Schreiben Sie mit!
Kapitel 5 mit Übungsaufgabe
Leserbeiträge
« zurück 1 · 2 · 3 · 4 · 5 · 6 · 7 · 8 · 9 · 10 · 11 · 12 · 13 · 14 · 15 · 16 · 17 · 18 · 19 · 20 · weiter »[ Lesezeichen ]
19395
1992 hatte ich einen Autounfall.
Der Fahrer war betrunken und fuhr mit 100 km/h gegen eine Hauswand.
Ich habe hinter dem Beifahrersitz gelegen und geschlafen.
Als ich aufgewacht bin, zogen mich zwei Rettungssanitäter aus dem geöffneten Heck des Wagens.
Mein Unterschenkel baumelte regelrecht an mir herum und erst am nächsten Morgen im Krankenhaus habe ich registriert, dass mein Schienbein glatt durchgebrochen war.
Glück gehabt!
[ Lesezeichen ]
19305
Unfall
Ich war im 9. Monat schwanger mit meinem 2. Kind und sollte zur Ultraschalluntersuchung in die Klinik fahren. Mir ging es gut, also für ich alleine mit unserm alten VW-Bus T2. Die Untersuchung verlief problemlos, dem Ungeborenen ging es gut, ich machte mich auf den Heimweg. Kurz vor meinem Heimatort, als es in einer langgezogenen Linkskurve bergan ging, für vor mir kurz vor der Kuppe ein Traktor mit Anhänger. Ich bremste erst mal ab, wollte nicht überholen, da ich nicht sah, ob einer entgegenkam. Da sah ich den Fahrer des Traktors mit der linken Hand winken, offenbar winkte er mich vorbei, da er die bessere Sicht auf den Gegenverkehr hatte. Ich setzte also zum Überholen an, wollte zügig links an ihm vorbei, da bog er auf einmal links ab, fuhr direkt vor mein Auto. Ich konnte nicht mehr bremsen und fuhr in seinen Anhänger rein. Ich bekam einen Riesen Schreck, fasste mir als erstes an meinen dicken Bauch, doch mir war nichts passiert. Ich stieg aus, heulte ein bisschen vor Schreck, entschuldigte mich sogar noch bei dem Fahrer für mein Missgeschick! Dem Anhänger war nichts passiert, die rechte Front an meinem Bus sah allerdings sehr mitgenommen aus. Ich tauschte mit dem Fahrer Adresse aus und fuhr den restlichen Weg nach Hause. Mein Mann erwartete mich schon, bekam erst einen Schreck, dachte es sei was mit dem Baby, weil ich so aufgelöst war. Als ich ihm das kaputte Auto zeigte, war er erst mal erleichtert, dass uns nichts geschehen war.
[ Lesezeichen ]
19286
Wie jedes Jahr in den Sommerferien waren auch dieses Mal die Schulpferde unseres Reitvereins auf der Sommerweide. Diese lag nur knapp 10 Minuten vom Stall entfernt auf der anderen Flussseite. Für uns reitverrückte Mädels war es eine besondere Ehre, wenn wir mit der Reitlehrerin die Pferde ohne Sattel zur Koppel reiten durften. Noch aufregender war es allerdings ohne Reitlehrerin und natürlich verbotenerweise auf der Sommerweide zu reiten. Dazu war nicht mehr nötig als eine Sommerweide, ein Pferd und ein paar Heubänder, die überall herumlagen. Diese wurden geschickt zu einem Halfter geknotet und ein Strick durchs Maul gezogen. Von dem hohen Holzzaun aus konnte man relativ gut auf das auserwählte Pferd steigen. Wir waren eine eingeschworene Gemeinschaft der heimlichen Koppelreiter, die es erstaunlicherweise über all die Jahre geschafft hat nicht entdeckt zu werden, was fast an ein Wunder grenzt.
An diesem besonderen Tag hatte ich mich für unsere Norwegerstute Emma entschieden und meine Freundin für Orioness, das alte schon beinahe ausrangierte Schulpferd.
Ich galoppierte gerade über die Koppel mit nicht als einem dünnen blauen Nylonstrick in der Hand als auf dem Feldweg hinter der Koppel ein Auto auftauchte.
In diesem Moment rauschten die verschiedensten Gedanken durch meinen Kopf.
Entweder es ist einfach ein Fremder, der zufällig an der Koppel vorbeifährt und sich nichts dabei denkt. Oder es ist ein Ortsansässiger, der zwar zufällig an der Koppel vorbeifährt, sich allerdings schon etwas denkt. Nämlich was wir Rotzgören auf der Koppel und vor allem auf den Pferden zu suchen haben.
Oder im schlimmsten Fall ist es vielleicht sogar der Bauer, der die Sommerkoppel an den Stall vermietet hat oder im allerschlimmsten aller Fälle die Reitlehrerin. Jetzt musste es schnell gehen, entweder auf dem Pferd bleiben und sich eine Geschichte ausdenken oder verstecken!
Wie sich hinterher rausstellte war das eine verdammt schlechte Idee, aber in dem Moment erschien es mir am sichersten das Heil in der Flucht zu suchen.
Nur so einfach war das nicht mit der Flucht vor allem im vollen Galopp. Ohne groß weiter nachzudenken sprang ich im vollen Galopp von dem Norwegerpony. Der Physik sei dank klatschte ich natürlich mit voller wucht auf den harten Koppelboden so dass ich Sternchen sah. So wie ich unten angekommen war, blieb ich dann auch gleich liegen und duckte mich vor dem Auto hinter einem Grasbüschel. Mein Plan war eigentlich zu warten, bis das Auto vorbeigefahren ist. Nur leider hielt das Auto an, weil es meinen spektakulären Abgang beobachtet hatte und eine Frau lief in die Koppel um mir zu helfen.
Gott sei dank waren es nur Fremde, die sich Sorgen um mich gemacht hatten.
Ich konnte die Frau schnell davon überzeugen, dass mit mir allen in Ordnung war und sie fuhren weiter.
Seit diesem Tag haben wir einen Wachposten in der Nähe der Koppel stationiert, damit uns nicht wieder jemand auf frischer Tat ertappen konnte.
[ Lesezeichen ]
19181
Winter vor einigen Jahren. Der Himmel ist grau wie Sichtbeton. Es schneit stark. Es hat über 0 Grad und die Schneeflocken klatschen auf die Windschutzscheibe meines 7-sitzigen Minivans. Die Scheibenwischer kommen ihrer Arbeit kaum nach. Die Sicht ist eingeschränkt. Feuchter Schnee liegt fast 10cm hoch auf den Fahrbahnen, es ist rutschig, auch auf stärker befahrenen Straßen. Ich stehe unter Stress. Zuvor bin ich in das Heck eines anderen Autos gerutscht. Trotz großem Abstands und starkter Bremsung. Unter dem tockernden Geräusch des ABS bin ich wie in Zeitlupe der Vorderfrau aufgefahren. Frierend und ohne große Verstimmung haben wir unsere Daten ausgetauscht. Geringer Blechschaden. Zittrig vor Kälte und Aufregung setzt ich meinen Weg fort. Fluchend, weil ich es hasse bei Schnee zu fahren und fluchend, weil ich ohne Winterbereifung unterwegs bin. Ich nehme einen anderen Weg als gewöhnlich, in der Hoffnung, dass die Fahrverhältnisse auf größeren Straßen besser sind. Dennoch bemerke ich den Zebrastreifen spät. Unter mantraartig wiederholtem "Scheiße, Scheiße" steige ich kräftig auf die Bremse. Abermals das tockernde Geräusch des ABS, das das Pedal vibrieren läßt, das Vorwärtsschlittern in Zeitlupentempo. Obgleich ich im Schneckentempo die Straße entlanggekrochen bin, kommt mein Auto erst auf dem Fußgängerübergang zu einem Halt. Kein Fußgänger kommt zu schaden. Die Glücklichen, die kurz vor oder nach mir den Zebrastreifen passieren, würdigen mich keines Blickes. Nur der Vollständigkeit halber. Bevor ich es dann doch unversehrt nach Hause geschafft habe, rutscht mein Auto nochmals rückwärts bergab.
[ Lesezeichen ]
19071
Ich erinnere mich an einen Unfall aus meiner Kindheit, als ich ungefähr 10-11 Jahre alt war.
Ich spielte mit meiner Freundin Anke. Sie wohnte neben uns auf einem großen Bauernhof, zu dem auch Pferde und Ponys gehörten. Anke war ein richtiger Pferdenarr, im Gegensatz zu mir.Sie bekam schon seit 4 Jahren Reitunterricht.
Ich war dagegen eher ruhig, habe gern gelesen oder Musik gehört. Aber wir verstanden uns gut und meistens einigten wir uns schnell, was wir spielen konnten.
Und manchmal setzte ich mich ihr zuliebe auch auf eins der Ponys.
An diesem Nachmittag sollte sie die 2 Pferde von der Weide holen.
Wir zogen los und schon saß Anke ohne Sattel und Zügel auf ihrer Reitstute.
Für mich blieb der große braune Hengst.
"Die paar hundert Meter werd ich schon schaffen"machte ich mir Mut.
Der Hengst stand nah am Zaun und so konnte ich von den breiten Balken am Zaun auf den Rücken des Pferdes klettern.
Das hatte gut geklappt, aber dann ging es los. Verkrampft und unsicher hielt ich mich an der Mähne fest. Der Hengst jagte der Stute nach, mit der Anke schon losgeritten war. Sofort setzte er zum Galopp an und mitten auf dem Weg senkte er plötzlich Kopf und Hals soweit nach unten, daß ich nur noch Kopf über runterfliegen konnte. Mit einer Hufe berührte er noch meine Schulter und meinen linken Fuß hatte ich mir beim Sturz umgeknickt.
Sofort war Anke bei mir. Das hatte sie natürlich nicht gewollt.
Sie brachte mich nach Hause, wo meine Mutter mir einen kühlenden Verband anlegte.
Ich hatte Glück gehabt. Es war nichts gebrochen, nur leicht verstaucht.
Anke und ich haben noch viel gemeinsam unternommen, wir hatten immer viel Spaß, aber sie hat mich nie wieder gefragt, ob ich mit ihr reiten gehe.
[ Lesezeichen ]
19052
Schon als ich morgens mit meinem großen Cappuccino aus dem Küchenfenster sah, dachte ich mir, dass auch das wieder einer dieser trüben Tage werden würde und seufzte tief. Ich mochte den Winter nicht, ich mochte keine Kälte und ich mochte vor allen Dingen die dunklen Tage nicht.
Doch was sollte es! Zur Arbeit musste ich wohl oder übel trotzdem gehen.
Mißmutig zog ich meine Stiefel an und wappnete mich mich mit dickem Wintermantel und dickem Schal gegen den eisigen Wind, der mich draußen erwartete.
Mit dem Auto fuhr ich in die Innenstadt und parkte auf unserer großen Parkpalette auf der oberen Etage.
Eigentlich hatte jeder von uns einen Parkplatz in der Tiefgarage, die fünf Minuten Fußmarsch entfernt war. Des Öfteren wurden wir schon ermahnt, die Kundenparkplätze nicht zu blockieren. Doch ich hatte noch einen Außer-Haus-Termin und teils aus Bequemlichkeit, teils aus Trotz diesem scheußlichen Wetter gegenüber, stellte ich mich einfach auf einen dieser Plätze.
Es hatte die ganze Nacht geschneit. An den Seiten waren Berge von dichtem weißen Schnee aufgetürmt. Der Hausmeister war schon fleissig. Es war bitterkalt und ich stieg aus dem Auto und ging Richtung Treppe. "Schnell ´rein", dachte ich gerade, als es schon passierte.
Kurz vor der ersten Stufe rutschte ich auf einer vereisten Fläche aus, taumelte und versuchte das Gleichgewicht zu halten. Mit dem rechten Fuß setzte ich zuerst auf, doch leider nur mit der Fusskante und schon war es geschehen.
Ein stechender Schmerz durchfuhr meinen Fuß bis hoch in das Bein und Tränen schossen mir sofort in die Augen. Ich japste nach Luft und versuchte kurz aufzutreten. Wieder zuckte der Schmerz durch meinen Knöchel und zwang mich, mich auf die oberste Stufe zu setzen. Meine Gedanken überschlugen sich: der gebuchte Flug...ich wollte über´s Wochenende meine Schwester in London besuchen....mein Laufkurs...gerade vor einem Monat hatte ich ihn angefangen, den Marathon-Vorbereitungskurs und eigentlich wollte ich in 10 Monaten fit sein...
Also saß ich dort und überlegte krampfhaft, was ich machen sollte, als ein Kollege mich ansprach, ob alles o.k. sei.
Mit seiner Hilfe schaffte ich es in mein Büro. Das Pochern im Knöchel ließ kein bißchen nach und ich hatte das Gefühl, daß der Stiefel langsam zu eng wurde. Jeder der an meiner Tür vorbeikam, fragte, was passiert sei. Der Schmerz war mir buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Etliche Eiswickel und klägliche Versuche mich zu konzentrieren später, beschloß mein Vorgesetzter, mich zum Unfallarzt zu fahren.
Im Wartezimmer wollte die Zeit nicht vergehen. Eine gefühlte Ewigkeit später hieß es nochmals die Zähne zusammen zu beißen. Kein schönes Gefühl den geschwollenen und puckernden Fuß für das Röntgenbild in eine Art Schraubstock zu legen und mit anzusehen, oder eher zu fühlen, wie er langsam, aber sicher in genau die Richtung gedehnt wird, die Du eigentlich nicht möchtest.
Kurze Zeit später konnte ich erleichtert aufatmen: es war nur eine Bänderüberdehnung. Ich durfte gleich wieder arbeiten gehen und mit dem Laufen sollte ich mir eine Woche Pause gönnen. Zum Glück!
Aber es sollte anders kommen. Nachmittags saß ich wieder beim Arzt, vor Schmerzen gekrümmt. Doch leider machte er sich noch nicht einmal mehr die Mühe, sich den Fuß anzuschauen. Eine Krankmeldung für eine Woche und eine Schmerztablette waren das Höchste, wozu er sich durchringen konnte. Das London-Wochenende war natürlich gestrichen.
Nach einer 4wöchigen Trainingspause fing ich wieder an zu laufen; immer wieder von Schmerzen geplagt und hörte bald darauf wieder auf: es stellte sich heraus, daß die Bänderüberdehnung doch ein Bänderriß gewesen war, der mich über Monate begleitete.
Meine Meinung habe ich übrigens bis heute nicht geändert: ich mag den Winter gar nicht.
[ Lesezeichen ]
18859
ich war 12oder 13 als ich auf meinem cousin der ein jahr alt war aufpassen musste, da meine Tante arbeiten war.Meine Tante und mein Onkel wohnten im gleichem Haus nur im Erdgeschoss, während wir in der zweiten Etage wohnten.als es Zeit war ihm nach unten zu bringen, trat ich mit ihm in den Hausflur. Da ich Angst hatte das er mir aus der Hand ausrutschen konnte wo er brav lief, nahm ich ihn auf dem Arm und stieg langsam die Stufen runter.
Zu meinem Schrecken rutschte ich jedoch auf die Stufen aus.
Es waren nur einige Sekunden, doch vor mir lief ein ganzer Film ab und sah mein süßen jungen verletzt oder noch schlimmer unter mich vergraben, ich hatte schreckliche Angst das ihm was passierte, und im fallen drehte ich mich so um,das als ich am Boden lag ,er wohlbehütet und unversehrt auf mich drauf lag.Er lachte so vergnügt und während mann mir zu Hilfe eilte sagte er" jana nochmal, nochmal" das brachte jeden zum lachen, denn Gottseidank außer einem großem Schrecken und ein paar Prellungen hatte ich mir nichts getan.
Doch ich vergass es nie wieder, ich hatte das Phänomen Zeit irgendwie überbrückt aus ein zwei Sekunden wurde eine Ewigkeit.
[ Lesezeichen ]
18794
Am 11.11. kurz nach 11 Uhr in der Nacht (war es vielleicht elf nach elf?) erlebten Omi, Mum und ich einen Verkehrsunfall. Als wir nach der Geburtstagsfeier meiner kleinen Cousine (die übrigens elf Jahre alt wurde) auf dem Heimweg waren, ist uns auf einer Kreuzung ein anderes Auto in die Seite gerauscht, obwohl unsere Ampel grün war, wie Omi, die auf dem Beifahrersitz saß, sich mit Bestimmtheit erinnert. Ich hatte während der Fahrt hinter meiner Mum gesessen und links aus dem Fenster geschaut - das Fahrzeug auf der anderen Seite demzufolge nicht kommen sehen. Ich hörte nur noch wie meine Omi erschrocken auf das Auto, das keine Bremsung durchzuführen schien, aufmerksam machen wollte, als ich auch schon den enormen Aufprall spürte, der mich so plötzlich nach vorne riss, dass ich, als wir wieder stillstanden, für einen Moment nicht richtig atmen konnte. Der Sicherheitsgurt hatte meine Luft abgedrückt. Danach musste ich feststellen, dass Omi sich nicht mehr rührte. Ein Entsetzen ging durch meinen Körper. Dann gab sie ein Lebenszeichen von sich, doch sie war nicht wirklich da. Es war ein wimmerndes Stöhnen, als befände sie sich soeben in einem Albtraum. Mum hingegen schien okay zu sein. Sie sprach sogar mit mir. Bis ich später im Rettungswagen bemerkte, dass sie wieder und wieder dieselben Fragen stellte, obwohl ihr die Sanitäter diese jedes Mal geduldig beantworteten: „Scheinbar sind Sie bei Rot über die Ampel gefahren – Ihrer Tochter geht’s gut, sie sitzt vorne beim Fahrer“.
Mir war wirklich nichts weiter passiert, bis auf dass sich nach einem Tag eine Art Schleudertrauma bemerkbar machte, was am nächsten Tag bereits wieder verschwunden war, und mein Brustbein noch eine Weile weh tat. Meine Mum und Omi hingegen hat es mehr erwischt, und doch nur so, dass man von Glück im Unglück sprechen kann. Mum hat ihre Erinnerung von dem Zeitpunkt, als sie in ihr Auto gestiegen war, bis zu dem, wo sie sich im Rettungswagen wieder gefunden hatte, verloren, obwohl sie nach dem Unfall wach und nicht bewusstlos war. Aber sie stand eben unter Schock. Dann kamen die leichten Beschwerden dazu, die auch ich hatte – Schleudertrauma und Schmerz im Brustbein -, außerdem blaue Flecken, geprellte Knie & Muskelverhärtungen. Omi hatte es am Schlimmsten getroffen, weil sie auf der Seite saß, wo das andere Auto in unseres hinein gefahren war, so dass sie mit dem Kopf gegen die Scheibe geknallt sein musste. Sie hatte dort eine kleine Platzwunde und ihre ganze rechte Körperseite war blau. Prellungen hatte sie außerdem. Sie war auch die einzige von uns dreien, die zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben musste. Glücklicherweise fuhr das andere Fahrzeug nicht direkt in Omi hinein, sondern weiter vorne in den Kotflügel. Der kleine Peugeot ist jetzt Vollschrott. Unser Anwalt meinte, als er die Fotos unseres kleinen Blauen sah, wir müssen eine ganze Schar Schutzengel um uns gehabt haben, denn er habe schon weniger beschädigte Autos gesehen, dessen Insassen aber weitaus mehr und nachhaltigeren Schaden genommen hatten.
Nun gut, wir sind alle wohlauf. Meine Mum hatte sich sogar kurze Zeit später wieder ein neues gebrauchtes Auto (fast dasselbe Modell) zugelegt. Und meine Omi spielte schon bald nach dem Unfall wieder Flöte.
[ Lesezeichen ]
18793
Ich war gerade mit meiner Famile auf einem Ausflug. Wir gingen Schlittschuh laufe, Ich war schon ca. zwei Stunden auf dem Eis als plözlich ein Junge in mich hineinfuhr. Ich fiehl gerade auf mein Arm. Es schmerzte schrecklich. Beim Aezt stellte es sich heraus, das mein Arm angeknagst war und ich eine Schiene brauchte
[ Lesezeichen ]
18572
Es war ein Tag wie jeder andere,aber ein tag der mein weiteren leben verändern wird.Gegegen 18 Uhr hab ich mein Büro verlassen und mich gefreut dass so eine woche zu ende ging und endlich wochenende wird.Auf den firmengelände waren nur noch eine handvoll autos.Ich ging zu meinem wagen wie immer hab mein sacko ausgezogen und die Aktentasche auf dem beifahrer sitzt abgelegt,die krawatte gelockert das wochenende kann kommen.Noch ein blick richtung mein Bürofenster und drin war ich.Langsam rollte mein auto auf den parkplatz ein letzter abschiedsgruß mit dem Pförtner an der Rampe und drausen war ich schon.Die strassen waren wie gewohnt ziemlich leer für dieser uhrzeit aber das passte mir immer. man muss sich nicht so anstrengen beim fahren und auf die anderen im strassenverkehr sich konzentrieren.Im radio liefen lieder die ich kannte und mitsingen konnte was ich auch tat.Vor lauter singen habe ich nicht gemerkt dass mein telefon der geblinkt hat.An der ersten ampel habe ich einen kurzen blick nach rechts gemacht um zu sehen wer neben mir fährt, es waren vier jungen deren auto sich wie eine rollende disko anhorte.Ich hab den daumen hoch gehalten und an meine Tochter gedacht bloss nicht in so ein auto sonnst muss ich dir bald ein hörgerät kaufen.Mit dem Kopf kurz geschüttelt und es geht weiter es war schon grün.Zürück wieder auf der strasse hab gemerkt das mein Telefon hellereuchtet war also ich hatte was beckommen.Wer hat es geschrieben meine Frau,ein Freund,von der Firma.Meine Frau hat schon lengs aufgehört zu schreiben,freunde hatte ich nicht viel hier, und die ich hatte warren überal verstreut,und von der Firma das konnte es auch nicht gewesen da war ich noch vor 20 minuten und ich war der letzte der noch da war.Die musik lief weiter aber ich habe aufgehört zu singen.Ich musste erfahren wer es war also ich suchte die nächste möglichkeit anzuhalten.In der weite habe ich die lichter von einer Tankstelle gesehen das ist es, gleich würde ich es erfahren.Hab den blinker gesetzt und das Auto geparkt hab das Telefon gennomen um nachzulesen.Es waren nur fünf buchschtaben HALLO.Nicht mehr nicht weniger.Ich lies das wort weiss gott vieviel mal als wäre es eine nachricht von tausend wörter aber es war nur ein HALLO.Die erste frage war naturlich wer es war also wer steckt hinter den fünf buchschtaben die sie ich so schön lesen konnten,wer macht sich gedanken um diese zeit um mich.Naturlich konnte ich anrufen und fragen wer auf der andere leitung ist und was das zu bedeuten hätte,aber wenn der endeckt werden wollte hätte er schon seinen namen oder die initiale geschrieben.Also machte ich nichts ich schrieb eine nachricht und die hatte fünf buchstaben HALLO.Ich fuhr weiter kam nachause heil an, hatte keinen unfall.Es war ein tag wie jeder andere aber ein tag der mein Leben verändert hat.
Manchmal braucht mein keinen unfall zu haben um ein unfall zu erleben.
[ Lesezeichen ]
18571
ich war noch ziemlich klein und wie immer ohne Pantoffel auf Socken unterwegs. Ich glaub, ich rannte im Treppenhaus meinem Bruder hinterher. Den ersten Treppenabsatz hab ich noch geschafft,im Erdgeschoss bin ich ausgerutscht und mit Schmackes auf die harten Fliesen gefallen, ich hab erst mal keine Luft bekommen, aber kurz drauf ging es wieder. Ich hatte ein paar blaue Flecken, aber keine ersten Verletzungen.
[ Lesezeichen ]
18175
Mit etwa 9 Jahren bin ich in unserer Waschküche vom Fenstersims über dem Waschbecken gefallen.
Eines unserer Hühner hatte sich oben auf das Fenstersims gesetzt und ich erreichte es vom Boden aus nicht da ich zu klein war, so kletterte ich über das Waschbecken auf das Sims.
Doch als ich mich, mit dem Huhn im Arm, umdrehen wollte, rutschte ich in meinen viel zu grossen Gummistiefeln aus und knallte mit dem Kopf auf den harten Beton-Boden.
Ich war kurz bewusstlos und als ich wieder aufwachte, stand das Huhn neben mir und schaute mich ein bisschen verdutzt an, ich rannte brüllend (so laut hatte ich noch nie gebrüllt) die Treppen zu unserer Wohnung hinauf.
Meine Mutter fand es nicht so schlimm wie ich, so lag ich für ein paar Stunden auf dem Sofa, und danach waren auch die Kopfschmerzen wieder vorbei. Nur in den Keller getraute ich mich danach nicht mehr.
[ Lesezeichen ]
18124
Wie jedes Jahr hatte ich meine Freundin zu ihrem Geburtstag besucht. An diesem Tag nahm ich mir vor, nicht so lange zu bleiben, denn ich musste am nächsten Tag früh zur Arbeit. Also verabschiedete ich mich schweren Herzens von meiner Freundin und den anderen Gästen und ging auf die schon etwas dämmrige Straße hinaus. Mein Auto stand in einer Parkbucht, die vorne durch eine Anpflanzung begrenzt wurde. Also musste ich etwas zurückstoßen. Ohne weiter nachzudenken, legte ich den Rückwärtsgang ein und gab sachte Gas. Gleich ertönte ein irritierendes Sirenengeräusch. Was war denn das? Seit wann gab mein Auto solch merkwürdige Töne von sich? Verwirrt schaute ich mich um.
Oh Schreck, natürlich war es NICHT mein Auto, das Alarm schlug. Nein, jetzt erkannte ich, was passiert war. Während ich meine Freundin besucht hatte, hatte jemand sein Auto genau hinter meinem Wagen abgestellt. Nein, so was! Sicher, so was kommt dann und wann vor...! Sogar in wenig frequentierten Straßen sollte man zumindest mit dieser Möglichkeit rechnen. Es KÖNNTE nach zwei Stunden tatsächlich einmal "plötzlich" ein Auto dastehen, das vorher noch nicht da stand.
Ähm, also schnell wieder den Vorwärtsgang rein und ein paar Zentimeterchen nach vorne. Dann Handbremse ziehen, aussteigen und den Schaden an dem immer noch gefährlich heulenden Auto begutachten. Dieses durchdringende Geräusch war nicht unbeachtet geblieben. Der Rolladen im Haus neben der Parkbucht wurde hochgezogen und ein Frauengesicht erschien im Fenster: "Was ist denn da los?" "Ach, oh, ich habe dieses Auto hier mit meinem Auto berührt!" Diese vorsichtige Formulierung schien mir angemessen, denn ich hatte bisher weder an meinem eigenen noch an dem fremden Auto irgendeine Auffälligkeit ausmachen können.
Außerdem hätte ich bei einer Beschädigung sicher irgendein Knirschen oder dergleichen gehört und nicht nur die Alarmanlage des Autos. Vielleicht, so hoffte ich, hatte ich das Auto gar nicht berührt und die Alarmanlage war angesprungen, als ich dem Auto gefährlich nahe gekommen war? Konnte ja sein, dass diese Alarmanlage so eingestellt war, dass sie schon auf "Beinahe-Berührungen" reagierte?
Leider konnte ich diese Hoffnung nicht mehr aufrecht erhalten, als ich nach intensiver Betrachtung der Stoßstange eine winzige Delle entdeckte. Die Delle war ein paar Millimeter groß, sehr flach und gänzlich unauffällig.
Trotzdem kam es nicht in Frage, einfach davon zu fahren. Ich fragte die Dame am Fenster, ob sie den Besitzer des Autos kenne, doch sie verneinte. Was tun? Ich klingelte bei meiner Freundin und bat sie um einen Rat. Sie und ein paar ihrer Gäste kamen also herunter und blickten nun ebenfalls angestrengt die Stoßstange an. Die Meinungen zum richtigen Verhalten waren geteilt - was für moralisch und verkehrsrechtlich richtig befunden wurde, wurde gleichzeitig aus alltagspraktischen Erwägungen ("So eine Delle SIEHT man doch nicht einmal") heraus als überflüssig und übertrieben abgetan.
Mir war aber klar, was ich zu tun hatte und ich schrieb eine Nachricht für den Autobesitzer. Als ich sie gerade unter einen Scheibenwischer seines Wagens klemmen wollte, kam ein jüngerer Herr geradewegs auf das Auto zu. Er sah mich mit misstrauischem Blick an und fragte streng: "Was haben Sie an meinem Auto zu schaffen?" Aha, der Autobesitzer daselbst.
Ich erklärte ihm die missliche Angelegenheit und er überreichte mir seine Visitenkarte, die er sofort zur Hand hatte und aus der hervorging, dass er als Versicherungssachverständiger tätig war. Na klar, so hatte ich mir das vorgestellt. Insofern wusste er natürlich bestens, wie man mit solchen gemeinen Verkehrstätern wie mir umzugehen hatte.
Deshalb verlangte er sofort danach, meinen Personalausweis in Augenschein nehmen zu dürfen, schließlich sei nicht unbedingt davon auszugehen, dass die aufnotierte Adresse und Telefonnummer der Wahrheit entsprächen.
Oh, ich glaubte, nicht richtig zu hören! Meine Freundin und ihre Gäste, die die unerfreuliche Begegnung beobachtet hatten, waren wohl alle ebenfalls erfunden?
Ich wurde zornig, so zornig, dass ich völlig außer mir geriet. Wie er denn dazu käme, an meiner Identität zu zweifeln? Wie er sich erlauben könne, meine EHRLICHKEIT anzuzweifeln?? Die Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit einer ehrlichen Frau, die schließlich wegen einer minimalen Delle wahrheitsliebend ihre Adresse hinterlassen hatte. Die ihm erzählt hatte, dass sie hier, in der Fresienstraße Hausnummer 7, bei ihrer Freundin, namens Gabriela Mittermann, zu Besuch gewesen sei. Und das sei ihm noch nicht genug? Da komme er nun daher und wolle mich, diese ehrliche und integre Frau mit seinem Misstrauen verletzen? Solch eine boshafte Kränkung sei mir ja noch nie in meinem ganzen Leben vorgekommen! Solche Verachtung hätte mir noch nie jemand entgegen gebracht! Wie könne es ihm in den Sinn kommen, mir so schändlich meine Ehre zu nehmen???
In dieser Tonart wetterte und schimpfte ich immer weiter und wunderte mich zwischendurch, dass mir in der Aufregung, in der ich mich befand, nicht die Worte ausgingen. So passierte das nämlich sonst immer. Aber nein, mit gepflegten Worten, aber wohl ungeheuer aufgebrachtem Gesichtsausdruck und wütender Stimme brüllte ich auf den Autobesitzer ein, der mich entsetzt anstarrte, zurückwich, ein paar hilflose Ansätze machte wie "Ich dachte doch nur...", aber sogleich von mir niedergebrüllt wurde, so dass er schließlich eilends die Flucht ergriff.
Das beeindruckte mich ziemlich, denn mir war neu, dass ich so angsteinflößend wirken könnte. Meine Freundin schaute mich skeptisch an: "Sag mal, wolltest du ihn schlagen? Es hat ganz so gewirkt!" Oh, ICH friedfertiges und zurückhaltendes Wesen hätte diesen Typ schlagen wollen? Aber nein, nicht doch, niemals! Meine Ehre wollte ich verteidigen - mit Worten, nur mit Worten! Komisch, dass meine Freundin trotz meiner Versicherungen nicht so ganz überzeugt war. Ich hatte wirklich nicht im Geringsten daran gedacht, diesen Menschen zu berühren - und hatte es ja auch nicht getan. Interessant aber, dass ich bei diesem Gefühlsausbruch offenbar einen geradezu gewaltbereiten Eindruck gemacht hatte.
Ziemlich durcheinander fuhr ich dann nach Hause, wo mein Mann wenig Verständnis für meine Aufregung und Aufgewühltheit hatte. Sehr weise, aber doch auch sehr besserwisserisch bemerkte er, dass man eben erst in den Rückspiegel schauen müsse, bevor man sich anschicke, rückwärts zu fahren. Gut, gut, wir werden's uns merken.
Es wurde übrigens eine kostspielige Sache. Der Autobesitzer ließ sich eine neue Stoßstange ans Auto montieren, so dass ich die Kosten nicht mehr selbst übernehmen wollte und von der Kfz-Versicherung höher gestuft wurde, was ich natürlich seitdem jedes Jahr finanziell zu spüren bekomme.
[ Lesezeichen ]
18109
Ich war sehr aufgeregt als ich von der 4. Klasse Grundschule in die Realschule wechseln durfte. Die Realschule war im Nebenort, man musste mit dem Bus hinfahren und all das war für mich ein kleines verwöhntes Einzelkind-Mädchen, das sehr behütet aufgewachsen war sehr aufregend.
Mein Unfall ereignete sich also in der 5. Klasse jener Realschule. Es war die erste Schulsportstunde. Lustigerweise hatte die damalige Sportlehrerin ebenfalls ein Debüt, nämlich ihre erste Sportschulstunde an dieser Schule und war vermutlich genauso aufgeregt wie ich. Sie entschied sich dafür ein lustiges Zirkeltraining stattfinden zu lassen, bei dem in der Sporthalle viele verschiedene Arten von Sportgeräten im Kreis aufgestellt wurden über die man dann irgendwie einfach „drüber“ musste oder drunter durch etc. Das ganze war sehr harmlos und schien für ein sehr schlankes gesundes Kind wie mich kein Problem darzustellen.
Leider ereilte mich an diesem Tag etwas dass man wohl gemeinhin als „Pech“ bezeichnet. Teilweise war es vielleicht auch einfach Unachtsamkeit, als ich versuchte einfach nur über einen mit blankem Leder (man könnte es auch als arschglatt bezeichnen) bezogenen Bock zu klettern, dabei abglitt (dies rührte eventuell von meiner ebenfalls glänzend-rutschigen Leggins her) und auf die dahinter befindliche Matte stürzte, die den Fall nicht wirklich abbremste. Sehr wohl bremste allerdings mein rechter Ellenbogen den Fall und entschied sich dabei dafür, ein den oberen und unteren Armknochen zusammenhaltendes Miniknöchelchen aus seiner Verankerung springen zu lassen und mich erstmal vom Unterricht freizustellen.
Die Schmerzen waren unsäglich. Ich hatte eigentlich schon so manches erlebt, zwischendrin mal eine besonders ansteckende Form einer lebensgefährlichen Salmonellenvergiftung. Eltern die einen mitten in der Nacht aus dem Bett holten um einen ins Kinderkrankenhaus zur bevorstehenden Polypenentfernung zu bringen und einige andere Kinder-Horror-Erlebnisse. Diese Schmerzen jedoch waren das Schlimmste was ich jemals erlebt habe bis heute! Ich konnte den Arm nicht mehr bewegen. Doch nicht nur das, selbst die Erschütterungen vom Gehen oder das Wackeln des später mich zum Arzt bringenden Taxis ließ mich weinerlich die Zähne zusammenbeißen.
Beim Unfallchirurgen versetzte ich alle Patienten die aufs Röntgen in einem neonbeleuchten Flur im Untergeschoss der Praxis warteten, in Angst und Schrecken mit meinem unsäglichen Geschrei, als die Schwester versuchte meinen Arm in wenigstens einige röntgenfähige Positionen zu bringen. Die Gesichter auf dem Flur als ich wieder herauskam werde ich nie vergessen. Diesen Menschen standen Angst und Mitleid gleichermaßen ins Gesicht geschrieben. Der Landarzt-Unfallchirurg seinerseits meinte dann erstmal: Da muss ein Draht in den Arm rein und später wieder raus, ca. 2-3 OPs würden mir schon bevorstehen und der Arm könnte eventuell steif bleiben! Das schockte sogar meine sonst so ruhige Mutter.
Alle Beteiligten waren sehr glücklich als ich vom Landchirurgien ins nahe liegende Kreiskrankenhaus verwiesen wurde und er dortige Schweizer Oberarzt sich als sehrfähiger Mann herausstellte der an mir tatsächlich eine neuartige Heilungsmethode im Bezug auf diesen speziellen Bruch versuchen wollte. Der Arm würde einfach 3 Wochen in Gips kommen, ohne OP. Danach würde man sehen. Dieser kleine auf dem Röntgenbild auf ca. 20 nach 12 stehende Knochen, der eigentlich auf der 12 stehen sollte würde sich von ganz allein an seinen Platz zurückbewegen. Warum meine Eltern dem Arzt vertrauten kann ich heute nicht mehr sagen. Es hätte hier einiges schief gehen könnte. Krummes Zusammenwachsen oder gar ein steifer rechter Arm bei einem rechtshändigen Kind. Seltsamerweise hatte ich selbst überhaupt keine Zweifel dass irgendetwas schief gehen könnte und so versuchte man es.
Am Ende ging tatsächliche alles so gut aus, wie dieser Doktor es gesagt hatte. Mein Arm war nach 3 Wochen heil. Der Gips kam weg und mein Arm wurde in ca. 35 Stellungen für ein Studienbuch fotografiert. Ich war ein Versuchskaninchen, das einen glücklichen Ausgang erleben durfte und mein Arm ist sicher heute noch in einigen Büchern als Beweis zur Funktion der einfachen Handhabe dieses Bruches abgebildet!
Leider beschwerte mir dieser am Ende gut ausgegangene Unfall dafür eine notorische psychosomatische Angst vor dem schulischen Sportunterricht. Die folgenden 5 Schuljahre bestanden darin mich vor dem Sport zu drücken, Schweißausbrüche beim Anblick eines Barrens zu bekommen und zu versuchen die Note 4 im Zeugnis in Sport zu halten. Mittlerweile habe ich meine Mittlere Reife schon einige Jahre hinter mir und habe auch meine Leidenschaft für Sport wieder entdeckt. Allerdings solchen ohne Sportgeräte…
[ Lesezeichen ]
18058
Schlimme Unfälle sind mir nie passiert, dafür umso mehr wirklich groteske Dinge.
Eine Sache, mit der ich im Freundeskreis für viel Heiterkeit sorgte, war folgende:
Ich hatte beschlossen, mit dem Laufen anzufangen. Zu Beginn habe ich übertrieben und mir eine typische Anfänger-Verletzung zugezogen, eine Entzündung der Sehnen am linken Bein. Empfehlung aus der Laufzeitschrift: Kühlen, Kühlen, Kühlen! Ich, der ich immer zu extremen Massnahmen neige, habe also überlegt, je kühler, desto besser die Wirkung.... und legte mir ein Cold-Pad aus dem Tiefkühlfach direkt aufs Bein oberhalb meines Knöchels. Dort blieb das Pad dann 30 Minuten, obwohl es schon richtig wehtat, aber wie gesagt, je kälter desto wirksam, meine Devise. Als ich das Cold-Pad dann doch abnahm, war meine Haut darunter schon knallrot und lederartig fest, komisch, das. 30 Minuten später dann lustige kleine stecknadelkopfgroße Bläschen, die dann im Lauf des Tages zu 2 Riesenblasen im 2 Euro-Format zusammenliefen. Ich hatte mir doch tatsächlich einen Gefrierbrand zugezogen.
Was an sich schon dämlich genug war. Ich bin aber am kommenden Tag mit meinem Freund rennradeln gegangen, wie so häufig auf den Feldberg hoch. Sehr anstrengend, und deshalb bin ich oben angekommen auch immer fast vom Rad gefallen. So auch an diesem Samstag. Beim Absteigen, man glaubt es kaum, bin ich vor Schwäche vom Rad gepurzelt und habe bei dieser Gelegenheit meine zwei Riesenblasen am linken Pedal aufgekratzt. Hölle, tat das weh! Schlimm war nun, dass diese beiden Wunden einfach nicht mehr zuheilen wollten über Wochen eiterten. Schliesslich wuchs dann doch wieder Haut drüber, aber keine schöne glatte, sondern so vernarbte dicke Haut, die mich auch heute, nach 10 Jahren, noch an diesen "Unfall" erinnern.
[ Lesezeichen ]
18053
Als ich drei Jahre alt war, hatte ich einen Unfall. Es war ein Fahrradunfall. Das Fahrrad war so klein, dass es kaum den Namen verdiente. Es war ein Miniaturfahrrad. Dennoch reichte ich zwar auf die Pedalen, aber nicht mit den Füßen auf den Boden. Jemand, meistens einer meiner Brüder, schob mich an, dann konnte ich fahren. Wenn ich genug hatte, hielt jemand das Fahrrad wieder an.
Es gehörte meiner besten Freundin Rosi. Ich fuhr viel lieber damit als sie. Und sehr viel öfter, wenn ich jemanden fand, der mich anschob.
Ich fuhr los, bog in die Seitenstraße ein und sah Rosis Vater, der es sich am Fenster bequem gemacht hatte. Ihn mochte ich überhaupt nicht, er war unfreundlich zu uns Mädchen, nur seine Söhne zählten für ihn. Darum wollte ich ihm beweisen, Mädchen können wenigstens genauso viel wie Jungen. Ich fuhr immer schneller, zog eine sehr enge Kurve. Es lief mehr als gut. Bis ich dann auf den Schotter kam. Der war der Untergang meines Emanzipationsversuches. Ich rutschte aus, fiel vom Fahrrad und schlug mir mein Knie auf. Das tat nicht so weh wie das Lachen dort oben aus dem Fenster. Ich stand wieder auf und sah erst da, wie das Blut immer stärker lief. Jetzt war mir dieser Mann dort oben egal, ich fing an zu schreien. Es war ein weiter Weg zu meinen Brüdern. Allerdings war ich eher zu hören als zu sehen. Und so kamen sie angerannt.
"Mann, da kann man ja bis auf den Knochen sehen". Die Bewunderung in seiner Stimme nutzte nicht viel. Ich schrie noch lauter. Inzwischen waren meine Kniestrümpfe schon ziemlich nass. Mein Bruder nahm mich auf den Arm und trug mich nach Hause. Als mein Vater mich und meine Wunde sah, rief er die Feuerwehr an. Meine Mutter hatte mein Knie noch nicht ganz verbunden, da kam die Feuerwehr, ein ganzer Zug. Zwei Feuerwehrleute erschienen mit einer Trage. Als sie mich darauf legten, verschwand ich fast darauf. Ich war zwar drei Jahre alt, aber genauso eine Miniatur wie das Fahrrad. Schließlich nahm er mich auf den Arm und brachte mich zu dem Rettungswagen. Ich sah gerade noch wie die zwei oder drei Feuerwehrwagen aus der Straße fuhren. Und ich sah eine regelrechte Menschenmenge. Die enge Straße war überfüllt. Wir fuhren mit Blaulicht aus der Straße. Die Sirene und ich kämpften darum, wer lauter sein kann. Ich glaube, ich habe gesiegt.
Im Krankenhaus ging alles sehr schnell. Zehn Stiche waren nötig, für jeden Stich bekam ich einen Bonbon.
Dann fuhren wir nach Hause. Es war schon ziemlich spät, aber ich blieb noch lange wach. Denn die Bonbons waren nur der Anfang gewesen. Sehr viele Nachbarn brachten Geschenke und gingen mit den letzten Neuigkeiten nach Hause.
Ich fand den Unfall nun sehr erfreulich. Dennoch war es mein letzter. Inzwischen sind Jahrzehnte vergangen, eine kleine Narbe erinert mich an meinen Unfall als ich drei Jahre alt war.
[ Lesezeichen ]
18005
Mir sind schon viele Unfälle passiert ich erzähl einfach..
1993 in Portugal/Leiria (5 Jahre alt)
Ich wartete mit meiner Mutter auf dem Bus.
Hinter der Bushaltestelle war der Boden aufgebrochen worden ..wie kleine Kinder halt sind ging ich hinter die Bushaltestelle und spielte dort, meine Mutter warnte mich dass ich gleich hinfalle. Hab nicht draufgehört und dann ist es passiert ich stolperte und landete auf dem aufgebrochenen Boden....als ich wieder aufstand hatte ich in meinem rechten Knie ein Stein stecken und es blutete ziemlich. Hab Eimer Wasser geheult weil es weh tat...sind dann ins Krankenhaus gefahren die haben mir dann dort den Stein rausgeholt und mit einem Stich genäht....
1997 in Deutschland/Neuss (9 Jahre alt)
Meine Mutter war dabei aufzuräumen und ihr fiel eine Porzelanpuppe runter und sie zerbrach...Ich war neugierig nahm sie in die Hand und spielte an der zerbrochen Stelle rum einen Moment nicht aufgepasst da hatte ich mich schon am Mittelfinger verletzt. Die Wunde war groß und ich weiß nur das Blut hat gespritzt sowas hab ich noch nie gesehen...Gott sei dank war das Krankenhaus um die Ecke.. also paar Handtücher um den Finger und ab ins Krankenhaus...dort wurde ich mit 3 Stichen am Finger genäht...
Ein Jahr Später 1998 fuhr ich Fahrad und schaute zurseite statt aufzupassen was vor mir ist, ich fuhr gegen ein Pfosten und mein Kinn platzte auf...das tat weh...wurde dann mit 2 Stichen genäht.
[ Lesezeichen ]
17941
März 1983. Ich befand mich in der Lehre zum Elektro- Monteur und war auf Montage in Greifswald. Heute nun mußte ich mir in der Werkshalle einen vorher zurecht gesägten Metallwinkel entgraten.Hierfür ging ich zur Schleifmaschine, schaltet sie an und setzte den Winkel vorsichtig, wie ich es gelernt hatte, auf den Schutzbacken (Futter) auf und bewegte ihn mit meiner rechten Hand langsam im Winkel von ca. 45° zur Schleifscheibe. Nur eine Sekunde später wurde der Winkel zwischen Backen und Scheibe nach unten gezogen. Ich versuchte wohl instinktiv dagegen zu halten. Die Kraft, der Sog war aber dermaßen stark, dass der Winkel nach unten durchschoss, mein rechter Zeigefinger jedoch, welcher sich auf dessen Oberseite befand, fast im gleichen Moment zwischen Schutzbacken und Schleifscheibe geriet.Ich sah sofort Blutspritzer und Haut- und Knochenfetzen durch die Rotation der Scheibe gegen die vorher weiße Wand klatschen. Dann schaffte ich es endlich, den Finger heraus zu ziehen und legte ihn sofort in meine linke Hand. Ich traute mich nicht hinzuschauen, da ich Angst hatte, keinen Finger mehr zu haben. Langsam öffnete ich meine linke Hand und sah, dass das untere Drittel meines rechten Zeigefingers fehlte. Die untere Hälfte der Haut hing herrunter und der Knochen ragte kurz vor dem Mittelgelenk etwas ausgerfranst ins Freie. Erst jetzt kam der Schmerz. Ich rief meinen Lehrmeister. Als er vor mir stand meinte er, ich solle es ihm zeigen, so schlimm würde es ja wohl nicht sein. Ich öffnete wiederum die linke Hand und hielt ihm meinen darin gebetteten zermanschten Finger hin. Er geriet ins Wanken, veränderte leicht die Hautfarbe und mußte sich an einer Werkbank festhalten. Sofort aber griff er zu seinem Handy und rief den Notdienst. Während der Fahrt im Krankenwagen wurde der Schmerz fast unerträglich...
Um noch alle, die diesen Beitrag lesen sollten, zu beruhigen- mein Finger konnte tatsächlich vom einem Professor an der Universitätsklinik Greifswald mit einem speziellen Draht und Hautimplantationen, in zweieinhalb Stunden, umgeben von 11 Schwester-Schülerinnen, wieder hergestellt werden.
[ Lesezeichen ]
17899
Es fällt mir sehr schwer, mich überhaupt an einen Unfall zu erinnern. Ich hatte bisher nie einen ernsten Unfall. Selbst die kleinen Lappalien sind mir irgendwie nicht im Gedächtnis geblieben.
Wenn ich genauer darüber nachdenke, dann erinnere ich mich aber an einen Unfall im Freibad. Wie alt ich genau war, weiß ich nicht mehr, vielleicht zwölf, dreizehn Jahre. Ich wollte am tiefen Ende des Bades aus dem Wasser steigen, und mit mir gleichzeitig schwamm ein Junge auf die Leiter zu. Ich war ein klein wenig eher dort und schubste ihn zur Seite, um auch als erste auf die Leiter zu kommen. Ich hatte sie schon halb erklommen, da zog mich jemand am Fuß. Mein Schienbein schrammte an den metallenen Stufen der Leiter entlang, was sehr schmerzhaft war, und ich fiel zurück ins Wasser. Ich kletterte heraus. Ein Rinnsal aus Blut lief mein Schienbein hinunter. Die Haut war auf etwa zwei Zentimetern Länge aufgerissen, man konnte den Knochen sehen.
Ich lief über die warmen Steinplatten zum Schwimmmeister-Häuschen, während es weiter blutete. Der Schwimmmeister versorgte die Wunde, und ich erinnere mich gut, wie schockiert ich war, dass man den Knochen sehen konnte. Er schimmerte bläulich-weiß. Ich erinnere mich auch noch, dass Eisspray auf die Wunde kam. Die Stelle ist heute nach wie vor deutlich an meinem Schienbein zu sehen, dort ist die Haut dünn, fast wie Pergament. Wenn man mit den Fingern darüber fühlt, kann man eine Unebenheit im Knochen fühlen.
[ Lesezeichen ]
17815
Es muss ungefähr in der zweiten Klasse gewesen sein, zu der Zeit, als ich meinen Schulweg regelmäßig gemeinsam mit einer Freundin zu Fuß zurücklegte. Eines Tages war diese Freundin mit dem Rad zu Schule gekommen. Auf dem Heimweg begleitete sie mich und schob das Rad nebenher. Dann wurde es ihr offensichtlich langweilig und sie bot mir an, auf dem Gepäckträger mitzufahren. Ich zögerte zuerst, eine innere Stimme warnte mich, aber ich sagte mir, dass es ja nur noch ein kurzes Stück bis nach Hause sei, und stieg auf. Sie fuhr ziemlich unsicher und das Fahrrad schlenkerte, mir wurde nun doch recht mulmig bei dieser Sache. Ich bereute meinen Entschluss und wollte absteigen, forderte sie auf, stehen zu bleiben. Sie scherte sich aber nicht darum und beschleunigte sogar noch. Nach weiteren 300 Metern Schlangenlinien hatte ich genug, und ich beschloss, einfach abzuspringen. Das missglückte natürlich gründlich - das heißt, abgesprungen bin ich schon, aber da wir ziemlich Fahrt drauf hatten, konnte ich mich nicht auf den Füßen halten und bremste mit meinen Knien auf dem Asphalt. Da ich eine kurze Hose trug, wurden meine Knie regelrecht abgeschliffen. Schmerz empfand ich zuerst nicht, wahrscheinlich wegen des Adrenalins. Zum Glück waren wir nun fast schon vor meinem Elternhaus angekommen. Ohne ein Wort und ohne mich noch mal nach meiner Freundin umzusehen, die sich, jetzt doch besorgt und mit offensichtlich schlechtem Gewissen nach meinem Gesundheitszustand erkundigte, humpelte ich ins Haus. Ich schlich ins Bad, schnitt von einer Rolle Pflaster zwei große Stücke ab und überklebte die Wunden notdürftig. In meiner kindlichen Naivität hoffte ich, dass meine Eltern nichts merken würden, denn natürlich hatte ich auch ein schlechtes Gewissen. Sie hatten mir zwar nicht ausdrücklich verboten, mich auf Fahrradgepäckträgern mitnehmen zu lassen, aber richtig gut würden sie es auch nicht finden, das war mir klar.
Betreten ging ich in die Küche, um meine Mutter zu begrüßen. Natürlich sah sie sofort meine blasse Nasenspitze und mit mütterlichem Instinkt wanderte ihr Blick weiter abwärts zu meinen Knien. Vielleicht hätte ich noch schnell eine lange Hose anziehen sollen, dachte ich, aber wahrscheinlich hätte sie dann ihren Röntgenblick eingeschaltet. Da Leugnen jetzt sowieso keinen Zweck mehr hatte, erzählte ich ihr alles und weinte auch ein bisschen, weil meine Knie jetzt doch wehtaten und mich der Vorfall im Nachhinein ganz schön aufwühlte. Zu meiner Erleichterung schimpfte sie aber gar nicht, sondern verarztete mich noch mal fachgerecht.
Von diesem Tag an setzte ich mich nie wieder auf einen Fahrradgepäckträger. Die Narben an meinen Knien sieht man heute noch, wenn man genau hinsieht.
« zurück 1 · 2 · 3 · 4 · 5 · 6 · 7 · 8 · 9 · 10 · 11 · 12 · 13 · 14 · 15 · 16 · 17 · 18 · 19 · 20 · weiter »




