wird sich, glaube ich, entscheiden, wenn du mit dem 2. Kapitel anfängst. so ging es mir auch. LG Monika
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20876
Ich habe herausgefunden, daß ich nicht, wie ich glaubte, als erstes Buch einen Krimi schreibe; sondern die Geschichte einer Reise erzähle.
Ich muß noch lernen egoistischer zu sein. Ich stelle das Schreiben immer hinten an, wenn es etwas für die Familie zu erledigen gibt.
Ich brauche mehr Freiheit für meine Geschichten. Ich muß mich davon freimachen, es für wichtig zu halten, was meine direkte Umwelt wohl über mich denkt, wenn ich dies oder das schreibe.
Ich drücke Dir alle Daumen, dass das für Dich klappt. Einmal Nein sagen wagen, dann geht der Rest wie von selbst. Die Menschen um einen herum können nach meinen Erfahrungen viel besser damit umgehen als man denkt und befürchtet. Auf Dauer ist es nicht gesund, sich an seiner eigenen Kreativität zu hindern. Express yourself! Viel viel Glück!
Nun, ich schließe mich an. Das scheint ein typisches Frauenproblem zu sein.
Das wünsche ich dir auch! Aber wenn du es nicht mehr 'egoistisch' nennst, bist du schon einen Schritt weiter. Es steht dir einfach zu, dein Talent ans Tageslicht zu holen. Vielleicht ist es sogar deine Pflicht?
ja ja, fast alle berühmten männlichen Schriftsteller waren Egoisten mit einem Heimchen im Hintergrund. Geht mir auch so wie dir, leider. LG Monika
Dabei wünsche ich dir viel Erfolg (freimachen von der Wichtigkeit der anderen) - geht mir auch oft so.
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