120 Die Romanwerkstatt im Autorenhaus Verlag | Schreiben Sie mit! | Kapitel 5 mit Übungsaufgabe
(Foto: Christian Rohr)
„Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie es war, eine Schriftstellerin zu sein, die noch nichts veröffentlicht hat: Man beißt sich mehr schlecht als recht durch und kommt mit Leuten in Kontakt, die ausgesprochen abweisend sein können. Und obwohl ich nun Teil dieser Branche bin, die sich manchmal Neulingen gegenüber wie eine uneinnehmbare Festung präsentiert, stehe ich instinktiv eher auf der Seite derer, die versuchen, die Mauern zu erklimmen."

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Kapitel 5 mit Übungsaufgabe

30.01.2008© 2008 Autorenhaus Verlag GmbH, Berlin
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Leserbeiträge

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Eingetragen am: 07.07.2008 von Sus
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14161

Ich arbeitete in Stuttgart und pendelte täglich mit dem Zug nach Ulm. In den Mittagspausen erledigte ich oft den Wocheneinkauf. Nach Feierabend fuhr ich dann zunächst eine Station mit der S-Bahn bis zum Hauptbahnhof und dann ab nach Hause.
Es war ein brütend heißer Tag im Kessel von Stuttgart und ich war wieder mal spät dran. Die S-Bahn fuhr in 3 Minuten und ich hatte noch einen ganzen Häuserblock vor mir. Wahrscheinlich schaute ich auf die Uhr oder einfach nur nach vorn. Genau weiß ich das nicht mehr. In beiden Händen hielt ich jeweils eine vollbepackte Einkaufstasche. Ich hatte meine roten Sandalen an, die ich in Paris gekauft hatte und einen beigefarbenen Rock. Ich lief und lief, an der lärmenden Baustelle vorbei und dann – ein über den Gehweg gelegter Wasserschlauch, ich sah ihn nicht, blieb mit meinen Sandalen daran hängen und knallte mit beiden Knien auf den Gehweg. Die Einkaufstüten, fest umklammert, beide Arme von mir gestreckt.
Die Knie bluteten. Ein Passant fragte mich, ob alles okay sei. Ich antwortete kurz „Ja, geht schon“, stand sofort auf, keine Zeit zu verlieren, die S-Bahn fährt. Ich rannte die Straße hoch, rein in die S-Bahn, die Türen zu, geschafft. Und dann wurde mir schlecht.


Eingetragen am: 06.07.2008 von wupilie
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14148

Es war ein idyllischer Sommertag. Die Grillen zierpten, ein kühlender Windhauch wehte verlockende Düfte über die Wiese und auf der Terasse stand erfrischender Prosecco mit Eis. Sollte ich es wagen? Es war heiß und ich hatte Durst. Ich musste nur vorsichtig sein. Mich nicht wieder erwischen lassen. So unauffällig wie nur eben möglich erreichte ich das Glas. Viel zu verlockend war der gekühlte Prosecco, als dass ich auch nur einen Moment darüber nachdachte, wie gefährlich er an einem solchen Sommertag sein konnte. Ein spielendes Kind kam bedrohlich nah, ich erschrak, überlegte gerade, wie ich mich bestmöglich verstecken sollte, da verschwand es aber auch schon. Ich blieb unerkannt! Endlich! Der Weg war frei und ich nahm einen tiefen Schluck! . Ahh! Das tat gut! Noch einen... Der Versuch die Terasse ungesehen wieder zu verlassen glich einer Zirkusnummer. Es ging nicht. Ich hatte meinen Körper nicht mehr unter Kontrolle. Meine Beine bewegten sich wie ferngesteuert und meine Augen gaukelten mir die verrücktesten Bilder vor. Ich bemühte mich, aber es war unmöglich. Ich bewegte mich im Kreis , unfähig geradeaus zu steuern, leicht verschreckt aber bester Laune. Ein wenig gleichgültig. Was war nur los mit mir? Langsam vergaß ich, dass ich auf dieser Terasse war. Die Welt drehte sich ein wenig schräger und die Angst, erwischt zu werden, wich einer übermütigen Neugier. Gerade versuchte ich vom Terassentisch zu einem der Blumenbeete zu kommen, da passierte es. Ein dumpfer Schlag. Nur knapp verfehlte mich etwas ziemlich Großes am Kopf. Durch meinen unkoordinierten Zustand verlor ich erst die Kontrolle dann das Bewusstsein. Schliesslich landete ich auf dem Boden. Auf dem Rücken leigend kam ich zu mir. Ich Ausser Stande etwas zu unternehmen fragte ich mich, was geschehen war...
Auch das Kind hatte den dumpfen Schlag gehört und sein Spiel unterbrochen. Nachdem es mich eine Weile ausgiebig gemustert hatte schrie es auf: „Mama! halt ! nein! Das darf man nicht! Nicht tot machen!“ Das war meine Rettung! Die Mutter drehte mich behutsam auf die Beine, setzte mich auf ein Stück Papier und trug mich sicher zurück auf meine Lieblingsblüte!
Und wenn nun Ihr Honigbrot ein wenig nach Prosecco schmeckt, dann denken Sie an mich und daran, wie gefährlich Alkohol im Hochsommer sein kann ... gerade für so flotte Bienen wie Sie und mich;-)....Don´t drink and fly ...


Eingetragen am: 01.07.2008 von Michelle
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13884

Als ich 11 Jahre war wurde ich von einem Auto angefahren , ich habe das Bewusstsein verloren . Es war furchtbar als ich aufwachte weil mir die Hälfte meines Gedächnises fehlte.


Eingetragen am: 29.06.2008 von Ann-Christin
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13825

Ich nahm Anlauf. Setzte einen Fuß vor den anderen. Die Muskeln in meinem Bein zogen sich zusammen und wurden mit Kraft wieder auseinander gedrückt. Die Hose schlackerte um meine Beine. Ich fixierte die dunkelblaue Matte, die in mitten der Turnhalle lag. Gerade sprang Katha mit einem Satz darüber. Sie zog ihre Beine an. Gleichzeitig warf sie ihre Arme in die Höhe. Kurze Zeit flog sie in einem hohen Bogen über die dunkelblaue Matte und landete dann mit einem leisen "plog" auf dem Hallenboden. Lachend rannte sie weiter. Leicht den Kopf schüttelnd vor Lachen. Nun kam auch ich der Matte näher. Ich zog das erste Bein hoch und das zweite folgte. Meine Arme glitten hoch über meinen Kopf und ich fixierte das andere Ende der Matte. Hoch flog auch ich über die Matte. Dann, etwas zu früh kam ich zurück auf den Boden. Mit dem einen Fuß berührte ich schon die Matte, während dessen der Rest von mir noch ein Stück weiter flog. Mein Fuß, der auf der Matte war, knickte um. Und ich flog weiter. Meine Hände streckten sich in Richtung des Bodens und der Rest von mir folgte. Auch ich schlug mit einem "plog" auf, der aber etwas lauter war, als der von Katha. So riss ich mir die Bänder im Fuß.


Eingetragen am: 28.06.2008 von Jess
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13802

Ich fahre mit meinem Freund auf einer Schwalbe. Er ist der Fahrer, ich bin die Beifahrerin. Es ist Sommer, es ist sehr heiß und ich trage einen kurzen Rock und ein kurzärmliges T-Shirt. Wir biegen in eine Kurve ein. Vor uns fährt ein Auto, hinter uns ebenfalls. Am Scheitelpunkt der Kurve ist Öl auf der Straße und der Roller rutscht unter uns weg. Wir schliddern über die Straße und mein Freund bremst mich mit seinem Gewicht ab. Das Auto hinter uns kann rechtzeitig bremsen und fährt rechts ran, um uns zu helfen. Ich habe Abschürfungen am linken Knie, an der Hüfte und an der linken Hand. Die Glieder meines Armbandes liegen auf der Straße verstreut. Mein Freund, der eine Jeans trägt, hat ebenfalls leichte Schürfwunden an Hand und Knie. Der Autofahrer, der hinter uns gefahren ist, fährt uns nach Hause. Die Schwalbe lassen wir am Straßenrand stehen. Als wir bei ihm zu Hause ankommen, fange ich an zu weinen und werde leicht hysterisch. Ich will nach Hause. Ich habe einen Schock.


Eingetragen am: 27.06.2008 von Christian Renk
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13757

Unfall

Der ganze Raum war voller Staub, die Luft durchtränkt von kleinen Erdteilchen. Ich mußte pausenlos husten und spucken.
Gestern schon hatte ich den Beton aufgebrochen. Der Vorschlaghammer in meinen Händen zertrümmerte die vier bis fünf Zentimeter starken Platten, die ich dann in Kübeln hinuntertrug. Heute mußte ich die trockene Erde, die als Ausgleich zwischen dem Bretterboden und dem Estrich diente, weg schaufeln und nach unten bringen.
Ich arbeitete inmitten einer Wolke aus Staub, sodaß ich mir schlußendlich eine Maske holte, damit ich leichter atmen konnte. Ich trug gelbliche halbhohe Lederstiefel mit einer dicken Profilsohle, alte zerschlissenen Jeans, Arbeitshandschuhe, konnte kaum sehen in diesem Inferno, machte einen Schritt zurück und spürte einen brennenden Schmerz, einen Stich in meinem linken Fuß.
Als ich ihn hochhielt, war ein kleines Stück Holz am Schuh befestigt, und ein rostiger Nagel hatte sich durch die Sohle in meinen Fuß gebohrt. Es brannte und pochte höllisch. Ich zog das Brett vorsichtig von dem Stiefel weg, sodaß sich der Nagel behutsam aus meinem Fuß lösen ließ, humpelte nach unten, zog das Schuhwerk aus. Die blutige Socke behielt ich noch an und ließ mich von meiner Frau zum Gemeindearzt bringen
Es tat irgendwie höllisch weh, aber ich biß die Zähne zusammen, zog vorsichtig die Socke aus und ließ mir von dem Arzt die Wunde mit Alkohol reinigen und dann verbinden. eine kleine Tetanusspritze in meinen Allerwertesten und vorbei war der Spuk. Der Arzt wollte mir noch eine Packung Antibiotika mitgeben, zur Vorsicht, gegen Blutvergiftung. Hab ich aber verweigert.


Eingetragen am: 25.06.2008 von Byron
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13666

Ich war mit Freunden in einer Disco. Da ich mit meinem neuen Audi 80 TDI unterwegs war, wurde ich zum Fahrer ernannt. Mir machte das nichts aus, da ich es, als Berufskraftfahrer, gewohnt war zu fahren. Und da ich ja eh keinen Alkohol vertrug trank ich eine Cola. Da die Musik nicht das wahre und das Publikum auch nicht so nach unserem Geschmack war, sind wir schon recht früh wieder abgezogen. Da ich bisher nur als Beifahrer in dieser Disco war, kannte ich den weg nicht so genau. Schon nach wenigen Metern hätte ich beinahe ein Firmentor übersehen. Die Strasse machte einen scharfen Rechtsknick. Den schreck überwunden fuhr ich weiter. Ich war gerade durch das einstellen des Radios abgelenkt, als mein Beifahrer meinte, das da ein Auto käme. Aufgrund der kleinen Lichter unterschätze ich die Entfernung zu diesem Fahrzeug, im nach hinein stellte sich heraus, das es ein damals neues 5er BMW Taxi war, das diese kleinen runden Lichter hatte. Nach einigen wenigen Sekunden krachte es. Ich merkte nur noch wie ich mit dem Oberkörper nach rechts geschleudert wurde und dann gab es nochmal einen Ruck. Mir kam es vor wie eine Ewigkeit in der der Motor hochdrehte. Dann kam ein erneuter Ruck und ein Aufprall. Als das Auto endlich zur Ruhe kam, wusste ich sofort, das wir uns überschlagen hatten und wir nun auf dem Dach lagen. Aufgrund eines kurz zuvor im TV gesehen Beitrages wusste ich wie ich mich aus dem gespannten Sicherheitsgurtes zu befreien hatte. Noch während ich mich abschnallte hörte ich die Freundin meines Beifahrers sagen, das es brennen würde und wir schnellstmöglichst aus dem Auto raus mussten. Ich beeilte mich aus zu steigen und den anderen zu helfen ebenfalls raus zu kommen.

Noch während ich damit beschäftigt war mich um meine Mitfahrer zu kümmern kamen einige Taxis an und leuchteten die Unfallstelle aus. Nach einiger Zeit kam dann auch die Polizei und der Rettungsdienst. Die Taxis wurden schon bald nach Ankunft der Polizei durch große Lichtmasten der Feuerwehr ersetzt.

Die erste Frage des mich vernehmenden Polizisten war, ob ich Alkohol getrunken hätte. "Wenn ja, würde ich sie jetzt um ihre Dienstwaffe bitten um mich zu erschießen."

Dieser Satz erste brannte sich in mein Gedächtnis ein. Die Panik die ich damals verspürte lässt sich nur schlecht in Worte fassen. Doch eines kann ich euch sagen, es war kein schönes Gefühl. Noch heute habe ich deswegen Schuldgefühle. Zwei meiner Beifahrerinnen wurden bei diesem "Samstagabend - Disco - Unfall" schwerst verletzt und mussten über Weihnachten und Sylvester im Krankenhaus bleiben.


Eingetragen am: 23.06.2008 von Monika B
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13587

Der Hackklotz

Der erste Unfall in meinem Leben, an den ich mich noch genau erinnern kann, ereignete sich, als ich sechs oder sieben Jahre alt war. Wir wohnten damals in einem Haus mit Garten in einer Siedlung am Stadtrand. Die Straße in der wir wohnten mündete in einen Feldweg. Da wo die Felder und Wiesen begannen stand eine wunderschöne Trauerweide. Wir durften immer, auch ohne vorher zu fragen, bis zu diesem Weidenbaum gehen, wenn wir draußen spielen wollten. Natürlich konnten wir auch in unserem eigenen Garten spielen oder hinten auf dem Hof.
Eine kleine Treppe mit vier Stufen führte von der Küche direkt in den Hof hinunter. Die Treppe hatte nur auf der einen Seite ein Geländer, die andere Seite war ungeschützt und lud geradewegs dazu ein, hinunter zu springen. Dies jedoch wurde dadurch vereitelt, dass gegen die Treppe geschoben, ein großer Hackklotz stand, in den ein Beil geschlagen war. Neben der Treppe befand sich eine Teppichklopfstange, deren eine Seite an der Hauswand befestigt war .An der anderen Seite war die Stange fest im Boden verankert. Natürlich war das kein Spielplatz, aber dennoch liebte es mein älterer Bruder von der obersten Treppenstufe an die Klopfstange zu springen und daran entlang zu hangeln und am Ende die gerade Stange hinunter zu rutschen. Neidvoll schaute ich ihm dabei zu. Das wollte ich auch, aber die Oma, die sich tagsüber, wenn die Eltern bei der Arbeit waren, um uns kümmerte, hatte es strikt verboten. Ich sei noch zu klein, hatte sie gesagt; ich würde da nicht ran reichen, hatte sie auch noch gesagt und sie hatte es ernst gemeint. Mit Oma war nicht zu spaßen, sie konnte sehr streng sein.
Als ich eines Tages alleine in dem Hof war wurde die Versuchung einfach viel zu groß. Da habe ich das Kunststück gewagt, verfehlte die Stange nur um eine Handbreit und stürzte erst auf den Hackklotz und von dort weiter auf den Boden. An dem blöden Beilende habe ich mir eine tiefe Wunde in mein Knie geschlagen. Mein Bein war blutverschmiert und es tat höllisch weh, aber ich biss die Zähne fest zusammen. Der Gedanke, dass Oma dahinter kommen könnte, was ich getan hatte, hielt mich aufrecht. Ich schleppte mich durch den Garten und raus auf die Straße und weiter bis zu dem Weidenbaum. Da ließ ich mich erschöpft ins Gras fallen und weinte laut vor Schmerzen.
Meinem Gefühl nach hat es eine Ewigkeit gedauert bis eine Nachbarin vorbei kam. Sie sah das Blut und die Tränen und fragte mich, ob ich über einen Stein gestolpert sei. Ich nickte kräftig mit dem Kopf. Sie half mir auf die Füße, nahm mich an die Hand, redete mir gut zu und versuchte mich zu trösten. Sie brachte mich nach Hause und lieferte mich bei meiner Großmutter ab. Sie war es auch, die meiner Großmutter erzählte, dass ich gestürzt sei, oben am Feldweg, da wo die spitzen Steine liegen. Oma hat es geglaubt, kam mit ihrer ekelhaften Jodflasche und reinigte meine Wunde. Sie brabbelte etwas über Kinder, die man eben nicht in einen Glaskasten sperren könnte und die ja doch nie etwas anderes als Dummheiten in ihren Köpfen hätten, aber sie schimpfte mich nicht aus, denn das Stolpern über spitze Steine war nicht Ungehorsam, sondern einfach nur Pech oder Dummheit.
Die Wunde war nicht annähernd so schlimm, wie sie aussah, aber trotzdem hat sie eine Narbe auf meinem rechten Knie zurück gelassen, die heute noch sichtbar ist.


Eingetragen am: 22.06.2008 von taube
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13579

Sommer 1980.Ich hatte eine schöne Ferienwoche bei einer Freundin in Jüterbog verbracht und wurde nun von meinen Eltern und meinem jüngeren Bruder abgeholt, um noch ein paar gemeinsame Ferientage bei Bekannten in der Nähe von Dresden zu verbringen. Wir fuhren in unserem Trabant auf der Hauptstraße und wurden von einem Verkehrsschild auf die zu überquerenden Gleise aufmerksam gemacht. Das Verkehrsschild mit der geänderten Vorfahrt muß meine Mutter übersehen haben. Ich nahm Sekundenbruchteile vor dem Aufprall die Situation wahr, drückte meinen Bruder Ralf, der sich gerade nach einem Spielzeug gebückt hatte, das zuvor in den hinteren Fußraum gefallen war, mit meinem rechten Arm in die Lehne und los ging die "Karussellfahrt". Wir überschlugen uns eineinviertel Mal in unserem Trabi und blieben auf der Seite liegen. Nachdem wir uns abgeschnallt hatten und mühsam aus dem Auto geklettert waren sahen wir, daß der andere am Unfall beteiligte Trabi auf dem Dach lag, die Frontscheibe zersplittert daneben. Wie durch ein Wunder war auch der Frau und den beiden Kindern nicht viel passiert - genau wie uns. Die Kinder dort hatten ein paar kleinere Schnittverletzungen und ich hatte einen Schock. Aber das war nichts im Vergleich zu dem, was hätte sein können.
Wir mußten uns von unseren Verwandten abholen lassen und die Autos mußten in die Werkstatt. Unser bunt gescheckter Trabi erinnerte uns noch viele Wochen an diesen Unfall. Ein latentes Unbehagen beim Autofahren ist mir bis heute geblieben. Ich fahre nur im Dienst. Wenn ich mit meiner ganzen Familie verreise, muß mein Mann fahren.


Eingetragen am: 22.06.2008 von Tatjana Berndt
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13580

Es war ein sehr heißer Sommertag. Ich hatte mir das Auto von einem sehr guten Freund ausgeliehen und war auf dem Weg zu meinem Freund. Der kürzeste Weg dorthin, geht über eine Landstraße, die sich durch zahlreiche Kurven auszeichnet. Ich hatte den Führerschein noch nicht sehr lange, und auch nicht viel Fahrpraxis, da ich kein eigenes Auto besaß. Kurz vor meinem Aufbruch hatte es geregnet und die Straßen waren, zuvor staubig nun rutschig. Dazu kam, dass das Auto nicht so ganz in Schuß gehalten war, da mein Freund durch eine schwere Erkrankung selber schon eine lange Zeit nicht mehr die Möglichkeit hatte, zu fahren. Ich fuhr nicht wirklich zu schnell, knapp 60 km/h, wo 50 vorgeschrieben war. Ich weiß nicht was passiert ist, denn plötzlich befand ich mich in einer scharfen Linkskurve auf der Gegenfahrbahn. In Panik versuchte ich das Lenkrad herum zu reißen, dass eine extreme Eigenkraft entwickelt hatte. Ich schaffte es schließlich irgendwie und der Wagen rasste auberhalb meiner Kontrolle auf den Graben am Straßenrand zu. Ich schloß die Augen und war mir sicher, jetzt sterben zu müssen. Nie in meinem Leben habe ich solch ein Angst empfunden. Es polterte, ich hörte Glas zersplittern und der Wagen legte sich auf die rechte Seite. Ich dachte ich würde mich überschlagen, doch der Wagen kam zurück nach oben und ich "schwebte" über dem Graben. Ich hatte eine Straßenlaterne umgefahren, auf der der Wagen nun Halt fand, doch das realisierte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Direkt neben meinem Kopf, war der Wagenheber, der hinten im Wagen (ein Kombi) ungesichert lag, durch das Fahrerfenster geflogen. Ich mag mir garnicht ausmalen, was geschehen wäre, wenn er mich am Kopf getroffen hätte. Ich selbst war, bis auf ein leichtes Schädeltrauma und einer Prellung am Knie völlig unversehrt geblieben. Der Wagen war jedoch Totalschaden. Heulend rief ich mit meinem Handy erst meinen Vater und direkt danach meinen Freund an. Ich traute mich nicht auszusteigen. Autos fuhren vorbei, sahen mich aber anscheinend nicht. Schließlich, sah eine Frau den Wagen, legte den Rückwärtsgang ein und kam zur Unfallstelle. Auch ein Mann hielt nun an, wie sich später herausstellte ein Polizist, der gerade nicht im Dienst war. Sie halfen mir aus dem Wagen und da mir vor Schock die Knie wegsackten, riefen sie einen Krankenwagen. Alles was ich denken konnte war: Du hast das Auto kaputt gefahren! Die Frau gab mir ihr Handy, so dass ich meine Eltern anrufen könnte, doch ich versuchte, meinen Freund, Kurt, von dem ich das Auto geliehen hatte zu erreichen. Er ging nicht an sein Telefon. Nacheinander trafen mein Vater, mein Freund und der Krankenwagen ein. Ich legte mich auf die Trage und da mir so schwindelig war, fuhr der Krankenwagen so langsam zum Krankenhaus, dass mein Freund mit dem Fahhrad vor mir in der Notaufnahme war.
Der arme Kurt hatte inzwischen bei der Frau auf dem Handy zurück gerufen und sie hatte ihm mitgeteilt, dass ich einen Unfall hatte. Da die Unfallstelle nicht weit von seinem Haus war, hörte er kurz darauf den Krankenwagen vorbei fahren und machte sich große Sorgen. Er reagierte so wunderbar, als ich ihn abends anrief und mitteilte, dass er nun kein Auto mehr habe. Ich habe ihm dann ein Neues gekauft, was er mir später, als sich die Krankheit immer mehr verschlimmerte schenkte. Ich teilte es mir mit meinem Vater. Kurt ist vor ein paar Jahren gestorben und seit ich studiere fährt es mein Vater alleine und ich leihe es mir ab und an.Es hat eine große Bedeutung für mich. Später erfuhr ich, dass in dieser Kurve immer wieder Unfälle passieren.Ein belgisches Ehepaar hat nach einem Unfall in der Kurve sogar die Stadt verklagt. Vor dem Graben ist nun ein Zaun und es steht eine neue Laterne dort.
Kurt erzählte mir noch, dass man sagt, dass diese Stelle "verflucht" sei, weil dort früher die Verbrecher der Stadt gehängt wurden. Ob Fluch oder nicht, dieser Unfall hat mich danach ziemlich aus der Bahn gerissen, denn ich muss drei Schutzengel gehabt haben, da ich das überlebt habe. Er zeigte mir, an welch seidenen Fäden das Leben hängt und wie schnell man doch dem Tod ins Auge sieht....


Eingetragen am: 21.06.2008 von Jan
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13522

Es waren bereits zehn Wochen seit meiner Knie OP vergangen. Ich hatte schon acht mal wieder am Fußballtraining teilgenommen. Und trotz der OP geschah das, was aufgehalten werden sollte erneut:

Bei einem Schuss rutschte ich ab. Dabei streckte ich mein linkes Bein zu weit durch und durch den hohen Druck sprang mir die Kniescheibe aus dem gelenk. Ich hatte keinen Halt mehr und stürzte. Es war mir schon so viele Male passiert, doch dieses mal war es schlimmer als zuvor. Ich umklammerte mein Knie und schrie. Es war weniger aus Schmerz, als aus Enttäuschung und Angst. Ich dachte ich hätte alles hinter mir gehabt. Sofort waren meine Trainer um mich herum. Ich musste mein bein strecken, das wusste ich, doch ich konnte es nicht. Als ich endlich stand und vom Spielfeld humpelte, während mich meine Trainer stützten war mir schlecht vor Schmerz. Ich ging an diesem Abend noch zu Fuß nach Hause und fuhr gleich am nächsten Morgen ins Krankenhaus. Dort wollten sie mich gleich ind er nächsten Woche operiern. Erst dort fanden sie heraus, dass die Patellasehne gerisse war, die kapsel sich von der Kniescheibe gelöst hatte und teile vom Knorpel abgebrochen waren. Das war der nächste Schock...


Eingetragen am: 21.06.2008 von Angela W.
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13516

Als ich mit Rondro von einer Besprechung mit dem Anwalt in seinem Hotel kam, wurden wir Zeugen eines Unfalls.
An der großen stark gefahrenen Kreuzung direkt neben der Gendarmerie, wo unsere Sachen lagerten, fuhr ein PKW einen Pousse Pousse Fahrer an. Das Vehikel flog im hohen Bogen zur Seite. Das Auto fuhr mit lauter Sirene, weder Vorfahrt noch Unfallopfer beachtend weiter.
Ich merkte mir die Nummer des Wagens und ging mit Rondro zu dem Menschenhaufen, der sich sofort um das Opfer bildete. Mir wurde gesagt, es waren Polizisten im Auto, die Geld transportierten.

Ich wollte dem Pousse Pousse Fahrer die Nummer des Wagens geben, doch dann handelte ich anders. Ich sah ihn abseits stehen. Als würde er nicht begreifen, was da gerade passiert war, schaute er auf seine zerstörte Kutsche. Aus einem etwa 30 cm langen und 4 cm tiefen Riß auf seinem Schulterblatt blutete es heftig. Er war leichenblaß. Ich rief nach einem Taxi, schob den Verwundeten hinein und fuhr mit ihm und Rondro zum Krankenhaus. Dort fragte man zunächst, wer für ihn bezahlt. Ich meldete mich und sagte, das geht in Ordnung, aber sie sollen helfen.
Nun untersuchte man ihn, schrieb seine Personalien auf, schrieb auf, was man alles zur Behandlung brauchte.
Mit einem Zettel wurde ich los geschickt, die Utensilien für die Behandlung zu kaufen. Selbst die Handschuhe für den Arzt, der Faden zum Nähen, alles musste erst gekauft werden. Ich fuhr nun zuerst nach hause, um Geld zu holen, dann fuhren wir zu zwei Apotheken, bis wir alles zusammen hatten. Und zurück zum Krankenhaus. Dort trafen nach und nach lauter Pousse Pousse Fahrer ein, die nach ihrem Kameraden sehen wollten.
Auch seine Frau und seine drei Kinder warteten vor der Notaufnahme.
Er wurde nun genäht, bekam noch eine Impfung. Man wollte den Blutdruck noch etwas beobachten. Ich zahlte die Behandlung und gab der Ehefrau Geld für die Nachbehandlung.
Draußen war es nun schon dunkel. Viele Leute warteten auf ihn.
Meine Mission war erfüllt, ich fuhr nach hause.

(Eine Pousse Pousse Kutsche ist eine Art Rikscha, die aber von einem Mann gezogen wird, der läuft.
Sie wird nicht von einem Pferd gezogen und auch nicht von einem Fahrradfahrer.)


Eingetragen am: 19.06.2008 von Mechthild Sommer
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13459

Als Kind bin ich einmal mit meinem neuen Roller stolz durch die Gegend gefahren. An einer Hausecke bin ich dann mit dem Roller gefallen. Mein Knie blutete sehr stark, deshalb bekam ich Angst, ich müßte nun verbluten. Heulend lief ich mit tropfendem Knie nach Hause. Ich meinte meine Knochen in der Wunde zu sehen, was natürlich nicht stimmte. Es war nur eine gewöhnliche Schürfwunde, die mit einem Pflaster ausreichend versorgt war.


Eingetragen am: 18.06.2008 von Sunny
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13437

Es war ein schöner Sommertag und ich war so ungefähr 4 Jahre alt. Damals schon ein wilder Teufel und immer mit mindestens an einem Knie ein Pflaster bin ich mit meinem Tretroller um den Sandkasten unserer Kindertagesstätte gerast. Leider habe ich übersehenen, daß der Weg nicht durchgehend gepflastert ist oder aber was warscheinlicher erscheint - ich hab mir eingebildet, mit viel Schwung komme ich auch noch über den 1/2 m ungepflasterten, gesandeten Weg. Schnell und schmerzhaft wurde ich eines Besseren belehrt, als der Vorderreifen im Sand blockierte und ich purzelbaumschlagend quer über die Lenkstange segelte. Bedauerlicherweise war auch noch die gemauerte Ecke des Sandkastens im Weg und bremmste meinen freien Fall mit einem heftigen Schlag auf die Oberlippe. Stark blutend und ziemlich verdattert kauerte ich heulend am Boden, als auch schon meine Mutter - damals Kindergärtnerin in meiner Tagesstätte angerannt kam, mich auf den Arm nahm, ein sauberes Taschentuch auf meine blutende Wunde drückte und erleichtert feststellte, daß die Wunde nicht allzu schlimm und alle Zähne noch heile waren. Eine Kollegin hat uns dann auch gleich ein Taxi für die Fahrt zum Krankenhaus gerufen. Von einer Horde erschrockener Kinder umringt, und meiner besorgten Mutter getröstet, kam ich mir damals als starker kleiner Held vor. Ein Indianer kennt keinen Schmerz und ich fand es toll, so im Mittelpunkt zu stehen. Und die Schmerzen nach der ersten Schrecksekunde waren eigentlich auch gar nicht so schlimm. Im Krankenhaus wurde die Wunde genäht und ich bekam ein weißes Pflaster über die Oberlippe. Meine Mutter grinste und neckte mich, daß ich jetzt wie ein kleiner Hase aussehen würde. Damit hatte ich meinen Spitznamen für den Rest meiner Kindergartenkarriere weg: Häschen.


Eingetragen am: 17.06.2008 von sophie
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13412

Ich war traurig, da meine Freundin nicht auf mich wartete. Im Schatten der alten Zugunterführung suchte ich Schutz. Gerade noch sah ich, wie sie mit dem anderen Mädchen die steile Straße zu unserem Haus hinauf ging. Sie lachten.
Erst jetzt bemerkte ich das Blut, das warm an meinem Bein hinunter rann.
An diesem Nachmittag hatten wir Zeichnen und das Wasserglas musste zerbrochen sein.
Unbeteiligt betrachtete ich das Rot, als wäre es nicht von mir. Ich spürte keinen Schmerz.
Erst als ich zu Hause war, sah ich die tiefe Fleischwunde. Meine Mutter betrachtete mich besorgt. Ich weinte nicht.
Wenn ich heute die Narbe sehe, fühle ich in der Erinnerung noch die Traurigkeit, die sich tief in mich grub, sonst nichts.


Eingetragen am: 17.06.2008 von Blumenbinderin
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13405

Ich war vier oder fünf Jahr alt, da bin ich mit meinem Fuß in die Fahrradspeichen gekommen. Meine Schwester, Nachbarskinder und ich spielten auf der Straße. Die größeren fuhren Fahrrad, ich fuhr Go-Kart weil ich noch kein Fahrrad fahren konnte.
Plötzlich sahen wir Fallschirmspringer,die vom Himmel runtersegelten. Das war natürlich die Sensation, da wollten wir schnell hin.
Eine größere Freundin meiner Schwester wollte sich nicht auf den Gepäckträger des Fahrrads setzen, und so drängten sie mich von dem Go-Kart abzusteigen und mich auf den Gepäckträger zu setzen.
Meine Schwester fuhr los, nach einer Weile war es mir zu anstrengend die Beine so auseinander zu halten und ich ließ sie einfach hängen. Da kam mein einer Fuß in die Speichen. Die Narbe kann man heute noch sehen.


Eingetragen am: 16.06.2008 von Vanessa
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13372

Auch wenn mein Unfall nicht gerade besonders haarsträubend oder gefährlich war, trage ich immer noch eine kleine Narbe an mir, die mich immer wieder daran erinnert. Es war an einem Tag im Herbst. Ich wollte mit meiner Cousine Kastanientiere basteln, doch da die Zahnstocher immer abbrachen, stachen wir die Löcher mit Schaschlikspießen. Was wir lieber hätte bleiben lassen sollen. Am Anfag schien es so, als ob die Kastanie auch zu hart war, um dem Schaschlikspieß nachzugeben, doch dann ging alles ganz schnell. Ich spürte nur noch einen Schmerz im Finger, ließ die Kastanie fallen ud sprang auf. Die Kastanie war doch nciht so wiederstandsfähig wie gedacht. Blut floss aus meiner Hand und auf die weißen Kacheln auf dem Küchenboden. "Du blutest den ganzen Boden voll!", rief meine Tante nur ud schickte mich ins Bad, wobei ich auf dem Weg dorthin auch den Boden des Flures mit roten Tropfen bedeckte. Bei näherem Betrachten der Wunde stellte ich fest, das ich mir den Finger durchbohrt hatte und da die Wunde immer weiter blutete fuhr ich mit meiner Mutter zu einem Unfallarzt, der mich auch sofort behandelte. Zuerst wurde mein linker Zeigefinger, der schon seit einem tiefen Schnitt vor ein paar Jahren vorbelastet war, geröngt, wobei jedoch nichts entdeckt wurde. Doch trotzdem wollte der Arzt nachschauen, ob nicht doch ein Splitter oder ähnliches im Finger war. Ich kniff die Augen zusammen und versuchte den Schmerz zu ignorieren, als er mir den Finger aufschnitt. Doch stellte sic heraus, dass der Arzt recht gehabt hatte. Es war noch ein Stück Kastanienhaut da, was dann säuberlich entfernt wurde.Seit diesem Unfall leide ich nun an einer Art Phobie vor Schaschlikspießen, denn ich werde jedesmal nervös und hektisch, wenn ich einen solchen zu Gesicht bekomme, schließlich durchbohrt man sich ja nicht alle Tage beim Kastanienfiguren basteln seinen Finger mit einem Schaschlikspieß.


Eingetragen am: 14.06.2008 von Kendra
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13261

An einem Sommertag im Juni (das genaue Datum habe ich vergessen) kam ich um 13:25 von der Schule nach Hause. In der Straße, in der sich unser Haus befand, bin ich dann über meine eigenen Füße gestolpert und mit den Knien zuerst auf dem Asphalt aufgeschlagen. Das linke Knie blieb unversehrt, das rechte hatte ich mir blutig geschlagen. Das Problem war, dass ich mir vor diesem Sturz schon sechsmal genau dieses Knie aufgeschlagen hatte. Gott sei dank musste es nicht genäht werden.


Eingetragen am: 13.06.2008 von Susanne
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13259

An einem Samstag nachmittag kurz vor Beginn der Sommerferien besuchte ich eine Fortbildung, Jazztanz, eine große Sporthalle, eine Pädagogenlegende war als Lehrer in unsere Provinz gekommen und die Halle war dampfig, heiß und voll. Obwohl ich in einer der ersten Reihen einen Platz gefunden hatte und nur wenige Teilnehmerinnen in meinem direkten Blickfeld hatte, sorgten die ungewöhnlich kleinen Abstände zwischen den Tanzenden für Streß. Ich war nicht so ganz bei der Sache, immer wieder abgelenkt und so stolperte ich über meine eigenen Füße und fiel hin. Zunächst tat nichts weh, aber als ich aufstehen wollte, um mich auf die Seite zu setzen – und auch, damit ich nicht mehr die volle Aufmerksamkeit der Gruppe auf mich zog und der Unterricht weitergehen konnte – merkte ich, daß beim rechten Fuß das Auftreten ganz schön schmerzhaft war. Der Knöchel schwoll an und jemand war so nett und fuhr mich nach Hause. Mein Wagen blieb an der Halle stehen; ich wollte ihn am Tag danach holen, wenn es meinem Knöchel wieder besser ging. Zuhause kühlte ich und legte mein Bein hoch. Aber nachts hatte ich höllische Schmerzen, ein unentwegtes Pochen und Klopfen, an Schlaf war nicht zu denken. Am nächsten Morgen brachte mein Freund mich ins Krankenhaus und hier wurde mein Fuß eingegipst – meinen Wagen an der Sporthalle holte eine Bekannte ab und den eigentlich geplanten Sommerurlaub mußten wir absagen. Damals gab es noch Vollgips und die Auflage, sich wenig zu bewegen. In Erinnerung habe ich noch, daß mein Freund abends, wenn er Feierabend hatte, durch unsere Wohnung pilgerte und den dunklen Teppichboden nach kleinen Gipsresten absuchte: So wußte er sicher, daß ich viel durch alle Zimmer gewandert war vor lauter Langeweile und Frust, statt mich an die Anweisungen des Arztes zu halten, die immer gleich waren: Ruhe, Schonen, Hochlegen.


Eingetragen am: 11.06.2008 von Grobi
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Am 02.10.2006 war ich bei einem Rollenspielertreffen in Thüringen auf einer Wasserburg. Abends nach Einbruch der Dunkelheit wurde am Rande des Hofes eine Szene aufgeführt die ich gerne sehen wollte. Da unten aber kein Platz mehr war, bin ich auf die Mauer geklettert. Auf meiner Seite war sie nur 1,20 Meter hoch und einen guten Meter breit, von daher völlig gefahrlos sich dort hinzustellen. Aber auf den unebenen Steinen habe ich, obwohl vollkommen nüchtern, den Halt verloren und bin von der Mauer gestolpert. Nach etwa sieben Metern bin ich am Fuß der Mauer aufgeschlagen. Ich hatte verschiednen Innere Verletzungen, glücklicherweise hatte ich mich aber im Fall gedreht so das ich mit der Schulter aufgeschlagen bin, nicht mit dem Kopf, dem Becken oder der Wirbelsäule. Noch schlimmer als die gebrochenen Rippen, welche die Lunge durchspießt hatten, wodurch ich keine Luft mehr bekommen konnte, war die Ungewissheit ob jemand meinen Sturz überhaupt bemerkt hatte. Es war fest 22.00 Uhr und Dunkel und ich konnte nur japsend ein wenig Luft holen und nicht rufen. Zum Glück hatte ich etwa eine halbe Stunde vor dem Treffen im Hof mein Kettenhemd von kanpp 20 kg und den Helm ausgezogen.


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